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Kirilenko MVP der Euroleague – Beko BBL hat ihre Position in Europa verbessert

Kirilenko MVP der Euroleague – Beko BBL hat ihre Position in Europa verbessert

Dass am Samstag beim Final Four der Euroleague keine Spiele stattfanden, bedeutet nicht, dass in Istanbul nichts passiert ist – im Gegenteil: Der spielfreie Samstag ist traditionell der Tag der Ankündigungen und Erklärungen und findet am Abend seinen Höhepunkt auf der „Award Ceremony“, bei der die besten Spieler der Saison ausgezeichnet werden.
Dazwischen wird hinter den Kulissen natürlich viel geredet, verhandelt und manchmal auch gefeilscht – schließlich reisen die Basketball-Funktionäre aus ganz Europa nicht nur zum Spaß zum Final Four.


Final Four 2013 in London

1336907179/img_144252266_2.jpgGleich am Samstagmorgen ging es los mit offiziellen Verkündung des Austragungsortes des nächsten Final Fours: Das Finalturnier 2013 wird in der „O2“ in London stattfinden. Die englische Hauptstadt steht bereits seit längeren auf der Warteliste, nachdem die Euroleague 2006 einen Vertrag mit der US-amerikanischen Anschutz Entertainment Group (AEG) über eine langfristige strategische Zusammenarbeit unterzeichnet hatte. Diese Zusammenarbeit war aber nach den Finalturnieren von Berlin (2009) und Paris (2010) etwas ins Stocken geraten, weil es mit der Austragung des Final Fours 2011 in London nicht klappte.

Umso glücklicher war Euroleague-Commissioner Jordi Bertomeu, dass es nun endlich weitergeht: „Nach unseren erfolgreichen Final Fours von Berlin und Paris, bei denen AEG ihre große Effizienz und Professionalität bei der Durchführung eines solchen Events gezeigt hat, haben wir nun endlich die Gelegenheit, das Final Four in die wunderbare O2, eine der modernsten und spektakulärsten Arenen der Welt, zu bringen.“ Auf ihrer gemeinsamen Pressekonferenz deuteten Bertomeu und der Präsident & CEO der AEG Europe, Mr. Jay Marciano, an, dass das Final Four 2014 mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls in London stattfinden wird. Das Turnier in zwei aufeinanderfolgenden Jahren in derselben Stadt durchzuführen, stellt ein Novum in der mittlerweile über 20-hährigen Geschichte des Turniers dar.


TOP16 mit 14 Spieltagen, Deutscher Vizemeister in der Quali

Auf dem Weg nach London wird sich – vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung der General Assembly der Euroleague , die in der Regel nur eine Formsache ist - zur nächsten Saison in der Euroleague einiges ändern. So wird die Euroleague-Qualifikationsrunde geschrumpft: Anstatt der in dieser Saison gespielten zwei Quali-Turniere mit je acht Teilnehmern gibt es künftig nur noch eines, womit sich die Zahl der Quali-Kandidaten von 16 auf 8 reduziert und es gibt folglich nur noch ein Team, das sich nachträglich für das Final Four qualifiziert. Eine zweite Neuerung betrifft die Spieltage: Anstatt mittwochs und donnerstags sollen die Spiele der Euroleague künftig am Donnerstag oder Freitag gespielt werden. Bereits in der jetzt zu Ende gehenden Saison gab es einige Freitagsspiele, in denen die Euroleague einen signifikant erhöhten Zuschauerzuspruch beobachtet hat. Dritte und wohl weitreichendste Neuerung ist das neue TOP16-Format. Diese Zwischenrunde der 16 besten Clubs wird künftig nicht mehr in vier Vierergruppen, sondern in zwei Achtergruppen gespielt, was den Kalender mit acht zusätzlichen Euroleague-Terminen füllt. Musste der Euroleague-Champion in dieser Saison nur 22 Spiele absolvieren, so wird der Champion 2013 deutlich mehr, nämlich 29 bis 31 Spiele auf dem Buckel haben.

Brisant und vieldiskutiert ist natürlich auch immer die komplizierte Vergabe der Startplätze, bei der zwischen direkt an Spitzenclubs vergebene zeitlich unbegrenzten A-Lizenzen und gemäß des Abschneidens in den nationalen Ligen jeweils für ein Jahr vergebenen B-Lizenzen unterschieden wird. Für eine A-Lizenz ist ab der kommenden Saison wie vor drei Jahren angekündigt neben anderen Standards eine mindestens 10.000 Zuschauer fassende Spielstätte zwingend vorgeschrieben. Jordi Bertomeu erklärte in Istanbul, dass nur noch zwei Vereine (Siena und Barcelona) Ausnahmeregelungen erhalten werden, die aber an den Nachweis geknüpft sind, dass zeitnah eine solche Arena zur Verfügung stehen wird. Bezüglich der B-Lizenzen gibt es eine gute Nachricht für die Beko BBL, die sich im dafür zugrunde gelegten Nationen-Ranking etwas verbessert hat. Das führt dazu, dass neben dem Meister (spielt wie bisher mit einer B-Lizenz in der Euroleague) der Vizemeister einen Startplatz in der Euroleague-Quali erhält (solange er die geforderten Standards, z. B. eine mindestens 5.000 Zuschauer fassende Arena, erfüllt).

