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215.000 Euro für 138 Vereine: Ausbildungsfonds schüttet so viel Geld wie noch nie aus

215.000 Euro für 138 Vereine: Ausbildungsfonds schüttet so viel Geld wie noch nie aus

Rund 70 Prozent der Ausbildungsprämien gehen an „Vereine außerhalb des Profi-Bereichs“/ Berliner Talentschmiede TuS Lichterfelde erhält 14.113 Euro / „Nachwuchsarbeit in der Fläche ist uns ein sehr wichtiges Anliegen“

Dass der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) und ihren 18 Vereinen die Nachwuchsarbeit „ein sehr wichtiges Anliegen ist“, wie es der Geschäftsführer der höchsten deutschen Spielklasse, Jan Pommer, formulierte, lässt sich am Ausbildungsfonds festmachen: Rund eine dreiviertel Million Euro ist dieser „Solidarfonds“, in denen die Erstligisten sowie die Klubs der ProA und ProB einzahlen, schwer. Geld, das für zahlreiche Maßnahmen (unter anderem Nachwuchstrainer-Programm, Prämierung Nachwuchsarbeit, Unterstützung von nationalen Projekten wie Schul-AGs, Wertschätzungsmaßnahmen für ehrenamtlich Tätige in Jugendbereich) verwendet wird.

Allein 215.000 Euro, so viel wie noch nie, stehen nach Abschluss der Spielzeit 2012/2013 für Ausbildungsprämien bereit. Insgesamt 138 Vereine, ebenfalls ein neuer Bestwert, kommen diesmal in den Genuss von finanziellen Zuwendungen – weil sie in der Jugend Spieler ausgebildet haben, die nun in der Beko BBL, der ProA/ProB und der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) zum Einsatz kommen. So fließen beispielsweise 14.113 Euro, der zweithöchste Betrag, der ausgezahlt wird, an die Berliner Talentschmiede TuS Lichterfelde. Anthony Canty (ehemals Eisbären Bremerhaven, aktuell TBB Trier), Konstantin Klein (FRAPORT SKYLINERS) und Joshiko Saibou (ehemals TBB Trier, aktuell GIESSEN 46ers) kamen in der Beko BBL zum Einsatz; Colin Craven, Moritz Treml und Cameron Neubauer in der NBBL bei RSV Eintracht Stahnsdorf / IBBA sowie Jacob Mampuya im NBBL-Team der Eisbären Bremerhaven.

Rund 70 Prozent der 215.000 Euro werden an „Vereine außerhalb des Profi-Bereichs“ (Jan Pommer) ausgeschüttet. Das sei ein sehr beachtlicher Betrag und zugleich ein deutliches Signal, dass sich Nachwuchsarbeit auch finanziell lohne. „Die Beko BBL-Standorte leisten vor Ort bereits exzellente Arbeit. Aber ohne Unterstützung in der Fläche geht es nicht. Wir verbreitern nur dann stetig das Fundament, wenn auch kleinere Vereine ihren Beitrag zur Talentfindung und -Förderung leisten. Diese wertvolle Arbeit“, so Jan Pommer weiter, „gilt es zu honorieren“.

Für jeden deutschen Spieler, der unter die U23-Regelung fällt (Jahrgang 1989 oder jünger) und der in einer Saison mindestens 170 Minuten in der Beko BBL-Hauptrunde zum Einsatz gekommen ist, werden insgesamt 8.000 Euro an die bisherigen Vereine ausgeschüttet. Der Betrag wird, abhängig davon, wie lange ein Spieler beim jeweiligen Verein gespielt hat, anteilig ausgeschüttet.


Analog dazu wird für U21-Spieler (bei einer Mindestspielzeit von 280 Minuten in der ProA-Hauptrunde) eine Summe von 5.000 Euro ausgezahlt; bei den U20-Spielern und einer Mindestspielzeit von 330 Minuten in der ProB-Hauptrunde beläuft sich der Betrag auf 3.000 Euro. Bereits in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) werden die Einsatzzeiten mit Prämien für die bisherigen Vereine bedacht. 1.500 kommen zur Ausschüttung, sobald ein Spieler des ältesten NBBL-Jahrgangs (U19) bei einem Nachwuchs-Team eines Beko BBL-Ligisten mehr als 250 Minuten in der Hauptrunde auf dem Parkett gestanden hat.

Am Beispiel von Ole Wendt (Phoenix Hagen) lässt sich exemplarisch dokumentieren, welche Vereine an der Ausbildung beteiligt waren und mit einer Ausbildungsprämie – in diesem Fall 333 Euro pro Jahr – bedacht werden: FT Vorwärts Kiel, Kieler TB, TuS Holtenau, Basketball Club Rendsburg, SC Itzehoe, Paderborn Baskets 91, TV 1864 Salzkotten, Paderborn Baskets 91, finke baskets.

Ausbildungsfonds und Ausbildungsprämie

Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. wurde zur Saison 2008/2009 gegründet und hat das Ziel, den Nachwuchs im deutschen Basketball zu fördern. Neben den Vereinen aus der Beko BBL gehören seit der Saison 2011/2012 auch alle Vereine der ProA und ProB dem Ausbildungsfonds an. Dieser speist sich aus finanziellen Mitteln (jährlich feste Basiseinzahlungen sowie variable Einzahlungen, deren Größe von den Transferaktivitäten der Vereine abhängen). Die Basiseinzahlungen der Beko BBL-Vereine erfolgen durch einen jährlichen Grundbetrag pro Verein und Saison in Höhe von 3.000 Euro, die der ProA-Vereine in Höhe von 1.500 Euro und die der ProB-Vereine in Höhe von 750 Euro. Variable Einzahlungen werden bei Spielertransfers fällig. Die Einzahlungshöhe beträgt je Neu-Verpflichtung 3.000 Euro (Beko BBL), 1.500 Euro (ProA) beziehungsweise 750 Euro (ProB).
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