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WALTER Tigers Tübingen bekommen endlich die ersehnte Trainingshalle

WALTER Tigers Tübingen bekommen endlich die ersehnte Trainingshalle

Robert Wintermantel: "Ein absoluter Meilenstein" / Unterstützung durch Oberbürgermeister Boris Palmer / Im Gemeinderat ohne Gegenstimme / Tigers beteiligen sich mit 120.000 Euro / Abzahlung erfolgt über 20 Jahre / Ausgleichszahlung an Schulen und Vereine
Um in der Beko Basketball Bundesliga sportlich bestehen zu können, sind gute Trainingsbedingungen ein entscheidender Faktor. Man stelle sich hier nur die entsprechenden Örtlichkeiten der Artland Dragons, der EWE Baskets Oldenburg oder beispielsweise seit letztem Jahr auch die von ratiopharm ulm vor. Die Profispieler können unter optimalen Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen und sich so bestmöglich auf die Begegnungen in der Liga vorbereiten. Für den Basketball-Standort Tübingen war das in den letzten Jahren ein sehr leidiges Thema, mussten die Tübinger Raubkatzen in der vergangenen Zeit doch in fünf verschiedenen Trainingshallen in der Universitätsstadt trainieren. Der heutige ProBasket-Geschäftsführer und ehemalige Spieler Robert Wintermantel bringt es auf den Punkt: "Wir haben aktuell schlechtere Bedingungen als vor zehn Jahren zu Zeiten der zweiten Bundesliga", so der 41-Jährige Macher der Tübinger.

In den letzten Wochen und Monaten stand Wintermantel in engem Kontakt mit der Stadt Tübingen in Person von Sportbürgermeister Michael Lucke. Eine wahre Herzensangelegenheit des ehemaligen Spielers, der für seine Nachfolger einfach bessere Bedingungen erreichen möchte. Verschiedene Lösungen wurden stets kontrovers diskutiert. Eine frühere Idee seitens der Stadt, den alten Stadtgärtnereihof in der Europastraße in ein Trainingszentrum für die Neckarstädter umzuwandeln, hat sich jüngst zerschlagen. Eine Realisierung war finanziell, aber auch organisatorisch nicht machbar. Doch Wintermantel ließ nicht locker, weitere Objekte wurden begutachtet und diskutiert.

Ballspielhalle im französischen Viertel Objekt der Begierde

1343205702/img_anriss.jpegZuletzt rückte die Ballspielhalle im französischen Viertel in das Visier der Raubkatzen. Dort mussten die Schützlinge von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic unter anderem trainieren, da die Kapazitäten in der Paul Horn-Arena sowie in der Uhlandhalle hoffnungslos ausgebucht waren. Trotz miserablem Boden fügte sich der Vertreter der Beko BBL in sein Schicksal und trainierte weiter. Um den Spitzensport weiter in Tübingen zu halten, musste jedoch eine einschneidende Änderung her - die WALTER Tigers benötigen eine Trainingshalle. Auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer schaltete sich jüngst in die Diskussion um das Thema Trainingshalle ein und bekannte sich in der Presse zum Standort Tübingen. "Ich werde nicht den Abstieg riskieren, nur weil die Vorgaben des Verbands nicht eingehalten werden", wurde der Grünen-Politiker im Schwäbischen Tagblatt ("Kurze Pässe für den Sport", 20. Juni 2012) zitiert. Ein Trainingszentrum ist mittlerweile jetzt schon ein C-Kriterium bei der Lizenzvergabe. Dies wird in den nächsten Jahren auch zu einem A-Kriterium werden, und somit sind schon jetzt einige Erstligisten aufgefordert, hier entsprechend nachzurüsten, unter anderem auch Tübingen.

Vor knapp zwei Wochen hatte Wintermantel ein vor entscheidendes Gespräch mit Lucke, um das weitere Vorgehen beziehungsweise eine Lösung diesbezüglich zu präzisieren. Vor allem wurde die finanzielle Beteiligung der WALTER Tigers diskutiert. Nur durch ein beträchtliches Mitwirken des Beko Basketball-Bundesligisten war ein entsprechendes Vorhaben überhaupt möglich. Nach gut zwei Stunden war eine Lösung gefunden, diese wurde nun am Montagabend vom Tübinger Gemeinderat ohne Gegenstimme bei zwei Enthaltungen verabschiedet. Der Kampf um eine Trainingshalle hat sich gelohnt, die WALTER Tigers können in wenigen Wochen unter professionellen Bedingungen trainieren.

