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Zu viele Fehler bescheren Derby-Niederlage

Zu viele Fehler bescheren Derby-Niederlage

Die WALTER Tigers Tübingen haben mit der 74:80 (31:41)-Niederlage im Derby bei der EnBW Ludwigsburg eine große Möglichkeit verpasst, sich weiter vom Tabellenkeller abzusetzen. Vor 4108 Zuschauern in der nicht ausverkauften Arena Ludwigsburg liefen die Schützlinge von Tigers-Cheftrainer Igor Perovic dem gesamtem Spiel einem Rückstand hinterher und lagen nicht ein einziges Mal in Führung. Dennoch hatten die Gäste in der Schlussphase noch eine gute Siegchance, als der Rückstand nach einem 9:0-Lauf bis auf zwei Zähler verkürzt werden konnten (68:70, 38. Minute).
Doch Ludwigsburgs Center John Bowler konnte nach mehreren Reboundversuchen beider Mannschaften das runde Leder durch die Tübinger Reuse bringen - im nächsten Angriff verwandelte der mollige US-Amerikaner beide Freiwürfe zum vor entscheidenden 74:68-Vorsprung für die Hausherren (39.). Teamkollege Jeff Greer sorgte nach einem Fastbreak-Angriff und einem spektakulärem Dunking für die Entscheidung - Ludwigsburg führte mit 76:68 und es war nicht mehr ganz eine Spielminute zu absolvieren. Am Ende setzten sich die Mannschaft des neuen Trainers Steven Key letztlich verdient mit 80:74 durch - für den ehemaligen Akteur der Wired Minds Tübingen Anfang der 1990-er Jahre der erste Sieg als Cheftrainer bei den Barockstädtern. Bester Spieler der Partie war Johannes Lischka, der 19 Punkten und 13 Rebounds sammelte. Der 24-Jährige setzte sich immer wieder dynamisch und effektiv durch und konnte von den Tübingern zu keiner Zeit in den Griff gebracht werden.

Die Partie begann denkbar schlecht für die Gäste. Nach drei Zeigerumdrehungen lagen die Perovic-Schützlinge bereits mit 0:5 zurück. Den Ludwigsburgern merkte man von Beginn an, dass sie diese Begegnung unbedingt gewinnen wollten. Tyrone Nash, Pavelas Cukinas und Vaughn Duggins sorgten in den Folgeminuten, sodass die Neckarstädter in der fünften zum 7:7 ausgleichen konnten. Doch Bowler und Lischka drückten dem Spiel im weiteren Verlauf des ersten Viertels enorm den Stempel auf und waren maßgeblich daran beteiligt, dass der erste Abschnitt mit 20:14 an die Key-Truppe ging. Zudem gab Ludwigsburgs Routinier Jerry Green nach mehrwöchiger Verletzungspause sein Comeback und erzielte die letzten drei Zähler seiner Farben in den ersten zehn Minuten.

Pavelas Cukinas mit frühem vierten Foul

Zu Beginn des zweiten Viertels kamen die Tigers immer besser in die Partie und verkürzten bis zur 14. Minute auf 24:26. Doch dann mussten die Tübinger einen folgenschweren Nackenschlag verkraften. Cukinas, mit bis dahin acht Punkten bester Spieler der Schwarz-Gelben, musste nach dem dritten Foul auch noch ein technisches Foul einstecken. Mit seinem frühen vierten Foul war für den 28-Jährigen die Partie größtenteils schon gelaufen. Die Folge: Beim Stand von 34:31 legten für die Hausherren einen 8:0-Lauf hin - fünf Punkte erzielte Lischka, drei Zähler Bowler. Mit einer komfortablen 42:32-Führung ging der Tübinger Tabellennachbar in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Tübinger nochmals alles versuchen und das Spiel drehen. Der ansonsten schwache Reggie Redding und Tübingens Topscorer Adnan Hodzic verkürzten in den ersten 120 Sekunden auf 38:44. Doch die Gastgeber hatten immer die bessere Antwort und konnte stets eine Schippe drauflegen, sodass die Tigers sich zwar redlich mühten, den Rückstand aber bis zum Ende der Begegnung nicht egalisieren konnten. Beim Stand von 49:41 musste dann auch Nash sein viertes Foul akzeptieren, was die Rotation auf den großen Positionen natürlich stark einschränkte (25.). Ruben Spoden und Nicolai Simon trafen zwei freche Dreier und brachten ihr Team auf 47:51 heran - wieder keimte etwas Hoffnung auf. Nach einer Auszeit von Key stellten Mark Dorris und erneut der bärenstärke Lischka den komfortablen Vorsprung von neun Punkten wieder her (56:47, 28.). Jenen Vorsprung betrug der Spielstand auch nach dem dritten Spielabschnitt - 60:51.

Perovic enttäuscht von seiner Mannschaft

Auch im letzten Viertel gaben sich die Raubkatzen nicht kampflos geschlagen. Tigers-Kapitän Louis Campbell traf per Dreier zum 54:60, Dorris traf im Gegenzug zum 62:54 in der 31. Minute. Anstatt weiter zu verkürzen, vergab Cukinas beide Freiwürfe mehr als kläglich. Insgesamt hatten die Tübinger eine miserable Freiwurfquote, nur 50% (neun von 18) gingen durch die gegnerische Reuse. Nach zwei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen von Donatas Zavackas führten die Barockstädter mit 70:57 (34.), das Spiel schien entscheiden. Doch dann kam die erwähnte Aufholjagd der Tigers, die leider nicht mit einem Erfolgserlebnis belohnt wurde. Nach der Partie war Perovic tief enttäuscht und sichtlich bedient: "Wir hatten heute im eins gegen eins auf allen Positionen große Probleme. Dazu haben wir im Angriff falsche Entscheidungen getroffen und konnten auch nicht von der Freiwurflinie überzeugen. Gegen Würzburg müssen wir uns gehörig steigern, damit wir in diesem Spiel bestehen können", so Perovic.

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