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ratiopharm ulm scheitert in der Euroleague-Qualifikation: 73:91 - Das Wunder gegen Unics Kazan...

ratiopharm ulm scheitert in der Euroleague-Qualifikation: 73:91 - Das Wunder gegen Unics Kazan...

ratiopharm ulm unterliegt zum Auftakt der Euroleague-Qualifikation im italienischen Desio mit 73:91 gegen Unics Kazan. Per Günther (elf Punkte), Allan Ray und John Bryant (beide 17) sind die besten Akteure bei Ulm, können die Niederlage gegen Chuck Eidson & Co aber nicht verhindern. Nun startet der deutsche Vizemeister im Eurocup.
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ratiopharm ulm muss sich nach hartem Kampf im Turkish Airlines Euroleague Qulifikationsturnier einem übermächtigen Gegner beugen. „Ich bin stolz auf unseren Kampfgeist“, kommentiert Head Coach Thorsten Leibenath die 73:91 (32:37)-Niederlage gegen Unics Kazan und den Umstand, dass sein Team zweimal einen 20 Punkte-Rückstand aufholte. Dass es letztlich nicht gelang, länger als bis zur 32. Minute (59:72) im Spiel zu bleiben, ist für Leibenath „enttäuschend“. Doch der Trainer des Jahres 2012 richtet den Blick sofort nach vorn: „Ich freu mich auf den Eurocup!“ Wann und gegen wen der Vizemeister im zweihöchsten europäischen Clubwettbewerb antritt, erfährt er am 3. Oktober.

Dabei hielt das hochklassigste Spiel, das eine Ulmer Basketballmannschaft je bestritten hatte, zunächst eine positive Erkenntnis bereit: Der Vizemeister konnte von Beginn an mit dem Euroleague-Viertelfinalist der vergangenen Saison mithalten. Über die Stationen 5:5 (2.), 9:12 und 11:14 (6.) eröffnete der Underdog das Spiel gegen die russische Millionentruppe. Doch eine unkonzentrierte Phase kurz vor Ende des ersten Viertels reichte, und Kazan war durch einen 8:2-Run davongezogen (13:22). Nach zehn Minuten war der Rückstand auf 14:24 angewachsen. Eine Erklärung dafür war im Scouting zu finden: Während Kazan 6 Fouls gezogen hatte, waren für Ulm nur 3 notiert worden; bei den Turnovern war das Verhältnis entgegengesetzt: 6 Ulm – 1 Kazan.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs demonstrierte Kazan dann seine Klasse in kürzester Zeit. Erst war es ein blitzsauber herausgespielter Dunk von Vladimir Veremeenko zum 14:26, dann ein technisch anspruchsvoller Hookshot von Ian Vougioukas über John Bryant, dem der Grieche gleich noch einen Dreier zum 14:31 hinterherschickte. In der 14. Minute waren die vermeintlichen Kräfteverhältnisse also erst einmal hergestellt. „Die Mannschaft verfügt schon über Klasse – und vor allem über Qualität und Tiefe auf der Bank“, zollte Leibenath neidlos Respekt.

Doch angeführt von einem nun furios aufspielenden Per Günther zwangen die Ulmer die Grün-Weißen in den folgenden Minuten zu Fehlern. Und: Sie nützen die sich daraus ergebenden Chancen konsequent aus. Mit einem 15:0-Run (16:35, 14.), den Allan Ray mit einem Dreier zum 31:35 (19.) krönte, hatten sich die Ulmer wieder zurück ins Spiel gekämpft. Zur Halbzeit betrug der Rückstand 32:37. Einziges Manko: Die Freiwurflinie, an der 6 Punkte liegen gelassen wurden (10/16) und die Turnover, die mit 10 (zu 5) etwas zu viele waren. „Aber die Erkenntnis, dass auch diese neu zusammengestellte Mannschaft ein Spiel nicht einfach abgibt, ist sehr wichtig“, so Leibenath.

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Die zweite Halbzeit begann zunächst mit einer Überraschung, die sich auszahlte. Coach Leibenath hatte seinem Team mit auf den Weg gegeben, hin und wieder eine Zonenverteidigung einzustreuen. Und die Falle schnappte zu: John Bryant klaute den Ball, schickt Per Günther auf die Fastbreak-Reise und der vollendete zum 37:42. Doch dann unterliefen den Ulmern zwei Fehler in Folge, die Kazan jeweils mit einem Dunking bestrafte (37:46) und das Spiel drehte sich in wenigen Minuten. Die Russen legten eine Serie hin und als John Bryant in der 26. Minute sein 4. Foul kassiert, das Leibenath zu einem Technischen Foul nötigte, war Ulm mit 42:56 in Rückstand geraten. Und Kazan legte nach: Bis 29. Minute war der Rückstand auf 48:67 angewachsen. Mit dem siebten Dreier schraubte Terrell Lyday (21 Punkte bis dahin) die Führung Kazans gar auf 72:50.

Doch ratiopharm ulm war nicht nach Desio gekommen, um sich abwatschen zu lassen: Das Team legte erneut einen Kraftakt hin und kämpfte sich mit einer 7:0-Serie auf 59:72 (32.) heran. Doch die Russen packten immer wieder einen Dreier drauf (10/18, 34. Minuten) und setzten sich bis zur 35. Minute erneut auf 62:84 ab. Da ratiopharm ulm die hochprozentig werfenden Dreierschützen (Lyday 5, Sergeev 3, Chatman 2) nicht ausschalten konnte, war ein drittes Comeback nicht mehr möglich. Wenngleich der Endstand von 73:91 nicht unbedingt den Leistungsunterscheid der beiden Teams an diesem Abend dokumentiert, geht der Sieg verdient an Kazan. „Sie waren die bessere Mannschaft“, gesteht Thorsten Leibenath unumwunden ein (Hier gibt es ein paar Highlights des Spiels).

Für ratiopharm ulm, das noch am selben Abend Desio verlassen hatte, beginnt das Abenteuer Europa nun am 7. November. Dann im Eurocup, also im zweithöchsten Vereinswettbewerb und dann auch gegen Teams mit ähnlich viel Potenzial. „Wir sollten uns auf Mannschaften diese Kalibers einstellen“, schätz Leibenath den Wettbewerb ein, der am 3. Oktober ausgelost werden soll und der ratiopharm ulm mindestens drei Heimspiele garantiert.

Tickets!
Tickets für den Eurocup sind erhältlich, sobald der Spielplan bekannt ist. Schon am Montag sind allerdings Tagestickets für das TOP-Spiel gegen den Deutschen Meister und die restlichen Hinrunden-Heimspiele zu haben. Los geht die zweite Vorverkaufsphase für Tagestickets am Montag, den 1. Oktober um 10 Uhr. Den Termin sollten Sie sich besser jetzt schon vormerken – und weitersagen, denn Tickets sind bei ratiopharm ulm bekanntlich heiß begehrt! Ab dem 1. Oktober gibt es also Tickets für folgende Partien: Bonn, Oldenburg, Bamberg, MBC und Trier. Tickets gibt es wie immer unter: www.basketball-ulm.com/tickets - oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Für ratiopharm ulm spielten (Boxscore):
Günther (11), Jönke, Theis (2), Allan (17), Esterkamp (9), Watts (8), Schwethelm (3), Jeter (1), Nankivil (5), Bryant (17).

Hier geht es zum Spielbericht der Südwestpresse, zudem gibt es eine Einschätzung der Niederlage von Ulms Swann-Nachfolger Allan Ray
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