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Europapokal: Berlin und Oldenburg verlieren, Artland Dragons holen historischen Sieg

Europapokal: Berlin und Oldenburg verlieren, Artland Dragons holen historischen Sieg

Die Artland Dragons stehen erstmals im Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs, für ALBA BERLIN und die EWE Baskets Oldenburg wird das Erreichen der nächsten Runde immer schwerer.
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Eurocup: Lietuvos rytas Vilnius - ALBA BERLIN 86:75
ALBA BERLIN hat am Dienstag auch sein drittes Spiel im TOP16 bei Lietuvos Rytas Vilnius mit 75:86 verloren. Weiter ohne Centerspieler genügten den Albatrossen drei starke Viertel gegen die favorisierten Litauer nicht. Es bleiben jedoch immer noch Chancen aufs Weiterkommen.
Mit zwei Niederlagen in den ersten beiden TOP16-Spielen und ohne die beiden verletzten Center Idbihi und Francis war die Ausgangslage vor der Partie in Vilnius schon sehr kritisch für das Team von Gordon Herbert. Die Mannschaft zeigte in der Siemens Arena zwar wieder eine große Kampfleistung und führte zu Beginn des Schlussviertels sogar noch 65:60, musste dann aber der Klasse und den Größenvorteilen der Gastgeber doch noch Tribut zollen. Mit einer Dreierserie wendete Rytas fünf Minuten vor dem Ende das Blatt und kam noch zu einem Erfolg, der etwas deutlicher war als es der Spielverlauf hätte vermuten lassen.
Derrick Allen rackerte wie in den vergangenen Spielen ohne Unterlass unter den Körben und war mit 16 Punkten und fünf Rebounds Topscorer seines Teams. Außerdem zweistellig punkteten Wood (14 + vier Assists), Schaffartzik (zwölf) und Weaver (zehn). Bester Werfer der Gastgeber war Ex-Albatros Aleksander Rasic mit 16 Punkten, gefolgt von Mindaugas Katelynas mit 13 Zählern. Ausnahmetalent Jonas Valanciunas kam auf 12 Zähler und neun Rebounds. Die Berliner Größennachteile zeigten sich vor allem im Reboundduell, welches sie 19:38 verloren.
ALBA startete aggressiv ins Spiel und sorgte mit seiner Ganzfeldpresse gleich einige Mal für Verwirrung bei den Hausherren. Trotzdem spielten diese von Beginn an erfolgreich ihre Vorteile am Brett aus. Vorne trafen die Albatrosse gut, nach einem Dreier von Simonovic stand es 11:11. Angeführt von Ex-Bundesligaprofi Tyrese Rice ging Vilnius 18:11 in Front, aber fünf Zähler vom stark von der Bank kommenden Heiko Schaffartzik brachten ALBA zur Viertelpause wieder auf 16:20 heran.
Derrick Allen drehte im zweiten Viertel auf und war auf dem Weg zum Korb mit seiner Schnelligkeit und seinem Kampfeswillen kaum zu stoppen. Allerdings blieben die Litauer drücken überlegen im Rebound und kamen immer wieder zu zweiten Wurfchancen. Die Albatrosse hielten mit Einsatz dagegen und blieben dank weiteren Punkten von Schaffartzik zur Halbzeit bis auf 38:40 dran.
Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Berliner nicht nach und attackierten die Litauer weiter über ihre Schnelligkeit. Es gelang sogar der 42:42-Ausgleich, aber Rytas traf nun mehrere freie Distanzwürfe und zog wieder etwas davon. Die freien Würfe waren für ALBA ein nötiges Übel, denn das Team von Gordon Herbert musste sich immer wieder mit mehreren Spielern unter dem Korb zusammenziehen, um die Hünen von Vilnius in Schach zu halten. Die Litauer nutzten dies oft taktisch klug aus, kamen zu freien Würfen oder Dunkings, aber dennoch: Die Albatrosse drehten offensiv noch mal mächtig auf in den letzten Minuten des Viertel und gingen nach Distanztreffern von Wood und Schultze sogar 63:59 in Front.
ALBA startet mit Allen und Schultze je mit drei Fouls belastet in den Schlussabschnitt, setzte sich durch Wood aber erstmal weiter auf 65:60 ab. Doch ab der 33. Minute erlebte das Spiel eine entscheiden Phase. Vier Dreier in Serie, zwei davon durch Rasic, schickten die Litauer durchs Netz, während ALBA nur zwei Punkte zustande brachte – die Partie war in kürzester Zeit gekippt. Die Albatrosse steckten zwar nicht auf, aber gerade im Angriff wollte nun nichts mehr gelingen. Vilnius gab sich keine Blöße mehr und brachte seinen Zehn-Punkte-Vorsprung souverän über die Zeit.

