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Perfekter Jahresabschluss gegen Trier

Perfekter Jahresabschluss gegen Trier

Adnan Hodzic durfte sich gut 60 Sekunden vor dem Ende seinen verdienten Extra-Applaus abholen. Der bosnische Center sorgte mit neun Punkten und acht Rebounds maßgeblich dafür, dass die Tigers sich mit dem vierten Heimsieg in Folge von den 3132 Fans in der ausverkauften Paul Horn-Arena aus dem Jahr 2011 verabschiedeten. Beide Trainer sahen es nach dem Spiel ähnlich: „Der Sieg ist etwas zu hoch ausgefallen“, sagte Tigers-Coach Perovic, „heute haben uns die Bankspieler den Sieg gesichert. Vor allem Hodzic und Josh Young waren sehr gut. Das war auch wichtig, da die Intensität unserer Starter nach dem schweren Spiel gegen Oldenburg nicht so hoch sein konnte wie es gegen Trier notwendig ist.“
Die Tigers legten einen tollen Start hin. Defensiv gönnten sie den Gästen in den ersten fünf Angriffen nur einen einzigen Korbwurf (drei Steals und einmal 24-Sekunden) und offensiv ging es schnell und teamorientiert zum Korb. So stand es nach drei Minuten zur Freude der Tübinger Anhängerschaft 6:0. Trier kam dann besser ins Spiel, während die offenen Würfe der Gastgeber nicht mehr fallen wollten. Angeführt vom starken Philip Zwiener konnten die Moselstädter in der sechsten Minute erstmals in Führung gehen (10:8) – Perovic bat zur Auszeit. Reggie Redding beendete die kleine Tübinger Durststrecke und sorgte trotz Foul für den Ausgleich, den Bonuswurf setzte er aber an den Ring. Von der Bank brachte dann einmal mehr Young viel Schwung ins Tübinger Spiel: Bis zum Viertelende erspielten sich die Schwaben eine verdiente 19:14-Führung.

Tigers mit Problemen von der Freiwurflinie

Zu Beginn des zweiten Abschnittes zeichnete sich schon ab, dass die Tigers in diesem Viertel Schwierigkeiten von der Freiwurflinie haben würden. Von fünf Versuchen von Vaughn Duggins und Nico Simon fanden lediglich zwei ihr Ziel. Glücklicherweise verlegten die Trierer einige leichte Würfe unter dem Korb, sodass nach einem Dreier von Ruben Spoden die Führung erstmals zehn Punkte betrug (24:14). Da die Tigers nun richtig gut verteidigten, gelang den Gästen erst nach fünf Minuten der erste Feldkorb. Richtig gut machte seine Sache zudem Hodzic, der beim Rebound beherzt fünfmal zugriff und zurecht bei seiner Auswechslung mit Applaus bedacht wurde. Eine Minute vor der Pause dann ein herber Schlag für TBB-Trainer Henrik Rödl, als Maik Zirbes zur Freude der Tübinger Fans sein drittes Foul beging und gleich danach ein technisches Foul kassierte. Dass der Vorsprung zur Halbzeitpause „nur“ zehn Punkte betrug (41:31), war der schwachen Freiwurfquote der Schwaben geschuldet (12/21, 57%). Es war also noch Luft nach oben.

Louis Campbell sorgte für das erste Highlight nach dem Seitenwechsel. Mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr versenkte er einen Dreier vom Parkplatz des Tübinger Dschungels, während die Freiwurfschwäche der Schwaben einfach nicht abreißen wollte. Die Tigers konnten sich nicht weiter absetzen, die Gäste kamen aber auch nicht nennenswert heran. So hielt der Zehn-Punkte-Vorsprung bis zur 25. Minute. Während die Hausherren weiter nach dem verlorenen Wurfrhythmus suchten, punkteten die Gäste in den folgenden beiden Angriffen und verkürzten auf 42:48 – Perovic bat seine Spieler an die Seitenlinie. Kurz darauf hatten sich die Tiger wieder gefangen und erzielten durch Young und Duggins fünf Zähler in Folge. Plötzlich ging es ratzfatz: Ein weiterer Dreier von Nicolai Simon und zwei Zähler von Spoden brachten die Tigers wieder mit 58:44 (28.) in Front. Die Auszeit von Rödl nutzten die schwäbischen Fans für ein erstes Freudentänzlein. Bis auf 62:44 konnte Tübingen noch davonziehen, ehe die Gäste wieder etwas Zählbares zustande brachten. Ins letzte Viertel ging es mit einer 64:51-Führung aus Tübinger Sicht.

Hodzic Matchwinner

Zu Beginn des Schlussabschnittes sammelten die Tigers mehr Fouls als Punkte. Nach gerade einmal 90 Sekunden war das Foulkontingent der Mannschaftsfouls aufgebraucht, während noch kein Punkt erzielt worden war. Die Freiwürfe nutzten die Trierer, um wieder auf zehn Punkte heranzukommen (66:56). Mit Campbell kam dann jedoch die Ruhe etwas zurück. Die Verteidigung stand wieder besser, die Angriffe liefen organisierter ab. Dennoch konnten sich die Tigers nicht absetzen, da sie den Trierern viele zweite Wurfchancen gestatteten. Ein defensives Ausrufezeichen setzte dann Reggie Redding, der mit seinem Monsterblock an Zirbes seine Teamkameraden wieder aufweckte (35.). Dass die Fans sich dennoch nicht ruhig zurücklehnen konnten, lag an zwei Dreiern der Gäste, die Coach Perovic beim Stand von 71:63 vier Minuten vor dem Ende zu einer Auszeit zwangen. Doch es sollte weitere 90 Sekunden dauern, bevor die Fans wieder etwas zu jubeln hatten: Hodzic erhöhte mit einem Dreipunktspiel auf 74:65 und griff danach einen weiteren Rebound ab. Die Entscheidung in diesem letzten Spiel des Jahres 2011. Den umjubelten Schlusspunkt setzte allerdings Juli Albus, der fünf Sekunden vor dem Ende nach einem Steal einen Korbleger einnetzte. Der 85:65-Sieg war zugleich die gelungene Einstimmung vor dem Schwaben-Derby gegen die krisengeschüttelte EnBW Ludwigsburg am 02.01.2012.

Dschungelgeflüster:

Knapp daneben: Nachdem seine Spieler das Visier etwas verstellt hatten, versuchte im ersten Viertel auch Perovic von der Trainerbank aus sein Glück. Sein Dreipunktewurf verfehlte das Ziel aber auch, obwohl er den Passgeber lobte: „Der Pass war wirklich sehr gut.“

„Adnan Hodzic“: Erfreut war nach dem Spiel beim UMBA Tigers-Spieler Hodzic, als die Fans seinen Namen gleich viermal skandierten. Der Bosnier hatte sein bisher bestes Spiel für die Tigers. Schon während des Spiels hatten die Fans immer wieder seinen Namen gerufen. Hoffen wir, dass dies so weitergeht.

Neuer Service: Wer während des Spiels auf die Videowand sah, konnte immer wieder mal die Einzelstatistiken der Spieler live verfolgen. Punkte, Rebounds, Assist, Steals, Blocks und Turnover werden seit neuestem dort aufgelistet.
Teamleistung: Was sich die Saison schon andeutet, war heute wieder deutlich sichtbar: Die Tigers sind ein Team. Heute punkteten alle eingesetzten Spieler. zehn Tübinger auf dem Scoreboard – das gab es schon sehr sehr lange nicht mehr.

Erinnerungen: Axel "Aggy" Mock ist nicht nur Masseur, sondern gleichzeitig auc Maskottchen der Trierer - und dies schon lange. Schon der ehemalige Tübinger Adam Reisewitz kennt "Aggy" noch aus Trierer Zeiten. In der Saison 1994/1995 lief Reisewitz für die Moselstädter auf und freute sich auf das Wiedersehen mit dem wohl bekanntesten Maskottchen der Liga "Der "Aggy" macht alles für die Spieler, damals haben die Spieler noch nachts um zwei Uhr eine Massage bekommen", so Reisewitz.

Top und Flop: Während die Tübinger Mannschaft sensationelle 26 Assists mussten die Perovic-Schützlinge zehn Freiwürfe an der Linie liegen lassen, neun davon in der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wurde es dann besser, mitentscheidend sicher auch für das am Ende deutliche Ergebnis.
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