FB Twitter Instagram YouTube Google+
Europapokal: Albatrosse mit Siegchance in Treviso, Oldenburg trifft auf Pavicevic

Europapokal: Albatrosse mit Siegchance in Treviso, Oldenburg trifft auf Pavicevic

Nach vierwöchiger Spielpause tritt am Dienstag der Eurocup in seine zweite Saisonphase. ALBA BERLIN startet dabei als einziger deutscher Überlebender im zweithöchsten europäischen Wettbewerb auswärts bei Benetton Treviso in die Last16.
Der italienische Traditionsclub hat sich in den letzten Jahren zum „Enfant Terrible“ der deutschen Vertreter im Eurocup entwickelt. In der letzten Saison stoppten die Trevisiani zuerst ALBA BERLIN in der Last16 und dann die BG Göttingen im Viertelfinale, in dieser Saison schnappten sie in der Vorrunde dem FC Bayern München das Ticket für die zweite Runde vor der Nase weg. Gelingt es dem deutschen Vizemeister am Dienstag, den Spieß endlich einmal wieder umzudrehen? Eurosport2 überträgt das italienisch-deutsche Duell live ab 20:45 Uhr.

In der Euro-Challenge steht in dieser Woche bereits der zweite Spieltag der besten 16 Teams auf dem Programm. Stand der erste Spieltag im Zeichen zweier deutsch-belgischer Duelle (mit unentschiedenem Ausgang), so stehen in dieser Woche zwei Vergleiche mit französischen Vertretern im Brennpunkt: Die EWE Baskets Oldenburg sind am Dienstag bei Chorale Roanne zu Gast, während die Telekom Baskets Bonn am Mittwoch in eigener Halle Elan Chalon empfangen. Die Artland Dragons erwarten unterdessen am Dienstag mit Triumph Ljubertsy Besuch aus Russland.

Dienstag, 20:45 Uhr:
Eurocup: Benetton Treviso/ITA – ALBA BERLIN
Das Benetton-Team, das am Dienstag gegen ALBA BERLIN in die Last16 startet, unterscheidet sich deutlich von dem, das in der Vorrunde den FC Bayern München ausgeschaltet hat. Nicht nur die drei NBA-Akteure (E’Twaun Moore, Jeff Adrien und Ben Scalabrine) spielen nach dem Ende des NBA-Lockouts wieder in der US-Profiliga. Auch Topscorer Alessandro Gentile hat Benetton verlassen, um bei Armani Mailand den Platz seines in die NBA zurückgekehrten Nationalmannschaftskollegen Danilo Gallinari einzunehmen. Vier Leistungsträger auf einen Schlag zu verlieren, war für Trevisos Trainer Aleksandar Djordjevic natürlich ein herber Schlag.

1326724371/img_image_1326042673816.jpegZwar wurden die Löcher im Kader mit Jobey Thomas (Guard), Jeff Viggiano (Forward), Benjamin Ortner (Center) und dem letztjährigen Braunschweiger Marcus Goree unverzüglich gestopft, doch der fliegende Personalwechsel mitten in der Saison forderte in der italienischen Liga erst einmal seinen Tribut - vier Niederlagen nach Weihnachten und der Absturz auf den 14. Platz. Am Mittwoch riss die schwarze Serie jedoch umso spektakulärer mit einem 81:80-Auswärtssieg beim Tabellenführer Armani Mailand, der vor allem auf das Konto des überragenden Sani Becirovic ging. Der slowenische Spielmachers war nicht nur Topscorer mit 23 Punkten (11/13 Freiwürfe), sondern führte sein Team vor allem im vierten Viertel mit beeindruckender Souveränität zum Sieg.

Am Samstag beim 68:62 über den Vorletzten Cremona bestätigte sich erneut der Eindruck, dass Aleksandar Djordjevic sich derzeit vor allem auf seine Guards verlassen kann, denn neben Becirovic (12 Punkte) glänzte vor allem der 20-jährige Andrea DeNicolao, der mit 14 Punkten (4/8 Dreier, 5 Rebounds und 5 Assists) für den angeschlagenen Ex-Nationalspieler Massimo Bulleri in die Bresche sprang. Jeff Viggiano steuerte 14 Zähler zum zweiten Sieg in Folge bei. Aber auch wenn Benetton damit allmählich wieder in Schwung zu kommen scheint, wird sich den Albatrossen am Dienstag im 5.000 Zuschauer fassenden Palaverde von Treviso wohl die größte Chance zu einem Auswärtssieg in der Gruppe L bieten. Denn es deutet alles darauf hin, dass in dieser Gruppe die Körbe nicht nur beim Favoriten Rytas Vilnius höher hängen werden, sondern ebenso bei Lokomotiv-Kuban Krasnodar, das in der russischen Liga danke eines Sieges über Khimki Moskau stark ins neue Jahr gestartet ist.

