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Europapokal: ALBA BERLIN setzt auf„Small Ball“, die Artland Dragons besuchen Jovo Stanojevic

Europapokal: ALBA BERLIN setzt auf„Small Ball“, die Artland Dragons besuchen Jovo Stanojevic

In den jeweils in Vierergruppen ausgespielten Last16-Runden des Eurocups und der Euro Challenge kommt den Heimspielen eine besondere Bedeutung zu. Die müssen nämlich auf Biegen und Brechen gewonnen werden, weil sonst in einer nur sechs Spiele umfassenden Runde die Chancen auf das Erreichen der nächsten Runde dramatisch sinken. ALBA BERLIN wird genau diese Faustregel am Dienstag im Eurocup gegen den Zweiten der russischen Liga, Lokomotiv-Kuban Krasnodar, im Hinterkopf haben.
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Dass die Berliner dabei auf ihren verletzten Center Torin Francis verzichten müssen, wiegt doppelt schwer. Denn auf den großen Positionen sind die Russen mit dem korb- und reboundhungrigen Power Forward Jeremiah Massey (zweiteffektivster Spieler im Eurocup), dem französischen Nationalcenter Ali Traore und dem 2,16 m langen slowenischen Center-Hünen Primoz Brezec (acht NBA-Jahre) bärenstark besetzt. „Wir werden wohl über weite Strecken in einer kleinen Aufstellung spielen müssen,“ lautet die Konsequenz von ALBA-Trainer Gordon Herbert, der auch vom zweiten, noch nicht komplett genesenen Center Yassin Idbihi nicht allzu viel erwarten kann. Fällt, wie befürchtet, auch noch Dashaun Wood aus, wird es in der o2 World wohl auch mit dem „Small Ball“ schwierig werden.

In der EuroChallenge spüren auch die EWE Baskets Oldenburg (am Dienstag gegen den holländischen Meister ZeZ Leiden) und die Telekom Baskets Bonn (am Mittwoch gegen den ungarischen Meister Szolnoki Olaj) den Erfolgsdruck in eigener Halle. Bonn wie Oldenburg haben in der Rückrunde nur noch ein Heimspiel. Viel besser steht es im dritthöchsten Wettbewerb um die Artland Dragons: Sie haben bereits einmal auswärts gewonnen und können so am Dienstag ganz entspannt in die Türkei zum Spitzenspiel gegen das ebenfalls noch ungeschlagene Karsiyaka Izmir (mit dem früheren Bundesliga-MVP Jovo Stanojevic) fahren. Klappt dort kein Sieg, bleiben den Quakenbrückern in der Rückrunde zudem noch zwei Heimspiele, um die fehlenden Siege für das Erreichen der Playoffs noch unter Dach und Fach zu bringen.

Dienstag, 20:00 Uhr (live auf TV Berlin):
Eurocup: ALBA BERLIN – Lokomotiv-Kuban Krasnodar
Die von Lokomotiv-Kuban Krasnodar im Sommer verpflichtete Trainerlegende Bozidar Maljkovic brauchte etwas Zeit, bis er sein aus drei russischen Nationalspielern und einer Handvoll namhafter ausländischer Stars zusammengewürfeltes Star-Ensemble zu einem Team geformt hatte. Aber seit dem Jahreswechsel läuft die Lokomotive aus Südrussland wie geschmiert: „Loko“, das in der Eurocup-Vorrunde zwar die FRAPORT SKYLINERS zweimal besiegte, sich im Dreiervergleich der anderen Gruppengegner aber nur knapp den Einzug in die Last16 sichern konnte, schob sich Anfang Januar in der russischen Liga mit einem Sieg über Khimki Moskau auf den zweiten Tabellenplatz vor. Zum Auftakt der Last16 wurde der Eurocup-Favorit Lietuvos rytas Vilnius mit 81:67 besiegt, wobei der französische Nationalcenter Ali Traore dem Center-Wunderkind Jonas Valanciunas genauso die Show stahl wie Spielmacher Roderick Blakney dem Ex-Quakenbrücker Tyrese Rice.

