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22. Spieltag: Bonn gewinnt Karnevals-Spektakel, Würzburg bezwingt Dragons, Tigers rupfen Feuervögel

22. Spieltag: Bonn gewinnt Karnevals-Spektakel, Würzburg bezwingt Dragons, Tigers rupfen Feuervögel

Am 22. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga lieferten sich die Telekom Baskets Bonn und ratiopharm ulm einen spannenden Schlagabtausch, bei dem erneut die Rheinländer die Oberhand bewahrten (99:94). Derweil gelang den s.Oliver Baskets ein Kantersieg über die Artland Dragons (80:63), und auch Hagen kam in Tübingen unter die Räder (99:69).
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:
s.Oliver Baskets – Artland Dragons 80:63
BBC Bayreuth – FRAPORT SKYLINERS 75:69
New Yorker Phantoms Braunschweig – TBB Trier 84:81
WALTER Tigers Tübingen – Phoenix Hagen 99:69
LTi GIESSEN 46ers – Neckar Riesen Ludwigsburg 54:95
Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm 99:94

s.Oliver Baskets – Artland Dragons


Drei Tage nach der Qualifikation für das Pokal TOP FOUR bekamen die Artland Dragons am Samstag in Würzburg eine herbe Abreibung verpasst. Bei der Rückkehr von „Verteidigungsminister“ John Little, der nach seiner zweimonatigen Verletzungspause erstmals wieder zur Würzburger Line-Up gehörte, konnten sich die Gastgeber bereits bis zur Halbzeit deutlich absetzen (45:28). Während die s.Oliver Baskets vor allem von „downtown“ hochprozentig einnetzten (38 Prozent Dreier), wollte der Ball bei den Gästen nie wirklich konstant fallen. Bester Scorer für die Franken war Jimmy McKinney (17 Punkte), außerdem das 2000-Punkte-Plateau (gesamte Beko BBL-Karriere) passierte. Würzburg kann mit diesem Heimsieg seine bislang maue Bilanz in der s.Oliver Arena aufbessern (4 Siege, 6 Niederlagen); die Dragons dagegen bleiben dem wechselhaften Auftreten im bisherigen Saisonverlauf treu.


Marcel Schröder (Headcoach Würzburg):
„Wir hatten großen Respekt vor den Artland Dragons, sie sind eine gute Mannschaft mit vielen starken Spielern. Wir hatten ja in Quakenbrück auch ein schweres Spiel in der Hinrunde. Heute hatten wir den Vorteil, dass wir uns in Ruhe auf den Gegner vorbereiten konnten, während Quakenbrück vielleicht nach dem Pokalspiel am Mittwoch noch ein wenig schwere Beine hatte. Wir haben versucht, von Anfang an in der Verteidigung alles zu geben und eine hohe Intensität an den Tag zu legen, was uns auch sehr gut gelungen ist. Wir haben nach dem bitteren Heimspiel gegen Bonn vor einer Woche sicher auch mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch gespielt. Auch im Angriff haben wir sehr viel richtig gemacht. Ich bin zufrieden damit, wie wir heute zurückgekommen sind, aber auch das ist nur ein Sieg. Wir haben uns dadurch ein wenig Ruhe erkauft, aber es gilt jetzt, am Mittwoch gegen den MBC nachzulegen. Wir wissen, dass wir an heutige Leistung anknüpfen müssen. Es hat natürlich auch geholfen, dass John Little heute wieder dabei war und die ganze Mannschaft mitgezogen hat. Er ist unser emotionaler Leader, auch wenn er nach der langen Verletzung noch nicht hundertprozentig seine Form hat.“

Stefan Koch (Headcoach Artland Dragons):
„Glückwunsch an Marcel und seine Mannschaft zu einer hervorragenden Leistung. Würzburg hat mit sehr großer Hartnäckigkeit und Genauigkeit verteidigt. Im Angriff haben sie den Ball gut bewegt und sich gute Würfe herausgespielt, die sie dann auch getroffen haben. Wir waren Würzburg in diesen Bereichen heute deutlich unterlegen und haben dem entsprechend das Spiel auch deutlich verloren. Weh tut mir die Anfangsphase, als es in unserer Zone vier freie Bälle gab, die Würzburg viermal aufgelesen und in Punkte umgemünzt hat. Danach war es für uns schwierig, ins Spiel zu kommen. Das darf nicht passieren, wir müssen mental bereit sein zu spielen. Außerdem haben wir ein Spiel mit 17 verloren an einem Tag, an dem wir 16 Freiwürfe daneben geworfen haben. Wir haben an der Freiwurflinie zumindest die Chance liegen lassen, uns den direkten Vergleich zu sichern.“

BBC Bayreuth – FRAPORT SKYLINERS


Der BBC Bayreuth gewinnt in eigener Halle ein umkämpftes Spiel gegen die FRAPORT SKYLINERS und vergrößert damit seinen Abstand zu den Abstiegsrängen. Die Gäste aus der Mainmetropole trafen zwar 49 Prozent ihrer Feldwürfe, waren den Bayreuthern aber in zwei anderen statistischen Kategorien entscheidend unterlegen: Die Hausherren dominierten die Bretter (39:23 Rebounds) und hatten auch von jenseits der Dreierlinie (37 gegenüber 15 Prozent) die Oberhand. Für Bryan Bailey gab es sogar doppelt Grund zu feiern: Der BBC-Guard erreichte mit seinem achten von insgesamt 15 Zählern einen individuellen Meilensteine in seiner Beko BBL-Karriere, nämlich die 2500-Punkte-Marke.


