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32. Spieltag: Spatzen demontieren Drachen, Tübingen gewinnt dank Lischka, Paulding dominiert...

32. Spieltag: Spatzen demontieren Drachen, Tübingen gewinnt dank Lischka, Paulding dominiert...

Am 32. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga hat ratiopharm ulm gegen einen möglichen Viertelfinal-Gegner in den Playoffs ein Ausrufezeichen gesetzt: Die Artland Dragons konnten dem Vizemeister beim 88:60 nur ein Viertel lang Gegenwehr bieten.
Die WALTER Tigers Tübingen wahrten währenddessen mit einem 82:87-Erfolg nach Verlängerung in Trier ihre Chance auf die Endrunde. Das Nord-Derby zwischen Oldenburg und Bremerhaven (72:78) machte derweil Baskets-Forward Rickey Paulding zu seiner persönlichen Punkte-Show.

Von: Joshua Wiedmann

Die Ergebnisse im Überblick:
ratiopharm ulm – Artland Dragons 88:60
Eisbären Bremerhaven – EWE Baskets Oldenburg 72:78
TBB Trier – WALTER Tigers Tübingen 82:87

ratiopharm ulm – Artland Dragons


ratiopharm ulm bleibt in eigener Halle eine Macht: Gegen die Artland Dragons landeten die Schwaben den neunten Heimerfolg in Serie. Nach einem fahrigen Auftaktviertel (18:18), in dem beide Teams noch nach ihrem Wurfglück suchten, fing im zweiten Viertel vor allem einer Feuer: Ulms Allan Ray netzte in den zweiten 12 Minuten vier Dreier ein und war damit maßgeblich an einem 33:21-Lauf der Gastgeber beteiligt. Während bei den Dragons auch nach dem Seitenwechsel die Würfe aus der Distanz nur sporadisch fielen (insgesamt 10/29 Dreier), nahm Ulm vor 6000 frenetischen Fans nun endgültig Fahrt auf und hob den Vorsprung in der 14. Minute erstmals über das 20-Punkte-Plateau (63:42). Neben Ray (22 Punkte), der den Saisonrekord für getroffene Dreier (sechs) einstellte, glänzten auch John Bryant (19, 13 Rebounds) und Per Günther (15, 5 Assists). Auf Drachen-Seite setzte Bryce Taylor (15 Punkte) die meisten Akzente. Für ein mögliches Playoff-Viertelfinale gegen Quakenbrück scheint Ulm – nach drei Siegen über die Dragons in Liga und Pokal– bestens gerüstet zu sein.


Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Das dritte Viertel hat den Unterschied gemacht, da haben wir ganz tollen Basketball gespielt und es wirkte wie aus einem Guss. Ein Grund dafür war sicher die 12-Punkte-Führung zur Halbzeit, die wir ein, zwei recht glücklichen Dreiern zu verdanken hatten. Der Sieg heute war die richtige Antwort auf die Niederlage in Bamberg. Für uns heißt es jetzt, hart weiterzuarbeiten, denn nächste Woche treffen wir in Würzburg auf die beste Verteidigung der Liga. Das wird ein heißer Tanz.“

Stefan Koch (Headcoach Quakenbrück):
„Ulm hat heute phasenweise sehr guten Basketball gezeigt und verdient gewonnen. Die Ulmer haben sehr viel Qualität gezeigt und bewiesen, dass sie in den Playoffs noch eine wichtige Rolle spielen werden. Wir haben dagegen enttäuschend gespielt – wie zuletzt häufig auswärts. Nach einer 12-Punkte-Führung zur Halbzeit hat Ulm im dritten Viertel seine Stärke bewiesen und das Spiel in trockene Tücher gebracht. Ob wir in den Playoffs noch einmal hierher kommen, ist momentan nebensächlich, da es für uns nur darum geht, überhaupt in die Playoffs zu kommen.“

Courtsider Felix Brüning berichtete für euch live vom Spiel des Vize-Meisters:




Eisbären Bremerhaven – EWE Baskets Oldenburg


Das zweite Nord-Derby der Saison zwischen Bremerhaven und Oldenburg geht an die Donnervögel. Vor 4050 Zuschauer in der Stadthalle Bremerhaven konnten sich die Gäste nach drei Vierteln, in denen sich trotz vieler Läufe keine Seite hatte entscheidend absetzen können, im Schlussabschnitt einen 10-Punkte-Vorsprung erspielen (67:77) und schließlich einen knappen Sieg über die Ziellinie retten. Der Garant für den zehnten Auswärtssieg der Saison hieß Rickey Paulding: Der US-Forward trug sein Team mit 26 Punkten (10/15 Feldwürfe) über weite Strecken des Spiels und machte damit letztlich den Unterschied in einer sonst äußerst ausgeglichenen Partie. Für die Eisbären kam Stanley Burrell auf 17 Zähler, Center Scott Morrison – der sich ein aufreibendes Duell mit Oldenburgs Adam Chubb lieferte – markierte 14 Punkte. Schlussendlich biss sich Bremerhaven an der starken Defensive der Donnervögel aber zu oft die Zähne aus; symptomatisch dafür waren lediglich sechs Teamassists der Eisbären. Oldenburg ist der zweite Tabellenplatz damit drei Spieltage vor Ende der regulären Runde (bei zwei Siegen Vorsprung auf Ulm) kaum noch zu nehmen.


