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2. Halbfinale: Bamberger Sieg bei Gavel-Rückkehr / Halbfinal-Serien bleiben Auswärtsdomäne

2. Halbfinale: Bamberger Sieg bei Gavel-Rückkehr / Halbfinal-Serien bleiben Auswärtsdomäne

Die Playoff-Halbfinals 2013 in der Beko Basketball Bundesliga bleiben fest in der Hand der Auswärtsmannschaften: Mit dem 83:93-Erfolg der Brose Baskets gehen erstmals in 15 Jahren die insgesamt ersten vier Spiele der Semifinal-Serien jeweils an den Gast. Ein 2:10-Start der Gäste aus Franken war die Grundlage für den Erfolg in einem Spiel, in dem Bamberg kein einziges Mal in Rückstand lag. Anton Gavel, der noch in Spiel eins grippekrank gefehlt hatte, trieb das Brose-Baskets-Spiel mit 17 Punkten und sieben Assists an. Spiel drei der nun ausgeglichenen Serie steigt am kommenden Donnerstag ab 16.05 Uhr in Bamberg (live auf SPORT1).

Von: Joshua Wiedmann

FC Bayern München – Brose Baskets


Die Brose Baskets haben den Heimvorteil in der „best-of-five“-Serie zurückerobert. Eine knapp 58-prozentige Feldwurfquote und 21 Teamassists waren der Schlüssel zu einem letztlich klaren Auswärtserfolg in München. Die Routiniers Anton Gavel (17 Punkte, 7 Assists) und Casey Jacobsen (16 Punkte) waren im Bamberger Spiele tonangebend. Für die Bayern erzielte Lawrence Roberts 16 Zähler.

Wie schon zum Serienauftakt erwischten die Brose Baskets den besseren Start: Nach zahlreichen zweiten Chancen netzte John Goldsberry, der den noch angeschlagenen Anton Gavel in der Bamberger „Starting-Five“ vertrat, aus großer Distanz zum 2:10 ein. Die Gastgeber ließen zwar noch diverse Chancen in Korbnähe liegen, brachten die „Brösels“ aber bereits nach fünf Minuten über die Teamfoulgrenze und kämpften sich von der Freiwurflinie aus ins Spiel zurück (11:15). Weil Alex Renfroe und Casey Jacobsen bis zur achten Minute aber bereits die Gäste-Dreier Numero vier und fünf versenkten, blieb Bamberg in Front (16:23). Die letzten beiden Spielminuten im ersten Abschnitt gehörten dann aber den Bayern: Während den Brose Baskets nun mehrere Turnover unterliefen, traf Brandon Thomas zum ersten FCB-Dreier, dem Lawrence Roberts zwei weitere Zähler am Brett folgen ließ. Mit 21:23 ging es ins zweite Viertel.

Und Roberts (mit Offensivrebounds) sowie Thomas (via erfolgreichem Drive) prägten auch die ersten Sequenzen in den zweiten zehn Minuten. Den Ton gaben indes weiter die Bamberger an, die bereits nach 75 Sekunden das fünfte Münchener Teamfoul forcierten; zwei getroffene Freiwürfe von Anton Gavel, der trotz Grippe mit Intensität und Wille voran ging, verschafften den Franken wieder ein 4-Punkte-Polster (23:27). Schöne Passstafetten wechselten sich nun auf beiden Seiten mit spektakulären Blocks und Würfen ab – weiterhin mit leichten Vorteilen für die Gäste. Ein „and-one“-Spiel des starken Roberts verkürzte den Bayern-Rückstand auf 36:37. Die letzten Minuten des zweiten Viertels gehörten aber wieder den Bambergern: Drei FCB-Turnover nutzten die Gäste zu einem 2:7-Lauf – und einem Technischen Foul gegen Heimcoach Svetislav Pesic ließ der Meister vier weitere Zähler folgen. Mit Ablauf der ersten Hälfte klinkte Anton Gavel von außen zum 40:48 ein.

