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Europapokal: ALBA BERLIN ohne Center zum „neuen Sabonis“, belgische Woche in der EuroChallenge

Europapokal: ALBA BERLIN ohne Center zum „neuen Sabonis“, belgische Woche in der EuroChallenge

Nach den beiden Auftaktniederlagen wird die Luft für ALBA BERLIN (0-2) in der Gruppe L der Last16 des Eurocups schon etwas eng. Wollen die Berliner ihren Traum vom Viertelfinale weiter träumen, muss in den nun am dritten und vierten Spieltag anstehenden Duellen gegen Lietuvos rytas Vilnius (1-1) zumindest ein Sieg, am besten sogar zwei her.
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Ein großes Handicap bildet für die Berliner dabei am Dienstag (18:10 Uhr) im Hinspiel in der 11.000 Zuschauer fassenden Siemens Arena von Vilnius erneut das Fehlen der beiden verletzten Center Torin Francis und Yassin Idbihi, denn Lietuvos rytas hat gerade auf dieser Position im 19-jährigen Jonas Valanciunas seinen großen Star und wichtigsten Spieler.

Um den im letzten Sommer von den Toronto Raptors gedrafteten Center wird vor allem in den USA ein Hype entfacht, wie er nur wenigen europäischen Talenten zuteil wird. Anfang Januar kürten die General Manager der NBA Litauens Basketballer des Jahres 2011 sogar in einer Umfrage zum „besten internationalen Spieler außerhalb der NBA“. Dass Valanciunas sogar Juan Carlos Navarro und Andrej Kirilenko auf die Plätze verwies, erklärt sich dabei daraus, dass die General Manager natürlich vor allem das Potenzial von Valanciunas interessiert und das ist in der Tat beachtlich. Deutschlands Basketball-Fans ist Valanciunas spätestens seit dem entscheidenden EM-Spiel Litauens gegen Nowitzki & Co bei der EM 2011 ein Begriff:



In der EuroChallenge steht in dieser Woche schon der erste Spieltag der Rückrunde auf dem Programm, der gleich zwei Gegner aus der belgischen „Ethias League“ nach Deutschland bringt. Die in der Hinrunde ungeschlagenen Artland Dragons (3-0) können dabei am Dienstag (19:30 Uhr) mit einem Heimsieg in der Gruppe L über die Antwerpen Giants (1-2) schon den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. Ganz so weit sind die Telekom Baskets (2-1), die am Mittwoch (19:30 Uhr) Okapi Aalstar (1-2) empfangen, in der Gruppe J noch nicht. Ein Sieg im letzten Heimspiel der Last16 ist geradezu Pflicht, um die Bonner Chancen aufs Viertelfinale zu wahren. Die EWE Baskets Oldenburg (2-1) können am Dienstag (18 Uhr) mit einem Auswärtssieg beim lettischen Vizemeister BK Ventspils (1-2) hingegen die Tür zu den Playoffs schon sehr weit aufstoßen.

Dienstag, 18:10 Uhr (live auf TV Berlin):
Eurocup: Lietuvos rytas Vilnius - ALBA BERLIN
Auch aus der Sicht von Vilnius ist der Ausgang der beiden Spiele gegen ALBA BERLIN an den nächsten beiden Spieltagen richtungweisend, denn schon eine Heimniederlage am Dienstag würde Lietuvos rytas auf den dritten oder sogar vierten Tabellenplatz zurückwerfen. Schon im ersten Heimspiel mussten die Litauer trotz 17 Punkten und zehn Rebounds durch Jonas Valanciunas lange zittern, bis der 78:69-Sieg über Benetton Treviso unter Dach und Fach war. Erst als Benettons lange Garde massive Foulprobleme bekam, gelang es Vilnius, den Widerstand der Italiener zu brechen, wobei sich vor allem Power Forward Mindaugas Katelynas (14), Shooting Guard Renaldas Seibutis (13) und der serbische Guard Aleksandar Rasic (12) hervortaten:



In der Vorrunde mit 6-0 Siegen noch das beste Team im Eurocup, schwächelte Lietuvos rytas um den Jahreswechsel herum etwas, was Beobachter in Vilnius vor allem darauf zurückführen, dass dem auf allen Positionen tief besetzten Team neben dem letztjährigen Quakenbrücker Tyrese Rice ein zweiter Spielmacher fehlt. Für Abhilfe sollte die zum Jahreswechsel eingefädelte Verpflichtung des serbischen Spielmachers Nemanja Nedovic (Roter Stern Belgrad) sorgen. Doch nachdem dieser Wechsel geplatzt ist, muss Trainer Aleksandar Dzikic weiter mit Aleksandar Rasic als zweitem Spielmacher improvisieren, obwohl der Serbe eher ein Shooting Guard ist. Auch am Freitag im Ligaspiel beim Vierten BC Siauliai stand der Ex-Berliner als startender Spielmacher auf dem Parkett.

Seine stärkste Phase hatte Rasic als Vilnius’ Topscorer jedoch erst, als er an der Seite des eingewechselten Tyrese Rice als Schütze agieren konnte und mit 14 Punkten (4/6 Dreier) Topscorer der Partie wurde. Die anderen Guards Renaldas Seibutis und Steponas Babrauskas steuerten 13 und zwölf Punkte zum am Ende ungefährdeten 88:71-Sieg über den Tabellenvierten bei. Valanciunas, wie oft schon früh in Foulproblemen, blieb mit ebenfalls zwölf Punkten unter seinem Schnitt. Vilnius ist in Litauen mit 13-2 Siegen Tabellenführer, hat das Duell um den Gewinn der Punktrunde aber wohl schon vorzeitig gegen Titelverteidiger Zalgiris Kaunas (11-0) verloren, der wegen seiner Europaliga-Verpflichtungen ein paar Spiele Rückstand aufweist.

Dienstag, 18:00 Uhr:
EuroChallenge: BC Ventspils/LAT – EWE Baskets Oldenburg
Die Letten sind der unberechenbarste Gegner in der Gruppe I: Dasselbe Team, welches vor zwei Wochen in eigener 69:73 gegen den holländischen Außenseiter Leiden unterlag, gewann am vergangenen Dienstag sensationell 89:88 nach Verlängerung beim Tabellenführer Roanne. Mit zwar erst einem Sieg, aber einem vergleichsweise komfortablen Restprogramm (zwei Heimspiele im 3.000 Zuschauer fassenden „Olympic Center“ gegen Oldenburg und Roanne, auswärts in Leiden) wittert Trainer Gundars Vetra vor dem Gastspiel der Oldenburger natürlich Morgenluft, zumal das Hinspiel in Oldenburg mit 69:77 relativ knapp verloren ging. Am Wochenende hatte das in der lettischen Liga noch ungeschlagene (9-0) Ventspils beim 108:71 über das Team der lettischen Universität (Sechster der LBL) ein leichtes Spiel. Topscorer waren US-Guard Steven Gray (20) und der schon im Hinspiel in Oldenburg starke 20-jährige Center Martins Meiers (22).

Dienstag, 19:30 Uhr:
EuroChallenge: Artland Dragons – Antwerp Giants/BEL
Antwerpen hat trotz seines 83:58 über Ljubertsy am letzten Dienstag in der Gruppe L nur noch geringe Playoff-Chancen: Gegen Karsiyaka ist der direkte Vergleich nach der hohen Niederlage (-19) in Izmir so gut wie verloren und gegen Quakenbrück hat das Team von Trainer Eddy Casteels schon das Hinspiel in eigener Halle 63:67 verloren. Trotzdem sollte bei den Artland Dragons Vorsicht geboten sein, denn Antwerpen verdrängte am Wochenende in der belgischen Liga Oostende mit einem 68:49 vom dritten Tabellenplatz (beide jetzt mit 9-6) und zeigte dabei eine bärenstarke Verteidigung, die auch die Dragons am Dienstag ordentlich ärgern könnte. Während hinten Center Salah Mejri (bester Rebounder und Shotblocker der belgischen Liga) als Turm in der Schlacht agierte, raubten vorne der Ex-Paderborner Tim Black (23) sowie die athletischen Forwards Darnell Wilson (15) und Ralph Biggs (13) Oostende mit Händchen aus der Distanz (10/15 Dreier) den Nerv.



Mittwoch, 19:30 Uhr:
EuroChallenge: Telekom Baskets Bonn – Okapi Aalstar/BEL
In der Bonner Gruppe gab es bisher nur Heimsiege. Setzt sich dieser Trend fort, entscheidet am Ende das Korbverhältnis über den Einzug ins Viertelfinale. Das wäre für das hinter Chalon (+34), Bonn (+4) und Szolnok (+1)schon jetzt weit abgeschlagene Aalst (-39) eine denkbar ungünstige Konstellation. Das Team des früheren Ulmer und Hagener Trainers Brad Dean benötigt also in seinem letzten Auswärtsspiel in der Gruppe J unbedingt einen Sieg bei den im Hinspiel 98:86 bezwungenen Bonnern. Das Warmwerfen für das Gastspiel in Bonn in der belgischen Liga gelang Okapi Aalstar am Samstag beim Vorletzten Gent aber nur bedingt. In einem von schwachen Wurfquoten geprägten Spiel setzte sich der Tabellenzweite (10-5) am Ende nur dank der Nervenstärke an der Freiwurflinie mit 67:65 durch. Der Ex-Trierer Chris Copeland (Topscorer der belgischen Ethias League) und US-Center Chris Young (zwölf Rebounds) waren mit je 15 Zählern die besten Werfer.

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