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BIG - Basketball in Deutschland
32. Spieltag: Ludwigsburg mit Big Point im Abstiegskampf, München überrollt Hagen, Berlin mit Mühe

32. Spieltag: Ludwigsburg mit Big Point im Abstiegskampf, München überrollt Hagen, Berlin mit Mühe

Nach dem 32. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga dürfen die Neckar RIESEN Ludwigsburg mehr denn je auf den Klassenerhalt hoffen: Die Schwaben entschieden das Kellerduell gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig dank eines famosen dritten Viertels (25:10) mit 80:65 für sich. Wie schon in der Hinserie boten außerdem München und Hagen ein Offensivfeuerwerk, das dieses Mal die Bayern klar dominierten (119:83). ALBA BERLIN konnte derweil erst nach 40 umkämpften Minuten gegen den MBC aufatmen und einen 82:81-Erfolg feiern.
Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:
FC Bayern München – Phoenix Hagen 119:83
ALBA BERLIN – Mitteldeutscher BC 82:81
BBC Bayreuth – Brose Baskets 77:95
Neckar RIESEN Ludwigsburg – New Yorker Phantoms Braunschweig 80:65
LTi GIESSEN 46ers – s.Oliver Baskets 67:89
Telekom Baskets Bonn – FRAPORT SKYLINERS 81:75


FC Bayern München – Phoenix Hagen


Der FC Bayern München hat vorzeitig das Ticket für die Playoffs gelöst. In einem überragenden zweiten Viertel (30:15) legten die Bayern den Grundstein für den 14. Heimerfolg der Saison. Das heißeste Team der letzten Wochen – zuletzt hatten die „Feuervögel“ sechs von sieben Spielen gewonnen – schlug die Mannschaft von Svetislav Pesic mit ihren eigenen Waffen, nämlich Dauerfeuer in der Offensive: Vor allem aus dem Zweipunkteland netzten die Bayern mit allerhöchster Effizienz ein (80 Prozent) und verteilten im Kollektiv zudem 28 Assists. Das beste Scoring-Duo der Liga, Davin White und David Bell, wurde von Münchens überragenden Aufbau Tyrese Rice in den Schatten gestellt, der mit 30 Zählern und sechs Assists eine Gala-Performance ablieferte. Aber auch am Korb (46:35 Rebounds) hatten die Hausherren zu jeder Zeit Kontrolle über das Geschehen. Statt einen weiteren Schritt Richtung Postseason-Teilnahme gemacht zu haben, bleibt Hagen mitten im Auge des Playoff-Sturms.


Svetislav Pesic (Headcoach München):
„Großes Kompliment an Hagen. Wir brauchten so einen Gegner, der Charakter hat und bis zur letzten Sekunde alles gibt, egal wie das Resultat ist. Lange Zeit hat Hagen sehr aggressiv und gut verteidigt. Mit ein wenig mehr Konzentration werden sie sich auch verdient für die Playoffs qualifizieren. Auch wir haben heute Charakter gezeigt, vor allem da zwei unserer Spieler angeschlagen waren und wir lange nicht wussten, ob sie würden spielen können.“

Ingo Freyer (Headcoach Hagen):
„Meine Mannschaft hat alles gegeben, mehr geht hier in München kaum. Wir haben so gut gespielt, wie es der FC Bayern zugelassen hat. In der zweiten Halbzeit haben wir sogar etwas besser gespielt als in der ersten – da müssen wir weiter machen. Wir haben jetzt noch zwei ganz wichtige Spiele zu Hause: Gegen Artland und den MBC. Für uns ist auch noch alles drin, in die Playoffs zu kommen.“

Courtsider Johannes Irmerberichtete für euch live aus dem AUDI Dome:




ALBA BERLIN – Mitteldeutscher BC


Zum 18. Saisonsieg gezittert – mit diesem Slogan lässt sich der Heimauftritt von ALBA Berlin gegen den Mitteldeutschen BC beschreiben. In einer durchweg ausgeglichenen Partie dauerte es bis sechs Sekunden vor der Schlusssirene, ehe Ali Traoré mit einem Zwei-Punkte-Wurf für den knappen 82:81-Endstand sorgte. Die „Albatrosse“ schossen zwar über 49 Prozent aus dem Feld, hatten ihrerseits aber über die komplette Spieldauer Probleme, die starken Weißenfelser Schützen in Schach zu halten (44 Prozent Dreierquote). Ohne die angeschlagenen Zach Morley (Sehnenentzündung) und Nihad Djedovic (Zahn-OP) tat sich Berlin schwer, neben DaShaun Wood (22 Punkte) verlässliche Scoring-Optionen in der Ersten Fünf zu finden, während sich der MBC über starkes Teamplay (19 Assists) definierte. Nach neun Pleiten aus den letzten zehn Auswärtspleiten ist ALBA nun auch zuhause nur knapp einem Punktverlust entgangen.


Sasa Obradovic (Headcoach Berlin):
„Nach der Niederlage in Braunschweig war die Ausgangssituation nicht einfach für uns. Der MBC hat ein exzellentes Spiel abgeliefert und wir haben viele taktische Fehler gemacht. Vor allem in der Defense haben uns dabei Zach Morley und Nihad Djedovic mit ihrer Intensität gefehlt. Aber uns bleibt zumindest das gute Gefühl, dass wir das Spiel in der Schlussphase noch gedreht haben.“

Silvano Poropat (Headcoach MBC):
„Ich glaube, jeder konnte sehen, dass wir ein großartiges Spiel gemacht haben heute. Wir hatten einen Plan und haben ihn umgesetzt. Wir haben mutig und aggressiv gespielt und gefühlt die meiste Zeit über in Führung gelegen. Leider konnten wir das nicht in einen Sieg umwandeln. Jetzt sind wir zwar traurig, dass wir diese einmalige Chance in Berlin zu gewinnen verpasst haben. Aber wenn wir in ein paar Tagen auf das Spiel zurückblicken, werden wir stolz sein.“

BBC Bayreuth – Brose Baskets


Nach dem Kantersieg über Vizemeister Ulm unter der Woche (108:75) haben die Brose Baskets auswärts den nächsten deutlichen Sieg gelandet. Im Franken-Derby konnte der BBC Bayreuth dem dreifachen Serienmeister nur eine Halbzeit lang Paroli bieten (42:47). Angeführt von Casey Jacobsen (21 Punkte) zeigten die Bamberger nach dem Seitenwechsel eine hochkonzentrierte Teamleistung, die sich in einer geringen Turnover-Zahl (sieben) und insgesamt sieben Spielern mit mindestens acht Zählern niederschlug. Bayreuth dagegen fand insbesondere von „downtown“ zu keinem Zeitpunkt einen Rhythmus (8/27 Dreier) und hatte der hohen Bamberger Treffsicherheit (53,2 Prozent aus dem Feld) letztlich zu wenig entgegenzusetzen. An der Tabellenspitze haben die „Brösels“ bei vier verbleibenden Spielen wohl nichts mehr zu befürchten, wohingegen Lokal-Rivale Bayreuth im Saisonendspurt weiterhin Gefahr „von unten“ droht.


Predrag Krunic (Headcoach Bayreuth):
„Wir haben 25 Minuten lang guten Basketball gespielt. Ich denke, wir haben hier gut verteidigt. Auf der anderen Seite haben wir gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt, da sind 25 gute Minuten nicht genug. Wir haben im dritten Viertel gut begonnen, waren beim Unentschieden und dann hat Bamberg in wenigen Sekunden wichtige Dreier gemacht. Wir waren in der Defensive nicht fokussiert genug und haben einfache Punkte zugelassen. Auf der anderen Seite haben wir unsere Chancen nicht gut genutzt. Aber die Jungs haben bis zum Ende gekämpft. Für mich war es mein erstes Spiel hier, die Fans standen die ganze Zeit hinter uns. Schade, dass wir das Spiel verloren haben. Aber Bamberg war einfach zu stark für uns. Man hat schon gegen Ulm gesehen, dass Bamberg jetzt eingespielt ist.“