EuroChallenge: BC Ventspils – EWE Baskets Oldenburg 74:61
1328048667/img_old_brown.jpegDie EWE Baskets Oldenburg haben in der EuroChallenge eine bittere Niederlage kassiert. Das 61:74 beim lettischen Club BK Ventspils hat die Aussichten des Beko Basketball-Bundesligisten auf eine Viertelfinal-Teilnahme sinken lassen, zumal die Baskets auch den direkten Vergleich abgaben. Einzig Bobby Brown (21 Punkte) und Adam Chubb (18 Punkte und 11 Rebounds) boten eine gute Leistung, vor allem das Trio Rickey Paulding, Ronnie Burrell und Kenny Hasbrouck hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt - gerade einmal fünf ihrer 30 Versuche aus dem Feld fanden das Ziel.
In Ventspils gerieten die Oldenburger mit Ausnahme eines starken Starts (6:1, 2. Minute) kontinuierlich auf die schiefe Bahn und mussten sich in den letzten Minuten voll darauf beschränken, zumindest den direkten Vergleich zu retten. Doch auch das misslang. Die Letten haben sich durch den zweiten EuroChallenge-Erfolg am Stück (letzte Woche siegten sie in Roanne) nachhaltig in den Kampf um die Viertelfinal-Qualifikation eingemischt.

Predrag Krunic (Headcoach EWE Baskets)
“Wir haben unsere Chance verpasst, das Spiel zu gewinnen. In der Defense und beim Rebound haben wir gut gearbeitet, aber im Angriff haben wir ein paar offene Würfe vergeben. Dadurch war es schwierig für uns zu gewinnen. Glückwunsch an die Gastgeber zum Sieg.“

EuroChallenge: Artland Dragons – Antwerp Giants 81:71
Die Artland Dragons haben Geschichte geschrieben: Mit einem 81:71-Sieg gegen die Antwerp Giants zog die Mannschaft von Dragons-Headcoach Stefan Koch ins EuroChallenge-Viertelfinale ein und steht damit zum ersten Mal überhaupt unter den besten acht Teams in einem europäischen Wettbewerb. Vor 1.673 Zuschauern in der Artland Arena wirkten die Quakenbrücker Basketballer zunächst nervös, kamen mit zunehmender Spieldauer aber besser in die Partie und bauten den Vorsprung immer weiter aus (50:34/23.). Zum Ende des Spiels machten es die belgischen Gäste noch einmal spannend und kamen bis auf fünf Zähler heran. Aber die Dragons zeigten Nervenstärke und holten sich den historischen Sieg. Quakenbrücker Topscorer war Nathan Peavy mit 21 Punkten. Für Antwerpen traf Michael Roll (15 Zähler) am besten.
1328048601/img_quak_peavy.jpegBeide Teams starteten nervös in die Partie, die erste Punkte wurden erst nach gut zwei Minuten von den belgischen Gästen erzielt. Die Dragons brauchten noch länger, bis sie im Spiel waren. Peavy erlöste die Dragons-Fans nach fast vier Minuten mit seinem Korb zum 2:4. Die erste Führung für die Quakenbrücker erzielte David Holston per Dreier zum 9:7 (6.). Doch das Spiel blieb ausgeglichen, weil die Giants gut verteidigten. In der 9. Minute geriet die Koch-Truppe 11:15 in Rückstand, ließ bis zum Viertelende aber einen 6:0-Lauf zum 17:15 folgen. Im zweiten Abschnitt lief es dann deutlich besser für die Gastgeber aus dem Artland. Peavy und Anthony Hilliard bauten die „Drachen“-Führung zunächst auf 20:15 aus, Bryan Bailey und Adam Hess per Dreier legten nach zum 27:17 (14.). Zwar kamen die Belgier durch Julian Vaughn und Tim Black noch einmal auf 27:21 heran, aber bei den Dragons war der Knoten im Angriff nun endgültig geplatzt. Ein Holston- und ein Hess-Dreier ließen den Vorsprung auf 39:25 anwachsen (18.). Allein Black hielt seine „Giganten“ im Spiel, so dass der Rückstand seiner Mannschaft zur Halbzeit „nur“ elf Zähler betrug (41:30).
Ins Schlussviertel starteten die Dragons denkbar schlecht: Roll verkürzte mit einem Dreier auf 62:57. Doch Bailey konterte ebenfalls mit einem Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Marke zum 65:57. In der Verteidigung lief es bei den Artländern nun wieder besser, während sich die Belgier nur mit Fouls zu helfen wussten. Darren Fenn und Peavy bauten die Dragons-Führung mit Freiwürfen wieder auf 68:57 aus (33.). Nun war es aber Antwerpens Topscorer Roll, der heiß lief. Seine beiden Dreier brachten die Belgier in der 35. Minute wieder auf fünf Zähler heran (70:65). Aber Holston und Co. behielten die Nerven. Guido Grünheid brachte seine „Drachen'“ mit einem Dreier zum 75:65 wieder zehn Punkte in Front (37.), den Sieg ließen sie sich dann nicht mehr nehmen.

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Ich bin sehr, sehr froh und zufrieden. Wir haben das Viertelfinale nach nur vier Gruppenspielen erreicht. Und dies ist das erste Mal, dass dieser Klub das Viertelfinale in einem europäischen Wettbewerb erreicht. Die Jungs können wirklich stolz darauf sein. Jetzt wollen wir uns den Gruppensieg holen, um in der nächsten Runde den Heimvorteil zu haben. Antwerpen führt seine Verteidigung sehr gut aus und versteht die defensiven Regeln. Es war das erwartet schwere Spiel, aber ich denke, wir haben den Sieg verdient.“

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