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2. Halbfinale: Oldenburg gleicht aus / Jenkins (21 Punkte) überragend / Per Günther scheidet...

2. Halbfinale: Oldenburg gleicht aus / Jenkins (21 Punkte) überragend / Per Günther scheidet...

Die EWE Baskets Oldenburg haben ihr Heimrecht in der Playoff-Halbfinalserie gegen ratiopharm ulm zurückerobert: Ein umkämpftes Spiel zwei der „Best-of-five“-Serie gewannen die Niedersachsen in Ulm mit 60:72. „Spatzen“-Aufbau Per Günther zog sich bereits nach zwei gespielten Minute eine Verletzung in der Wade zu und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Julius Jenkins stach als Topscorer (21 Punkte) aus einem starken EWE-Baskets-Kollektiv heraus, das sich vor allem über eine starke Defensivleistung definierte.

Von: Joshua Wiedmann

ratiopharm ulm – EWE Baskets Oldenburg


Auch das dritte Spiel in den beiden Playoff-Halbfinals 2013 geht an das Auswärtsteam. Mit einer überzeugenden Abwehrleistung, die Ulm bei einer 34-prozentigen Wurfquote hielt, zogen die EWE Baskets dem Gastgeber vor allem im ersten Viertel (5:20) den Zahn. Offensiv glänzte insbesondere Julius Jenkins (21 Punkte, 7/10 Würfe) bei den siegreichen Niedersachsen.

Der erste große Schock aus Sicht von ratiopharm ulm war weniger der 0:11-Start, als vielmehr die frühe Verletzung von Per Günther: Ohne sichtbare gegnerische Einwirkung ging der Nationalspieler nach nur zwei gespielten Minuten zu Boden und musste das Feld mit einer vermeintlichen Unterschenkelverletzung verlassen. Während die Gastgeber bis zur siebten Minute auf ihren ersten Korberfolg warten mussten, zeigten sich die „Donnervögel“ unbeeindruckt und nutzten vor allem die fahrlässigen Ballverluste der Spatzen wiederholt zu einfachen Körben. Dru Joyce konterte die ersten „Spatzen“-Zähler durch Lance Jeter indes prompt mit einem Dreier (2:14) – und auch in der Folge präsentierten sich die Gäste weitaus souveräner und vor allem defensiv geordneter als die ratiopharm-Truppe. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen durch den Ex-Ulmer Konrad Wysocki wies die Anzeigetafel kurz vor Ende des ersten Viertels bereits eine 17-Punkte-Führung für die Gäste aus (3:20). Ulm kam weiterhin kaum in Tritt; ein schwieriger Step-Back-Jumper durch Steve Esterkamp beendete den ersten Spielabschnitt bei einem überraschenden Stand von 5:20.

Doch auch im zweiten Viertel gaben zunächst die Gäste den Ton an. Ein Jenkins-Treffer und drei weitere Zähler durch Wysocki hoben den „Donnervögel“-Vorsprung auf 20 Zähler an (5:25). Erneut ging für die Ulmer nun Steve Esterkamp mit gutem Beispiel voran; nach einem Sprungwurf durch den ratiopharm-Kapitän bediente Esterkamp außerdem Philipp Schwethelm mustergültig per Baseball-Pass „für Zwei“ (9:25). Aber auch auf den ersten Mini-Lauf der „Spatzen“, den Esterkamp mit einem Dreier weiter befeuerte, hatten die Gäste bzw. Julius Jenkins die passende Antwort parat: Der US-Amerikaner erhöhte mit sechs Zählern in Folge auf 14:33. Gegen die weiter sichtlich desillusionierten Ulmer kam Oldenburg – besonders der bestens aufgelegte Jenkins – immer wieder zu offenen Wurfgelegenheiten. Ulm dagegen mangelte es ohne Günther sichtlich an veritablen Außenoptionen gegen die wie aus einem Guss spielende Baskets-Defensive. Außer Esterkamp (9 Punkte in der 1. Hälfte), Schwethelm (7) und Jeter (6) konnte kein Ulmer einen Korberfolg verbuchen, ehe Daniel Theis die erste Hälfte mit einem Tip-Dunk zum 24:39 abschloss.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Schwaben erstmals Feuer zu fangen. Die ersten fünf Punkte von MVP John Bryant brachten den Rückstand in den einstelligen Bereich (34:43). Die Oldenburger ließen sich indes nicht aus der Ruhe bringen – auch nicht von der nun frenetischen Menge – und konterten fast jeden Ulmer Korberfolg postwendend. Besonders Adam Chubb gestaltete das Duell gegen Bryant nun offen und erzielte in der 27. Minute seine Punkte sieben und acht der zweiten Hälfte (36:49). Oldenburg kam in der Folge zwar nicht mehr so spielend leicht zu Korberfolgen wie noch phasenweise in Halbzeit eins, doch die Defensive der Niedersachsen stand weiterhin exzellent. Und da Konrad Wysocki noch vier Freiwurfversuche in drei Punkte ummünzte, gingen die „Donnervögel“ mit einer komfortablen 40:52-Führung in die letzte Viertelpause.