Alex Renfroe hievte den „Brösels“-Vorsprung direkt nach dem Seitenwechsel in den zweistelligen Bereich (40:50). Die ersten Punkte von Tyrese Rice konterte Renfroe mit einem schönen Anspiel auf Maik Zirbes, der vier Zähler in Serie markierte. Als dann nacheinander auch noch Jacobsen und Gavel von „downtown“ einnetzten, wuchs der Bamberger Vorsprung auf 14 Punkte an (46:60). Ganz abschütteln ließen sich die Bayern jedoch nicht: Ein spektakuläres Alley-Oop-Anspiel auf Alex Renfroe, der den Ball über Robin Benzing hinweg in den Korb drückte, beantwortete Brandon Thomas postwendend mit einem Treffer aus dem Drei-Punkte-Land (54:63). Und drei weitere FCB-Zähler durch Roberts – unterbrochen von einem Leger des agilen Philipp Neumann – sorgten dafür, dass die Hausherren bei acht Punkten Rückstand (57:65) auf Schlagdistanz blieben.

Und aus Sicht der Bayern begann das Schlussviertel optimal – nämlich mit einem erfolgreichen Dreier durch Robin Benzing. Im Münchener Angriff begann nun Tyrese Rice warmzulaufen (sieben Punkte binnen zwei Minuten). Doch auf der Gegenseite gelang es den Brose-Baskets-Guard immer wieder, ins Herz der FCB-Verteidigung vorzudringen und die offenen Distanzschützen zu finden: Nach Bostjan Nachbar traf auch Casey Jacobsen von außen (69:75). Und dann trat für die Gäste ein unerwarteter Held in Erscheinung – nämlich A.J. Ogilvy: Erst gelang dem Center ein Drei-Punkte-Spiel, dann stopfte er den Ball mit Autorität in den Korb. Nur weil für München der starke Roberts und Yotam Halperin dagegenhielten, blieb die Differenz im einstelligen Bereich (75:82, 37. Minute). Die optimale Antwort lieferte Anton Gavel, der trotz Foul „für Drei“ traf und auch noch den fälligen Bonusfreiwurf einnetzte. Als 100 Sekunden vor Schluss außerdem Renfroe einen akrobatischen Korbleger zur Bamberger 77:88-Führung versenkte, hatten die Franken den Ausgleich in der Serie endgültig unter Dach und Fach.

Spiel drei der Serie, die nun auf ein „best-of-three“ verkürzt wurde, ist am kommenden Donnerstag ab 16.05 Uhr live auf SPORT1 zu sehen!


Svetislav Pesic (Headcoach München):
„Verdienter Sieg für Bamberg, keine Frage. Wir haben in dieser Saison schon gezeigt wie eine Mannschaft Defense zu spielen hat, aber heute Abend haben wir nicht unsere beste Defensivleistung abgerufen. Und gegen eine so gut strukturierte Mannschaft wie Bamberg reicht das dann eben nicht. Wir waren nicht frisch genug und haben nicht immer die besten Entscheidungen getroffen. Wir können eine viel bessere Defense abrufen und das müssen wir jetzt in Bamberg zeigen. Die Brose Baskets haben sehr gut gespielt, sie wussten in jedem Moment, was sie wollen.“

Chris Fleming (Headcoach Bamberg):
„Nach dem demütigenden Spiel eins in Bamberg, haben unsere Jungs eine viel konstantere Leistung abgeliefert, insbesondere im Ballvortrag. Für mich war Renfroe sehr, sehr gut und sicherlich unser Schlüsselspieler heute Abend. Die großen Läufe von Tyrese Rice aus dem ersten Spiel haben wir heute verhindern können, daher konnten wir uns am Ende etwas absetzen. Beeindruckende Leistung von Ogilvy, der keine einfache Saison hinter sich hat. Er hat sich seine Saisonbestleistung für ein sehr wichtiges Spiel aufgehoben. Am Ende haben wir den Heimvorteil zurückerobert, aber anscheinend bedeutet das nicht so viel.“

Courtside-Reporterin Eva Kaiser berichtete für euch live aus dem Audi Dome:




Halbfinal-Zwischenstand: 1:1

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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