Am Samstag, drei Tage vor dem Gastspiel in der o2 World, riss jedoch die Siegesserie beim „Schwarzmeer-Derby“ im ukrainischen Mariupol in der osteuropäischen VTB United League. Zwar kontrollierten die Russen das Spiel 38 Minuten lang, obwohl ihr Topscorer Jeremiah Massey mit nur zehn Zählern nicht wie gewohnt zum Zuge kam, doch als der ukrainische Center Aleksej Pecherov in der Crunch-Time an der Dreierlinie heiß lief, wurden die Russen doch noch nervös. Roderick Blakney, mit 15 Punkten bis dahin ein souveräner Spielmacher, misslang der letzte Angriff und Ali Traore, mit 25 Punkten Krasnodars Topscorer, foulte eine Sekunde vor Schluss Pecherov beim Dreierversuch, was dem Ukrainer die Chance eröffnete, per Freiwurf den 79:78-Sieg perfekt zu machen. Zumindest weiß man in Berlin bei allen eigenen Handicaps jetzt, dass „Loko“ auch im neuen Jahr nicht unschlagbar ist.

Dienstag, 19:30 Uhr (Ortszeit 20:30 Uhr):
EuroChallenge: Karsiyaka Izmir/TUR – Artland Dragons
Beide Teams sollten gut vorbereitet in das Spitzenspiel der beiden noch ungeschlagenen Mannschaften in der Gruppe L gehen, denn auch in der Türkei stand am Wochenende das Allstar-Game auf dem Programm, das in Trabzon mit einem Sieg des Teams „International“ (140:139) endete. Karsiyaka, das dort nur mit einem nachträglich nominierten Akteur (Power Forward Ilkan Karaman) vertreten war und in der Vorrunde der EuroChallenge den Telekom Baskets Bonn den Vortritt überlassen musste, lebt von seinen beiden Stars, dem US-Spielmacher Mire Chatman und Center Jovo Stanojevic, die mit je 18 Punkten pro Spiel fast die Hälfte von Karsiyakas Korbausbeute auflegen. Mit nur einem weiteren Ausländer (dem bosnischen Shooting Guard Goran Ikonic) und ohne türkische Nationalspieler, steuern die Bankspieler beim Fünften der türkischen Liga im Schnitt nur 15 Prozent aller Karsiyaka-Punkte bei.

Dienstag, 20:00 Uhr:
EuroChallenge: EWE Baskets Oldenburg – ZeZ Leiden/NED
War schon das Erreichen der Last16 durch den holländischen Meister (in der Göttinger Vorrundengruppe) eine kleine Überraschung, so landete Zorg en Zekerheid Leiden in der vergangenen Woche in Ventspils die nächste Sensation. Mit einer Knieverletzung seines US-Forwards Seamus Boxley (Ex-Gießen) zahlte Leiden aber einen hohen Preis für den 73:69-Sieg. Nachdem sich in der holländischen Liga am Wochenende beim 88:65 über Leeuwarden auch Power Forward Patrick Hilliman am Knie verletzte, gehen Trainer Toon van Helfteren vor allem auf den langen Positionen allmählich die Alternativen aus, denn auch Gabriel Kennedy steht mit einem gebrochenen Handgelenk noch auf der Verletztenliste. Die Oldenburger werden sich somit auf einen Gegner einstellen müssen, der vor allem über seine Außenspieler, insbesondere Spielmacher Thomas Jackson (Ex-Bayreuth), Shooting Guard Arvin Slagter und den letztjährigen Frankfurter Small Forward Jevohn Shepherd gehen werden.

Mittwoch, 19:30 Uhr:
EuroChallenge: Telekom Baskets Bonn – Szolnoki Olaj/HUN
Das Überraschungsteam aus Ungarn, das in der Vorrunde den Artland Dragons die einzige Niederlage beibrachte, setzte am Wochenende (ohne den am Oberschenkel verletzten Ex-Trierer Brandon Gay) mit einem 112:76 gegen Okapi Aalstar, wobei 14 von 26 Dreier versenkt wurden, auch in den Last16 ein Ausrufezeichen. Neben dem mit 28 Punkten und acht Assists überragenden Spielmacher Obie Trotter (Ex-Gießen) und dem vielseitigen Shooting Guard Julien Mills (16 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists) lief vor allem Nationalspieler Akos Horvath mit 29 Punkten (7/8 Dreier) heiß. Am Wochenende in der ungarischen Liga fielen nur 38 Prozent der Distanzwürfe (10/26), aber dafür holten die routinierten Innenspieler Hristo Nikolov (20 Punkte) und Marton Bader (19) beim 84:81 in Kaposvar die Kohlen aus dem Feuer. Nach diesem vierten Sieg in Folge trennt Szolnok in Ungarn nur noch ein Sieg von der Tabellenspitze.

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