Einer Aufstockung der Euroleague auf 32 Teams hat Euroleague-Commissioner Jordi Bertomeu in Istanbul noch einmal eine klare Absage erteilt: „Wir müssen das qualitativ hohe Niveau der Liga bewahren. Dafür hat sich die Zahl von 24 Clubs als optimal erwiesen.“ Offen ist hingegen noch, was mit dem zweiten Wettbewerb wird. Geht es nach der Euroleague, soll der Eurocup künftig der einzige europäische Wettbewerb unter der Euroleague sein und dafür auf 48 Clubs aufgestockt werden. Die EuroChallenge, in den Augen Bertomeus ein „überflüssiger Wettbewerb“ soll ganz wegfallen. Das muss aber vertragsgemäß noch mit FIBA-Europa abgestimmt werden, was derzeit wegen der turbulenten Entwicklungen in diesem Verband (Generalsekretär Nar Zanolin wurde gerade fristlos entlassen) schwierig werden könnte. Bis geklärt wird, wie der/die Wettbewerbe(e) unterhalb der Euroleague aussehen und wieviele deutsche Vertreter darin Platz finden werden, wird wohl noch etwas Zeitz vergehen.


Andrej Kirilenko ist der MVP 2011/12

1336907398/img_144194399.jpgZurück zum Sport: Am Samstag Abend wurden auf der traditionellen „Awards Ceremony“ die besten Spieler der Saison ausgezeichnet. Nachdem im Vorfeld bereits Real Madrids 21-jähriger Forward Nikola Mirotic (zum zweiten Mal in Folge) als bester Nachwuchsspieler (Rising Start) nominiert wurde und Andrej Kirilenko (ZSKA Moskau) als bester Verteidiger, wurde in Istanbul eben dieser Andrej Kirilenko auch zum MVP (wertvollster Spieler) der Euroleague-Saison 2011/12 gekürt.

Der russische Nationalspieler, der wie viele NBA-Stars zu Saisonbeginn wegen des Lockouts in der NBA nach Europa kam, nach dem Ende des Tarifkonflikts aber nicht sofort seine Koffer packte, sonders sich entschloss, die Saison mit ZSKA in Europa zu Ende zu spielen, setzt in dieser Saison vor allem mit seiner Vielseitigkeit in dieser Saison Maßstäbe. Er ist der einzige Spieler, der in nahezu allen relevanten Statistiken (Punkte, Rebounds, Steals und Blocks unter den besten zehn rangiert. Ein Beispiel, welch großen Anteil Kirilenko an den Siegen von ZSKA hat, war nicht zuletzt das Halbfinale gegen Panathinaikos:




Der russische Flügelspieler führt auch das fünfköpfige „All Euroleague Team“ der indviduell besten fünf Spieler an, das die Spielmacher Dimitris Diamantidis (Panathinaikos) und Vasilis Spanoulis (Olympiakos) sowie die Center Erazem Lorbek (FC Barcelona) und Nenad Krstic (ZSKA) komplettieren. Das „All-Euroleague 2nd Team“ bilden Milos Teodosic (ZSKA), Bo McCalebb (Siena), Henry Domercant (Kazan), Juan Carlos Navarro (Barcelona) und Mike Batiste (Panathinaikos).


Kazlauskas und Ivkovic: Wiedersehen nach 13 Jahren

Am Sonntag Abend geht die Euroleague-Saison nun 2011/12 in ihre letzte Runde. Während die beiden letzten Euroleague-Champions FC Barcelona und Panathinaikos ab 17 Uhr in diesem Jahr nur um den dritten Platz spielen, stehen sich ab 20 Uhr (live im Internet auf Sport1.de und zeitversetzt ab 23:10 Uhr im Pay-TV auf Sport1+) ZSKA Moskau und Olympiakos Piräus gegenüber. Kurioserweise trainierten beide Trainer in führen Jahren auch schon den jetzigen Gegner: ZSKA-Trainer Jonas Kazlauskas trainierte von 2004 bis 2006 Olympiakos Piräus, Olympiakos-Headcoach Dusan Ivkovic stand von 2002 bis 2005 für ZSKA an der Seitenlinie. „ich habe viele Spieler, die heute für ZSKA spielen, damals schon trainiert“, strich Dusan Ivkovic auf einer Pressekonferenz am Samstag heraus, dass dieses Finale für ihn ein ganz Besonderes ist.

Auf europäischer Ebene standen sich der offensivfreudige Litauer und die eine defensive Gangart bevorzugende serbische Trainerlegende erst einziges Mal gegenüber: Beim Final Four 1999 in der Münchener Olympiahalle im Semifinale zwischen Zalgiris Kaunas und Olympiakos Piräus. Damals platzte Kazlauskas’ Zalgiris-Team mit seinem furiosen Tempospiel wie eine Bombe in die in den Neunzigern vom kontrollierten Basketball und Resultaten wie 50:49 beherrschten Europaliga. Zalgiris überrollte Olympiakos im Halbfinale mit 87:71 (und im Finale Kinder Bologna mit 82:74). Zur Erinnerung noch einmal eine kleine Zusammenfassung dieses Halbfinales:



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