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Neues Jahr, alte Intensität

Neues Jahr, alte Intensität

Gleich nach dem Jahreswechsel geht es für die Telekom Baskets Bonn mit dem zweiten Auswärtsspiel in vier Tagen weiter. Nach dem 86:78-Erfolg bei ALBABerlin am vergangenen Freitag reist die Mannschaft von Michael Koch zum Gastspiel bei TBB Trier (2.1.2012, 20:00 Uhr). Dabei gilt es den Schwung des Sieges in der Hauptstadt bei zu behalten und den Gastgebern das eigene Tempo aufzuzwingen. Trier selbst möchte zum Einstand in das neue Jahr die aktuelle Negativserie beenden und den fünften Saisonsieg realisieren.
Die Moselstädter, in der vergangenen Saison noch die Überraschungsmannschaft der Beko Basketball Bundesliga, starteten mit je drei Siegen und drei Niederlagen durchaus solide in die laufende Spielzeit 2011/2012. Seit nunmehr zwei Monaten hakt es bei Trier jedoch im Getriebe. Von den letzten neun Ansetzungen konnte lediglich eine Partie gewonnen werden. Mit einer Gesamtbilanz von vier Siegen und elf Niederlagen rangiert das Team momentan auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Umso bitterer, als dass die Schützlinge von Headcoach Henrik Rödl sich in diversen Spielen nur knapp geschlagen geben mussten. Gleich vier Begegnungen mit Trierer Beteiligung endeten mit einer Differenz von fünf oder weniger Punkten - alle vier gingen an die Konkurrenz. Unlängst hatte die Rödl-Truppe gar den amtierenden Deutschen Meister am Rande einer Niederlage, ehe sich das Bamberger Ensemble doch noch mit 75:70 nach Verlängerung durchsetzte.
Angeführt wird TBB Trier von einem starken Trio, das bereits vergangene Saison in dieser Konstellation für Wirbel in der Beko BBL sorgte. Unbestrittener Kopf der Mannschaft ist Aufbau Dru Joyce, der sowohl den eigenen Abschluss erfolgreich findet (11,8 PpS), dabei jedoch nie seine Nebenleute aus den Augen verliert (5,3 ApS). Einer der Hauptabnehmer der Joyce‘schen Pässe ist Forward Philip Zwiener, der ebenfalls für durchschnittlich 11,8 Zähler pro Partie verantwortlich zeichnet. Der „Dreierpack“ wird durch Eigengewächs Maik Zirbes komplettiert. Der A2-Nationalspieler zählt seit Jahren zu den größten Centertalenten des Landes, wurde 2009 zum MVP der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) gekürt und legt im Oberhaus derzeit 11,5 PpS und 6,8 RpS auf.

Bei allem Fokus auf die Verteidigung ist es der offensive Output Triers, der ausbaufähig ist. Mit durchschnittlich 68,3 erzielten Punkten (daheim: 69,1) rangieren Zwiener und Co. im Ligavergleich auf dem drittletzten Platz - nur Göttingen (67,9 PpS) sowie Frankfurt (65,6 PpS) bringen weniger Zähler aufs Scoreboard. Im Vergleich dazu schaffen es die Telekom Baskets Bonn auf 78,3 PpS.

Die letzten drei Begegnungen von TBB Trier:
WALTER Tigers Tübingen - TBB Trier 85:65
TBB Trier - Brose Baskets 70:75
FC Bayern München - TBB Trier 76:70

Nach dem Sieg über ALBA Berlin (86:78) am vergangenen Freitag wollen die Telekom Baskets Bonn zum Beginn des Jahres 2012 an die in der Hauptstadt gezeigte Leistung anknüpfen. „In Trier steht uns ein schwieriges Spiel bevor, wir lassen uns von den Zahlen oder Bilanzen nicht täuschen“, gibt Baskets-Trainer Michael Koch zu Protokoll. „Wir können nur dann erfolgreich spielen, wenn wir gegen die gut stehende TBB-Defense geduldig agieren.“ Aus Sicht Kochs ist es dabei wichtig, eine gute Balance zwischen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie Respekt gegenüber der Konkurrenz zu finden. „Das Spiel in Berlin hat uns natürlich Selbstvertrauen gegeben, davon wollen wir profitieren. Wir dürfen aber nicht zu überschwänglich in die Partie gehen, sondern das gleiche Energie- und Intensitäts-Level wie gegen ALBA an den Tag legen.“
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