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FC Bayern unterliegt Brose Baskets mit 77:89

FC Bayern unterliegt Brose Baskets mit 77:89

Im letzten Spiel der Beko BBL-Hinrunde müssen sich die Basketballer des FC Bayern in der vollbesetzten Bamberger Stechert Arena den Brose Baskets mit 77:89 (34:47) geschlagen geben. Drei von vier Vierteln konnten die Bayern gegen den amtierenden Deutschen Meister gewinnen oder ausgeglichen gestalten, doch ein 9:28 im zweiten Durchgang war in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr wettzumachen. Mit dieser Niederlage verpassen die Münchner die Qualifikation für den diesjährigen Pokalwettwerb.
Hochkonzentriert und kämpferisch startete die Bauermann-Truppe in das Duell mit den seit sieben Spielen ungeschlagenen Oberfranken. Auf den Führungstreffer von Marcus Slaughter antwortete Demond Greene einem erfolgreichen „Dreier“. Bambergs Kapitän Casey Jacobsen tat es ihm gleich, doch Jared Homan und abermals Greene besorgten nach eineinhalb Minuten bereits eine 8:4-Führung. Die hohe Intensität in der Verteidigung brachte mit sich, dass die Bayern bereits nach vier Spielminuten die Mannschaftsfoulgrenze erreichten. Davon unbeirrt traf Aleksandar Nadjfeji zum 12:6 und zwang damit Bambergs Coach Chris Fleming früh zur ersten Auszeit. Nach der Verschnaufpause erhöhte Steffen Hamann an früherer Wirkungsstätte auf 14:6, bevor Nationalmannschaftskollege Tibor Pleiß für die Gastgeber den zweiten Korb aus dem Spiel heraus erzielte. In der Folge war es vor allem Routinier Nadjfeji, der seine Gegner ein um andere Mal austanzte und im ersten Durchgang bereits acht seiner insgesamt zehn Punkte erzielte. Mit 25:19 entschieden die FCB-Akteure das Auftaktviertel für sich.

In den zweiten zehn Minuten hatten sich die Bamberger deutlich besser auf ihren Gegner eingestellt und kamen in der Offensive immer besser ins Spiel. In der 13. Minute konnte Tibor Pleiß von der Freiwurflinie ausgleichen (29:29), Stimmung und Lautstärke schienen bereits in dieser frühen Phase am Siedepunkt. Während die Münchner vier Minuten ohne Korberfolg blieben, setzten sich die Gastgeber auf 29:36 ab. Chevon Troutman beendete die Durststrecke zwar drei Minuten vor der Halbzeitpause, doch ein weiterer Lauf der immer stärker werdenden Hausherren brachte den Bayern in der 18. Minute den ersten größeren Rückstand ein (31:45). Durch insgesamt zehn Ballverluste verpassten die „Roten“ wichtige Chancen. Bambergs P.J. Tucker nutzte die Schwächephase und traf mit seinen Punkten 12 und 13 zum 33:47-Zwischenstand, den Bayern-Kapitän Steffen Hamann von der Freiwurflinie noch zum 34:47-Halbzeitstand korrigierte.

Nach dem Seitenwechsel setzten die Bayern alles daran, das 9:28 aus dem 2. Viertel wieder aufzuholen. FCB-Center Jared Homan ging auf Nummer sicher und machte den Rückstand mit zwei krachenden Dunkings wieder einstellig (42:51). Doch Bamberg hielt die Münchner auf Distanz. Philipp Schwethelm und Steffen Hamann verkürzten zwar auf 55:63, doch nach dem vierten Foul von Jared Homan konnte sich die Heimmannschaft wieder etwas absetzen: 55:67 vor dem Schlussdurchgang.

Chevon Troutman eröffnete die letzten zehn Minuten mit seinen Punkten zum 57:67 und ließ die zahlreichen mitgereisten Bayern-Fans noch einmal hoffen. Doch was die Bayern auch taten, die Antwort der Baskets folgte prompt. Diesmal durch Brian Roberts, der zum 57:69 traf. Für den zweitbesten Schützen der Brose Baskets waren es die ersten Punkte des Spiels – ein Beleg für die besondere Tiefe der Bamberger Bank. Bis zur Mitte des Schlussviertels hielt sich der Rückstand bei 10 Zählern (63:73). Fünf schnelle Punkte des Heimteams zwangen Dirk Bauermann zur Auszeit (63:78, 37. Minute). Steffen Hamann, Jared Homan und Chevon Troutman, die an diesem Abend einen Großteil der Bayern-Punkte besorgten, bestimmten auch in den Schlussminuten das Geschehen, konnten zwischenzeitlich noch einmal verkürzen (75:83), die 77:89-Niederlage allerdings nicht mehr abwenden.

FC Bayern-Headcoach Dirk Bauermann sagte nach der Begegnung: „Zwei Dinge vorneweg: Ich bedanke mich bei den fast 7.000 Zuschauern, die Begrüßung der Mannschaft war sehr freundlich und respektvoll. Die Stimmung war hervorragend und nie feindselig. Sie war so, wie sie bei einem Spitzenspiel in der Beko BBL sein muss. Glückwunsch an Bamberg, wir haben versucht ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen und haben phasenweise auf Augenhöhe gespielt. Am Ende hat sich die größere Erfahrung und die längere Bank durchgesetzt. Obwohl es eine Niederlage war, bin ich zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Ich bin sehr zufrieden, wie die Mannschaft heute hier nach dem Herzensbrecher in Ulm aufgetreten ist. Es schmerzt natürlich, nicht beim Pokal dabei zu sein, aber es ist sicher nicht das Ende der Welt.“

Chris Fleming, Trainer der zu Hause weiterhin ungeschlagenen Bamberger, meinte nach dem Spiel: "Meinen Dank an die Fans, die Stimmung heute Abend war großartig. Das Spiel war so, wie wir es erwartet haben. Das war der beste Gegner seit Berlin. Bayern spielt jetzt auf einem sehr guten Level und wenn sie Foster wieder zurück haben, sind sie noch einmal eine andere Mannschaft. Heute haben wir im zweiten Viertel das Spiel übernommen und dann sicher nach Hause gebracht."

Zum Rückrundenstart der Beko BBL-Saison 2011/12 empfangen die Münchner am kommenden Samstag (14.01., 19 Uhr) die EWE Baskets Oldenburg im heimischen Audi Dome. Wenige Tage vor dem Start der Rückrunde, am 10. Januar, endet die Bestellfrist für die Rückrunden-Dauerkarten. In den letzten Wochen haben sich noch einmal 200 Fans eine Rückrunden-Dauerkarte gesichert. Die Gesamtanzahl der Dauerkarten steigt damit in der ersten Beko BBL-Saison auf 2.500. Nach dem Ende des Dauerkartenverkaufs am kommenden Dienstag, werden im Tageskartenvorverkauf zusätzliche Tickets erhältlich sein.

Es spielten für den FC Bayern München: Steffen Hamann (18 Punkte), Jared Homan (17), Chevon Troutman (14), Aleksandar Nadjfeji (10), Demond Greene (6/2 Dreier), Robin Benzing (4), Philipp Schwethelm (3/1), Jonathan Wallace (3/1), Jan-Hendrik Jagla (2), Darius Hall (dnp) und Bogdan Radosavljevic (dnp).
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