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17. Spieltag: Bayern gewinnen Spitzenspiel, SKYLINERS dominieren Hessenderby, Hagen überrascht...

17. Spieltag: Bayern gewinnen Spitzenspiel, SKYLINERS dominieren Hessenderby, Hagen überrascht...

Am 17. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga setzt der FC Bayern München seinen Aufwärtstrend mit einem 80:78-Sieg gegen Vizemeister ratiopharm ulm fort. Die FRAPORT SKYLINERS setzen derweil im Duell gegen Tabellen- und Lokalnachbar Gießen ein Ausrufezeichen (59:79), während Phoenix Hagen die Artland Dragons aus der Halle rannte (93:104).
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:

FC Bayern München – ratiopharm ulm 80:78
Mitteldeutscher BC – s.Oliver Baskets 80:66
Neckar RIESEN Ludwigsburg – WALTER Tigers Tübingen 73:78
Brose Baskets – BBC Bayreuth 85:74
LTi GIESSEN 46ers – FRAPORT SKYLINERS 59:79
Artland Dragons – Phoenix Hagen 93:104

FC Bayern München – ratiopharm ulm


Der FC Bayern München lässt sich auch vom Vizemeister nicht auf seinem Zug gen Tabellenspitze aufhalten. Der 80:78-Erfolg gegen ratiopharm ulm markiert den sechsten Bayern-Erfolg in Serie. Vor ausverkauftem Haus (6.700 Zuschauer) entwickelte sich im Münchener Audi Dome eine Partie, die der Bezeichnung Spitzenspiel vollauf gerecht wurde: Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte (34:38) bekamen erst die Gäste aus Ulm Oberwasser. Die Truppe von Svetislav Pesic antwortete aber mit einem 18:3-Lauf, ehe die Spatzen ihrerseits mit 12 Zählern in Folge konterten. Bis in die Schlussphase wogte das Momentum hin und her, ehe zwei Bayern-Guards für die Entscheidung sorgten: Erst brachte Steffen Hamann seine Farben zum 79:78 in Führung, dann nahm der FCB-Routinier auf der Gegenseite ein Offensivfoul an. Einen der fälligen Freiwürfe verwandelte sein Aufbaupartner Tyrese Rice zur Entscheidung. In einem auch statistisch weitaus ausgeglichenen Spiel machten vor allem Nationalspieler Robin Benzing (14 Punkte, 13 Rebounds) und Jared Homan den Unterschied; Letzterer erzielte nicht nur 20 Zähler, sondern hielt auch Ulms Topscorer John Bryant (5 Punkte) über weite Strecken in Schach. München zieht damit in puncto Siege mit Ulm gleich und setzt seinen Aufwärtstrend unter Svetislav Pesic fort.


Svetislav Pesic (Headcoach München):
„Jeder hat gesehen, dass wir heute gegen eine sehr kompakte Mannschaft gespielt haben. Das war für uns nicht einfach. Die Ulmer haben heute gezeigt, dass sie sich nicht nur offensiv blind verstehen, sondern auch eine gute Defense spielen können. Wir haben heute gewonnen, weil wir an den Sieg geglaubt haben und dafür haben wir bis zur letzten Sekunden gekämpft. Man kann ein Spiel halt nicht nur durch gute taktische Entscheidungen gewinnen, sondern auch durch festen Glauben.“

Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Wir haben eine gute und spannende Partie gesehen, aber Basketball ist nun einmal ein Spiel der Läufe. Wir hatten in der ersten Halbzeit einen guten Lauf, doch dann sind die Münchner in der zweiten Halbzeit sehr gut in die Partie gekommen. Wir sollten die Niederlage nicht an den Szenen in den letzten Minuten festmachen, sondern müssen einfach noch ein bisschen zulegen, wenn wir die Münchner schlagen wollen. Gerade auf den großen Positionen haben wir heute nicht unser bestes Spiel gesehen, aber im Großen und Ganzen war es trotzdem eine Leistung, auf der man aufbauen kann.“