Zu Beginn des Schlussviertels keimte beim Vizemeister aus Ulm dann noch einmal Hoffnung auf. Schwethelm verkürzte aus der Distanz zum 42:52, ein Dreier von Esterkamp drehte sich aus der Reuse. Ein Drei-Punkte-Spiel des Ex-Ulmers Dru Joyce sowie ein Layup durch Rickey Paulding brachte die Menge jedoch umgehend zum Schweigen (44:57). Als Oldenburgs Aushängeschild kurze Zeit später einen Dreier nachlegte und Jenkins ebenfalls von außen einklinkte, schien die Messe in der ratiopharm arena gelesen zu sein (46:64). Die verzweifelten Angriffsversuche der Hausherren prallten nun wieder konsequent an der EWE-Baskets-Verteidigung ab, die Ulm nun maximal von der Freiwurflinie zu Punkten kommen ließ. Zwei erfolgreiche Treffer vom „Stripe“ durch den überragenden Jenkins beförderten die Oldenburger Führung aufs 20-Punkte-Plateau (48:68). Der geklärte Ausgang des Spiels wurde eine Minute vor Schluss von einem herben Foul durch Oldenburgs Ronnie Burrell überschattet, der nach einer Attacke gegen Ulms Keaton Nankivil disqualifiziert wurde.

Spiel drei findet am kommenden Mittwoch in Oldenburg statt. SPORT1 überträgt ab 20.15 Uhr live aus der EWE Arena.


Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Die Verletzung von Per Günther, der wohl einen Muskelfaserriss erlitten hat, hat das Team geschockt. Wir haben ein Viertel gebraucht, um uns davon zu erholen. Die restlichen drei Viertel konnten wir ausgeglichen gestalten, oder haben sie gewonnen. Aber im ersten Viertel haben wir uns um die Siegchance gebracht. Oldenburg hat uns heute wieder defensiv den Zahn gezogen und uns zu einer 34-prozentigen Wurfquote gezwungen – die wahrscheinlich schwächste dieses Jahr. Aber wir werden zurückkommen – da bin ich mir sicher. Wir können härter verteidigen – und das müssen wir auch. In Spiel drei müssen wir wahrscheinlich auf Per Günther verzichten, das wird die Feuertaufe von Till Jönke, denn Lance Jeter kann keine 40 Minuten spielen.“

Sebastian Machowski (Headcoach Oldenburg):
„Wir haben das Spiel heute in der Verteidigung gewonnen – Ulm bei 60 Punkten zu halten, ist eine grandiose Leistung. Ich freue mich sehr über den Sieg, denn wir haben die Serie zurück nach Oldenburg geholt. Zum Schluss haben wir allerdings den kühlen Kopf verloren. Das Disqualifizierende Foul gegen Ronny Burrell war leider die richtige Entscheidung. Dennoch wird uns die Art und Weise, wie wir gewonnen haben, Selbstbewusstsein geben – ich freue mich schon jetzt auf Mittwoch. Einen Favoriten kann ich allerdings nicht ausmachen.“

Halbfinal-Zwischenstand: 1:1

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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