Chris Fleming (Headcoach Bamberg):
„Es ist schön, Predrag wieder an der Trainerbank zu sehen. Man kann seine Handschrift schon am Team sehen. Bayreuth spielt sehr gut und eine harte Verteidigung; der BBC war gut vorbereitet. Ich glaube, wir hatten einfach die bessere Qualität. Casey Jacobsen war sehr entscheidend, besonders in der Anfangsphase. Er weiß, wie schwer es sein kann, in Bayreuth zu gewinnen. Wir haben unser Spiel gut gespielt, haben aber in der ersten Halbzeit in der Defense nicht gut ausgesehen. In der zweiten Hälfte waren wir defensiv viel besser, damit bin ich sehr zufrieden. Wir sind jetzt auf einem guten Weg.“

Courtsider-Dame Eva Kaiser berichtete für euch live aus der Oberfrankenhalle:




Neckar RIESEN Ludwigsburg – New Yorker Phantoms Braunschweig


Die Neckar RIESEN Ludwigsburg haben im Kampf um den Klassenerhalt ein Lebenszeichen gesendet. Gegen den ärgsten Kontrahenten im Ligakeller, die New Yorker Phantoms Braunschweig, konnten die Schwaben nicht nur einen essentiellen Sieg landen, sondern sich auch noch den direkten Vergleich sichern. Hatte sich in Hälfte eins eine umkämpfte und enge Partie abgezeichnet, brachte ein Ludwigsburger 19:0-Lauf im dritten Viertel (von 37:34 auf 56:34) die Vorentscheidung. Besonders Lucca Staiger war in dieser Phase von keinem Gegenspieler zu stoppen und netzte 13 Punkte (insgesamt 22) ein. Die Braunschweiger spielten den Neckar RIESEN mit 17 Ballverlusten zu oft in die Hände und hatten auch „in the paint“ (38:32 Rebounds) das Nachsehen. Mit dem Ludwigsburger Sieg bleibt der Kampf um den Liga-Verbleib auch zwei Spieltage vor Hauptrunden-Ende ebenso eng wie unvorhersehbar!


John Patrick (Headcoach Ludwigsburg):
„Wir haben heute ein sehr intensives Spiel gesehen, bei dem beide Teams wirklich alles gegeben haben. Ich möchte mich vor allem bei unseren Fans bedanken, die in der Halle für eine tolle Atmosphäre gesorgt und uns großartig unterstützt haben. Auf meine Mannschaft bin ich natürlich sehr stolz, die Jungs haben sich heute als echtes Team präsentiert und sich völlig verausgabt.“

Kostas Flevarakis (Headcoach Braunschweig):
„Ich gratuliere Ludwigsburg zu diesem Sieg. Die Neckar RIESEN hatten von Anfang an sehr viel Energie und den Heimvorteil auf ihrer Seite. Ich denke auch, dass wir drei Viertel lang eine gute Leistung abgeliefert haben; ein Viertel haben wir allerdings leider komplett abgegeben und das Spiel dadurch letztendlich auch verloren.“

Courtsider Darijan Briskiberichtete für euch live aus seinem Wohnzimmer der MHP Arena Ludwigsburg:




LTi GIESSEN 46ers – s.Oliver Baskets


Die s.Oliver Baskets haben im Playoff-Rennen die Pflichtaufgabe gegen die LTi GIESSEN 46ers erfolgreich gelöst. Über weite Strecken verkauften sich die bereits abgestiegenen Mittelhessen aber sehr teuer: Erst, nachdem die Gastgeber den Rückstand zu Beginn des Schlussabschnitts noch einmal in den einstelligen Bereich hatten bringen können (58:67), schalteten die Würzburger einen Gang hoch und sorgten mit einem 3:19-Lauf für die Entscheidung. Speziell die zweite Würzburger Garde, die sich für 54 der 89 Punkte verantwortlich zeichnete verlieh dem Spiel der Franken in dieser Phase einen gewaltigen Schub. Dwayne Anderson (16 Punkte, 7 Rebounds) sowie Oliver Clay, der mit 15 Zählern einen Karrierebestwert markierte, trugen sich als Würzburger Topscorer in die Statistik ein; auf Seiten der 46ers kamen Dominik Spohr und Andreas Büchert auf jeweils 14 Punkte. In zwei schweren Heimspielen gegen Ulm und Bamberg müssen die s.Oliver Baskets zum Hauptrundenende nun ihre Playoff-Klasse unter Beweis stellen.


Mathias Fischer (Headcoach Gießen):
„Glückwunsch an Würzburg zum verdienten Sieg. Wir hatten Probleme, vor allem im Rebound, und haben in der Zone zu viele Punkten liegen gelassen. Elvir Ovinca hat einen guten Job gegen Jason Boone gemacht, Dominik Spohr und Sharaud Curry haben gute Würfe getroffen. Das war wichtig für uns. Irgendwann fehlte uns dann aber leider die Kraft.“

Marcel Schröder (Headcoach Würzburg):
„Gießen hat heute eine sehr respektable Leistung gezeigt. Das ist in der Situation nicht selbstverständlich. Für uns war es eines der wichtigsten und schwersten Spiele in der Rückrunde. Wir mussten das Spiel unbedingt gewinnen. Wir haben teilweise einfache Punkte liegen gelassen. Gießen ist vor allem durch die phasenweise hochprozentige Trefferquote von der Dreierlinie im Spiel geblieben. Wir konnten uns dann aber rechtzeitig im letzten Viertel fangen.“

Courtsider Alexberichtete für euch live aus Gießen:




Telekom Baskets Bonn – FRAPORT SKYLINERS


Vor dem schweren Abschlussprogramm in der regulären Saison (Berlin, Oldenburg und München) stand für die Telekom Baskets Bonn im Heimspiel gegen die FRAPORT SKYLINERS nichts anderes als zwei Punkte auf der Agenda, um im Playoff-Rennen auf Kurs zu bleiben. Ohne Robert Vaden und Andrej Mangold, der mit einer Syndesmoseband-Verletzung mehrere Wochen fehlen wird, mussten die Bonner jedoch bis zum Schluss um den Sieg ringen. Ein Dreier plus Bonusfreiwurf von Benas Veikalas zum 75:70 bescherte Bonn nach 39 höchst abwechslungsreichen Minuten schließlich den nötigen Vorsprung gegen SKYLINERS, die nach sieben Siegen aus den neun vorhergehenden Spielen vor Selbstvertrauen nur so strotzten. Veikalas war es auch, der sein Team mit insgesamt 22 Zählern in dieser Sparte anführte. Der Mann des Spiels war indes Frankfurts Zach Peacock, der neben 25 Punkte auch noch elf Rebounds und fünf Assists lieferte. Den Unterschied machte letztlich aber die deutlich bessere Wurfquote der Telekom Baskets (51 gegenüber 41 Prozent aus dem Feld).


Michael Koch (Headcoach Bonn):
„Wir haben nach dem guten Start im zweiten Viertel den Faden verloren und dadurch Frankfurt zurück ins Spiel gelassen. In der Halbzeit ging es bei der Besprechung weniger um taktische Dinge, als mehr um die Einstellung des Teams, die nicht stimmte. Ab dem dritten Viertel haben wir deutlich aggressiver agiert und uns dadurch einen Vorteil erarbeitet. Durch die Siege gegen Weißenfels, Bamberg und heute Frankfurt haben wir das Tor zu den Playoffs weit aufgestoßen – sind aber noch nicht sicher durch. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir von den noch ausstehenden drei Begegnungen in Berlin, Oldenburg und gegen München eine gewinnen werden.“

Muli Katzurin (Headcoach Frankfurt):
„Das Spiel heute war für uns eine große Chance, und nach dem zweiten Viertel hatten wir die Partie auch unter Kontrolle. Ich muss aber unsere Verteidigung dafür verantwortlich machen, dass wir den Vorsprung nach der Pause nicht halten konnten. Da haben wir in der Defense nicht das Level erreicht, mit dem wir spielen können – deswegen haben wir auch verdient verloren.“

Courtsider-Dame Lena war für euch im Telekom Dome beim Spiel am Start:




Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.
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