Mitteldeutscher BC – s.Oliver Baskets


Der Mitteldeutsche BC beendet die Hinrunde der Saison 2012/13 mit einem Heimsieg gegen Würzburg. Das klare Endergebnis von 80:66 darf allerdings nicht darüber hinweg täuschen, dass die Wölfe gegen die Gäste aus Franken eine wahre Energieleistung brauchten. So musste der MBC in der Anfangsphase über den Kampf in die Partie finden: Nach den ersten zwei Zählern der Partie blieben die Hausherren bis zum 5:14 über acht Minuten ohne Korberfolg. Von da agierte der Aufsteiger aber auf Augenhöhe mit dem Playoff-Halbfinalisten des vergangenen Jahres. Die Entscheidung brachte dann das Schlussviertel, welches die Weißenfelser mit 30:18 dominierten. Der MBC profitierte von einer starken Leistung der zweiten Garde (50 Bank-Punkte), die von Forward Devin Uskoski (22, 8 Rebounds) angeführt wurde. Bei den Gästen, die insbesondere aus der Distanz einen gebrauchten Tag erwischten (20,8 Prozent Dreier), war einmal mehr Guard Courtney Pigram (13 Zähler) bester Punktesammler. Der MBC gewinnt das vierte Heimspiel in Folge und befreit sich vorläufig aus der Abstiegszone.


Silvano Poropat (Headcoach Mitteldeutscher BC):
„Das war heute ein großer und besonderer Sieg für uns, ich bin sehr stolz auf unser Team. Besonders in den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit und in der zweiten Spielhälfte haben wir mit hoher Intensität gespielt. Meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt und aus dem Spiel gegen Trier gelernt. Wir sind als Team aufs Parkett gekommen und haben eine gute Mannschaftsleistung abgeliefert. Gerade nach der harten Woche mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen hat die Mannschaft dies in positive Energie umgewandelt. Wir haben nun ebenso sieben Siege wie Würzburg und können mit Stolz auf die Hinrunde zurückblicken, müssen aber nächste Woche gegen Frankfurt alles geben. Das wird ein Vierpunktespiel für uns.“

Marcel Schröder (Headcoach Würzburg):
„Der MBC hat den Sieg mit seiner Energieleistung heute verdient. Wir haben gut angefangen, dann sind wir aber zu hektisch geworden, auch weil das Publikum hier immer viel Druck macht. Der MBC hat sehr kämpferisch agiert und in der zweiten Hälfte konnten wir der Intensität des Gegners nicht mehr standhalten. Wir hatten dann viele Ballverluste und kaum Offensivrebounds mehr. Wir müssen nun schnell aus diesem Loch rausfinden, am Montag geht es bereits gegen Bamberg.“

Neckar RIESEN Ludwigsburg – WALTER Tigers Tübingen


Eine Woche nach der Derbypleite gegen Ulm gelingt den WALTER Tigers Tübingen im anderen Lokal-Klassiker ein Erfolg. Beim 73:78-Sieg in Ludwigsburg stieg der Blutdruck aber nicht nur wegen der Derby-Brisanz auf Höchstwerte: In einer Begegnung, die in den ersten 20 Minuten von den Hausherren dominiert worden war, entschieden zum Schluss die Tübinger Freiwurfstärke und ein bärenstarker Kenny Frease. Der Tigers-Center trumpfte ausgerechnet im Nachbarschaftsduell mit seiner besten Saisonleistung (20 Punkte) auf. Dank ihrer Überlegenheit am Brett (30:38) konnten die Gäste auch die Tatsache kaschieren, dass von der Dreierlinie nur selten ein Wurf fallen wollte (4/16 Dreier). Die Gastgeber, für die sich Kammron Taylor (16 Punkte) als Topscorer in die Statistik eintrug, bauten dagegen nach einer überzeugenden Anfangsphase (35:22) ab und fallen in der Tabelle auf einen Abstiegsplatz zurück.


