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Hält die Heimserie auch gegen starke Würzburger?

Hält die Heimserie auch gegen starke Würzburger?

Mit dem Spiel gegen die s.Oliver Baskets Würzburg (20 Uhr - Paul Horn-Arena) geht für die WALTER Tigers Tübingen die Hinrunde der Saison 2010/2011 zu Ende. Mit sechs Siegen und zehn Niederlagen stehen die Schwaben aktuell auf dem 13. Tabellenplatz, jedoch ist das Eis nach unten recht dünn. Die Trierer auf dem ersten Abstiegsplatz haben bekanntlich nur einen Sieg weniger als die Mannschaft von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic.
Ein Erfolgserlebnis gegen den Aufsteiger aus der Heimatstadt von Basketball-Superstar Dirk Nowitzki wäre diesbezüglich sehr hilfreich, um einmal etwas durchatmen zu können. Doch gegen die Würzburger erwarten die Neckartstädter eine harte Nuss, konnte die Mannschaft von Baskets-Trainer John Patrick zuletzt die Topteams aus Berlin und München bezwingen. Aktuell stehen die Würzburger auf dem siebten Tabellenplatz, mit einem Erfolgserlebnis in Tübingen hätten die Gäste noch gute Chancen sich für den Beko BBL-Pokal zu qualifizieren.

Perovic sieht sein Team vor "Feuertaufe"

Jedoch zeigt die Patrick-Truppe zwei verschiedene Gesichter, zumindest auf Basis der Ergebnisse. Während die Würzburger in der heimischen s.Oliver Arena nur gegen den Meister aus Bamberg das Nachsehen hatten, gelang in der Fremde erst ein Auswärtssieg. Dieser liegt am Sonntag exakt drei Monate zurück, als man sich bei den LTi Giessen 46ers souverän mit 85:60 durchsetzte. Dass sich der zweite Aufsteiger neben den Bayern in der oberen Tabellenhälfte befindet, ist für Perovic jedoch keine Überraschung: "Die Baskets sind sehr gut eingespielt. Ein Grund liegt sicher darin, dass Patrick auf vier altbekannte Spieler aus Göttinger Zeiten zurückgreifen kann. Würzburg spielt sehr physisch und macht es den Gegnern immer sehr schwer. Für uns wird es eine wahre Feuertaufe gegen diesen starken Gegner bestehen zu können", erläutert Perovic, der auf alle Akteure zurückgreifen kann.

Die US-Amerikaner Ben Jacobson, Jason Boone, Chester Frazier und auch John Little spielten unter Patrick schon in Göttingen zusammen und gewannen 2010 mit dem ehemaligen Tigers-Akteur Chris Oliver die EuroChallenge. Alle vier Spieler passen hervorragend in das System von Patrick und sind die verlängerten Arme des fünffachen Familienvaters auf dem Spielfeld. Richtig eingeschlagen bei den Baskets haben vor allem zwei weitere Spieler aus den Staaten. Ricky Harris ist mit 12,6 Punkten Topscorer der Franken und gleichzeitig gefährlichster Schütze aus der Distanz. Knapp 40% aller Würfe jenseits der 6,75 Meter Linie fallen durch die gegnerische Reuse. Ebenso zweistellig punktet Chris Kramer (11,2 ppg), der zudem aggressiv zum Rebound geht und bester Freiwurfschütze (78,1%) innerhalb des schwächsten Freiwurfteams (64,4%) der Liga ist. Dafür führen die Würzburger die Stealwertung an. 106 Mal klauten die Gäste bisher dem Gegner den Ball, dies entspricht knapp sieben Ballgewinnen pro Begegnung. Mit ihrer aggressiven Verteidigungsarbeit müssen die Schwaben äußerst konzentriert beim Ballvortrag sein. Diesbezüglich wartet auf Kapitän Louis Campbell & Co. Schwerstarbeit. Neben dem Kraftpaket Boone (9,1 ppg & 6,1 rpg) treibt mit Aufstiegsheld Ivan Elliott (9,9 ppg & 5,8 rpg) der siebte Amerikaner sein Unwesen auf dem Spielfeld. Ergänzt wird das Team mit Alex King, Robert Tomaszek, Christoph Henneberger, Oliver Clay und Maximilian Kleber.

Tigers wollen Klatsche aus der Vorbereitung ausbügeln

Dass es für die Würzburger schon frühzeitig um sehr viel geht, zeigt auch das große Interesse bei den eigenen Fans. Knapp 250 Zuschauer werden aus Franken im Tübinger Dschungel erwartet und ihre Farben lautstark unterstützen. Indes hofft Tigers-Manager Robert Wintermantel auf eine volle Hütte gegen die Würzburger, damit die eigene Mannschaft auch den Genuss eines "richtigen Heimspiels" erleben kann: "Zunächst ist es toll, dass so viele aus Würzburg nach Tübingen kommen. Das verspricht eine schöne Atmosphäre zu werden. Umso sind unsere Fans gefragt, damit sie unsere Raubkatzen nach vorne peitschen können und wir eine Chance haben, den fünften Heimsieg in Folge einzufahren. Jeder einzelne ist am Sonntag gefragt", so Wintermantel. Ausreichend Motivation dürften die Tigers haben. Nach der ärgerlichen Niederlage im Derby bei der EnBW Ludwigsburg, sitzt der Stachel auch gegen die Würzburger ebenfalls tief. Beim Vorbereitungsturnier im September musste sich die Perovic mit 50:74 beim Bosch Rexroth Cup geschlagen geben. Diese Scharte wollen die Tübinger am Sonntag entsprechend auswetzen...
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