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25. Spieltag: Nordwest-Derby geht klar an Oldenburg, Ludwigsburg überrascht Ulm, MBC mit...

25. Spieltag: Nordwest-Derby geht klar an Oldenburg, Ludwigsburg überrascht Ulm, MBC mit...

Am 25. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga setzten sich die EWE Baskets Oldenburg im Derby gegen die Artland Dragons deutlich mit 84:68 durch. Im schwäbischen Nachbarschaftsduell behielten die Neckar RIESEN Ludwigsburg erneut die Oberhand gegen Vizemeister ratiopharm ulm (79:73). Der Mitteldeutsche BC feierte derweil im Duell mit den New Yorker Phantoms Braunschweig den höchsten Sieg der Saison (92:58).
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:

s.Oliver Baskets – Phoenix Hagen 80:70
BBC Bayreuth – TBB Trier 75:71
Mitteldeutscher BC – New Yorker Phantoms Braunschweig 92:58
Neckar RIESEN Ludwigsburg – ratiopharm ulm 79:73
EWE Baskets Oldenburg – Artland Dragons 84:68

s.Oliver Baskets – Phoenix Hagen


Im direkten Duell zweier Playoff-Aspiranten ist den s.Oliver Baskets ein wichtiger Sieg gelungen. Das ligaweit beste Defensivbollwerk stach die gefährlichste Angriffsmaschinerie, nämlich die Hagener Feuervögel, mit 80:70 aus. Ihrer offensiven Stärke beraubt kam Hagen, das auf Center-Veteran Bernd Kruel verzichten musste, in keinem Viertel auf mindestens 20 Punkte; Beko BBL-Topscorer Davin White (11 Zähler) hatten die s.Oliver Baskets ebenso wie Phoenix-Scharfschütze David Bell (6) gut unter Kontrolle. Offensiv boten die Franken auch ohne Dwayne Anderson, der an einer Rückenverletzung laborierte, eine souveräne Darbietung: Für den verletzten Baskets-Topscorer sprangen der jüngst nachverpflichtete Frank Robinson (18 Punkte) und insbesondere Maurice Stuckey in die Bresche: In gerade einmal elfeinhalb Minuten Einsatzzeit brachte der Shooting Guard das Netz mit fünf Dreiern und insgesamt 19 Zählern (Karrierebestwert) zum Glühen. Ein Gutes hatte der Ausflug ins Frankenland für Phoenix Hagen dann doch noch: Mit einem 8:0-Schlussspurt konnten sich die Gäste zumindest noch den direkten Vergleich sichern.


Marcel Schröder (Headcoach Würzburg):
„Es war ein sehr wichtiges Spiel für uns, weil wir uns für die Playoffs qualifizieren wollen. Wir wollten unbedingt gewinnen und auch das Hinspiel wettmachen, in dem uns die Hagener dominiert haben. Das ist uns über weite Strecken auch gelungen, vor allem mit unserer Verteidigung. Wir konnten den nötigen Druck aufbauen, die schlechte Wurfquote und die 19 Ballverluste der Hagener sind Ausdruck davon. Vor allem in der Anfangsphase haben wir uns auch gegen die Zonenverteidigung der Hagener ganz gut aus der Affäre gezogen, da sind wir ein Stück weiter gekommen als noch in Oldenburg. Mo Stuckey hat dann in der zweiten Halbzeit gezeigt, was er kann. Ich bin nicht damit zufrieden, wie wir das Spiel beendet haben. Es war mehr als möglich, auch den direkten Vergleich zu gewinnen. Es ist enttäuschend und mehr als ärgerlich, dass wir nach einer insgesamt sehr guten Leistung den direkten Vergleich in den letzten beiden Minuten noch so aus der Hand gegeben haben.“

Ingo Freyer (Headcoach Hagen):
„Mit so einer Quote kann man leider nicht bestehen. Wenn du in allen Bereichen so schlecht wirfst, dann verlierst du so ein Spiel. Auf der anderen Seite hat Maurice Stuckey mit 19 Punkten in elf Minuten ein ganz großes Spiel gemacht. Wir sind natürlich hierher gefahren, um das Spiel zu gewinnen. Aber wir haben sehr viele Flüchtigkeitsfehler gemacht und uns außerdem 19 Ballverluste geleistet. Das sind dann gleich mehrere Aspekte, mit denen man kein Spiel gewinnen kann.“