Steven Key (Headcoach Ludwigsburg):
„Es ist einfach frustrierend. Wir haben Profispieler, aber wenn diese Profis nicht in der Lage sind, die grundlegenden Dinge des Spiels umzusetzen, dann braucht man gar nicht weiter diskutieren. Wir brauchen Spieler, die die einfachen Dinge auf dem Feld machen können. Natürlich hat die Mannschaft am Ende noch die Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen und das ohne jeden Freiwurfversuch in der zweiten Halbzeit. Der vergebene Korbleger von Bernard war der Knackpunkt. Danach war die Körpersprache der Spieler nicht mehr gut.“

Igor Perovic (Headcoach Tübingen):
„Zunächst möchte ich meinen Spielern gratulieren. Es ist das vierte Spiel in Folge, in dem wir ein starkes Finish abliefern konnten. Die Spieler haben einen großen Charakter gezeigt. In den ersten 20 Minuten haben wir nicht gut gespielt. Wir haben Ludwigsburgs schnelles Spiel einfach nicht gestoppt. In der zweiten Hälfte haben wir das abgestellt und besser die Kontrolle über das Spiel bekommen. Sehr wichtig war auch, dass wir angefangen haben, unsere Würfe zu treffen. Duggings hat eine großartige zweite Halbzeit gespielt. Redding hat das ganze Spiel stark gespielt. Wenn die beiden gut spielen, haben wir immer eine gute Chance zu gewinnen. Kenny Frease hat uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten.“

Courtsider Darijan Briskiberichtete für euch live aus seinem Wohnzimmer der MHP Arena Ludwigsburg:




Brose Baskets – BBC Bayreuth


Der deutsche Meister, die Brose Baskets Bamberg, starten auf nationalem Level mit einem Sieg ins Kalenderjahr 2013. Zwei Tage nach der Top16-Pleite gegen Madrid in der Euroleague (67:82) konnten die Brösels im Regionalduell gegen den BBC Bayreuth einen ungefährdeten Sieg einfahren. Nur in den ersten zehn Minuten (18:15) konnte der BBC, der noch am vorigen Wochenende ALBA BERLIN deklassiert hatte, mit den Brose Baskets mithalten; bis zur Halbzeit enteilte Bamberg dem fränkischen Nachbarn auf 44:28, und ließ auch dann nichts mehr anbrennen, als Bayreuth den Rückstand im Schlussviertel kurzzeitig auf sechs Zähler verkürzte (65:59). Die Gastgeber glänzten mit einer harmonischen Teamleistung – sechs Spieler punkteten zweistellig, darunter der erstmals in der Beko BBL eingesetzte AJ Ogilvy (10) – und 32 Treffern (bei 39 Versuchen) von der Freiwurflinie. Die Brose Baskets bleiben unangefochten an der Spitze im Klassement; der BBC pendelt sich im Tabellenmittelfeld ein, hat aber nur einen Sieg Abstand zu den Playoff-Rängen.


Chris Fleming (Headcoach Bamberg):
„Nachdem wir das Spiel von Bayreuth gegen Berlin gesehen haben, sind wir mit Respekt in dieses Spiel gegangen. Wir wussten: Wenn die Bayreuther von außen treffen, können sie das Spiel gewinnen. Unser Ziel war es, die Distanzschützen zu stoppen. Dies ist uns über weite Strecken des Spiels gelungen. Der Ausfall von Gavel nach der Halbzeit konnte von Goldsberry und Jacobsen kompensiert werden. Wir haben Bayreuth gut vom Brett fern gehalten und eine deutlich bessere Rebound-Leistung als in den letzten Spielen gezeigt.“

Marco van den Berg (Headcoach Bayreuth):
„Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sieg. Bamberg spielte seine Erfahrung, wie man an die Freiwurflinie kommt, voll aus. Wir haben eine Halbzeit gebraucht, um uns an die Verteidigung von Bamberg zu gewöhnen. Wir hatten die Chance, das Spiel mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge zu kippen, aber dann rutschte Nicolai Simon unglücklich in der Halle aus und die Siegchance war vertan. Wir hoffen, die Playoffs zu schaffen und damit wollen wir am Mittwoch gegen Bonn beginnen.“