Marco van den Berg (Headcoach Bayreuth):
„Das war ein richtiges Beko BBL-Spiel mit viel Intensität. Am Ende waren wir zum Glück der Sieger! Frankfurt hatte die Chance, das Momentum zu übernehmen, zum Glück hat das nicht geklappt. Wir haben gut verteidigt und Beckham Wyrick hat in den entscheidenden Phasen zwei wichtige Dreier getroffen. Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben nun zehn Siege und sind in einer Gruppe, die sehr breitgefächert ist und in der wir mit etwas Glück noch etwas weiter nach oben kommen kann.“

Muli Katzurin (Headcoach Frankfurt):
„Glückwunsch an Bayreuth zum Sieg. Der größte Unterschied war, dass Bayreuth seine Würfe getroffen hat als es nötig war. Wir haben einige offene Würfe vergeben, als wir die Möglichkeit hatten, das Spiel zu drehen. Auf die Art, wie wir das Spiel verloren haben, hätten wir es auch gewinnen können. Wir haben hart gearbeitet und unser Bestes gegeben, leider haben wir aber verloren.“

New Yorker Phantoms Braunschweig – TBB Trier


Den New Yorker Phantoms Braunschweig gelingt im Kampf gegen den Abstieg ein wichtiger Heimerfolg. Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge siegte die Mannschaft von Headcoach Kostas Flevarakis gegen Trier durch einen Gamewinner von Jermaine Anderson. Bei Gleichstand (81:81) traf der Kanadier in Diensten der Phantoms kurz vor Schluss den entscheidenden Drei-Punkte-Wurf. In einer abwechslungsreichen Partie hatten die Gäste von der Mosel im Schlussviertel durchweg leichte Vorteile, konnten sich aber trotz einer hohen Trefferquote (51,8 Prozent) nie vollständig absetzen. Braunschweig blieb dank 21 Offensiv-Rebounds sowie einem starken Nana Harding (17 Zähler) auf Schlagdistanz und konnte sich am Schluss auf die Nervenstärke von Jermaine Anderson verlassen. Triers Talfahrt in fremder Halle hält somit an: Seit über zweieinhalb Monaten ist die TBB auswärts ohne Pflichtsieg.


Jermaine Anderson (Braunschweig):
„Dieser letzte Angriff lief nicht ganz wie geplant. Aber zum Glück habe ich den entscheidenden Dreier getroffen und wir konnten diesen enorm wichtigen Sieg einfahren. Es ging für uns heute quasi um Leben und Tod. Es war keine leichte Situation, weil wir sehr unter Druck standen und so viele neue Spieler im Team haben. Aber wir haben dieses Spiel für uns entscheiden können, und daran können wir nun anknüpfen.“

Nate Linhart (Trier):
„Das war nicht wirklich unser Tag heute. Die Phantoms haben uns mit ihren starken Dreierschützen das Leben schwer gemacht. Da ist es auch keine Entschuldigung, dass Braunschweig so viele neue Spieler im Kader hat, auf die wir uns schlechter einstellen konnten. In dieser Liga muss man immer damit rechnen, dass jeder Spieler spielt wie Michael Jordan.“

WALTER Tigers Tübingen – Phoenix Hagen


Phoenix Hagen ist bekannt dafür, gegnerische Teams aus der Halle rennen zu können – diese leidvolle Erfahrung mussten in der Vorwoche die Eisbären Bremerhaven machen, die im Schlussviertel 42 Zähler von den „Feuervögeln“ eingeschenkt bekamen. In Tübingen wurde Hagen jedoch selbst Opfer eines Offensivfeuerwerks: 58 Prozent ihrer Würfe trafen die WALTER Tigers Tübingenbeim 99:69-Kantersieg; direkt am Korb netzten die Schwaben sogar mit 68-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein. Cameron Wells erzielte für die Gastgeber 21 Zähler, vier weitere Tigers-Akteure kamen ebenfalls auf mindestens 14 Punkte. Auf Hagener Seite blieb vor allem Scharfschütze David Bell (5) weit unter seinen Möglichkeiten.