Courtsider Alexberichtete für euch live aus der Arena der s.Oliver Baskets:






BBC Bayreuth – TBB Trier


Nach zuletzt zwei herben Pleiten gegen Braunschweig und Ulm kann der BBC Bayreuth wieder Zählbares auf dem Punktekonto verbuchen. Auch ohne den am Fuß verletzten Jason Cain brachten die Franken im zweiten Viertel einen 30:16-Lauf zustande; von der 42:30-Führung zehrten die Hausherren auch in einem schwächeren dritten Spielabschnitt (13:20). Letztlich hatte der Bayreuther Erfolg vor allem einen Vater, nämlich Kevin Hamilton: Der BBC-Guard glänzte mit Scoring (14 Punkte), guter Brettarbeit (9 Rebounds) und Übersicht (8 Assists). Aber Bayreuths Coach Marco van den Berg konnte sich auch über unerwartete Unterstützung von der Bank freuen, nämlich durch Tom Spöler, der 10 Zähler zum Erfolg beitrug. Insgesamt bewies der BBC ein sicheres Händchen von der Freiwurflinie (22/24 Freiwürfe) und konnte so auch kaschieren, dass das Rebound-Duell (32:34 Bretter) verloren ging. Trier dagegen genügten auch 19 Punkte vom überragenden Andreas Seiferth nicht zum Sieg und ist mit der neunten Pleite aus den letzten 12 Spielen weiterhin auf dem absteigenden Ast.


Marco van den Berg (Headcoach Bayreuth):
„Das war ein unglaublich wichtiger Sieg für uns gegen eine Mannschaft, die man respektieren muss. Trier spielt die ganze Saison über schon gut zusammen, das haben wir heute aber auch gemacht! Wir sind nicht, wie gegen Braunschweig, mental zusammengebrochen und haben den Gameplan durchgezogen. Es gab heute zwei wichtige Phasen: Wir haben im zweiten Viertel einen Vorsprung von zehn Punkten bekommen und sind auch im vierten Viertel wieder auf zehn Punkte davongezogen. Ein großes Kompliment geht an Bryan Bailey und Beckham Wyrick, aber auch an Nicolai Simon und Peter Zeis. Sie hatten den Auftrag, Nate Linhart und Barry Stewart zu neutralisieren, das war unser Ziel. Besonders bei Stewart haben wir einen unglaublich guten Job gemacht! Wir haben am kommenden Wochenende kein Spiel, dann kommt eine wichtige Woche, vielleicht die wichtigste Woche, mit dem Spiel in Bremerhaven und dem TV-Spiel gegen Würzburg. Darauf müssen wir uns ab morgen vorbereiten. Nach dieser Woche werden wir sehen, wie es am Ende für uns in der Liga aussieht. Mit dem heutigen Sieg haben wir einen wichtigen Schritt gemacht.“

Courtsider Frankberichtete für euch live aus der Oberfrankenhalle des BBC Bayreuth:





Henrik Rödl (Headcoach Trier):
„Glückwunsch an Bayreuth für den unglaublich wichtigen Sieg. Es war die ganze Woche über klar, dass das Spiel großen Einfluss auf die nächsten Wochen hat; dementsprechend sind wir enttäuscht, dass wir nicht gewinnen konnten. Es war ein sehr intensives Spiel. Ich bin aber auch stolz, wie viel Herz die Mannschaft gezeigt hat, wie sie es in mehreren Situationen geschafft hat, wieder ins Spiel zurück zu kommen. Wir hatten sogar die Möglichkeit, in der letzten Minute das Spiel noch einmal zu kippen, Bayreuth hat die Situationen dann aber auch wirklich gut ausgespielt und Würfe getroffen, die das Spiel entschieden haben. Der Sieg war dann für Bayreuth auch in Ordnung. Dragan Dojcin hat heute Vitalis Chikoko ersetzt, der einen bakteriellen Infekt hat. Dragan hat die letzten Wochen schon mittrainiert. Von jemandem, der die ganze Saison nicht gespielt hat, kann man nicht mehr erwarten. Und es war klar, dass er keine Bäume ausreißen wird. Auch Andreas Seiferth hat sehr gut gespielt und auch verdient so viele Minuten gespielt.“