LTi GIESSEN 46ers – FRAPORT SKYLINERS


In Gießen trafen am Samstagabend die beiden Schlusslichter im Klassement aufeinander – umso wichtiger würde ein Sieg gegen den Konkurrenten sein. Die FRAPORT SKYLINERS nahmen sich diesen Vorsatz wohl besonders zu Herzen und deklassierten ihren hessischen Nachbarn mit 59:79. Nur bis zur siebten Minute sahen die Zuschauer in der ausverkauften Sporthalle Gießen-Ost eine enge Partie (7:8); anschließend setzten sich die Gäste peu à peu ab und nahmen einen komfortablen Vorsprung (29:48) mit in die Kabine. Vor allem der Ex-Gießener Zach Peacock (23 Punkte, 9 Rebounds) tobte sich unter den Körben seiner früheren Wirkungsstätte aus und sorgte dafür, dass die 46ers auch in der zweiten Halbzeit kein Licht mehr sahen. Den Gastgebern machte vor allen Dingen eine unterdurchschnittliche Trefferquote (39 Prozent aus dem Feld) zu schaffen, während Frankfurt hochprozentig einnetzte (48 Prozent). Die SKYLINERS machen damit zum Abschluss der Hinrunde den Schritt aus der Abstiegszone.


Mathias Fischer (Headcoach Gießen):
„Wir haben heute leider keinen Teambasketball gezeigt, sondern sind in unsere Einzelteile zerfallen. Jeder hat für sich selbst gespielt, da muss man nicht über Statistiken sprechen. Frankfurt hat das Spiel verdient gewonnen.“

Muli Katzurin (Headcoach Frankfurt):
„Unsere Schlüssel zum Erfolg waren, dass wir das Reboundduell für uns entscheiden und die beiden wichtigsten Spieler der Gießener, Elvir Ovcina und Ryan Brooks, stoppen konnten. Wir haben heute einen ganz wichtigen Sieg eingefahren, den wir uns aber auch erarbeitet und verdient haben.“

Artland Dragons – Phoenix Hagen


Phoenix Hagen hat die Erfolgsserie der Artland Dragons durchbrochen. Nach zuletzt drei aufeinanderfolgenden Siegen mussten sich die Drachen in einem punktereichen Spiel gegen die Feuervögel mit 93:104 geschlagen geben. Einer Begegnung, die in den ersten 20 Minuten auf Augenhöhe stattfand, konnten die Gäste aus Hagen im dritten Viertel (20:30) ihren Stempel aufdrücken. Phoenix brachte vor allem wiederholt seine Versuche von jenseits der 6,75-Meter-Linie ins Ziel (10/23 Dreier), leistete sich dabei aber nur fünf Ballverluste und konnte letztlich sechs Spieler mit zweistelliger Punkteausbeute aufweisen. Anthony King (25 Punkte) und MarQuez Haynes (20) stemmten sich zwar mit allen Kräften gegen die Phoenix-Phalanx, aber im Gegensatz zu den Gästen fehlte es den Dragons an Ausgeglichenheit auf dem Scoreboard. Hagen erzielt zum zweiten Mal in Folge 100 Punkte und bleibt auf Tuchfühlung zu den Playoff-Plätzen.


Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Hagen hat heute seine Art Basketball zu spielen mit sehr viel Hingabe und Intensität ausgeführt, weswegen der Sieg auch hochverdient ist. Für uns ist dieses Spiel eine Enttäuschung. Gefühlt ist das das erste Spiel für mich – ich habe die Statistiken nicht genau im Kopf –, in dem wir in Quakenbrück 100 Punkte kassiert haben. Unsere Leistung war ein Spiegelbild unserer Trainingswoche. Wir hatten nicht ein gutes Training. Unsere Spieler müssen verstehen, dass wenn man in dieser Liga in die Play-offs kommen will, man immer 100 Prozent kampfbereit sein muss. Das habe ich heute nicht feststellen können.“

Ingo Freyer (Headcoach Hagen):
„Ich bin sehr, sehr froh. Das war sehr stark von meiner Mannschaft. Ich bin überrascht, in wie vielen Statistiken wir überlegen waren, obwohl Artland keine schlechten Statistiken hatte. Wir haben über 40 Minuten hochkonzentriert gespielt. Das sieht man auch daran, dass wir nur fünf Ballverluste hatten. Aber auch nur so haben wir hier eine Chance gehabt. Am Ende haben wir die Partie cool runtergespielt. Das war eine Verbesserung im Vergleich zum letzten Spiel gegen Bonn.“

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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