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27. Spieltag: Würzburg gewinnt Duell der Playoff-Aspiranten, Zwiener führt Eisbären zum Sieg

27. Spieltag: Würzburg gewinnt Duell der Playoff-Aspiranten, Zwiener führt Eisbären zum Sieg

Am 27. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga konnten die s.Oliver Baskets mit den WALTER Tigers Tübingen einen direkten Konkurrenten um die Playoff-Plätze bezwingen (80:67). Zum rechten Zeitpunkt lieferte derweil Philip Zwiener seine beste Saisonleistung ab: 20 Punkte steuerte der Nationalspieler zum 79:68-Erfolg gegen Bayreuth bei, nachdem Bremerhaven zuvor sieben von neun Spielen verloren hatte.
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:
s.Oliver Baskets – WALTER Tigers Tübingen 80:67
Eisbären Bremerhaven – BBC Bayreuth 79:68


s.Oliver Baskets – WALTER Tigers Tübingen


Für die s.Oliver Baskets war der 27. Spieltag gleich aus mehrerlei Gründen ein gelungener: Erstens konnten die Franken mit den WALTER Tigers Tübingen einen direkten Kontrahenten um die Playoffs erneut klar in die Schranken weisen (Hinspiel: 72:62). Zweitens meldete sich mit Dwayne Anderson ein Schlüsselspieler nach seiner ausgeheilten Rückenverletzung zurück: Mit 16 Punkten brachte der US-Amerikaner nicht nur seine Mannschaft auf die Siegerstraße, sondern ging auch als klarer Gewinner aus dem Privatduell mit seinem früheren College-Kumpel Reggie Redding (7 Punkte). Zu guter Letzt stellten die Baskets mit 22 Offensiv-Rebounds einen persönlichen Saisonrekord auf. Ihrer Vorherrschaft an den Brettern hatte es die Mannschaft von Marcel Schröder auch zu verdanken, dass die schwache Ausbeute aus der Distanz (1/12 Dreier) nicht weiter ins Gewicht fiel. Tübingen dürfte dagegen wenige positive Lehren aus dem Gastspiel in Würzburg ziehen: Den Tigers unterliefen zu viele Ballverluste (20) bei einer mäßigen Wurfquote (41,4 Prozent); außer Johannes Lischka (15 Punkte) und Josh Young (14) wusste kein Tübinger zu überzeugen.


Marcel Schröder (Headcoach Würzburg):
„Ich habe höchsten Respekt vor der Leistung der Tübinger in dieser Saison. Gegen den FC Bayern haben sie ja am Wochenende erst gezeigt, wie gefährlich sie sind. Ihr Sieg gegen München war aber auch gut für uns, dadurch waren meine Spieler von Anfang an hellwach und hochkonzentriert. Unsere 22 Offensivrebounds haben uns sehr geholfen, weil wir heute aus allen Distanzen nicht gut getroffen haben. Außerdem haben wir sehr viel Einsatzwillen in der Verteidigung gezeigt und 20 Ballverluste erzwungen. Dadurch haben wir ihnen die Kraft geraubt und sind immer wieder zu leichten Punkten gekommen, durch die wir sie auf Distanz halten konnten. Aber auch das heute ist nur ein Sieg; wir müssen am Samstag in Bayreuth nachlegen.“

Igor Perovic (Headcoach Tübingen):
„Es war ein absolut verdienter Sieg für die Würzburger, ihre Spieler wollten den Sieg heute mehr als wir. Sie haben uns vor allem im Offensiv-Rebound dominiert, das war heute der Hauptunterschied. Wir konnten ihren Angriff in der ersten Halbzeit zwar kontrollieren, aber sie haben einfach zu viele zweite Chancen bekommen. Nach der Pause haben wir die Struktur und damit das Spiel verloren, obwohl die Würzburger heute nicht gut getroffen haben. Sie spielen sehr physisch und sind sehr athletisch, das war ein großes Problem für uns.“

Eisbären Bremerhaven – BBC Bayreuth


„Wir wollen und müssen gewinnen, egal wie“, hatte Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen vor der Heimaufgabe gegen Bayreuth keinen Zweifel an der Notwendigkeit eines Sieges gelassen. Und Rathjens Worte wurden erhört: Nach sieben Niederlagen aus den vorhergehenden neun Spielen sicherten sich die Eisbären gegen einen Tabellennachbarn zwei wichtige Wertungspunkte. Sinnbildlich für die verbesserte Leistung stand der Auftritt von Philip Zwiener: Mit 20 Punkten gelang dem Nationalspieler ein persönlicher Bestwert in einer bislang wechselhaften Saison. Mit Aufbauspieler Stanley Burrell, der 19 Zähler beisteuerte, bildete Zwiener einen treffsicheren „one-two-punch“. Die Gäste aus Bayreuth dominierten zwar wie gewohnt an den Brettern (48 Rebounds), kamen aber nie in einen wirklichen Rhythmus im Angriff (38 Prozent Wurfquote). Joe Trapani markierte für den BBC ein Double-Double (13 Punkte, 14 Rebounds), Kevin Hamilton kam auf 17 Punkte – leistete sich aber auch acht Turnover. Bayreuth ist nach dieser Niederlage weiter auf der Suche nach Konstanz: Seit Mitte Oktober konnten die Franken keine zwei aufeinanderfolgenden Siege mehr feiern. Bremerhaven verschafft sich mit diesem Erfolg etwas Luft in Richtung Abstiegszone.


Doug Spradley (Headcoach Bremerhaven):
„Vor sechs Wochen hätten wir dieses Spiel wahrscheinlich verloren. Trotz der beeindruckenden Bayreuther Überlegenheit beim Rebound haben wir das Spiel in den wichtigen Phasen immer kontrolliert und nie den Kopf hängen lassen. Es war vielleicht nicht immer schön, aber das ist in dieser Phase, in der wir uns befinden, vollkommen egal. Meine Spieler haben heute als Team agiert und letztlich einen Weg gefunden, um dieses wichtige Spiel nach Hause zu bringen. Jetzt gilt die volle Konzentration dem schweren Auswärtsspiel bei ratiopharm ulm.“

Marco van den Berg (Headcoach Bayreuth):
„Bremerhaven lag das gesamte Spiel über vorne und hat daher verdient gewonnen. Wir waren zwei- oder dreimal sehr nah dran, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Dass uns das nicht gelungen ist, haben die Eisbären besonders Stanley Burrell und Philip Zwiener zu verdanken. Sie haben in den entscheiden Momenten den Unterschied gemacht und wichtige Punkte erzielt. Mit unserer Leistung kann ich nicht unzufrieden sein. Wir haben gekämpft und sehr ordentlich gereboundet. Unser Problem ist die mangelnde Trefferquote aus dem Feld. Wir treffen einfach zu wenige offene Würfe.“

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.
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