Die Partie von ALBA BERLIN in Treviso wird neben Eurosport2 ab 20:45 Uhr auch von TV Berlin gezeigt. Der Berliner Regionalsender wird desweiteren auch die fünf anderen Spiele des deutschen Vizemeisters in den TOP16 übertragen.

Dienstag, 19:30 Uhr:
Euro-Challenge: Artland Dragons – Triumph Ljubertsy/RUS
Für die Moskauer Vorstädter, bei denen im Dezember der frühere Nationalspieler Vasili Karasev (spielte 1997/98 für ALBA BERLIN) für den erkrankten Trainer Valdemaras Homicius einsprang, stand der Auftakt zur Last16 in der letzten Woche unter keinem guten Stern: Ohne Spielmacher Tywain McKee und Center Kyle Landry (beide verletzt) gab es eine herbe 75:90-Heimniederlage gegen Karsiyaka Izmir. Drei Tage später gab Triumph in der russischen Liga beim 95:63 über den anderen russischen Last16-Teilnehmer, Nizhni Novgorod, schon wieder ein viel besseres Bild ab. Das lag nicht zuletzt daran, dass McKee wieder mit 26 Punkten Ljubertsys aggressives Tempospiel antreiben konnte und US-Power Forward Davon Jefferson mit 19 Punkten und 16 Rebounds glänzte. Beste Russen waren Artem Kuzjakin (Guard, 23) und Trainersohn Sergej Karasev (Forward, 11), der mit seinen 18 Jahren zum Kreis der hoffnungsvollsten russischen Talente zählt.

Mittwoch, 19:30 Uhr:
Euro Challenge: Telekom Baskets Bonn – Elan Chalon/FRA
1326725176/img_image_1326048768946.jpeg Der seit acht Wochen ungeschlagene Tabellenführer der französischen Liga, der sich in der Vorrunde der Euro-Challenge vor allem als „Meister der knappen Auswärtssiege“ einen Namen gemacht hat (das Team von Trainer Greg Beugnot gewann zwei Auswärtsspiele mit jeweils +1 und eines mit +4), startete mit zwei hohen Siegen ins Jahr 2012: Dem 85:64 über Szolnok in der Euro-Challenge folgte am Wochenende ein 104:76 über den Außenseiter Hyeres-Toulon in der französischen Liga. In dem sich schon über die gesamte Saison sehr ausgeglichen präsentierenden Team, aus dem mit extremer Korbgefährlichkeit allenfalls der in Frankreich im letzten Jahr nur knapp am MVP-Titel gescheiterte US-Forward Blake Schilb herausragt, punkteten gegen Hyeres-Toulon neben dem Ex-Frankfurter Ilian Evtimov (18 Punkte) noch sechs weitere Spieler zweistellig, dahinter folgte Center Abdul Aminu mit 9 Punkten und 9 Rebounds!

Dienstag, 20:00 Uhr:
Euro-Challenge: Chorale Roanne/FRA – EWE Baskets Oldenburg
Neue Besen kehren gut – zumindest in Europa. Seit der Ablösung ihres Trainer-Denkmals Jean-Denys Choulet durch den Ex-Berliner Luka Pavicevic hat Roanne in der Euro-Challenge kein Spiel verloren. Zum Auftakt der Last16 gab es dank Philippe Braud (18 Punkte) und Dylan Page (17), die zusammen 8/13 Dreier versenkten, einen 68:63-Sieg im holländischen Leiden. In Frankreich wartet Roanne in seiner 5.000 Zuschauer fassenden „Halle Vacheresse“ hingegen noch auf den Pavicevic-Effekt. Mit 7:7 Siegen (3:4 unter Pavicevic) wird das mit Andre Barrett (Point Guard), den US-Forwards John Holland und Dylan Page sowie Center Uche Nsonwu hochkarätig besetzte Roanne der ihm zugeschriebenen Rolle eines Geheimfavoriten bisher nicht gerecht. Am Wochenende mühte Roanne sich mit 20 Punkten seines spektakulären Topscorers John Holland sowie 17 durch Dylan Page in eigener Halle zu einem 77:74 über den Außenseiter Pau-Lacq-Orthez.
1326725519/img_image_1326050417869.jpeg
Ergebnisse, Statistiken und Spielberichte von den Begegnungen mit deutscher Beteiligung gibt es im Anschluss an die Partien unter www.eurocupbasketball.com (Berlin) und www.fibaeurope.com (Quakenbrück, Oldenburg und Bonn).
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport