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Personalwechsel bei den WALTER Tigers Tübingen: Cameron Wells ersetzt Douglas Davis

Personalwechsel bei den WALTER Tigers Tübingen: Cameron Wells ersetzt Douglas Davis

In den ersten fünf Saisonspielen gestaltete sich der Spielaufbau der WALTER Tigers Tübingen als Achillesferse. Neben Kapitän Josh Young mussten immer wieder Reggie Redding und Vaughn Duggins auf die Spielmacherposition ausweichen, da Youngs Stellvertreter Douglas Davis die in ihn gesteckten Erwartungen in der Vorbereitung sowie zum Saisonstart leider nicht erfüllen konnte. Da die spielerische Entwicklung des 23-Jährigen zuletzt weiter stagnierte, entschlossen sich die Verantwortlichen der Tübinger gezwungenermaßen einen Ersatzspieler zu verpflichten.

Mit dem US-Amerikaner Cameron Wells hofft die Mannschaft von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic nun im zweiten Anlauf den richtigen Spieler an der Seite von Young gefunden zu haben. Perovic beobachtete den am 23. September 1988 in Houston geborenen Wells schon länger, und er war schon in den letzten beiden Spielzeiten in der engeren Auswahl der Neckarstädter. Nachdem Wells nach seiner ersten Profistation in den Niederlanden bei Landstede Basketbal Zwolle noch keinen neuen Verein gefunden hatte, kam die Vereinbarung für einen Wechsel nach Tübingen recht schnell zustande. In der letzten Spielzeit wurde er ferner zum Allstar-Game in Holland berufen. Seit Donnerstag weilt der kräftige Combo-Guard an seiner neuen Wirkungsstätte und hat unmittelbar nach seiner Ankunft das Training mit seinen neuen Teamkollegen aufgenommen. Nach etlichen Wochen des Wartens auf eine neue Chance in Europa brennt der Texaner auf seinen ersten Einsatz für die Tigers. "Egal, was Coach Perovic von mir erwartet, ich werde es tun. Ich bin blendend in Form und freue mich riesig auf die neue Aufgabe. Ich brenne auf meinen Einsatz", so Wells in einer ersten Stellungnahme. Wells erhält einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2012/2013.

In seiner Collegezeit spielte der jüngste Neuzugang für "The Citadel" in der Southern Conference. Mit 2.049 erzielten Punkten ist der 24-Jährige bis heute der Rekordkorbjäger seiner Universität. In seinem Abschlussjahr in der Saison 2010/2011 erzielte er 17,2 Punkte, sammelte 5,1 Rebounds und verteilte 4,3 Assists. Wells gilt als aggressiver Verteidiger mit einem guten Zug zum Korb, zudem sucht er stets den Kontakt im Spiel eins gegen eins. Noch ausbaufähig ist jedoch sein Distanzwurf. In seinem ersten Jahr als Basketballprofi spielte der Tübinger Neuzugang mit der Nummer fünf in den Niederlanden bei Landstede Zwolle, wo er sich recht schnell akklimatisierte und Führungsspieler seines Teams wurde. Dies belegt die Statistik: 14,0 Punkte, 3,9 Rebounds und 3,4 Assists. In der Stealwertung (2,4) war zudem kein Akteur besser als Wells. Gegen Leeuwarden - mit dem heutigen Ulmer Lance Jeter - klaute Wells starke acht Mal seinen Gegenspielern den Ball. Neben Jeter ist auch Hagens Rückkehrer David Bell kein Unbekannter für Wells: Der Phoenix-Akteur ging zuletzt für Groningen auf Korbjagd. Am Sonntag gibt es nun ein Wiedersehen der beiden Aufbauspieler.

In den kommenden Wochen stehen für die Tübinger schwere Spiele auf dem Programm. Auch deswegen haben sich die Schwaben zum jetzigen Zeitpunkt für einen Personalwechsel entschieden. Perovic ist optimistisch, mit Wells den richtigen Spieler für die diesjährige Tigers-Truppe gefunden zu haben. "Cameron spielt mit sehr viel Energie. Das hat uns zuletzt enorm gefehlt. Seine aggressive Einstellung in der Verteidigung und sein enormes Potential im Angriff wird unserem Spiel sicher gut tun", charakterisiert Perovic seinen neuen Mann. Wells wird bereits am Sonntagabend zu seinem Pflichtspieldebüt gegen Phoenix Hagen kommen - die Freigabe sowie die Spielgenehmigung für die Beko BBL konnten rechtzeitig organisiert werden.

Hier ein paar College-Highlights von der damaligen Nummer 22:



Eine einvernehmliche Trennung mit Davis steht unterdessen kurz bevor. "Es ist sehr schade, dass er es nicht geschafft hat. Dennoch sind wir von diesem Schritt überzeugt, da wir mehr Impulse von der Bank benötigen", so ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel abschließend.
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