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Woche der Entscheidungen in Europa: Ulm und Berlin daheim, der Rest spielt auswärts

Woche der Entscheidungen in Europa: Ulm und Berlin daheim, der Rest spielt auswärts

Am vorletzten Spieltag der Vorrunden im Eurocup und in der EuroChallenge stehen in nahezu allen Gruppen weichenstellende, wenn nicht entscheidende Spiele auf dem Programm. Die aus deutscher Sicht gute Nachricht: Alle fünf Bundesligisten haben noch Chancen (die EWE Baskets stehen sogar schon sicher in der Last16 der EuroChallenge). Die schlechte Nachricht: Bis auf ratiopharm ulm (und Berlin in der Euroleague) müssen alle deutschen Vertreter in dieser wichtigen Woche auswärts Farbe bekennen.

Eurocup:
Di, 18.30: VEF Riga – Artland Dragons (kostenfreier Stream auf www.os1.tv)
Mi, 17.00: Azovmash Mariupol – s.Oliver Baskets (TV touring, kein Stream)
Mi, 20.00: ratiopharm ulm – Cholet Baskets (kostenfreier Stream auf www.Beko-BBL.tv)

EuroChallenge:
Di, 20.00: BC Timisoara – EWE Baskets Oldenburg
Mi, 18.40: Hapoel Holon – Telekom Baskets Bonn

Euroleague:
Do, 20.00: ALBA BERLIN – Unicaja Malaga (SPORT1+ und kostenpflichtiger Stream auf SPORT1.de)
Fr, 18.30: Lietuvos Rytas Vilnius – Brose Baskets (SPORT1+ und kostenpflichtiger Stream auf SPORT1.de)

Während ratiopharm ulm im Eurocup mit einem Heimsieg über Cholet Basket in der Gruppe G den Einzug in die nächste Runde (Last16) perfekt machen kann, drohen die s.Oliver Baskets (am Mittwoch in der Gruppe D in Mariupol/Ukraine) und die Artland Dragons (am Dienstag in der Gruppe C in Riga/Lettland) dieses Ziel mit Auswärtsniederlagen endgültig aus den Augen zu verlieren. Besser sieht es aus deutscher Sicht in der EuroChallenge aus, wo die EWE Baskets Oldenburg bereits als Erster der Gruppe F feststehen und die Telekom Baskets Bonn es in der Gruppe H den Norddeutschen mit einem Sieg in Holon gleichtun können.

Dienstag, 18:30 Uhr: VEF Riga (LAT) – Artland Dragons


51:88 in Le Mans und 67:90 gegen Tübingen: Bei den Artland Dragons läuft derzeit nicht viel zusammen. Die Krise trifft das Team von Trainer Stefan Koch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, denn die Quakenbrücker müssen am Dienstag in Riga gewinnen, um dem endgültigen Aus im Eurocup zu entgehen. Ihren Ausgang nahm die Quakenbrücker „Novemberkrise“ vor fünf Wochen mit der Heimniederlage in der Beko BBL gegen Ulm und dem verpatzten 72:82-Heimauftakt gegen eben jenen lettischen Meister, dem man am Dienstag in der Arena Riga (11.000 Plätze) erneut gegenübersteht.

Aber auch die Letten stehen unter Druck, denn sie haben in der Gruppe C außer dem Sieg in Quakenbrück nichts vorzuweisen und stehen deshalb am vorletzten Spieltag genauso unter Druck. Besser läuft es für das Team um die ehemaligen Bundesliga-Stars E. J. Rowland, Kristaps Janicenoks und Donatas Zavackas in der osteuropäischen United League, wo VEF Riga kürzlich sogar den Europaligisten Zalgiris Kaunas in die Knie zwang und wo Spielmacher Rowland gerade zum „Spieler des Monats“ gekürt wurde. Am Wochenende verbesserte VEF Riga seine Bilanz in der United League mit einem 98:73 über Minsk auf 5:2 Siege. Topscorer waren Zavackas (24) und Janicenoks (18):


VEF Riga im Stenogramm
Guards: E. J. Rowland (12 ppg, 4 apg), Kristaps Janicenoks (13 ppg, 4 apg, im Hinspiel 15 p und 5 as), Dairis Bertans (17 ppg, im Hinspiel 18 p), Arturs Strelnieks.
Forwards: Will Daniels, Gatis Jahovics.
Center: Antanas Kavaliauskas (11 ppg, im Hinspiel 18 p), Kaspars Berzins (11 ppg, 5 rpg), Donatas Zavackas, Lazris Blaus.
Headcoach: Ramunas Butautas (48, LTU, zweite Saison in Riga).

Mittwoch, 17:00 Uhr: Azovmash Mariupol (UKR) – s.Oliver Baskets


Der große Jubel über den Würzburger 81:77-Auftaktsieg im Eurocup über den ukrainischen Vizemeister hat sich inzwischen etwas relativiert. Azovmash Mariupol hat sich mit 0:4 Siegen als die große Enttäuschung in der Gruppe D herauskristallisiert. Aus einem vermeintlichen Favoriten ist ein Team geworden, gegen das man nicht verlieren darf, wenn man Ambitionen auf das Erreichen der Last16 hat. Bei einer Niederlage am Schwarzen Meer hätten die Würzburger nur noch geringe Chancen aufs Weiterkommen, gewinnt gleichzeitig Banvit daheim gegen Valencia, müssen die s.Oliver Baskets gar zwingend in Mariupol gewinnen.

