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Europapokal: Große Namen für Bamberg und Berlin / Ulm zuerst gegen Kazan / Weite Reisen für Bonn

Europapokal: Große Namen für Bamberg und Berlin / Ulm zuerst gegen Kazan / Weite Reisen für Bonn

Gleich drei Beko Basketball-Bundesligisten schauten am 6. Juli erwartungsvoll nach Barcelona, denn in der katalanischen Metropole wurden die vier Vorrundengruppen der Turkish Airlines Euroleague ausgelost. Neben dem Meister Brose Baskets ist die Beko BBL in der Saison 2012/2013 dank einer Wildcard auch durch ALBA BERLIN in der „Königsklasse“ des europäischen Basketballs vertreten.
Vizemeister ratiopharm ulm hat zudem die Chance, in einem Qualifikationsturnier einen dritten deutschen Startplatz in der Euroleague zu erkämpfen. Während die Auslosung der Gruppen im Eurocup erst im Oktober vorgenommen wird (die Beko BBL ist in diesem zweithöchsten Wettbewerb durch die Artland Dragons und die s.Oliver Baskets vertreten), wurden in Freising die Gruppen für den dritten Wettbewerb, die EuroChallenge, ermittelt. In diesem von FIBA Europa organisierten Wettbewerb gehen die Telekom Baskets Bonn und die EWE Baskets Oldenburg an den Start.

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Euroleague: Brose Baskets und ALBA BERLIN wollen in die TOP16


Für die Brose Baskets und ALBA BERLIN heißt das Ziel in der 24 Klubs umfassenden Vorrunde, mindestens Vierter zu werden – um dann an der TOP16 teilzunehmen. In der mittlerweile zwölfjährigen Geschichte der Euroleague gelang deutschen Vertretern erst zweimal der Sprung in diese Zwischenrunde. Dass dabei sowohl Bamberg (2006) als auch Berlin (2009) im weiteren Verlauf in der TOP16-Runde ohne Sieg blieben, verdeutlicht den hohen sportlichen Stellenwert dieser TOP16.

Der Euroleague-Modus im Überblick: Vorrunde ab 11. Oktober in vier Sechsergruppen (die jeweils ersten Vier kommen weiter); TOP16 ab 27. Dezember in zwei Achtergruppen; Playoff-Viertelfinale nach dem Modus „best of five“; Final Four vom 10. bis 12. Mai in London.

Bamberg trifft in der Gruppe D auf Barcelona und ZSKA Moskau

Die Brose Baskets treffen in der Gruppe D auf den FC Barcelona, ZSKA Moskau, Partizan Belgrad, Lietuvos rytas Vilnius und Besiktas Istanbul. Klare Favoriten in dieser Gruppe sind die beiden Final-Four-Teilnehmer, der Saison 2011/2012, Barcelona und ZSKA Moskau. Das erneute Erreichen dieses Finalturniers, das Barcelona in den vergangenen 20 Jahren zwölfmal, ZSKA elfmal erreichte, ist auch in der neuen Spielzeit das Minimalziel dieser Elite-Klubs. Während der russische Meister, mit seinem Budget von 45 Millionen Euro der reichste Klub in der Euroleague, unter seinem neuen Trainer Ettore Messina und wohl ohne den wahrscheinlich in die NBA zurückkehrenden Andrej Kirilenko vor einem großen personellen Umbruch steht, wird Trainer Xavi Pascual beim spanischen Meister weiter auf seinen Superstar Juan Carlos Navarro zählen können.

Von den übrigen drei Gruppengegnern müssen die Brose Baskets mindestens zwei hinter sich lassen, um die TOP16 zu erreichen. Lietuvos rytas Vilnius ist dabei das einzige Team in der Gruppe D, das in der abgelaufenen Saison in seiner nationalen Liga nicht Meister geworden ist. In der vergangenen Spielzeit war der litauische Vizemeister im Eurocup angetreten und erreichte dort das Halbfinale. Die größten Fragezeichen stehen hinter dem EuroChallenge-Gewinner Besiktas Istanbul, der sein Euroleague-Debüt zwar als türkischer Meister gibt, nach dem Verlust seines Hauptsponsors Milangaz aber finanziell etwas abspecken muss. Im Kampf um die Plätze drei und vier könnte somit der serbische Serienmeister und Champion der Adria-Liga, Partizan Belgrad, zum „Zünglein an der Waage“ werden.



Tel Aviv, Siena und Malaga sind Berlins Rivalen in Gruppe B

ALBA BERLIN trifft in der Gruppe B mit Maccabi Tel Aviv, Montepaschi Siena, Unicaja Malaga und Asseco Prokom Gdynia auf vier seit vielen Jahren zum festen Inventar der Euroleague zählende Gegner und nur einen Neuling, den französischen Meister Elan Chalon. Gleichwohl haben die Berliner die vielleicht sogar leichteste der vier Gruppen erwischt, in der nur Israels Serienmeister zum engeren Kreis der Final-Four-Kandidaten zählt. Nach dem Verlust einiger Leistungsträger steht Trainer David Blatt in Tel Aviv aber ebenso vor einem personellen Umbruch wie das in den zurückliegenden Jahren die italienische Liga dominierende Montepaschi Siena. Zuletzt regelmäßig ein sicherer Kandidat für die TOP16, muss Siena nach seinem sechsten Meistertitel in Folge neben zahlreichen Spielern auch seinen Erfolgstrainer Simone Pianigiani ersetzen.

