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FC Bayern verliert Krimi beim Tabellenzweiten aus Ulm mit 75:76

FC Bayern verliert Krimi beim Tabellenzweiten aus Ulm mit 75:76

So grausam kann Basketball sein: Wenige Sekunden vor dem Ende lagen die Basketballer des FC Bayern München beim Tabellenzweiten ratiopharm ulm noch mit zwei Punkten in Führung, bevor der Ulmer Keaton Nankivil mit einem glücklichen „Dreier“ aus acht Metern das Spiel entschied und die 6.000 Zuschauer in der neuen Ulmer Arena zum Ausflippen brachte. Die Münchner büßen mit der 75:76-Niederlage im 16. Saisonspiel wichtige Tabellenpunkte im Kampf um die Pokalplätze ein.
FC Bayern-Center Jared Homan erzielte zwar die ersten Punkte des Spiels, doch den deutlich besseren Start erwischten die Gastgeber. Steven Esterkamp traf nach etwas mehr als drei Minuten bereits zur 7:2-Führung für sein Team und erzwang somit die erste Bayern-Auszeit. Wenig später war es abermals Esterkamp, der die Bayern durch zwei weitere Dreipunkterfolge mit 4:15 in Rückstand brachte. Die Ulmer trafen in der Anfangsphase aus allen Lagen hochprozentig, doch die Münchner hielten dagegen und kamen zur ersten Viertelpause wieder auf 16:23 heran.

Den ersten Punkt des zweiten Durchgangs markierte Ulms 2,11m-Hüne John Bryant von der Freiwurflinie. Isaiah Swann legte kurz darauf aus der Distanz nach (16:27). Doch der bestens aufgelegte Bayern-Guard Jonathan Wallace hatte die richtige Antwort parat (19:27). Und die „Dreier“ fielen weiter: Keaton Nankivil versenkte in der 25. Spielminute bereits den siebten Ulmer Distanzwurf und sicherte seinem Team dadurch einen 13-Punkte-Vorsprung (21:34). Wenig später zwangen Demond Greene und Jared Homan Ulms Trainer Thorsten Leibenath mit ihren Punkten zum 27:34 zur ersten Auszeit. Doch die Bayern kamen Punkt um Punkt heran. FCB-Centerspieler Chevon Troutman traf zwei Minuten vor der Halbzeit von der Freiwurflinie zum 34:37-Anschluss. Vier schnelle Ulmer Punkte weckten das Arena-Publikum und im Nu vergrößerten die Ulmer ihren Vorsprung wieder auf 10 Zähler. 34:44 lautete der Halbzeitstand aus Bayernsicht.

Den dritten Spielabschnitt eröffnete Chevon Troutman mit einem Treffer aus der 6,75-Distanz zum 37:44. Kurz darauf verkürzte Robin Benzing auf 43:46. Doch noch bevor ein Führungswechsel greifbar wurde, lief Ulms Tommy Mason-Griffin heiß. Der Guardspieler erzielte die nächsten 10 Ulmer Punkte zum 48:56-Zwischenstand. Doch die Bayern kämpften: Jared Homan und immer wieder Jonathan Wallace markierten in dieser Spielphase wichtige Treffer. Den 23:18-Viertelgewinn krönte Steffen Hamann mit einem „Dreier“ zum 57:62-Zwischenstand vor dem Schlussdurchgang.

Kurz nachdem Aleksandar Nadjfeji das 4. Viertel per Dunking eröffnet hatte, traf Jonathan Wallace mit seinem fünften Dreipunkterfolg des Abends zum Ausgleich (62:62). Doch die Ulmer um ihren Topscorer Tommy Mason-Griffin (19 Punkte) zeigten sich unbeeindruckt und gingen erneut in Führung. Sechs Minuten vor dem Ende war es dann ausgerechnet der frühere Ulmer Robin Benzing der die Münchner erstmals seit der Anfangsphase in Führung schoss (67:65). Ein heißes Kopf-an-Kopf-Rennen brachte die ratiopharm arena nun endgültig zum Kochen. Auf den 13. Ulmer Dreipunkterfolg vier Minuten vor dem Ende zum 67:71-Zwischenstand, folgten zwei spannende, aber punktelose Minuten beider Mannschaften. Nach einem Freiwurf von Jared Homan war es Jonathan Wallace, der mit seinem sechsten „Dreier“ im siebten Versuch zum erneuten Ausgleich (71:71) einnetzte. Ulms Trainer Leibenath reagierte eine Minute vor dem Ende prompt mit einer Auszeit. Nach der kurzen Verschnaufpause punktete Tommy Mason-Griffin für die Gastgeber, doch Jonathan Wallace konterte nervenstark (73:73). Die Ulmer vergaben im folgenden Angriff ihre Chance auf die erneute Führung. Bei noch sechs verbleibenden Sekunden auf der Spieluhr musste Jonathan Wallace, der an diesem Abend seine beste Saisonleistung zeigte, nach einem Foul an die Freiwurflinie. Auch hier zeigte der Bayern-Guard keine Schwäche und brachte die Münchner mit seinen Punkten 25 und 26 mit 75:73 in Führung. Thorsten Leibenath reagierte mit der letzten Auszeit. Ulm hatte Ballbesitz und attackierte den Münchner Korb. Die Sekunden verstrichen, Chevon Troutman um ein Haar mit dem Steal. Doch der Ball geriet glücklich in Ulmer Hände. Keaton Nankivil setzte in der Schlusssekunde aus acht Metern zum Wurf an und traf zum 75:76-Endstand.

FC Bayern-Headcoach Dirk Bauermann sagte nach der Begegnung: „Ulm gebührt ein Glückwunsch für die gute Leistung. Sie haben heute ein schwieriges Spiel gegen uns gewonnen. Dennoch bin ich stolz auf meine Spieler. Trotz eines dürftigen ersten Viertels konnten wir uns ins Spiel zurückkämpfen. Am Ende war es sicher einfach Glück – so brutal kann Basketball sein. Wir hätten einen Sieg absolut verdient gehabt.“

Thorsten Leibenath, Trainer der Ulmer Mannschaft, meinte nach dem Spiel: „Wir haben heute gegen eine sehr, sehr starke Mannschaft gewonnen. Wir haben die Kontrolle über das Spiel aus der Hand gegeben und uns zu schlechten Würfen verleiten lassen. Jonathan Wallace haben wir zu keiner Zeit in Griff bekommen. Am Ende war es ein glücklicher Sieg.“

Bereits am Samstag (07.01.) reisen die Bayern zum Tabellenführer nach Bamberg. Tip-Off zum 17. und letzten Spiel der Hinrunde ist um 20.05 Uhr. SPORT1 überträgt die Partie live.

Es spielten für den FC Bayern München: Jonathan Wallace (26 Punkte/6 Dreier), Jared Homan (19), Robin Benzing (10/2), Chevon Troutman (7/1), Steffen Hamann (5/1), Aleksandar Nadjfeji (4), Demond Greene (2), Jan-Hendrik Jagla (2), Philipp Schwethelm, Darius Hall (dnp) und Bogdan Radosavljevic (dnp).
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