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Europapokal: Deutscher Vizemeister erhält definitiv einen Startplatz in der Euroleague-Qualifikation

Europapokal: Deutscher Vizemeister erhält definitiv einen Startplatz in der Euroleague-Qualifikation

Die Beko BBL, die sich im Nationen-Ranking auf den siebten Platz verbessert hat, entsendet in der kommenden Saison nicht nur den Deutschen Meister in die Euroleague, sondern darüber hinaus ist für den Deutschen Vizemeister ein Startplatz in der acht Teams umfassenden Euroleague-Qualifikation reserviert.
Das steht mit der Bekanntgabe der neuen (auf der Basis der Resultate der vergangenen drei Jahre errechneten) Klassifizierungen durch die Euroleague jetzt fest. Die Beko BBL ist damit nicht mehr auf die Vergabe einer Wildcard seitens der Euroleague angewiesen, um in der Euroleague-Qualifikation vertreten zu sein. Die Vergabe der 24 Euroleague-Startplätze folgt dabei weiter dem vor drei Jahren eingeführten Lizenzierungsverfahren, das zwischen A-, B- und C-Lizenzen unterscheidet.

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A-Lizenz: 14 Elite-Klubs mit Startgarantie

14 europäische Top-Klubs verfügen über eine A-Lizenz und damit eine unbefristete Startgarantie für die Euroleague. Diese ist jedoch an die Erfüllung diverser Bedingungen geknüpft. So muss ein Klub mit einer A–Lizenz bestimmte ökonomische und strukturelle Kriterien erfüllen (z. B. eine mindestens 10.000 Zuschauer fassende Spielstätte); zudem muss er die nationale Liga regelmäßig zumindest auf einem Platz in der oberen Tabellenhälfte abschließen. Wird das nicht gewährleistet, kann die A-Lizenz entzogen werden. Außerdem steigt in jedem Jahr der schwächste Klub aus dem Kreis der 14 Teams mit einer A-Lizenz (gemessen anhand der jeweils letzten zurückliegenden drei Jahre) ab und wird durch einen neuen ersetzt. Letztere Regelung tritt in diesem Sommer zum ersten Mal in Kraft und trifft Lottomatica Rom.

Ob, wie in den Regularien vorgesehen, anstelle der Römer eine neue A-Lizenz vergeben wird oder ob die Lücke vorübergehend mit einer Wildcard gefüllt wird, wird die Euroleague in Kürze entscheiden. Die nunmehr nur noch 13 Klubs mit einer A-Lizenz sind: Caja Laboral Vitoria, FC Barcelona, Real Madrid und Unicaja Malaga (alle Spanien), Efes und Fenerbahce Istanbul (beide Türkei), Panathinaikos Athen und Olympiakos Piräus (beide Griechenland), ZSKA Moskau (Russland), Maccabi Tel Aviv (Israel), Montepaschi Siena (Italien), Zalgiris Kaunas (Litauen) und Asseco Prokom Gdynia (Polen).

B-Lizenz: Platzvergabe gemäß Nationen-Ranking

1338820839/img_europa_tibor.jpgAcht weitere Startplätze werden gemäß eines (von nun an jährlich auf der Basis der jeweils vergangenen drei Jahre) aktualisierten Nationen-Rankings vergeben, in dem die Beko BBL jetzt auf den siebten Rang geklettert ist. Von Platz eins im Ranking ausgehend werden B-Lizenzen der Reihe nach für die jeweils nächste Saison vergeben. Hat bei diesem Verfahren zum Beispiel ein Meister, der im Ranking an der Reihe ist, bereits eine A-Lizenz oder kann er nicht Euroleague spielen, weil er bestimmte Standards nicht erfüllt, geht es in der Liste Schritt für Schritt nach unten weiter, bis die acht B-Lizenzen vergeben sind. Bei der Vergabe der Startplätze in der Euroleague-Qualifikation setzt sich dieses Verfahren fort. Der erste Klub, der keinen direkten Startplatz mehr erhält, führt das Feld der Qualifikations-Teilnehmer an. Diese kämpfen um die neunte und letzte B-Lizenz.

Die aktuell verbesserte deutsche Platzierung im Nationen-Ranking basiert rechnerisch auf den Resultaten aller deutschen Klubs in Euroleague und Eurocup in den zurückliegenden drei Jahren. Diese Wertung wird jährlich aktualisiert. Herausragende Erfolge wie beispielsweise der Finaleinzug von ALBA BERLIN im Eurocup 2010 (in der der aktuellen Wertung der mit Abstand größte Posten) fallen nach drei Jahren automatisch wieder aus der Rechnung heraus. Wenn die deutschen Klubs in den jetzt folgenden Jahren keine vergleichbaren Erfolge nachschieben, wird der gute siebte Platz nicht zu halten, geschweige zu verbessern sein!

C-Lizenz: Der Gewinner des Eurocups

Der Gewinner des Eurocups startet mit einer C-Lizenz in der folgenden Saison in der Euroleague. Wenn – wie es in diesem Jahr mit dem Eurocup-Gewinner BC Khimki (gleichzeitig russischer Vizemeister) der Fall ist – ein Klub mit einer C-Lizenz auch eine B-Lizenz erhält, so nimmt er mit dieser B-Lizenz an der Euroleague teil. Die C-Lizenz wird seitens der Euroleague in eine Wildcard umgewandelt und an einen anderen Club vergeben.

Das Euroleague-Starterfeld 2012/2013

Die Anwendung des oben erläuterten Verfahrens ergibt schon vor dem endgültigen Saisonende in den wichtigsten europäischen Ligen ein ziemlich klares Bild vom Starterfeld der nächsten Euroleague-Saison:

Spanien: Barcelona, Real Madrid, Vitoria, Malaga
Russland: ZSKA Moskau, BC Khimki
Griechenland: Olympiakos Piräus, Panathinaikos Athen
Italien: Siena, Mailand
Türkei: Efes Istanbul, Fenerbahce Istanbul (+ Besiktas, wenn Meister)
Frankreich: Meister (Chalon, Le Mans, Cholet oder Orleans)
Deutschland: Meister (Bamberg oder Ulm)
Litauen: Zalgiris Kaunas (+ Rytas Vilnius, falls Besiktas kein Meister)
Adria-Liga: Partizan Belgrad, Cedevita Zagreb, Ljubljana
Israel: Maccabi Tel Aviv
Polen: Asseco Prokom Gdynia
+ Neue A-Lizenz, Vilnius/Besiktas mit B-Lizenz oder Wild Card
+ Wild Card (anstelle von Khimkis C-Lizenz)
+ Gewinner der Qualifikationsrunde

Euroleague-Qualifikation (8 Plätze):

- Eine oder zwei (?) Wildcard(s)
- Rytas Vilnius (falls nicht direkt qualifiziert)
- Besiktas Istanbul (falls nicht direkt qualifiziert)
- Vizemeister Frankreich
- Vizemeister Deutschland
- Meister Belgien (Oostende/Charleroi)
- CEZ Nymburk (Meister Tschechien)
- BC Donezk (Meister Ukraine)
- Trefl Sopot (falls polnischer Meister)
+ als mögliche Nachrücker kämen gemäß Lukoil Academic Sofia (Meister Bulgarien), Den Bosch (Meister Niederlande) und VEF Riga (Meister Lettland) in Frage.
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