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Europapokal: Folgen Bonn und Oldenburg den Artland Dragons ins Viertelfinale der EuroChallenge?

Europapokal: Folgen Bonn und Oldenburg den Artland Dragons ins Viertelfinale der EuroChallenge?

Die Artland Dragons sind neben Besiktas Istanbul und Fuenlabrada bereits für die Playoffs der EuroChallenge qualifiziert. Vor dem letzten Spieltag (Dienstag, 28. Februar) richtet sich daher das Interesse darauf, ob auch die EWE Baskets Oldenburg und die Telekom Baskets Bonn den Quakenbrückern ins Viertelfinale folgen können. Drei deutsche Klubs im Viertelfinale eines europäischen Wettbewerbs wären ein Novum in der über 50-jährigen Europapokalgeschichte.
Ein solcher historischer Erfolg würde sogar den Fahrplan für das Viertelfinale durcheinander wirbeln, denn das Reglement der EuroChallenge sieht vor, dass in einem solchen Fall zwingend zwei Teams aus einem Land im Viertelfinale direkt gegeneinander spielen müssen, um zu verhindern, dass drei Team aus einem Land das Final Four erreichen. Bevor es dazu kommt, müssen die Baskets aus Bonn und Oldenburg aber erst einmal dafür sorgen, dass überhaupt drei deutsche Klubs die Playoffs erreichen.

EuroChallenge, Dienstag, 19:00 Uhr:
Szolnoki Olaj (Ungarn) – Telekom Baskets Bonn
1330357168/img_anriss.jpgDie Bonner Gruppe J ist am letzten Spieltag die spannendste der vier Last16-Gruppen. Die Telekom Baskets (3:2 Siege) sind dabei wie Elan Chalon (3:2) in der glücklichen Lage, die nächste Runde aus eigener Kraft mit einem Sieg zu erreichen. Der Haken an der Sache: Beide Tabellenführer müssen am letzten Spieltag auswärts antreten – bei Kontrahenten, die mit 2:3 Siegen selber noch Chancen haben in einer Gruppe, in der es bisher noch keinen einzigen Auswärtssieg gab. Setzt sich dieser Trend fort (also verliert Bonn in Szolnok und Chalon in Aalst), dann beenden alle vier Clubs die Last16 mit 3:3 Siegen und das Korbverhältnis entscheidet über die Abschlussplatzierung. Für die Bonner wäre diese Konstellation mit einem jetzt schon negativen Korbverhältnis (-10) jedoch tödlich. Den Telekom Baskets hilft nur ein eigener Sieg bzw. ein Auswärtssieg von Chalon in Aalst. Dann wären die Franzosen mit 4:2 Siegen Erster und über den zweiten Platz würde der direkte Vergleich zwischen Bonn und Szolnok entscheiden. Nach dem 89:75 im Hinspiel können sich die Baskets – falls Chalon Schützenhilfe leistet – somit am Dienstag in Ungarn eine Niederlage mit bis zu 13 Punkten Differenz erlauben. Aber Vorsicht: Okapi Aalst erfuhr am zweiten Spieltag beim 76:112, dass man in der engen Tiszaligeti Sporthalle (2000 Plätze) von Szolnok fürchterlich unter die Räder kommen kann.

Mit fünf routinierten Startern, die im Schnitt alle zweistellig punkten, zählt Szolnoki Olaj zu den korbhungrigsten Mannschaften in der EuroChallenge. Schlüsselspieler sind dabei der ehemalige Gießener Spielmacher Obie Trotter und Nationalcenter Marton Bader. Aber auch der bulgarische Forward Hristo Nikolov, im Hinspiel in Bonn mit 25 Punkten Topscorer, unterstrich am Wochenende beim 84:74 in Pecs in der ungarischen Liga mit 22 Punkten seine Gefährlichkeit. Mit 16:3 Siegen seit Weihnachten ungeschlagen rangiert der ungarische Meister in der nationalen Liga auf dem zweiten Tabellenplatz, aber im Hinspiel hat Bonn ja bereits gezeigt, wie der Gegner zu besiegen ist:



EuroChallenge, Dienstag, 20:00 Uhr:
ZZ Leiden (Niederlande) – EWE Baskets Oldenburg
Die EWE Baskets, Roanne und Ventspils kämpfen in der Gruppe I punktgleich mit je 3:2 Siegen um die zwei Playoff-Plätze. Oldenburgs holländischer Gegner ZZ Leiden ist mit 1:4 schon aus dem Rennen, spielt seine Rolle als „Zünglein an der Waage“ aber großer mit Leidenschaft und lieferte Ventspils am letzten Spieltag einen harten Kampf, bevor er sich mit 57:60 geschlagen gab. Da die Oldenburger sowohl gegen Ventspils als auch gegen Roanne den direkten Vergleich verloren haben, steht vorab fest, dass der Gewinner der Parallelpaarung Ventspils – Roanne Gruppensieger wird. Oldenburg muss in Leiden gewinnen, um mit 4:2 Siegen Gruppenzweiter zu werden. Im 62:85 verlorenen Hinspiel ohne seine beiden Center arg gehandicapt, kann Leiden im Rückspiel wieder auf Gabe Kennedy und Patrick Hilliman und damit eine deutlich größere Präsenz unter den Körben zählen.

