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Europa im Überblick: Sasa Obradovic ukrainischer Meister – Kyle Hines muss in Piräus nachsitzen

Europa im Überblick: Sasa Obradovic ukrainischer Meister – Kyle Hines muss in Piräus nachsitzen

Während die deutsche Basketball-Gemeinde darauf wartet, dass die Finalserie zwischen den Brose Baskets und ratiopharm Ulm losgeht, sind in den ersten europäischen Ligen die Entscheidungen schon gefallen. Es gibt nur wenige Überraschungen, aber ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Beko BBL.

Russland


In Russland hat sich ZSKA Moskau im Finale gegen den BC Khimki mehr oder weniger mühelos mit 3:0 (81:62 und 79:61 in Moskau und 90:75 in Khimki) durchgesetzt, obwohl Superstar Andrej Kirilenko wegen einer leichten Verletzung die letzten beiden Spiele der Serie gar nicht mehr mitmachte. Das dritte Finalspiel in Khimki war gleichzeitig das Abschiedsspiel des litauischen Forwards Ramunas Siskauskas, der seine aktive Karriere mit ZSKAs zehntem russischen Meistertitel in Folge beendet. Die letzten Highlights der russischen Saison:



Israel


In Israel haben die kleineren Vereine vor ein paar Jahren durchgesetzt, dass der Meistertitel nicht mehr in Playoffs, sondern in einem Final Four vergeben wird, um dem Serienmeister Maccabi das Leben etwas schwerer zu machen. Denn – so der Gedanke hinter diesem Modus – in einem einzelnen Spiel ist der Serienmeister eher zu schlagen als in einer Playoff-Serie. 2008 und 2010 hat das auch schon funktioniert – in diesem Jahr aber nicht: Maccabi sicherte sich vor 11.000 Zuschauern mit einem 83:63-Sieg über den Überraschungsfinalisten Maccabi Ashdod (Siebter der Punktrunde) seinen 50. (!) nationalen Meistertitel, der entsprechend ausgelassen gefeiert wurde:



Slowenien und Lettland


In Slowenien musste Olimpija Ljubljana auch in diesem Jahr Krka Novo Mesto den Vortritt lassen (Krka gewann die Serie 3:1). In Lettland entthronte unterdessen VEF Riga den Titelverteidiger Ventspils mit 4:1. Beim neuen lettischen Meister kann man dabei mit Assistenztrainer Uvis Helmanis, dem Guards Sandis Valters, den Forwards Kristaps Janicenoks und Siim-Sander Vene sowie Power Forward Donatas Zavackas gleich fünf ehemalige Bundesliga-Akteure entdecken. Fans aus Trier, Würzburg, Bonn, Bamberg und Ludwigsburg entdecken ihre früheren Spieler vielleicht noch auf dem Meister-Video von VEF Riga.

Litauen


In Litauen hatte im „ewigen Finale“ zwischen den beiden Erzrivalen Zalgiris Kaunas erstaunlich wenig Mühe, Lietuvos rytas Vilnius im Finale mit 3:0 (71:56, 86:76 und 90:84) zu sweepen. Auch der verletzungsbedingte Ausfall des Topscorers Sonny Weems und die im April gegen Spielmacher D.C. Collins verhängte Doping-Sperre (Cannabis) warfen Zalgiris nicht aus der Erfolgsspur. Hier die wahrlich stimmungsvoll kommentierten Highlights des dritten und entscheidenden Spiels in der mit 15.266 Besuchern ausverkauften Kaunas-Arena:



Ukraine


1338468224/img_Obradovic_6677_a.jpgSeinen ersten Meistertitel sicherte sich in der Ukraine BC Donezk, dessen Trainer seit dem vergangenen Sommer Sasa Obradovic heißt. Der frühere Berliner und Kölner bewies im Sommer 2010 Risikofreude, als er den im Januar 2010 bankrott gegangenen Club übernahm. Mit Hilfe der Regionalregierung inzwischen auch finanziell wieder auf solide Beine gestellt, hat sich BC Donezk mit seinem Finals-MVP und Topscorer Ramel Curry inzwischen zu einem Team gemausert, das man nach dem Erreichen des Eurocup-Viertelfinales in der kommenden Saison in Europa (Euroleague-Quali) noch mehr auf der Rechnung haben sollte.

