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18. Spieltag: Nicolai Simon schießt Bonn ab, Frease trifft zum Tigers-Sieg, Trier gewinnt bei...

18. Spieltag: Nicolai Simon schießt Bonn ab, Frease trifft zum Tigers-Sieg, Trier gewinnt bei...

Am 18. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga fügt der BBC Bayreuth den Telekom Baskets Bonn dank einer Karrierebestleistung von Nicolai Simon eine deutliche Niederlage zu (77:61). Die WALTER Tigers Tübingen bezwingen die Artland Dragons durch einen Gamewinner von Kenny Frease mit 72:71, während die TBB Trier die Neckar RIESEN Ludwigsburg um Neu-Coach John Patrick schlägt (79:73).
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:

BBC Bayreuth – Telekom Baskets Bonn 77:61
TBB Trier – Neckar RIESEN Ludwigsburg 79:73
WALTER Tigers Tübingen – Artland Dragons 72:71

BBC Bayreuth – Telekom Baskets Bonn


Der BBC Bayreuth stoppt die kurze Erfolgsserie der Telekom Baskets Bonn (zwei Siege) und sichert sich in einer einseitigen Partie zwei Punkte. Den Grundstein für den klaren Sieg legte die Mannschaft von Marco van den Berg in einer ersten Halbzeit, die vor allem ein Mann prägte: Nicolai Simon. Satte 18 Punkte – die meisten davon aus der Distanz (insgesamt 5/8 Dreier) – legte der Combo-Guard allein in den ersten 20 Minuten auf; am Schluss sollte er auf einen Karrierebestwert von 24 Zählern kommen. Weil außerdem die Verteidigung der Franken bombensicher stand und die Bonner aus der Distanz einen rabenschwarzen Tag erwischten (2/16 Dreier), konnte sich Bayreuth bereits zur Halbzeit ein Polster von 21 Punkten (44:23) erspielen. Bonn konnte diesen Rückstand nach dem Seitenwechsel nicht mehr unter 13 Punkte drücken. Die Gäste strahlten am gegnerischen Korb insgesamt zu wenig Gefahr aus; einzig Neuzugang Jamel McLean (16 Zähler) punktete zweistellig.


Marco van den Berg (Headcoach Bayreuth):
„Das Statement von Mike Koch könnte auch meines sein. Es zeigt sich immer mehr, wie stark die Liga in dieser Saison ist. Bonn ist eine starke und souverän gecoachte Mannschaft. Dass wir auf einem Level mit diesem Team sind, zeigt die Ausgeglichenheit. Ich möchte noch Bryan Bailey nennen, der es geschafft hat, Jared Jordans Effektivität zu beschränken. Dadurch sind die guten Schützen von Bonn nicht so zum Zug gekommen, denn Jordan macht die ganze Mannschaft besser. Dass er nicht dominiert, war unser Ziel. Das hat die ganze Mannschaft gut gemacht, aber vor allem Bryan. Nico Simon hat heute offensiv gut gespielt. Er ist ein guter Schütze; es ist wichtig, dass deutsche Spieler die Verantwortung mit tragen können.“

Michael Koch (Headcoach Bonn):
„Glückwunsch an den BBC zum verdienten Sieg. Für uns war es ein gebrauchter Tag, wir haben uns von Anfang an den Schneid abkaufen lassen. Bayreuth hat viel Druck gemacht und clever verteidigt, wir haben aber auch unsere Chancen nicht genutzt. Wir haben in der ersten Halbzeit viele Fehler gemacht, waren nicht aggressiv genug und waren beim Rebounding nicht vorhanden. Das hat dazu geführt, dass die Mannschaft das Selbstvertrauen verloren hat. Wir haben uns immer wieder versucht, uns heranzukämpfen, aber das Loch, das wir uns gegraben haben, konnten wir nicht mehr schließen. Bayreuth hat das Spiel letztendlich verdient nach Hause gebracht. Jamel McLean hat eine hervorragende Leistung gebracht und gezeigt, was er für die Mannschaft wert sein kann. Ich denke, er kann sich noch weiter steigern.“

TBB Trier – Neckar RIESEN Ludwigsburg


Die TBB Trier hat John Patrick den Einstand als Headcoach der Neckar RIESEN Ludwigsburg verdorben. Dabei ließ sich der erste Auftritt des US-Amerikaners in Diensten der Schwaben gut an, nämlich mit einem furiosen 5:16-Start seiner Ludwigsburger. Ein später TBB-Lauf im ersten Viertel brachte das Momentum allerdings zum Kippen und die Hausherren in Führung (25:21). Die folgenden 30 Minuten begegneten sich beide Mannschaften fast durchgehend auf Augenhöhe. Für die Vorentscheidung sorgte ein Trierer 9:0-Lauf im Schlussabschnitt; über vier Minuten blieben die Neckar RIESEN, die sich insgesamt 20 Ballverluste leisteten, in dieser Phase ohne Korberfolg. Für Trier markierten Nate Linhart (21 Punkte) und Shooting Guard Barry Stewart (16) die meisten Punkte; auf Gäste-Seite kam Wayne Bernard auf 17 Zähler. Trier bleibt im Rennen um die Spitzenplätze in der Beko BBL; John Patrick steht nach zuletzt fünf Niederlagen aus sechs Spielen vor einer schwere Aufgabe in Ludwigsburg.