Unicaja Malaga, als Neunter der spanischen Liga nur knapp am Entzug seiner A-Lizenz vorbeigeschrammt, tat sich in den vergangenen Jahren schwer, mit den spanischen Top-Teams Schritt zu halten – in der Euroleague reichte es dennoch regelmäßig mindestens zum Erreichen der TOP16. Auch bei Asseco Prokom Gdynia sind die „fetten Jahre“ wohl vorbei. In den vergangenen zwei Jahren gelangen dem polnischen Serienmeister in der Euroleague nur drei Siege. Ein in der Euroleague noch unbeschriebenes Blatt ist der neue französische Meister Elan Chalon, der mit seinem US-Star Blake Schilb indes mit dem Gewinn der beiden französischen Pokaltitel (Semaine d’As und Coupe de France) und dem Einzug ins Finale der EuroChallenge eine großer Siegermentalität unter Beweis gestellt hat.

Euroleague-Qualifikation: Gelingt auch ratiopharm ulm der Sprung in die „Königsklasse“?

Dem deutschen Vizemeister ratiopharm ulm bietet sich beim Euroleague-Qualifikationsturnier (25. bis 28. September in Desio/Italien) die Chance, aus dem deutschen Euroleague-Duo ein Trio zu machen. Um in die Euroleague aufzusteigen, müssen die Ulmer allerdings im Mailänder Vorort im K.o.-Modus nacheinander drei Gegner ausschalten. Gelingt das nicht, ist für den Vizemeister ein Startplatz im Eurocup reserviert.

Gleich im ersten Spiel kommt es für die Ulmer in Desio knüpeldick, denn der Gegner ist Unics Kazan (Russland). 2011 als Gewinner des Eurocups für die Euroleague qualifiziert, erreichte Unics dort in der vergangenen Saison sogar das Viertelfinale. Die Euphorie über den europäischen Höhenflug wurde aber durch den enttäuschenden fünften Platz in der russischen Liga getrübt. Nur dank einer Wildcard darf Unics nun an der Euroleague-Qualifikation teilnehmen, in der die Russen mit ihrem hochkarätigen Kader (offizielles Budget zwölf Millionen Euro) als klarer Favorit an den Start gehen.

Sollte den Ulmern gegen die Russen eine Überraschung gelingen, wird es im weiteren Verlauf des Turniers auf jeden Fall einfacher: Zweiter Gegner wäre dann der Sieger aus der Partie zwischen Le Mans (Vizemeister Frankreich) und BC Donezk (Meister Ukraine). Im Finale von Desio würde Ulm nach einem zweiten Sieg dann auf den Gastgeber Cantu (Fünfter Italien, zuletzt Euroleague-TOP16), Nymburk (Meister Tschechien), Oostende (Meister Belgien) oder Lukoil Sofia (Meister Bulgarien) treffen.

Eurocup: Artland Dragons und s.Oliver Baskets warten noch auf ihre Gegner


Im Eurocup (32 Teilnehmer) werden die acht Vierergruppen der Vorrunde erst nach dem Abschluss der Euroleague-Qualifikation Anfang Oktober ausgelost. Neben den sieben in der Euroleague-Qualifikation gescheiterten Klubs werden dann Vertreter aus Spanien und Russland (jeweils drei), aus Polen, der Türkei und Frankreich (jeweils zwei) sowie aus Italien, Litauen, Montenegro, Kroatien, Serbien, Israel, Griechenland, Belgien, der Ukraine, den Niederlanden und Lettland die möglichen Gegner der beiden deutschen Vertreter Artland Dragons und s.Oliver Baskets sein.

Der Eurocup-Modus im Überblick: Vorrunde ab 7. November in acht Vierergruppen (die jeweils ersten Zwei kommen weiter); Last16 in vier Vierergruppen; Viertelfinale (Hin- und Rückspiel); Halbfinale (Hin- und Rückspiel); Finale am 13. April an einem noch zu bestimmenden Ort.

EuroChallenge: Telekom Baskets Bonn und EWE Baskets Oldenburg


In der EuroChallenge wollen die Telekom Baskets Bonn und die EWE Baskets Oldenburg möglichst noch besser abschneiden als in der Saison 2011/2012, als die beiden Erstligisten jeweils Runde der letzten 16 (Last16) erreichten. Vor der Kür wartet indes die Pflicht: Nur die ersten Zwei aus jeder Vorrundengruppe erreichen die Last16.

Der EuroChallenge-Modus im Überblick: Vorrunde ab 6. November in acht Vierergruppen (die jeweils ersten Zwei kommen weiter); Last16 ab 15. Januar in vier Vierergruppen: Playoff-Viertelfinale nach dem Modus „best of three“; Final Four vom 26. bis 28. April an einem noch zu bestimmenden Ort.

Die Telekom Baskets Bonn sehen sich dabei in der Gruppe H mit den in diesem Wettbewerb schon berüchtigten und gefürchteten weiten Reisen konfrontiert: Einzig die Antwerpen Giants (Dritter Belgien) liegen praktisch vor der Haustür. Die anderen beiden Gegner heißen Hapoel Holon (Dritter Israel) und Armia Tiflis (Meister Georgien). Alle drei Bonner Gegner sind auch sportlich nicht zu unterschätzen – ein Glückslos sieht anders aus.

Die EWE Baskets Oldenburg haben es in der Gruppe F etwas besser erwischt und treffen dabei gleich zweimal auf Gegner aus Ungarn. Dabei stellt der Meister Szolnoki Olaj, der in der zurückliegenden Saison in der EuroChallenge überraschend das Final Four erreichte, sicher eine höhere Hürde dar als der Vierte, Fortress-Lami Körmend. Ebenfalls in der Oldenburger Gruppe befindet sich der rumänische Vizemeister BC Timisoara.

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