Kroatien und Griechenland


Die nächsten Entscheidungen fallen in Kroatien, wo Cibona Zagreb in der Finalserie (best-of-5) gegen den Lokalrivalen Cedevita mit 2:0 in Führung liegt, und in Griechenland, wo es zwischen Olympiakos und Panathinaikos beim Stand von 2:2 am Samstag in Piräus zum großen Showdown im fünften Spiel kommt. Eigentlich sollte die Finalserie wegen der Vorbereitung der griechischen Nationalmannschaft auf die Olympia-Qualifikation schon gelaufen sein, aber ein unrühmliches Vorspiel (Hooligans empfingen den Panathinaikos-Mannschaftsbus bei dessen Anfahrt mit Steinwürfen, weshalb das erste Finalspiel abgesagt werden musste) sorgte für eine dreitägige Verzögerung der Serie.

Im vierten Spiel am Mittwoch sah es lange so aus, als ob Olympiakos den Titelgewinn vorzeitig würde klarmachen können. In der hochklassigen Partie lagen die Roten bis ins Schlussviertel hinein in Führung, bevor die Grünen mit einem starken Endspurt doch noch den „worst case“ verhinderten: „Wir wollten nicht, dass sie in unserer Halle die Meisterschaft feiern“, fiel nicht nur Panathinaikos-Center Mike Batiste (23 Punkte und elf Rebounds) ein Stein vom Herzen.

Vielleicht hatten die Olympiakos-Spieler um den letztjährigen Bamberger Kyle Hines, der am Mittwoch mit nur fünf Punkten sein bisher unauffälligstes Finalspiel machte, aber auch gar nicht so große Lust darauf, das zuletzt neunmal in Folge zum Meister gekrönte Panathinaikos vor 19.000 gegnerischen Fans zu entthronen? Am Samstag in Piräus macht das sicher mehr Spaß – dann wird es wie im 84:78 gewonnenen Spiel eins vor dann 12.000 Olympiakos-Fans wieder so aussehen:



Türkei, Belgien und Polen


Spannende Finalserien bahnen sich auch in der Türkei, in Belgien und in Polen an. In der Türkei hat Efes Istanbul (Dritter der Punktrunde) gleich im ersten Finalspiel mit 75:82 seinen Heimvorteil an Besiktas (Vierter) verloren. In Belgien hat sich Spirou Charleroi nach der Rückkehr seines Spielmachers Demond Mallet von seinem Ausflug zu Maccabi Tel Aviv zwar wieder etwas gefangen, aber die Finalserie gegen den alten Rivalen Oostende wird beim Stand von 1:1 (zwei Auswärtssiege, Heimvorteil bei Oostende) wohl zu einer echten Nervensache. In Polen könnte das Finale zwischen Asseco Prokom Gdynia und Trefl Sopot ebenfalls spannender werden als viele im Vorfeld dachten, nachdem Trefl Sopot im dritten Spiel mit einem 83:57-Kantersieg auf 1:2 ausglich. Über 10.112 Zuschauer sorgten dabei in der Sopoter Ergo-Arena für einen neuen Zuschauerrekord in Polen. Im zweiten Heimspiel will Sopot diese Marke noch übertreffen und natürlich die Serie auf 2:2 ausgleichen.



Spanien, Italien, Frankreich und Serbien


Noch gar nicht begonnen haben die Finalserien in Spanien, Italien, Frankreich und Serbien. In Serbien wartet Partizan noch auf seinen Finalgegner, der zwischen dem von unserem neuen Bundestrainer Svetislav Pesic trainierten Roter Stern Belgrad und Radnicki Kragujevac ermittelt wird. In Frankreich stehen sich im Halbfinale Chalon und Orleans sowie Le Mans (mit Taylor Rochestie) und Cholet gegenüber. In Italien scheint alles auf ein Finale zwischen Siena und Mailand hinauszulaufen. In Spanien führt der FC Barcelona (mit Chuck Eidson, Judson Wallace und Boniface Ndong) im Halbfinale 2:1 gegen Valencia und Vitoria (mit Milko Bjelica) 2:1 gegen Real Madrid.

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