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Kyle Hines mit Olympiakos im Euroleague-Finale

Kyle Hines mit Olympiakos im Euroleague-Finale

Das Halbfinale am Freitag beim Euroleague Final Four in Istanbul ließ mit zwei bis zur letzten Minute spannenden Spielen und einer Überraschung keine Wünsche offen. Setzte sich dabei im ersten Spiel des Tages mit ZSKA Moskau (66:64 über Panathinaikos) noch der große Favorit durch, so gab es im zweiten Spiel einen überraschenden Sieger...
Der FC Barcelona, der auf dem Weg nach Istanbul nur eines von 19 Spielen verloren hatte, scheiterte mit 64:68 an Olympiakos Piräus, das im bisherigen Saisonverlauf schon acht Spiele verloren hatte, sich im entscheidenden Moment am Freitag aber auf den Punkt in Topform präsentierten.

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Damit stehen mit dem in der letzten Saison noch für die Brose Baskets aktiven Kyle Hines und dem früheren Kölner Marko Keselj zwei ehemalige Bundesligaspieler im europäischen Finale. „ZSKA hat offensiv die größte Firepower in der Euroleague. Das wird sehr schwer am Sonntag“, weiß Kyle Hines: „Aber wenn wir wieder so gut verteidigen wie gegen Barcelona, können wir vielleicht auch am Sonntag Spaß haben.“ Sicher werden dann nicht nur die Bamberger Fans dem „kleinsten Center der Euroleague“ und dem MVP der letztjährigen Finalserie in der Beko BBL die Daumen drücken.

Gegen die Centerhünen der Katalanen, vor allem gegen Fran Vazquez, hatte Kyle Hines am Freitag schon so seine Probleme, weshalb Trainer Dusan Ivkovic wohl auch mehr auf seinen größeren US-Center Richard Dorsey setzte und gut damit fuhr. Gegen das gerne auch in kleinen Aufstellungen spielende ZSKA Moskau könnte Kyle Hines, der im Gespräch sofort auftaut, wenn man ihn auf seine Zeit in Bamberg anspricht, am Sonntag größere Spielanteile erhalten. Gleichzeitig spürt man aber auch, dass der explosive US-Amerikaner sich jetzt bei Olympiakos sehr gut aufgehoben fühlt: „Das ist eine großartige Mannschaft, in der zu spielen riesigen Spaß macht.“

Marko Keselj, sieben Zentimeter kleiner als Hines, aber bei Olympiakos zumeist auf der Position drei eingesetzt, der 2007/08 als junger Spieler von Girona an Köln ausgeliehen wurde und der in Piräus in diesem Jahr wahrlich keine einfache Saison hatte, freut sich genauso riesig auf das Finale: „Niemand hat uns im Finale erwartet, aber wir haben alle so hart dafür gearbeitet, dass wir uns das auch verdient haben.


FC Barcelona – Olympiakos Piräus 64:68

Im Halbfinale stand Keselj in der Startformation und hatte dort zunächst die Spezialaufgabe, Chuck Eidson auf Schritt und Tritt zu folgen, was in den ersten Minuten ganz gut klappte, denn der frühere Gießener, der in der letzten Saison mit Maccabi Tel Aviv im Finale stand, blieb weitgehend unsichtbar und beendete die Partie ohne Punkt. Da die Katalanen auch als Team nicht so recht ins Spiel fanden, ging Olympiakos schnell 17:9 in Führung, bevor der frühere Bremerhavener Judson Wallace Barcelonas esten Dreier zum 19:16 versenkte.

Jetzt lief auch Juan Carlos Navarro allmählich heiß und wurde zusammen mit Boniface Ndong mit je 7 Zählern noch Barcelonas Topscorer der ersten Halbzeit. Der glanzvolle Schlusspunkt der ersten Halbzeit blieb aber Olympiakos-Spielmacher Vasilis Spanoulis vorbehalten, dessen wunderschönes Anspiel auf den zum 33:29-Halbzeitstand dunkenden Richard Dorsey von Euroleague-TV zur Nummer eins in ihrer „TOP5 des Tages“ gekürt wurde (im folgenden Video die letztere Aktion):



Vasilis Spanoulis blieb – ungeachtet seiner fünf Ballverluste in der ersten Halbzeit - auch nach dem Seitenwechsel der Mann des Spiels. Der große Star im unter dem Strich noch jungen Olympiakos-Team setzte seine Mitspieler mit 6 Assists immer wieder hervorragend in Szene, warf die zwischenzeitlich mit ihrem Center-Duo Fran Vazquez und Erazem Lorbek stark aufkommenden Katalanen mit eiskalten Dreiern und insgesamt 21 Punkten immer wieder zurück und sorgte mit seinem Dreier zum 66:61 neunzig Sekunden vor Spielende auch für die Vorentscheidung.



Das Spiel in der Euroleague-Zusammenfassung:




ZSKA Moskau – Panathinaikos 66:64

Auch im ersten Halbfinale fand der griechische Vertreter, Titelverteidiger Panathinaikos Athen, besser in die Partie und wie: Romain Sato stellte seine Defensivqualitäten gegen Andrej Kirilenko unter Beweis, Alex Maric wies unter dem Korb Nenad Krstic in die Schranken und auf der Spielmacherposition blühte der 36-jährige Sarunas Jasikevicius auf (am Ende mit 19 Punkten Topscorer der Begegnung).

Die erste zweiminütige Viertelpause genügte ZSKA-Trainer Jonas Kazlauskas aber, um sein Team wachzurütteln, das sich im zweiten Viertel vor allem in der (zuvor arg schlappen) Verteidigung von null auf hundert steigerte: Von der elften bis zur 19. Minute gelangen Panathinaikos nur drei Punkte! Auf der anderen Seite wachten nun auch Nenad Krstic und vor allem Andrej Kirilenko auf, der ZSKAs 19:3-Lauf mit acht Zählern anführte (Halbzeit 32:34) und am Ende mit 17 Zählern, 9 Rebounds und 8 gezogenen Fouls doch wieder der beste Moskauer war.



In der Halbzeitpause musste nun Panathinaikos-Trainer Zeljko Obradovic sein Team, das wohl auch aus Angst vor Foulproblemen im zweiten Viertel etwas von der im ersten Viertel so erfolgreichen harten Linie abgewichen war, wieder aufrichten, was sich neben Jasikevicius vor allem Mike Batiste und Dimitris Diamantidis zu Herzen nahmen, die dafür sorgten, dass ZSKA bis zur 38. Minute (60:64) nur einmal kurz in Führung ging. Dass ZSKA im Endspurt doch noch zum Sieg kam, verdankten die Russen vor allem ihren beiden Guards Milos Teodosic und Alexej Shved, die im Schlussviertel elf der 15 ZSKA-Punkte erzielten und den Favoriten in den letzten zwei Minuten, in denen ZSKA ohne Center das Spiel erfolgreich schneller machte, mit einem 6:0-Lauf doch noch zum 66:64-Sieg führten.



Das Spiel in der Zusammenfassung:



Die TOP5 (Euroleague-TV) des Halbfinales:



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In Deutschland können die Spiele – am Freitag und Sonntag jeweils um 17 und 20 Uhr per Livestream - bei Sport1.de verfolgt werden. Wer richtige TV-Bilder bevorzugt, braucht etwas Geduld und ein PayTV-Paket, in dem der Sender Sport1+ enthalten ist, der das Halbfinale am Freitag (ab 23:05 Uhr) und das Finale am Sonntag (ab 23:10 Uhr) zeitversetzt überträgt.

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