Mitteldeutscher BC – New Yorker Phantoms Braunschweig


Besser, als dies dem Mitteldeutsche BC am 25. Spieltag gelang, kann man sich wohl nicht zurückmelden: Ausgerechnet gegen die New Yorker Phantoms, die zuletzt heiß wie Frittenfett waren (vier Siege in Serie), und ausgerechnet nach drei teils deutlichen Niederlagen in Folge erwischte die Mannschaft von Silvano Poropat vor 2400 Zuschauern im „Wolfsbau“ einen Sahnetag – ganz besonders von jenseits der Dreierlinie! Satte 17 Bomben von „Downtown“ fanden ihr Ziel im Braunschweiger Korb. Vor allem Youngster Malte Schwartz spielte sich einen wahren Rausch und streute sechs Dreier (bei acht Versuchen) ein. Die Phantoms dagegen fanden zu keiner Zeit in die Partie, trafen nur 34 Prozent ihrer Feldwürfe und gingen vor allem im dritten Viertel (23:4) völlig unter. Dennis Schröder kam zwar auf 11 Punkte, erhielt aber vom Rest der Phantoms-Starter (insgesamt zehn Punkte) zu wenig Unterstützung. Die Wölfe haben damit wieder einen Sieg Vorsprung auf einen Abstiegsrang.


Silvano Poropat (Headcoach MBC):
„Der MBC hat heute einen historischen Sieg errungen, an den sich alle noch lange erinnern werden. Braunschweig liegt uns einfach, wir haben jetzt das dritte Mal gegen dieses Team gewonnen. Entscheidend nach unserer Schwächephase war unsere Umstellung in der Defensive. Wir haben uns in einen regelrechten Rausch gespielt. Auch wenn wir jetzt zehn Siege eingefahren haben, wir haben die Saison noch nicht beendet und müssen hart weiterspielen. Die Atmosphäre heute war großartig; wir waren eine Einheit mit den Fans, so wünsche ich mir das immer.“

Kostas Flevarakis (Headcoach Braunschweig):
„Ich habe nicht das Gefühl, dass ich zu diesem Spiel irgendetwas sagen muss. Wir hatten einen sehr schlechten Tag heute, während der MBC herausragend gespielt hat. Wir hatten eine problematische Trainingswoche, die viel Energie kostete. Wir sind dann an einem Punkt etwas zurückgekommen, aber egal was wir ausprobiert haben, es hat nichts gebracht. Es kommen harte Spiele auf uns zu, dementsprechend sind wir auf dem Boden der Realität angekommen.“

Courtsider Tobias Schlegel berichtete für euch live vom Spiel des MBC:





Neckar RIESEN Ludwigsburg – ratiopharm ulm


Die Neckar RIESEN Ludwigsburg gewinnen auch das zweite Aufeinandertreffen der Saison gegen den großen Lokal-Rivalen aus Ulm. Anders als im Hinspiel, als die Barockstädter den Vizemeister mit einem späten Dreier zur Verlängerung schockten, überraschte Ludwigsburg die Spatzen dieses Mal zu Beginn – und zwar mit einem 24:9-Lauf. An diesem Rückstand hatten die Gäste von der Donau bis zu Beginn des dritten Viertels zu knabbern; doch als Ulm nach dem Seitenwechsel wieder auf Schlagdistanz war (43:41), zeigten die Neckar RIESEN die richtige Reaktion – und zogen wieder davon (50:43). Auch, als der Ludwigsburger Sieg eine Minute vor Schluss noch einmal in Gefahr zu geraten schien (72:69), behielten die Gastgeber die Nerven und besiegelten den Erfolg von der Freiwurflinie aus. Insgesamt punkteten sechs Neckar RIESEN zweistellig; Nationalspieler Lucca Staiger markierte mit 17 die meisten Zähler für seine Farben. Ludwigsburg kann damit nach zuletzt zwei Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Ulm hingegen durchlebt nach der dritten Pleite im vierten Spiel derzeit eine Schwächephase.