Zorg en Zekerheid Leiden hatte am Wochenende spielfrei, weil die holländische Ehrendivision wegen des Allstar Games in Zwolle eine Pause einlegte. Dass Leiden in Zwolle mit den Forwards Seamus Boxley (Ex-Gießen) und Jevohn Shepherd (Ex-Frankfurt), Aufbauspieler Thomas Jackson und Center Patrick Hilliman sowie Headcoach Toon van Helfteren gleich fünf Akteure der Nord-Auswahl stellte, unterstreicht das hohe Ranking des Meisters auch in dieser Saison. Leiden ist aktuell Zweiter der Ehrendivision mit 15:4 Siegen und darf von einer Wiederholung des letztjährigen Sommermärchens träumen, als Leiden das siebte Finalspiel gegen Groningen (und Bayreuths aktuellen Trainer Marco van den Berg) nach dreifacher Verlängerung gewann, um zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren holländischer Meister zu werden (im Video in den hellen Trikots):



EuroChallenge, Dienstag, 20:30 Uhr:
Artland Dragons – Pinar Karsiyaka Izmir (Türkei)
Die Artland Dragons stehen mit 4:1 Siegen bereits als Gruppensieger fest. Karsiyaka Izmir kämpft am letzten Spieltag mit Antwerpen und Ljubertsy (alle 2:3) um den zweiten Platz (Ljubertsy empfängt in der anderen Paarung Antwerpen). Die im Hinspiel in eigener Halle mit 95:99 nur knapp unterlegenen Türken werden auch im Rückspiel ganz auf ihre beiden Stars, Aufbauspieler Mire Chatman und den frühren Berliner Center Jovo Stanojevic, setzen, die mit 20 bzw. 19 Punkten pro Spiel den ersten und dritten Platz der EuroChallenge-Korbjägerliste belegen und im Hinspiel mit zusammen 56 Punkten nicht zu stoppen waren. Am Wochenende in der türkischen Liga glänzte zudem der Bosnier Goran Ikonic mit fünf von acht Dreiern. Karsiyaka, mit 11:8 Siegen Elfter der Beko TBL, gewann 88:67 beim Zehnten Türk Telekom Ankara, obwohl Center Stanojevic wegen früher Foulprobleme nur 15 Minuten auf dem Parkett stand.

Kurioserweise droht die Tatsache, dass eventuell drei deutsche Klubs die Playoffs erreichen, die Artland Dragons um die Früchte ihres ersten Tabellenplatzes zu bringen. Wären keine anderen deutschen Clubs mehr im Rennen, würden die Dragons im Viertelfinale (best-of-three) laut Auslosung mit Heimvorteil auf den Zweiten der Gruppe K (Besiktas Istanbul oder Fuenlabrada) treffen. Erreichen aber auch Bonn und Oldenburg die Playoffs und spielen dabei nicht automatisch (Oldenburg als I2 und Bonn als J1) gegeneinander, entscheidet laut FIBA-Reglement eine eigene Tabelle der drei deutschen Teams, welche der drei deutschen Klubs dann gegeneinander zu spielen haben. In dieser Tabelle hätten Oldenburg und Bonn dann wahrscheinlich 4:2 Siege und (speziell Oldenburg) ein vergleichsweise gutes Korbverhältnis, hinter das die Artland Dragons bei einer höheren Niederlage gegen Karsiyaka zurückfallen würden.

Laut Reglement würde dann der Zweite des deutschen Rankings mit Heimvorteil gegen den Dritten spielen. Lediglich das beste deutsche Team würde auf seinen ursprünglich vorgesehenen Gegner treffen. Die Artland Dragons wären dieses beste deutsche Viertelfinalteam aber nur im Falle eines Sieges über Karsiyaka (mit dann mit 5:1 Siegen). Bei einer Niederlage droht den Quakenbrückern hingegen ein innerdeutsches Playoff-Duell, im schlimmsten Fall (bei einer hohen Niederlage gegen Karsiyaka) sogar der Verlust des Heimvorteils. Um Karsiyaka am Dienstag zu besiegen, werden die Artland Dragons aber mit Sicherheit in der Verteidigung energischer zupacken müssen als am Samstag im Spitzenspiel der Beko BBL gegen ratiopharm Ulm.



Eurocup, Dienstag, 19:30 Uhr:
Lokomotiv-Kuban Krasnodar (Russland) – ALBA BERLIN
Für den letzten deutschen Vertreter im Eurocup, ALBA BERLIN, sind unterdessen die Würfel schon gefallen. Die Berliner verabschieden sich ebenfalls am Dienstag mit einem Gastspiel bei Lokomotiv-Kuban Krasnodar (Russland) aus der „Last16“ des zweithöchsten Wettbewerbs. TV Berlin überträgt das Spiel, in dem die Berliner wie schon in der vergangenen Woche in der spannenden Gruppe L noch einmal „Zünglein an der Waage“ spielen wollen, ab 20 Uhr zeitversetzt (Sprungball ist um 19:30 Uhr) aus Russland. Hier noch mal einige Szenen aus dem Hinspiel:

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