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Nationalspieler Philipp Schwethelm im Interview: „Die Situation in Ulm hat zu 100 Prozent gepasst!“

Nationalspieler Philipp Schwethelm im Interview: „Die Situation in Ulm hat zu 100 Prozent gepasst!“

Ulms Neuzugang Philipp Schwethelm spricht im Interview über die Hintergründe seines Wechsels zu ratiopharm ulm, seine künftige Rolle im Team und die Vorbereitung mit der DBB-Auswahl auf die EM-Qualifikation.
1342697567/img_phil.JPGPhilipp, mit der Nationalmannschaft befindest du seit anderthalb Wochen in der intensiven Vorbereitung auf die EM-Quali (u.a. am 24. August in der ratiopharm arena gegen Schweden). Bundestrainer Svetislav Pesic ist neu, das Team noch einmal jünger geworden. Wie verläuft die Findungsphase?
Schwethelm: Es hat natürlich gedauert, um wieder voll in den Trainingsrhythmus zu kommen. Der Fokus im Training liegt definitiv auf der Taktik von Coach Pesic und der Ausrichtung in Angriff und Verteidigung. Es geht in erster Linie darum, dass alle die neuen Vorgaben verinnerlichen. Wir wollen in der Defensive sehr aggressiv spielen und zugleich unsere Schnellangriffe gut laufen. Coach Pesic trichtert uns immer wieder ein, dass wir in jedem Fastbreak im Vollsprint nach vorne rennen sollen. Ohnehin soll jeder aggressiv sein im Angriff. Es gibt weniger Zwang, im System zu bleiben. Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollen wir den Korb attackieren.

Wie nimmst du die Stimmung in eurer neuen, sehr jungen Mannschaft wahr?
Schwethelm: Es findet aktuell natürlich ein Riesenumbruch statt. Mit Yassin (Idbihi), Heiko (Schaffartzik) und Jan (Jagla) sind eigentlich nur noch drei ältere Spieler bei der Nationalmannschaft dabei. Aber ich denke, das kann durchaus ein Vorteil sein. Wir können härter spielen und trainieren, denn junge Spieler regenerieren schneller. Und die Stimmung in der Nationalmannschaft ist sowieso gut, darauf kann man sich immer freuen.

Mit Per Günther steht auch einer deiner künftiger Ulmer Teamkollegen im DBB-Kader. Da dürfte es rund um deinen Wechsel wohl großen Gesprächsbedarf gegeben haben.
Schwethelm: Klar, wir reden natürlich sehr oft miteinander. Als erstmals die Überlegung da war, für ein Jahr nach Ulm zu wechseln, hat Per im Spaß immer für Ulm geworben. (lacht) Seit die Entscheidung gefallen ist, unterhalten wir uns natürlich noch häufiger. Da geht es dann um die Stadt, die Umgebung, die Suche nach einer Wohnung – solche Dinge eben. Es liegt ja aber nahe, dass man auch über die neue Saison spricht, wenn man sowieso im Nationalteam beisammen ist.

In der letzten Saison verlief für dich nicht alles wie gewünscht. Nun hast du deinen Vertrag in München vorzeitig verlängert und gleichzeitig einem Wechsel für ein Jahr zugestimmt. Wie wichtig war dir die Chance, in Ulm wieder voll angreifen zu können?
Schwethelm: Natürlich sehr wichtig. Ulm bietet mir eine super Situation. Ich hätte der Ausleihe bzw. Verlängerung nicht zugestimmt, wenn die Situation mit Mannschaft, Trainer und Umfeld nicht zu 100 Prozent gepasst hätte. In Ulm war das der Fall.

Was genau hat dich überzeugt?
Schwethelm: Auf jeden Fall Thorsten Leibenath als Head Coach. Ich kannte ihn bis vor Kurzem eigentlich nicht wirklich. Vom ersten Gespräch an hatten wir dann einen guten Draht zueinander. In einem solchen Fall entscheidet natürlich auch immer das Bauchgefühl, und das war gut. Ich hatte bei Coach Leibenath das Gefühl, dass er mir vertrauen wird, und darum ging es mir mit Blick auf die kommende Saison. Und klar, man bekommt auch die Aufbruchstimmung mit, die derzeit in Ulm herrscht. Das lässt keinen Spieler kalt. Und immerhin ist Ulm auch amtierender Vizemeister, das ist ebenfalls ein gewichtiges Argument.

Du hast es angesprochen: Coach Thorsten Leibenath will dir viel Vertrauen schenken. Wie genau soll deine Rolle im Ulmer Team damit aussehen?
Schwethelm: Ich soll hauptsächlich auf der Position des Shooting Guards zum Einsatz kommen. Durch meine Vielseitigkeit kann ich aber auch die „Drei“ ausweichen, wenn es Verletzungen oder taktische Varianten erfordern. Ob ich dann starte oder nicht, spielt für mich keine so große Rolle.

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