WALTER Tigers tragen die Hauptkosten

Die Lösung stellt sich wie folgt dar: Die kompletten Umbaumaßnahmen der maroden Halle belaufen sich auf etwa 160.000 Euro. Die ProBasket Tübingen beteiligt sich mit einem Betrag von 120.000 Euro, diese Kosten fallen für die Herausnahme des alten Bodens sowie die Implementierung des neuen Parkettbodens sowie der Korbanlage an. Eine Abzahlung erfolgt im Zeitraum der nächsten 20 Jahre. Die Stadt Tübingen trägt die Restkosten, welche für Energiesparlampen und Malerarbeiten anfallen. Zukünftig stehen den WALTER Tigers morgens und abends je zwei Stunden in der Ballspielhalle zur Verfügung. Somit werden die Perovic-Schützlinge ausschließlich im französischen Viertel ihre Basketballtrainingseinheiten absolvieren. Die Paul Horn-Arena wird dann nur noch der Austragung der Spiele in der Beko Basketball Bundesliga dienen. Mit diesem Schritt können die Schwaben auch ihren Gastmannschaften eine Trainingszeit am Vorabend unter professionellen Bedingungen anbieten. Dies war zuletzt bekanntlich ja auch nicht möglich. Diese Tatsache gewinnt umso mehr an Bedeutung, da die Handballer des TV Neuhausen in der Saison 2012/2013 ebenfalls Platz in der Arena beanspruchen und Spiele auch unter der Woche in ihrem Terminplan haben.

Damit die Schulen und die Vereine weiter zu den bisherigen Nutzungsgebühren den sportlichen Aktivitäten nachgehen können, wird ferner eine Ausgleichszahlung der ProBasket Tübingen GmbH geleistet. Insofern fallen für diese keine weiteren Kosten an. Wintermantel betont, dass sich die WALTER Tigers auch zu ihrem sozialen Engagement bekennen. "Der Schulsport ist uns natürlich wichtig, deswegen wollen wir hier keine Benachteiligung aufgrund unseres Vorhabens. Wer uns kennt, der weiß, dass wir uns in der Region auch durch verschiedene Projekte sozial engagieren", berichtet Wintermantel.

Wintermantel: Entscheidung "Meilenstein" für den Tübinger Basketball

1343205757/img_Wintermantel2.jpgFür Wintermantel ist dieser Schritt ein "absoluter Meilenstein" in der jüngeren Basketballgeschichte in Tübingen: "Wir haben lange Zeit für unser Ziel gekämpft. Nach der positiven Entscheidung des Gemeinderats sind wir nun froh und glücklich, dass unsere Mannschaft zukünftig unter den notwendigen professionellen Bedingungen trainieren kann. Dafür sind wir auch bereit, den Großteil der Kosten zu übernehmen", so Wintermantel nach der Sitzung des Gemeinderats. Und Wintermantel fügt hinzu, "dass uns gute Trainingsbedingungen bei der Suche nach neuen Spielern auch enorm weiterhelfen."

Wann die Bauarbeiten genau beginnen, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Wintermantel macht jedoch keinen Hehl daraus, dass es schnell beginnen soll. "Da wir uns finanziell sehr stark beteiligen, wollen wir natürlich schnellstmöglich die neue Trainingshalle nutzen. Das ist doch klar", betont der Tigers-Manager abschließend.

Nach dieser sehr erfreulichen Nachricht bedanken sich die WALTER Tigers Tübingen in besonderem Maße bei Oberbürgermeister Boris Palmer, Sportbürgermeister Michael Lucke, dem Hochbauamt um Andreas Haas, allen Mitgliedern des Gemeinderats sowie allen Tigers-Fans für die Unterstützung in dieser Sache.

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