Igor Perovic (Headcoach Tübingen):
„Danke für die Glückwünsche. Das Ergebnis sieht zwar eindeutig und leicht aus, aber das war es auf keinen Fall. Wir wussten, dass Hagen in kurzer Zeit viele Punkte machen kann. Darauf waren wir gut vorbereitet und haben mit Köpfchen gespielt. Vor drei Tagen haben wir noch eine harte Niederlage in Berlin erlitten, und es war nicht klar, wie wir auf diese Partie heute reagieren würden. Ich bin stolz auf meine Spieler, wie sie heute aufgetreten sind. Das war ein wichtiger Sieg für uns.“

Ingo Freyer (Headcoach Hagen):
„Glückwunsch an Igor und seine Mannschaft zu einem verdienten Sieg. Beide Mannschaften haben nervös begonnen, auch war keine Intensität im Spiel. Im zweiten Viertel hat Tübingen dann einen Lauf gehabt und wir konnten die einfachsten Dinge nicht mehr umsetzen. Zudem haben wir ganz schwach von außen getroffen und selbst die Freiwürfe konnten wir nicht ins Ziel bringen. Solche Spiele gibt es, es kann aber auch schnell ganz anders aussehen. Aber natürlich, der Sieg war verdient und wir müssen jetzt da ansetzen, wo wir heute viele Fehler gemacht haben.“

LTi GIESSEN 46ers – Neckar RIESEN Ludwigsburg


Die Neckar RIESEN Ludwigsburg bleiben in der Erfolgsspur und fahren in Gießen den dritten Sieg hintereinander ein. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte fingen die Gäste aus dem Schwabenland im dritten Viertel (13:28) Feuer und enteilten den Gastgebern. 13 getroffene Dreier – fünf davon durch Nationalspieler Lucca Staiger (20 Zähler) – sowie lediglich drei Ballverluste erwiesen sich als ausschlaggebend gegen ein Gießener Team, das sich seinerseits 18 Turnover leistete. Neuzugang Randall Hanke konnte bei seinem Debüt im Gießener Dress noch nicht die erhofften Akzente setzen. Mit der siebten Niederlage in Serie behalten die 46ers die rote Laterne des Tabellenschlusslichts.


Mathias Fischer (Headcoach Gießen):
„Glückwunsch nach Ludwigsburg. Wir wollten besser in das Spiel starten, das ist uns gelungen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann aber eingebrochen. Unsere jungen Spieler müssen Erfahrung sammeln und lernen, unter Druck den Ball besser zu bewegen. Vielleicht schaffen wir es im nächsten Spiel wiederum, länger solide zu spielen.“

John Patrick (Headcoach Ludwigsburg):
„Wir hatten eine schwierige erste Halbzeit, Gießen hat mit viel Energie gespielt und gekämpft. Der Gießener Mannschaft und den Fans muss man für die Leistung unter den schwierigen Bedingungen Respekt zollen. Obwohl wir das Reboundduell verloren haben, haben wir nur wenige Ballverluste produziert und hatten eine starke Dreierquote. Ich bin außerdem froh, dass die jungen Spieler nun ihre Chance bekommen haben.“

Telekom Baskets Bonn – ratiopharm ulm


Insgesamt 210 Punkte hatten Ulm und Bonn beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison auf die Anzeigetafel gezaubert. Zwar wurde diese Marke am 22. Spieltag nicht geknackt, aber ins Zeug legten sich die beiden Kontrahenten allemal: 6.000 zur Karnevalszeit bestens gelaunte Zuschauer sahen im Bonner Telekom Dome eine furiose Partie, die vor allem spektakulären Offensiv-Basketball bot. Auf Bonner Seite liefen Robert Vaden (32 Punkte) und Benas Veikalas (24) heiß und waren hauptverantwortlich dafür, dass die Rheinländer insgesamt 14 Dreier einstreuten. Ulm dagegen besann sich immer wieder auf seine Stärken in Korbnähe; sowohl John Bryant (28 Punkte, 11 Rebounds), als auch Keaton Nankivil (20, 11) markierten Double-Doubles für den Vizemeister. Für die Statistik des Tages sorgte aber Chris Ensminger, der den 1300. Freiwurf seiner Karriere traf. Ohne den gesperrten Allan Ray und Dane Watts (Hexenschuss) gingen den Gästen aus Ulm in der Schlussphase merklich die Kräfte zuneige. Bonn dagegen zeigte kaum Schwächen und bleibt somit auf dem aufsteigenden Ast.


Michael Koch (Headcoach Bonn):
„Dass Bonn ein tolles Basketball-Publikum hat, ist bekannt. Aber heute hatten wir hier eine herausragende Stimmung, die uns in schweren Phasen ungemein den Rücken gestärkt hat. Diese Unterstützung hat uns getragen. Wir wussten, dass Ulm Läufe haben würde, aber unser Plan, ihnen die Würfe aus der Distanz zu nehmen und dafür John Bryant nicht zu doppeln, ist im Endeffekt aufgegangen. Bei uns saß in der Offenive der Colt sehr locker.“

Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Bei uns lässt sich vieles auf die mangelnde Intensität im ersten Viertel zurückführen. Wir haben nicht physisch genug gespielt und den Kampf nicht angenommen. Durch die vielen frühen Dreier hat Bonn Selbstvertrauen gewonnen, wodurch dann in der Folge auch schwierige Würfe ihr Ziel getroffen haben. Die Atmosphäre in der Halle war absolut begeisternd, was eine tolle Erfahrung gewesen ist.“

Courtsider-Dame Lena war für euch im Telekom Dome bei der Karnevalsparty gegen ratiopharm ulm am Start:





Eure Spielberichte in 140 Zeichen (via Twitter)






Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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