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Simon Says
Simon says: Im Buch der Basketball-Weisheiten kommt der Wettkampf vor der Show!

Simon says: Im Buch der Basketball-Weisheiten kommt der Wettkampf vor der Show!

In der Rubrik „Simon says“ schreibt Sven Simon regelmäßig über aktuelle Themen rund um die Beko BBL. Diesmal geht es um den geänderten Spielmodus beim ALLSTAR Day der Beko BBL. Kritik, Anregungen und Kommentare bitte an Simon@Beko-BBL.de.
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Bereits als es im Herbst verkündet wurde, war ich – damals noch in Diensten der FIVE – begeistert von der Idee: „National“ vs. „International“, die besten deutschen gegen die besten ausländischen Profis aus der Beko BBL.

Der erste Gedanke: Es ist der perfekte Zeitpunkt für diese Änderung! Wann, wenn nicht jetzt?

Abgesehen vom doppelköpfigen Zonenmonster "Kamitzki" aus der NBA sind alle deutschen Nationalspieler aus dem EM-Kader von Litauen in der Beko BBL aktiv (wann gab es das zuletzt?). Zwar wurden am Ende mit Heiko Schaffartzik, Robin Benzing, Tibor Pleiß und Philipp Schwethelm nur vier dieser zehn Akteure von den Fans und ALLSTAR-Headcoach Henrik Rödl für Ludwigsburg berufen, aber auch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir ein einseitiges Spiel zu sehen bekommen, weil die einheimischen Akteure keine Chance haben.

Denn die Positiv-Quote macht sich bemerkbar, und auch abseits der Nationalspieler sind immer mehr deutsche Profis Leistungsträger in ihren Klubs - wie beispielsweise die nominierten Johannes Strasser, Per Günther, Chris McNaughton, Johannes Lischka, Yassin Idbihi, Philip Zwiener und Maik Zirbes. Zudem kennen sich viele der deutschen Spieler aus gemeinsamen Zeiten in den Jugend-Nationalmannschaften, was das Zusammenspiel erleichtert.

Aber sind wir ehrlich: Ein Sieg der deutschen Auswahl ist eher unwahrscheinlich. Die Liste der zwölf US-Profis auf der anderen Seite scheint schlicht zu beeindruckend.

Ausnahmescorer wie DaShaun Wood, Derrick Allen und David Holston und Überathleten wie Rickey Paulding, P.J. Tucker und Bobby Brown werden schwer zu stoppen sein. Und einem Frontcourt um John Bryant, Chris Ensminger, Marcus Slaughter und Chevon Troutman möchte ich beim Drive in die Zone auch nicht wirklich begegnen.

Es ist sogar möglich, dass die internationalen ALLSTARS ein Schlachtefest veranstalten und hoch gewinnen. Immer wieder gab es dieses Argument in den letzten Wochen zu hören, zumeist gefolgt von der Aussage, dass das ein schlechtes Bild des Basketballs in Deutschland vermitteln würde. Aber das sehe ich anders und frage mich: Was wäre denn so schlimm an einer klaren Niederlage für die deutschen ALLSTARS?

Ein junges deutsches Team (sieben der Spieler sind unter 25 Jahren) verliert ein Showspiel gegen erfahrene Profis aus dem Mutterland des Basketballs. So weit, so vorhersehbar … aber das sollte nicht davon abhalten, möglichst viele der besten deutschen Akteure auf die große Bühne des ALLSTAR Days der Beko BBL zu holen.

Denn wie in jedem anderen Sport sind die Nationalspieler das Aushängeschild und Jungs wie Schaffartzik, Benzing, Schwethelm und Pleiß möchte die Basketball-Gemeinde einfach sehen. Das Ganze kann für den Basketball in Deutschland nur gut sein!

Eins ist dennoch klar: Der Charakter des Spiels wird ein ganz anderer sein als die Jahre zuvor. Es kann mir keiner erzählen, dass das Berliner Aufbau-Duo Schaffartzik und Wood sich nicht vorab den einen oder anderen Spruch gedrückt hat (wie das Ganze in Ulm zwischen Per Günther und John Bryant ablief, haben wir ja bereits dokumentiert: klick und klick).

Beide Seiten werden mit aller Macht gewinnen wollen. Die Amis möchten ihre Überlegenheit in der Offense demonstrieren und die deutschen Profis werden mit vollem Einsatz in der Defense dagegenhalten. Die große Show könnte deshalb vielleicht sogar von Beginn an ausfallen, aber für alle Anhänger des gepflegten Druckwurfkorblegers gibt es an dem Tag schließlich auch den Dunkwettbewerb. Mir ist eine intensive Partie lieber, denn in meinem Buch der Basketball-Weisheiten kommt echter Wettkampf einfach vor der Show!

Wenngleich ich die Auswahl von Chris Fleming in der Favoritenrolle sehe, würde ich dennoch kein Geld darauf setzen. Dafür habe ich zu oft gesehen, wie ein Meister wie die Brose Baskets beim Tabellenletzten in Düsseldorf und ein Gastgeber wie Litauen gegen Außenseiter Mazedonien verliert. Dazu kommt, dass die drei bisherigen Spiele dieser Art in der Bundesliga mit 165:163 (1996), 140:126 (1997) und 132:126 (1998) auch nur knapper als gedacht an die ausländischen Profis gingen.

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