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5. Halbfinale: Bamberg und Oldenburg ziehen ins Finale ein / Erstes Endspiel am Sonntag live auf...

5. Halbfinale: Bamberg und Oldenburg ziehen ins Finale ein / Erstes Endspiel am Sonntag live auf...

Die Brose Baskets und EWE Baskets Oldenburg machen die Deutsche Meisterschaft 2013 unter sich aus. Die Franken ziehen nach einem klaren 85:66-Erfolg über den FC Bayern München im fünften Halbfinal-Spiel zum vierten Mal in Folge in die Finals der Beko BBL ein. Die EWE Baskets können nach einem 80:75-Sieg über ratiopharm ulm erstmals seit 2009 wieder die Meisterschaft gewinnen.

Von: Joshua Wiedmann

EWE Baskets Oldenburg – ratiopharm ulm


Vier Jahre nach dem Meistertitel 2009 stehen die EWE Baskets erstmals wieder in einer Endspiel-Serie. Ein erneut überragender Julius Jenkins (27 Punkte) führte die „Donnervögel“, die in der zweiten Hälfte ohne den verletzten Chris Kramer zurecht kommen mussten, zu einem knappen 80:75-Erfolg im fünften Halbfinale gegen ratiopharm ulm. Die starke Defensive der Niedersachsen schränkte die Wirkungskreise der Ulmer Topscorer John Bryant (5 Punkte) und Allan Ray (4) ein, weshalb auch 24 Punkte von ratiopharm-Kapitän Steve Esterkamp letztlich nicht reichten.

Die Gäste aus Ulm begannen mit leichten Vorteilen (7:10), ehe ein Dreier von Dru Joyce einen Oldenburger 13:0-Lauf initiierte. Die Hausherren kontrollierten das Geschehen im ersten Viertel vor allem über ihre gute Brettarbeit (15:6 Rebounds) und mit Distanzwürfen (drei Dreier). Ein gutes Zeichen für die Gäste war indes die Rückkehr von Per Günther, der erstmals nach seiner Muskelverletzung in Spiel zwei wieder mit von der Partie war und die letzten Zähler des Auftaktviertels erzielte (22:14).

Trotzdem starteten die „Donnervögel“ mit Übergewicht in den zweiten Abschnitt: Offensiv fanden sie – vor allem in Person von Joyce und Julius Jenkins – immer wieder den Weg zum Korb, defensiv erlaubten sie kaum offene Würfe. Erst zwei schwere Dreier durch Ulms Steve Esterkamp unterbrachen das Momentum der Oldenburger (26:20), die aber prompt wieder auf zehn Punkte Vorsprung davonzogen und auf fast jeden Ulmer Nadelstich eine Antwort fanden. Einzig das Ausscheiden des an der Hand verletzten Chris Kramer konnte die Stimmung bei den EWE Baskets kurz vor der Halbzeit trüben (40:33).

Und ohne den US-Amerikaner hatten die Niedersachsen zu Beginn der zweiten Hälfte vor allem offensiv Schwierigkeiten. Nach einem Chubb-Layup blieben die EWE Baskets über vier Minuten ohne Korberfolg. Während Ulm sich nun sukzessive an die Gastgeber heranarbeitete – und in der 29 Minute erstmals in Führung ging (52:53) –, hielt bei Oldenburg vor allem Julius Jenkins dagegen. Das dritte Viertel endete aber dennoch mit einer Ulmer Führung, nachdem Lance Jeter den Ball mit Ablauf der Uhr in den Korb gelegt hatte (54:55).