Henrik Rödl (Headcoach Trier):
„Ein ungemein wichtiger Sieg für uns, gerade vor der Pause, in der wir zweieinhalb Wochen lang kein Spiel haben. Die Mannschaft hat sich gefunden und hat gut zusammen gekämpft. Es war ein sehr schweres Spiel gegen eine gute Mannschaft, die jetzt auch einen der besten Trainer der Liga hat. Ich bin froh, dass John Patrick nur zwei Tage Zeit hatte, um seine Mannschaft vorzubereiten. Nach der Niederlage in Bonn haben wir nicht so gut ins Spiel gefunden, Ludwigsburg hat am Anfang sehr gut getroffen. Dann sind wir über die Ganzfeldpresse ins Spiel gekommen. Wir konnten einige Turnover erzwingen und so das Spiel drehen. Das war heute wirklich ein ganz wichtiger Sieg.“

John Patrick (Headcoach Ludwigsburg):
„Nach nur zwei Tagen Training haben wir alles gegeben gegen eine starke Trierer Mannschaft. Wir haben gut angefangen, dann war es eine ziemliche Achterbahnfahrt. Wir haben gegen eine gute Defense keine guten Antworten gefunden, vor allem im letzten Viertel, als Trier das Momentum hatte. Trier hatte ein paar gute Blocks gegen unsere Korbleger. Aber am Ende bin ich stolz: Wir haben alles gegeben, auch wenn einige Spieler nicht ganz fit waren. Trier war am Ende einfach besser.“

WALTER Tigers Tübingen – Artland Dragons


Die WALTER Tigers Tübingen schlossen die Hinrunde jüngst mit der besten Bilanz der Klub-Geschichte ab – und das, obwohl es in eigener Halle noch häufig hakte (6:10 Punkte). Diese Bilanz galt es gegen die Artland Dragons, das beste Auswärtsteam der Hinserie (12:4), aufzupolieren. Und die Tigers erwischten vor 2300 Zuschauern in der Paul Horn-Arena den besseren Start: 28:16 lautete der Stand nach elf Spielminuten, und auch nach einem Zwischenspurt der Dragons hielt die Mannschaft von Igor Perovic ihre Nerven im Zaum und erarbeitete sich im dritten Viertel erneut einen Vorsprung. Die Schlussphase ließ es dann aber nicht an Spannung vermissen: Mit zwei Freiwürfen brachte Routinier Demond Mallet Quakenbrück 20 Sekunden vor Schluss zum ersten Mal seit dem zweiten Viertel wieder in Führung (70:71). Auf Vorlage von Reggie Redding traf Tigers-Center Kenny Frease auf der Gegenseite dann aber wieder zur Tübinger Führung. Ohnehin konnten sich die Gastgeber auf Frease (14 Punkte) verlassen, der die Dragons gemeinsam mit Frontcourt-Partner Tyrone Nash (17) wiederholt vor Probleme stellte. Tübingen gewinnt damit das vierte der letzten fünf Spiele.


Igor Perovic (Headcoach Tübingen):
„Vielen Dank an Stefan für die netten Worte. Ich muss meiner Mannschaft zu diesem Erfolg gratulieren. Ich bin stolz auf die Art und Weise, wie die Jungs jede Partie bestreiten. Wir haben vielleicht unsere beste erste Hälfte vor eigenem Publikum gespielt und hatten während der Begegnung mehrmals die Chance, das Spiel zu entscheiden. Die Dragons haben natürlich ein tolles Kollektiv und bestrafen jeden Fehler. Trotz der vielen Fehler in Schlüsselsituationen haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und uns am Ende letztendlich verdient durchgesetzt. Wenn man die Hoffnung auf die Playoffs haben möchte, dann muss man die Heimspiele gewinnen. Das haben wir heute gemacht, und das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Glückwunsch an Igor und seine Mannschaft. Die Tigers sind dieses Jahr sehr stark. Sie haben gute Spieler und ein hervorragendes Coaching. Mich freut es persönlich sehr, dass Igor Perovic und Radisa Zdravkovic diesen derzeitigen Erfolg haben. Ich mag die Art und Weise, wie sie ihr Team einstellen; heute kann ich damit aber nicht glücklich sein. Tübingen hat mit viel Energie gespielt und war ein harter Gegner. Ausschlaggebend für unsere Niederlage war die Tatsache, dass die Tübinger mehr Offensivrebounds (15) hatten als wir Defensivrebounds (14). Das sind zusätzliche Ballgewinne und neue Chancen. Das war der Schlüssel für unsere Niederlage.“

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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