Doug Spradley (Headcoach Bremerhaven):
„Wenn man ein Top-Team wie Oldenburg schlagen will, muss man noch mehr zusammen spielen, als wir das heute getan haben. Gegen so eine gute Mannschaft sind Kleinigkeiten entscheidend und die haben über die vollen 40 Minuten leider gefehlt. Trotzdem bin ich zufrieden mit der Leistung und stolz auf die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Partie außer Kontrolle gerät. Rickey Paulding war heute ganz klar der entscheidende Faktor. Wenn er den Ball bekommen hat, war es meistens schon zu spät.“

Sebastian Machowski (Headcoach Oldenburg):
„Wir freuen uns sehr über diesen Derbysieg. Es war eine tolle Atmosphäre in der Halle. Man hat gemerkt, dass meine Spieler von Beginn an fokussiert waren, um nicht wie zuletzt früh in Rückstand zu geraten. Ich denke, wie haben über weite Strecken das Tempo kontrolliert und immer die richtigen Antworten gefunden. Es war sicher nicht der dominanteste Sieg, aber ein weiterer Erfolg in der Fremde. Wir spielen derzeit alle drei Tage; da ist es wichtig, auch solche Spiele zu gewinnen.“

TBB Trier – WALTER Tigers Tübingen


Die Playoff-Hoffnungen der WALTER Tigers Tübingen leben weiter! Nach Verlängerung setzten sich die Schwaben in Trier mit 82:87 durch und bleiben damit auf Tuchfühlung zu Tabellenrang acht. Über weite Strecken der ersten drei Viertel hatten die Tigers Führung und Kontrolle über das Geschehen inne, ehe die TBB mit einem 9:0-Run (zum 49:51 in der 28. Minute) zurück in die Partie fand. Von da an boten sich die Kontrahenten einen engen Schlagabtausch, in dem Trier kurz vor Ende der regulären Spielzeit Oberwasser zu gewinnen schien – ehe ein Tübinger 0:6-Lauf in der Schlussminute die Partie in die Verlängerung schickte (72:72). Und dann übernahm Johannes Lischka: Mit acht Punkten (insgesamt 19) und drei Rebounds (zehn) drückte der Tigers-Forward der Partie in der Zusatzschicht seinen Stempel auf! Auf Seiten der unterlegenen Hausherren wussten vor allem Barry Stewart (14 Punkte, 6 Rebounds, 5 Steals) und Nate Linhart (12 Punkte, 10 Rebounds sowie je drei Steals, Assists und Blocks) zu gefallen.


Henrik Rödl (Headcoach Trier):
„Glückwunsch an Igor und sein Team. Jetzt ist eigentlich der Augenblick, wo man sich beim Verein und allen Beteiligten und vor allem den Zuschauern für die großartige, zahlreiche Unterstützung bedankt. Das möchte ich hiermit tun, und meine es genau so ernst, wie wenn wir gewonnen hätten. Natürlich sind wir sehr enttäuscht. Wir hatten den Sieg in der Hand und haben ihn dann hergeschenkt, das ist sehr unglücklich. Wir müssen jetzt auswärts gewinnen oder hoffen, dass die anderen verlieren. Wir werden auf jeden Fall weiter kämpfen und wollen unbedingt in Frankfurt gewinnen. Wir haben heute eine Mannschaft gesehen, die sich zerreißen wollte, aber an ihren Nerven gescheitert ist. Zwölf vergebene Freiwürfe sind zu viel, da hat man gesehen, wie nervös die Jungs waren. Wir werden alles versuchen, aus den drei verbleibenden Spielen einen Sieg zu holen.“

Igor Perovic (Headcoach Tübingen):
„Ich möchte meinen Spielern gratulieren für einen großen Kampf. Wir haben Kenny Frease leicht verletzt verloren und mussten damit ohne einen sehr wichtigen Spieler spielen. Am Ende der regulären Spielzeit und in der Verlängerung haben wir endlich einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Die Trierer hätten es auch verdient gehabt zu gewinnen; sie waren mit sechs vorne und hatten zwei Freiwürfe acht Sekunden vor dem Ende, mit einem guten Schützen an der Linie. Aber so passiert es eben manchmal. Wir sehen noch unsere Chance auf die Playoffs, auch wenn es nur eine kleine ist. Die Trierer sind ein gutes Team, wir sind nicht viel besser als sie. Wir haben jetzt drei Siege mehr, aber es könnte auch andersrum sein. Ich wünsche der TBB noch viel Glück für den Rest der Saison, ich weiß, dass das Team in einer schwierigen Situation ist.“

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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