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Tolle Leistung blieb unbelohnt: 79:88-Niederlage gegen die Brose Baskets

Tolle Leistung blieb unbelohnt: 79:88-Niederlage gegen die Brose Baskets

Die stark ersatzgeschwächten New Yorker Phantoms mussten am 19. Spieltag dem Double-Gewinner Brose Baskets am Ende den Vortritt lassen. Ohne die drei verletzten Leistungsträger LaMarr Greer, Rich Melzer und Stephen Dennis verloren die Basketballer aus der Löwenstadt am Sonntag in einer Klassepartie der Heimmannschaft mit 79:88 (34:41). Vor der begeisterten Saisonrekordkulisse von 4715 Zuschauern boten die dezimierten Braunschweiger dem Deutschen Meister in der Volkswagen Halle sensationell Paroli. Bester Scorer des Teams von Sebastian Machowski war der unglaublich stark auftrumpfende Michael Umeh (18 Punkte).
Die Gastgeber begannen mit dem erfahrenen Immanuel McElroy auf der Aufbauposition. Von Beginn an kämpften die New Yorker Phantoms – angepeitscht vom tollen Heimpublikum – in der Defense um jeden Ball. Nach einem Dunking von Braunschweigs Michael Umeh lag die Mannschaft von Sebastian Machowski nach vier Minuten mit 6:5 in Führung.

Unter der Beobachtung der Scouts des NBA-Klubs Oklahoma City Thunder setzte sich 2,15 Meter-Nationalcenter Tibor Pleiß (17 Punkte) ein ums andere Mal am Brett durch, bis auf 15:8 enteilten die Franken (7.). McElroy & Co. zeigten sich jedoch wenig geschockt: Vor allem Umeh blühte jetzt richtig auf, mit Dunking Nummer zwei brachte der nachverpflichtete US-Amerikaner seine Farben auf einen Zähler heran (17:18/9.).

Youngster Dennis Schröder räumte den Routiniers McElroy und Umeh immer wieder Verschnaufpausen ein, stand zwölf Minuten auf dem Parkett. Mit 19:23 ging es ins zweite Viertel, weiterhin hielten die Niedersachsen gegen den Pokalfinalgegner von 2011 dagegen. Dennoch: Bamberg nutzte jede Schwäche aus, in der 15. Minute zog das Team von Meistermacher Chris Fleming auf 34:27 davon. Nett anzusehen war auch einer der zwei Blocks von Daniel Theis (Einsatzzeit: 18 Minuten) gegen Brian Roberts kurz vor der Pause – und noch mehr der Alley-oop mit Schröder. Kurz vor der Halbzeitsirene riss es die Zuschauer endgültig von den Sitzplätzen, als McElroy an der Freiwurflinie auf 34:37 (19.) verkürzte.

Nach dem Seitentausch sorgte erneut Umeh für Zählbares bei den Parkettherren. Jedoch führten die Frankenländer Mitte des dritten Abschnitts weiterhin: 45:52 (26.). Doch die New Yorker Phantoms kämpften sich auch dank ihres Kapitäns Nils Mittmann (16 Punkte) wieder heran: nur noch 51:54 (27.).

Die Partie wurde immer hitziger geführt: Mit einem 11-Zähler-Vorsprung gingen die Gäste ins Schlussviertel. Branko Jorovics Dreier zum 61:67 (33.) ließ beim Tabellenfünften noch einmal Hoffnung aufkommen, endgültig als Mittmann zum 66:69 verkürzte (35.).

Der Deutsche Meister wackelte, fiel aber nicht. 3:27 Minuten vor dem Ende brachte P. J. Tucker die Bamberger vorentscheidend mit 78:67 in Front – und ließ sich den Sieg durch Herunterspielen der Uhr nicht mehr aus der Hand nehmen.

Trainerstimmen zum Spiel

Sebastian Machowski: Am Ende war es wohl ein verdienter Sieg für Bamberg. Es freut mich, dass wir es heute trotz der Unterbesetzung geschafft haben, Bamberg alles abzuverlangen. Um ihnen in der letzten Minute noch gefährlich zu werden, hat es leider nicht ganz gereicht. Wir haben nicht immer konzentriert genug gespielt. Gerade wenn wir uns zurückgekämpft hatten, haben fabrizierten wir zu viele Ballverluste. Auf unsere jungen Spieler bin ich heute sehr stolz gewesen – wie auf das Team insgesamt. Sie haben heute eine Energieleistung gezeigt.

Chris Fleming: Nach den zwei Wochen Pause können wir ganz zufrieden sein mit dem Auswärtssieg. Natürlich ist Braunschweig in Unterbesetzung angetreten und hat dennoch mit sehr viel Energie gespielt. Trotz zweistelliger Führung haben sie sich immer wieder zurückgekämpft. Das verdient große Anerkennung. Wir können sehr froh sein, dass wir gewonnen haben. Wir haben offensiv gut gearbeitet und haben gute Würfe bekommen. Defensiv sind wir jedoch nicht überzeugend genug gewesen.

New Yorker Phantoms: Umeh 18 (4 Assists), Kulawick 3, Mittmann 16 (4 von 6 Dreier), Visser 8, Jorovic 14, Schneiders, Schröder 4, Gertz, D. Theis 7 (5 Rebounds, 2 Blocks), McElroy 9

Brose Baskets: Suput 10, Tadda 1, Neumann, Pleiß 17 (5 Rebounds), Roberts 13 (4 von 5 Dreier, 5 Assists), Jacobsen 14, Tucker 16, Gavel 17, Slaughter
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