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Zwei Sonntage mit den Eisbären: Bremerhaven macht das „doppelte Lottchen“

Zwei Sonntage mit den Eisbären: Bremerhaven macht das „doppelte Lottchen“

Gleich zweimal binnen acht Tagen kommt es in der Beko Basketball Bundesliga zum Duell zwischen Phoenix Hagen und den Eisbären Bremerhaven. Am Sonntag um 17 Uhr erwarten die Feuervögel die Norddeutschen in der ENERVIE Arena. Am Sonntag darauf steht dann das Rückspiel in Bremerhaven an.
Ob die Eisbären dann auch ihre zwei Gesichter an den Tag legen werden, bleibt abzuwarten. Bisher zeigten die Norddeutschen aber durchaus eine gewisse Unbeständigkeit. Echten Ausrufezeichen wie dem 71:69 gegen ALBA BERLIN oder dem 86:83 bei den Artland Dragons stehen bittere Niederlagen wie das 83:90 gegen Tübingen oder das 58:82 gegen Ulm entgegen.

Trainer Douglas Spradley, der sein Team in die Playoffs führen will, muss derzeit auf seinen vielleicht wichtigsten Akteur verzichten. Allstar Torrell Martin zog sich eine Verletzung am Außenmeniskus zu und dürfte seiner Mannschaft noch bis Anfang Februar fehlen. Die Last auf den kleinen Positionen verteilt sich dadurch mehr auf Terrell Everett, Anthony Smith, Mike Smith und Neuzugang Alex Gordon.

Der US-Amerikaner Gordon bekam zunächst einen Probevertrag über zwei Wochen und ersetzt den bisherigen Spielmacher Jamison Brewer, der um eine vorzeitige Vertragsauflösung gebeten hatte. In 13 Saisonspielen für die Eisbären kam Brewer auf durchschnittlich 4,9 Punkte und 5,1 Assists. Alex Gordon ist 26 Jahre alt. Er spielte zwei Jahre lang in der türkischen Eliteliga TBL. Vor der Spielzeit 2010/2011 wechselte Gordon dann zum französischen Meister Chorale Roanne. Die laufende Saison begann der Neu-Eisbär aus Pensacola/Florida ebenfalls in Frankreich, und zwar beim Erstligisten JSF Nanterre.

Beste Bremerhavener Werfer in Abwesenheit von Torrell Martin sind die Langen. Der Ex-Gießener Zachery Peacock (11,8 Punkte, 4,6 Rebounds) und National-Center Chris McNaughton (10,8 Punkte, 4,9 Rebounds) überzeugten bisher und haben starke Vertreter. Der vielseitige Jason Cain und Jermain Raffington entlasten die beiden Starter. Viel geht bei den Eisbären über die Bretter. Die Hagener Center-Troika um Bernd Kruel, Edward Seward und Adam Constantine kann sich also auf eine Menge Arbeit einstellen.

Zum Abschluss der Rückrunde hofft Phoenix-Coach Ingo Freyer darauf, dass sein Team an die Leistungen der Siege gegen Ende des Jahres anknüpfen kann. Gleichzeitig warnt er vor einer gefährlichen Situation: „Sechs Siege zum jetzigen Zeitpunkt sind okay, aber auch nicht so viel wert wie in den Vorjahren. Wir sind nur ein Spiel von den Abstiegsplätzen entfernt. Neun oder zehn Siege wie in den letzten Jahren werden in dieser Saison ganz bestimmt nicht zum Klassenerhalt reichen. Dafür sind vor allem die Aufsteiger zu stark.“

Nicht wirklich günstig ist auch der Spielplan, der im Januar und Februar sehr schwere Aufgaben bringt: „Da musst du aufpassen, dass du die Stabilität erlangst, um nicht irgendwann wieder fünf, sechs Spiele nacheinander zu verlieren.“ Im Training lief es zuletzt gut, so Freyer: „Die Mannschaft arbeitet hart. Das müssen wir jetzt auch in den nächsten Trainingstagen und natürlich beim Spiel beweisen.“

Besonders stark sieht der Hagener Coach die Eisbären unter den Körben: „Auf den kleinen Positionen sind sie nach der Verletzung von Martin und dem Tausch des Aufbauspielers schwer einzuschätzen. Aber McNaughton und Peacock, das ist ein ganz starkes Duo. Von Jason Cain bin ich sowieso überzeugt.“
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