John Patrick (Headcoach Ludwigsburg):
„Ich bin sehr stolz auf die starke Mannschaftsleistung, die wir heute gezeigt haben. Sechs Spieler haben zweistellig gepunktet und auch das Rebound-Duell konnten wir erneut für uns entscheiden. Eine große Hilfe dabei war, dass unsere Fans an uns geglaubt und uns über die gesamten vierzig Minuten großartig unterstützt haben. Auch Derrick Zimmerman möchte ich an dieser Stelle noch ein besonderes Kompliment aussprechen, hat er in seinem ersten Spiel für uns doch gleich sehr viel Verantwortung in der Schlussphase übernommen.“

Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Es ärgert mich ungemein, dass wir zum wiederholten Male das erste Viertel verschlafen und die Bedeutung dieses Derbys offensichtlich erst nach den ersten zehn Minuten verstanden haben. Wir kämpfen dann drei Viertel lang gegen eine Hypothek von 15 Punkten an, während sich Ludwigsburg kaum eine Schwächephase leistet und am Ende absolut verdient gewinnt.“

Courtsider Darijan Brinskiberichtete für euch live aus seinem Wohnzimmer der MHP Arena Ludwigsburg:






EWE Baskets Oldenburg – Artland Dragons


11-11 lautete die bisherige Beko BBL-Bilanz zwischen Oldenburg und Quakenbrück, 1-1 in der laufenden Saison (inklusive Pokal-Qualifikation): Keiner der beiden Rivalen konnte sich im Nordwest-Derby bis dato einen Vorteil erspielen. Bei der 23. Auflage des Klassikers lag dieser schlussendlich klar bei den EWE Baskets. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (24:23) fanden die Gäste aus dem Artland immer seltener Antworten auf eine gut stehende Oldenburger Verteidigung. 3148 Zuschauer in der ausverkauften EWE Arena sahen, wie die Gastgeber – angeführt von Rickey Paulding (22 Punkte, 7/9 Dreier) – in der Folge bis auf 19 Zähler davonzogen (62:43). Auch eine Drangphase der Dragons, die in Demond Mallet (15 Punkte) ihren besten Werfer hatten, konnte die Donnervögel nicht aus dem Konzept bringen. Zu sicher präsentierte sich die Mannschaft von Sebastian Machowski sowohl aus der Ferne (12/21 Dreier), als auch aus dem Zweipunkteland (50 Prozent Trefferquote). Oldenburg gelingt der dritte Sieg in Folge, während das Kalenderjahr 2013 für die Dragons (drei Siege, sechs Pleiten) ein Wechselbad der Gefühle bleibt.


Sebastian Machowski (Headcoach Oldenburg):
„Ich denke, mein Team hat sich diese Glückwünsche heute redlich verdient. Das Spiel war das erwartet harte Derby gegen einen starken Gegner. Trotzdem denke ich, dass wir, vor allem dank einer überragenden Wurfquote von außen, heute verdient gewonnen haben. Der Sieg hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können, wenn wir nicht bei etlichen Schnellangriffen so fahrlässig mit dem Ball umgegangen wären. Das ist aber auch der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft heute machen kann. Ich hoffe jetzt, dass wir auch übernächste Woche im EuroChallenge-Viertelfinale an die heutige Leistung anknüpfen können.“

Stefan Koch (Headcoach Quakenbrück):
„Ich muss den Oldenburgern zu diesem verdienten Sieg gratulieren. Die EWE Baskets haben heute einmal mehr gezeigt, dass sie in nahezu allen relevanten Bereichen des Basketballs auf hohem Niveau spielen können und dies auch tun. Meine Mannschaft hatte heute einige gute Momente. Das reicht jedoch nicht, um gegen ein Team wie Oldenburg zu bestehen.“

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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