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Knappe und bittere Niederlage an der Mosel

Knappe und bittere Niederlage an der Mosel

Am 16. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 70:71 (15:14, 15:20, 20:13,20:24 ) bei TBB Trier verloren. In einer defensivgeprägten Partie entschieden die letzten zwei Minuten über den Ausgang der Begegnung - in dieser Phase schoss Benas Veikalas die Gäste mit einem Dreier 7,9 Sekunden vor Schluss noch in Führung, ehe die Hausherren durch Maik Zirbes Sekunden vor Schluss konterten und den Sieg an sich rissen.
Den Baskets blieben noch 1,9 Sekunden für einen letzten Wurf durch Jared Jordan, der jedoch sein Ziel verfehlte. Zum fleißigsten Punktesammler der Telekom Baskets avancierte Benas Veikalas mit 18 Zählern. Bonn musste auf seinen Powerforward Zvonko Buljan verzichten, der wegen einer Tätlichkeit beim letzten Auswärtsspiel in Berlin für zwei Spiele gesperrt wurde.

Die Partie gestaltete sich ab der ersten Minute erwartet zäh. Weder die Hausherren noch die Gäste fanden vor 4.200 Zuschauern, darunter an die 200 lautstarke Fans aus Bonn, einen wirklich vorzeigbaren Spielrhythmus. Zwei mühsam herausgearbeitete Dreier durch Benas Veikalas und Simonas Serapinas sorgten zumindest ansatzweise für etwas Entspannung im Bonner Lager (6:8, 5. Minute). Unerfreulich hingegen gestaltete sich die Tatsache, dass Aufbau Jared Jordan bereits gegen Ende des ersten Abschnitts zwei Fouls auf dem Konto hatte (12:8, 8. Minute) und zudem für ihn ungewöhnliche vier Ballverluste.

Ohne den etatmäßigen Regisseur, der sofort von Headcoach Michael Koch auf die Bank geholt wurde, zeigten die Baskets eine offensive Trotzreaktion (14:15, 10. Minute). So gut die Rheinländer das erste Viertel beendet hatten, so löchrig präsentierte sich ihre Verteidigung zu Beginn des zweiten Abschnitts. Trier fand bei fast jedem Ballbesitz die Lücke und suchte aggressiv den Weg ans Brett - mit Erfolg (27:20, 15. Minute). Nach einer Koch-Auszeit funktionierte die Abwehrarbeit deutlich besser, wenngleich die Moselstädter einen kleinen Vorsprung mit in die Kabine nahmen (30:34). Dennoch konnte der Bonner Headcoach bis zu diesem Zeitpunkt mit seinem Team nicht zufrieden sein. Besonders bei den Offensiv-Rebounds und bei den Ballverlusten hatten die Baskets nicht ihren besten Tag erwischt. Zudem kam Jared Jordan erst nach dem Seitenwechsel auf die gewohnte Betriebstemperatur.

Es war dem Bonner Pointguard vorbehalten, das dritte Viertel mit einem Dreier zu eröffnen (33:34, 21. Minute). Die Freude währte allerdings nicht lange, denn die Gastgeber behielten in der Hitze des Gefechts die Nerven und setzten nach einem „Technischen Foul“ gegen Simonas Serapinas an, sie abermals abzusetzen (47:41, 27. Minute). Koch holte seine Schützlinge an der Seitenauslinie zusammen - und fand dabei anscheinend die richtigen Worte. Bonn beendete den Durchgang mit einem 9:0-Lauf, der durch ein Dreipunktspiel von Chris Ensminger sowie zwei Dreier von Veikalas geprägt waren (50:47, 30. Minute).

Trier kämpfte sich mit Würfen aus der Distanz heran, konnte jedoch nie ganz an den Baskets vorbei ziehen - nach Treffern zum zwischenzeitlichen Ausgleich wartete Bonn jedoch immer mit einem psychologisch wichtigen „Big Shot“ auf (62:56, 36. Minute). Das Momentum schien in Richtung Bonn zu kippen, doch die Hausherren konnten ihrerseits noch einmal zulegen.

Es lief auf eine spannende Schlussphase hinaus, in der beide Trainer alle taktischen Raffinessen auspackten. Trier hatte 20 Sekunden vor dem Ende beim Spielstand von 67:69 wieder Oberwasser, als Benas Veikalas mit 7,9 Sekunden auf der Uhr einen Dreier vom rechten Flügel traf (70:69), was Coach Rödl umgehend zu einer Auszeit zwang. Den letzten eigenen Angriff nutzte Trier, um den Ball in die Hände von Aufbau Dru Joyce zu legen. Der Amerikaner attackierte den Bonner Korb und legte schließlich auf A2-Nationalspieler Maik Zirbes ab, der keine Gefangenen machte und seine Farben mit einem beidhändigen Dunk in Führung brachte (70:71). Die finalen 1,9 Sekunden reichten Bonn gerade noch zu einem Pass auf Jared Jordan, dessen Wurf jedoch das Ziel verfehlte.

Michael Koch (Telekom Baskets Bonn):
„Glückwunsch an Trier. Ich denke, dass wir das Spiel am Ende verloren haben, da wir in der Schlussphase nicht clever genug agiert haben. In der Verteidigung kam es zu Absprachefehlern, die uns sehr weh getan haben, im Angriff hatten wir gegen die starke Trierer Defense ganz klar unsere Probleme.“

Telekom Baskets Bonn:
Serapinas (10/2 Dreier), Ensminger (12), Veikalas (18/4), Mangold (3), Thülig (0), Jordan (9/2), Hain (dnp), Gaffney (4), Battle (14/1), Wohlfarth-Bottermann (0)

TBB Trier:
Linhart (5/1), Joyce (16/2), Saibou (0), Zwiener (8), Dojcin (9/1), Faßler (0), Seiferth (2), Washington (9/2), Picard (dnp), Zirbes (16), Bynum (6)

Zvonko Buljan für zwei Spiele gesperrt
Wegen einer „Tätlichkeit gegenüber einem Spieler“ wurde Zvonko Buljan bereits vor der Partie durch das Schiedsgericht der Beko Basketball Bundesliga gesperrt und darüber hinaus mit einer Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro belegt. Der Kroate hatte in der Partie bei ALBA Berlin dem Nationalspieler Sven Schultze einen Kopfstoß versetzt und war daraufhin disqualifiziert worden. „Mein Verhalten war weder sportlich noch menschlich korrekt“, so der 24-Jährige. „Ich möchte mich bei Sven ausdrücklich dafür entschuldigen.“ Buljan erhält eine Sperre von zwei Pflichtspielen und steht den Baskets erst wieder am 14. Januar 2012 beim Auswärtsspiel in Quakenbrück zur Verfügung.

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