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Starke Defense sichert 15. Saisonsieg

Starke Defense sichert 15. Saisonsieg

ratiopharm ulm bleibt auch zum Rückrundenstart in der Erfolgsspur: Der fünfte Sieg in Serie gelingt bei der BG Göttingen (68:65).
Dass das Auswärtsspiel in Göttingen kein Selbstläufer werden würde, wusste das Team von Head Coach Thorsten Leibenath. Dafür war die Erinnerung an das harte Stück Arbeit im Hinspiel vor rund vier Wochen (82:71) noch zu gut in Erinnerung. Außerdem war in der Universitätsstadt auch in den letzten drei Jahren aus Ulmer Sicht nichts zu holen gewesen. Und „das erwartete Kampfspiel“ war es dann auch, wie Coach Leibenath im Anschluss feststellte. Dabei gelang dem besten Auswärtsteam der Beko BBL nicht nur der 8. Sieg in der Fremde, sondern auch das Kunststück, diesen trotz einer sehr schwachen Trefferquote von 33 Prozent sicherzustellen. „Unser Ziel war es, Göttingen unter 70 Punkten zu halten – das ist uns gelungen und zwar mit einer Verteidigung, die über drei Viertel sehr gut stand“, resümiert der Head Coach.

Zu Beginn der Partie waren die Ulmer Abwehrreihen allerdings noch nicht so recht formiert. Allein die offensive Durchschlagskraft von Big Man John Bryant – der die ersten sechs Punkte erzielte – hielt die Gäste im Spiel. Und Göttingen profitierte von den schwachen Ulmer Abschlüssen: Ein Dreier von Matt Bauscher in der 6. Minute markierte das 8:13 aus Ulmer Sicht. Bis zum Ende des ersten Viertels hielt die Unausgeglichenheit im Ulmer Scoring an – lediglich Bryant (8), Swann (4) und Dane Watts (2) hatten für Zählbares gesorgt. Und da Göttingen eine Serie von Dreipunktewürfen versenkte, bauten die Niedersachsen ihre Führung nach zehn Minuten auf 26:14 aus.

„Warum wir heute so erschreckend schlecht geworfen haben, kann ich nicht sagen“, war selbst Leibenath ratlos. Verlassen konnte er sich allerdings auf seine Verteidigung, die mit Beginn des zweiten Durchgangs Ernst machte. Das war auch nötig, denn das Loch, aus dem sich ratiopharm ulm herausgraben musste, war noch tiefer geworden: Nach 13 gespielten Minuten und einem krachenden Dunking von Paris Horn, waren die Gäste mit 15 Punkte in Rückstand geraten (16:31). Während Göttingen bis dato vier (seiner sechs) Dreier verwandelt hatte, waren alle Ulmer Distanzwürfe danebengegangen (0/7).

Dennoch startete das ratiopharm-Team eine Aufholjagt, die vom unermüdlich rackernden Rocky Trice angeführt wurde. Mit acht Punkten in Serie kämpften sich die Ulmer auf 24:31 (16.) heran. „Rocky hat heute den Unterschied ausgemacht. Er war der einzige, der über 50 Prozent seiner Würfe getroffen und der zusätzlich in der Verteidigung viel geleistet hat“, gab es vom Coach ein Extralob für Trice. Und als Kapitän Steven Esterkamp dann endlich den ersten Dreier für die in schwarz spielenden Gäste traf (27:31, 17), war der Tabellenzweite wieder im Spiel. Doch auch die Veilchen konterten mit zwei Dreiern und setzten sich zunächst wieder ab. Dann lagen bei den Gastgebern die Nerven blank: Nach zwei Technischen Fouls (Max Weber und Coach Michael Meeks) nutzte ratiopharm ulm die zusätzlichen Wurfchancen (Freiwurf + Ballbesitz) und verkürzte zur Halbzeit auf 38:39.

Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte ging ratiopharm ulm dann erstmals durch Dane Watts in Führung (41:39), allerdings nur kurz, denn bis zur 26. Minute hatte sich Göttingen erneut eine Führung erarbeitet (45:50). Erst ein 8:0-Lauf zwischen der 27. und 28. Minute, zu dem Trice sechs Zähler beisteuerte, brachte Ulm zurück ins Geschäft (53:50).

Wie sehr ratiopharm ulm für seinen 15. Saisonerfolg (im 18. Spiel) kämpfen musste, offenbarte der Beginn des Schlussviertels: Dem 55:57 (32.) durch Kyle Bailey folgte eine Serie von vergebenen Dreipunktewürfen (3/22 - so die Quote insgesamt) und eine erneute Energieleistung von Rocky Trice: Fünf Punkten in Folge legte der Guard gegen seinen Ex-Club auf und brachte ratiopharm ulm fünf Minuten vor dem Ende mit 60:57 in Front. Vierzig Sekunden später legte Per Günther einen Freiwurf nach. Dann herrschte allerdings für fast vier Minute Funkstille, was die Offensivausbeute anbelangte – und zwar von beiden Seiten.

Als Isaiah Swann 34 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe zum 62:57 verwandelte, schien das Spiel entschieden. War es aber noch nicht. Ein Dreier von Matt Bauscher (64:62, 16 Sek) und ein weiter Distanztreffer von Jerel Allen (66:65, 8 Sek) erhöhten den Puls der Ulmer Spieler schlagartig. Völlig unbeeindruckt davon zeigte sich allerdings Allstar Per Günther, der mit zwei verwandelten Freiwürfen vier Sekunden vor dem Ende den 68:65-Sieg sicherte.
„Wir gehen auf dem Zahnfleisch, die verdiente Pause von sechs Tage ist mental und physisch dringend notwendig“, stöhnt Leibenath vor dem Allstar Day am kommenden Samstag, bei dem sein Team mit John Bryant, Isaiah Swann, Per Günther und Keaton Nankivil vertreten sein wird.

Das nächste Pflichtspiel steht dann erst am 28. Januar gegen Bayreuth (19 Uhr) auf dem Programm. Wer sich dafür noch Tickets sicher möchte, sollte dies möglichst direkt unter: www.basketball-ulm.com/tickets tun - denn auch die 5. Partie in der ratiopharm arena ist schon fast ausverkauft.

Für ratiopharm ulm spielten:
Swann (15, 6 Reb), Günther (5), Esterkamp (5), Watts (9), Bryant (10), Mason-Griffin (8), Betz, Trice (14, 6 Reb, 2 Steals), Nankivil (2, 9 Reb).

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