Natürlich ist auch in Mariupol die Enttäuschung über das Abschneiden der eigenen Mannschaft groß. Die Mannschaft um die Ex-Berliner Tadija Dragicevic und Miroslav Raduljica tritt regelmäßig dienstags im Eurocup, freitags in der ukrainischen Liga (11:4 Siege) und sonntags in der United League (2:5) und leidet sichtlich unter der Dreifachbelastung. Die Vereinsführung hat aber in Trainer Aleksandar Kesar ihren Schuldigen gefunden und den Serben vor einer Woche durch den Ukrainer Sergej Zavalin ersetzt. Unter dem neuen Cheftrainer gab es am Freitag in der Neuauflage des letztjährigen ukrainischen Finales dank 20 Punkten durch Spielmacher Lynn Greer tatsächlich einen überraschenden 86:69-Sieg über den Meister Donezk. Am Sonntag folgte in der United League mit 21 Punkten durch Raduljica ein 76:71-Sieg über Kalev Tallinn:


Azovmash Mariupol im Stenogramm
Guards: Lynn Greer (16 ppg, 6 apg, im Hinspiel 25 p), Ivan Paunic, Dmytro Zabirchenko, Artem Slipenchuk.
Forwards: Manny Harris (14 ppg, 8 rpg, verletzt), Olexandr Kolchenko, Simonas Serapinas, Kyril Natjashko.
Center: Tadija Dragicevic, Miroslav Raduljica (12 ppg, im Hinspiel 20 p), Oleksij Pecherov (10 ppg), Igor Zajtsev.
Headcoach: Sergej Zavalin (48, UKR, seit einer Woche in Mariupol).

Mittwoch, 20:00 Uhr: ratiopharm ulm – Cholet Basket (FRA)


Trotz des souveränen 93:71-Auswärtserfolgs im Hinspiel in Frankreich besteht für die Ulmer überhaupt kein Anlass, überheblich in das Rückspiel in eigener Halle zu gehen. Denn zum einen geht das Team von Trainer Thorsten Leibenath mit (wettbewerbsübergreifend) vier Niederlagen in Folge dieses Spiel, zum anderen trifft man auf einen Gegner, der im Hinspiel durch den verletzungsbedingten Ausfall von gleich zwei Big Men arg gehandicapt war. Am Dienstag kann aber wieder auf den genesenen Center Rudy Gobert sowie auf den nachträglich verpflichteten nigerianischen Power Forward Derrick Obasohan gezählt werden

Mit zuletzt zwei Siegen über Cibona Zagreb ist Cholet in der Gruppe G mit den Ulmern gleichgezogen, so dass das Spiel in der ratiopharm arena am Mittwoch mehr oder weniger zum Endspiel um das zweite Last16-Ticket hinter dem bereits als Gruppensieger feststehenden St.Petersburg wird. Die Generalprobe ging dabei wie für die Ulmer am Sonntag für Cholet am Freitag beim Spitzenspiel in Gravelines daneben: Cholet unterlag trotz 18 Punkten durch den unverwüstlichen Marcus Goree deutlich 67:88. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass Cholet sehr von der Tagesform des letztjährigen Bremerhavener Spielmachers Terrell Everett abhängig ist, der in Cholet in dieser Saison durch extreme Leistungsschwankungen auffällt. Am Freitag war er mit 4/12 Würfen, nur einem Assist und schwacher Defense ein Totalausfall:


Cholet Basket im Stenogramm
Guards: Terrell Everett (11 ppg, 8 apg, im Hinspiel 14 p und 6 as), A. J. Slaughter, Carl Ona Embo.
Forwards: Rudy Jomby (10 ppg), Derrick Obasohan (seit 3 Wochen im Team, 18 ppg), Yannis Karim Souchou (verletzt?).
Center: Marcus Goree (13 ppg, 6 rpg), Rudy Gobert (zurück von Verletzung, 11 ppg, 2 bpg), Travon Bryant (13 ppg), Morin.
Headcoach: Jean-Manuel Sousa (48, POR, erste Saison in Cholet).

EuroChallenge: Oldenburg am Dienstag in Rumänien, Bonn am Mittwoch in Israel


In der EuroChallenge wird der Auswärtstrip ins rumänische Timisoara angesichts des bereits gesicherten Gruppensiegs zu einem „Betriebsausflug mit Trainingsspiel“. Die im Hinspiel 67:84 unterlegenen Rumänen um den Ex-Oldenburger Bogdan Popescu, die in der letzten Woche ihren Trainer vor die Tür gesetzt und durch Assistenztrainer Srdjan Jovanovic ersetzt haben, kämpfen am Dienstag angesichts von nur 1:3 Siegen um ihre letzte Last16-Chance. In der rumänischen Liga ist Timisoara aktuell mit 7:3 Siegen Sechster und unterlag am Samstag beim Neunten Craiova 76:83, obwohl sich das Team mit fünf zweistellig scorenden Akteuren recht ausgeglichen präsentierte.

Mehr steht am Mittwoch für die Telekom Baskets Bonn auf dem Spiel. Zu Gast beim punktgleichen Mit-Tabellenführer Hapoel Holon würde ein Sieg auch die Bonnern in die nächste Runde bringen. Eine Niederlage würde die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagen, wobei es dann darauf ankäme, in Holon wenigstens den direkten Vergleich zu retten (die Bonner gewannen das Hinspiel 85:78). In der israelischen Liga ist Hapoel Holon um den letztjährigen Bayreuther Tyler Smith mit 3:5 Siegen Achter und kassierte am Sonntag in eigener Halle eine bittere 88:93-Heimniederlage gegen den Zehnten Ashkelon. Auch hier konnten fünf zweistellig scorende Akteure die Niederlage nicht verhindern.

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