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Nicht genug Feuerkraft gegen starke Dragons

Nicht genug Feuerkraft gegen starke Dragons

Die Telekom Baskets Bonn haben zum Auftakt der Rückrunde in der Beko Basketball Bundesliga eine Niederlage hinnehmen müssen. Sechs Tage nach dem 95:92-Hinspielsieg über die Niedersachsen unterlagen die Mannen von Cheftrainer Michael Koch am 18. Spieltag bei den Artland Dragons mit 83:93 (16:21, 17:24, 23:24, 27:24). Neben einer durchwachsenden Verteidigungsleistung und Schwächen beim Rebound (Bonn 22: Artland: 40) trug eine Flaute bei den Drei-Punkte-Würfen (7/24 Dreier, 29 Prozent) dazu bei, dass sich Quakenbrück schon zur Halbzeit mit zwölf Punkten absetzen konnte (45:33).
Zum besten Punktesammler auf Bonner Seite avancierte Chris Ensminger mit 24 Punkten, bei den Drachen stach Nathan Peavy (18 Punkte, 13 Rebounds) heraus.

Die Telekom Baskets Bonn starteten mit einer kleinen Aufstellung (Veikalas, Jordan, Serapinas, Hain, Ensminger) in die Partie, um das Teampo sowie den Druck auf Dragons-Aufbau David Holston hoch zu halten. Die Rechnung ging nur bedingt auf, da Holston statt des eigenen Abschlusses noch mehr nach seinen Nebenleuten Ausschau hielt und diese mehrfach mustergültig in Szene setzte (11:6, 6. Minute). Die Gastgeber hielten den knappen Vorsprung, konnten sich aber nie wirklich absetzen. Auf der anderen Seite verpasste Bonn mehrfach die Chance, den Rückstand merklich zu verringern. Quakenbrück nutzte einige Unaufmerksamkeiten in den Bonner Reihen, um sich zur Pause dann doch noch einen zweistelligen Vorsprung zu erarbeiten (45:33, 20. Minute).

Der dritte Abschnitt gehörte zunächst den Hausherren, bei denen Nathan Peavy zwei Dreier einstreute und die Baskets so weiter auf Distanz hielt (54:41, 23. Minute). Quakenbrück drohte endgültig davon zu ziehen, doch zwei Distanztreffer durch Talor Battle sorgten dafür, dass Bonn vor dem Start ins Schlussviertel weiter hoffen konnte (69:56, 30. Minute). Hatten die Koch-Schützlinge bis dahin nur wenig Wurfglück von jenseits der Dreierlinie, so waren es doch genau diese raren Treffer von Tony Gaffney und Andrej Mangold, die an der psychologisch wichtigen Zehn-Punkte kratzten (72:62, 33. Minute), ehe diese fiel und Stefan Koch nach einem Dreipunktspiel von Simonas Serapinas eine taktische Auszeit einforderte (72:67, 34. Minute). Näher sollte Bonn allerdings nicht mehr herankommen. Die Chancen waren zwar da, doch den Baskets gelangen in dieser Phase nicht die wichtigen Big-Points, die das Momentum auf die eigene Seite ziehen. Stattdessen gelang es Quakenbrück in den kritischen Momenten durch offensive Abgebrühtheit die alten Machtverhältnisse wieder herzustellen (85:71, 38. Minute). Die Baskets kämpften sich noch einmal zurück und kamen dank eines 10:0-Laufs wieder auf sechs Zähler heran (87:81). Da waren noch 80 Sekunden zu spielen, doch mehr war an diesem Samstagabend in der Artland-Arena nicht mehr drin.

In der ersten Hälfte der Partie war für die Baskets aus der Distanz absolut nichts zu holen. Von acht Dreierversuchen fand kein einziger sein bestimmtes Ziel. Nach dem Seitenwechsel war es Daniel Hain, der den insgesamt zehnten Baskets-Versuch von jenseits der 6,75 Meter-Linie versenkte. Bonn beendete die Begegnung mit 7/24 Dreiern (29 Prozent).

Im ersten Aufeinandertreffen mit den Artland Dragons (95:92) leisteten sich die Telekom Baskets Bonn in 40 Nettominuten gerade einmal fünf Ballverluste. Im Rückspiel hatten die Rheinländer allein zur Halbzeit bereits sieben Turnover auf dem Konto. Die Baskets beendeten die Partie mit deren zwölf unachtsam aus den Händen gegebenen Bällen.

Die offensichtlichste Schwäche der Baskets war jedoch die Ausbeute beim Rebound. 22:40 lautete das Verhältnis dieses wichtigen statistischen Werts nach dem Spiel zu Gunsten der Gastgeber.

Rund um die Partie des 18. Spieltags gab es bei den Telekom Baskets Bonn zwei Geburtstage zu feiern. Am Freitag, den 13. Januar, wurde Headcoach Michael Koch 46 Jahre alt, am Samstag selbst jährte sich Andrej Mangolds Ehrentag zum 25. Mal.

Vor dem Spiel gegen die Telekom Baskets Bonn hatten die Artland Dragons in der Saison 2011/2012 erst ein Heimspiel verloren. Die Niedersachsen unterlagen vor eigenem Publikum letztmals Ende Oktober vergangenen Jahres den Eisbären Bremerhaven mit 83:86.

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Glückwunsch an Quakenbrück. Wir haben dieses Jahr - wie schon zuvor - die Punkte brüderlich geteilt. Unser größtes Problem ist derzeit ganz offensichtlich die Verteidigung, 93 Punkte zu kassieren ist eindeutig zu viel. Unser Angriff hat 83 Punkte abgeworfen, das ist gut. Aber wenn wir defensiv weiterhin zu wenig Druck entwickeln und 15 Offensiv-Rebounds abgeben, dann wird es schwer eine Mannschaft wie Artland vor eigenem Publikum zu bezwingen.“

Telekom Baskets Bonn:

Serapinas (3), Ensminger (24), Veikalas (2), Buljan (8), Mangold (4/1 Dreier), Thülig (0), Jordan (10, 8 Assists), Hain (3/1), Gaffney (17/3), Battle (12/2), Wohlfarth-Bottermann (dnp)

Artland Dragons:

King (12), Strasser (2), Njei (dnp), Holston (15/3), Bailey (10), Grünheid (4), Fenn (5), Thomas (19/2), Peavy (18/2, 13 Rebounds), Hess (8/2), Hartenstein (dnp)

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