Und mit leichtem Übergewicht für die Schwaben ging es auch ins Schlussviertel. Vier Oldenburger Punkte zum Ausgleich (60:60) beantworteten Esterkamp und Günther mit zwei Treffern von „downtown“. Einen 10:2-Run – zu dem Jenkins acht Zähler beisteuerte – brachte Oldenburg aber wieder in Front (70:68), und ein Dreier von Rickey Paulding erhöhte auf 75:71 für die EWE Baskets. Ulm stach sich mit Ballverlusten nun wiederholt ins eigene Fleisch, und da Oldenburg an der Freiwurflinie Nervenstärke bewies, geriet der Sieg der „Donnervögel“ nicht mehr in Gefahr.


Sebastian Machowski (Headcoach Oldenburg):
„Ich denke, wir haben eine hochemotionale Serie erlebt. Ich freue mich sehr, dass wir die Ulmer, die ein sehr starkes Team haben, im Halbfinale schlagen konnten. Wir haben in der gesamten Serie wirklich sehr gut verteidigt und die Ulmer weit unter ihrem Saisonschnitt gehalten. Und obwohl wir in Julius Jenkins den überragenden Akteur dieser Serie in unseren Reihen hatten, steht für mich der Teamerfolg im Vordergrund. Vor allem heute haben alle etwas zu diesem Sieg beigetragen. Und die Tatsache, dass wir früh mit Verletzungen und hoher Foulbelastung zu kämpfen hatten und dann noch im Schlussviertel einem Rückstand hinterhergelaufen sind, macht diesen Erfolg umso wertvoller. Ich freue mich sehr auf die Finalserie und wir werden alles dafür tun, unseren Fans mehr als ein Heimspiel zu bieten. “

Thorsten Leibenath (Headcoach Ulm):
„Glückwunsch an Sebastian und sein Team. Ich denke, dass wir eine insgesamt sehr gute Serie gesehen haben. Die beiden Teams sind sich über fünf Spiele nahezu auf Augenhöhe begegnet. Die Oldenburger haben unter dem Strich diese Serie gewonnen, weil sie in Julius Jenkins den Spieler in ihren Reihen hatten, der den Unterschied gemacht hat. Es ist uns leider nicht gelungen, Jenkins’ Wirkungskreise einzuengen. Nichtsdestotrotz haben wir eine wieder mal sehr gute Saison gespielt. Wir haben erneut mehr erreicht, als von uns erwartet wurde. Wir selber erwarten von uns in der Regel ein kleines bisschen mehr und deshalb überwiegt im Moment die Enttäuschung.“

Courtside-Reporter Christian Ruhe berichtete für euch live aus Oldenburg:




Brose Baskets – FC Bayern München


Die Brose Baskets können zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister werden! Im fünften Halbfinale gegen den FC Bayern München dominierten die Franken nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte (40:40) das Geschehen. Mit Teamplay (23 Assists), Dreiern (13/27) und einer hochkonzentrierten Abwehrleistung überzeugte Bamberg vor ausverkauftem Haus (6.800) in der Stechert Arena.

Trotz einer Starting-Five ohne den angeschlagenen Anton Gavel, der im Training umgeknickt war, präsentierten sich die Brose Baskets zu Beginn hellwach und treffsicher (8:2). Im Laufe des ersten Viertels legten die Bayern dann aber defensiv einen Zahn zu und fanden offensiv in Tyrese Rice und Yotam Halperin verlässliche Scoring-Optionen. Durch Chevon Troutman ging München in der siebten Minute erstmals in Führung (10:12). Weil der Meister aber mit Dreiern und einem am Korb vorbildlich ackernden Philipp Neumann dagegen hielt, gingen die Gäste nur mit einer knappen Führung in die erste Pause (19:21).

Da die Bayern im zweiten Viertel indes weiter intensiv verteidigten und Bamberg von außen einige Chancen liegen ließ, konnte Svetislav Pesics’ Team seine Führung ausbauen (21:26). Bei diesem Kräfteverhältnis blieb es, bis Anton Gavel fünf Zähler in Folge einstreute und Bamberg erstmals seit der 9. Minute wieder in Führung ging (36:34). Einen 10:2-Lauf der Franken konterte der starke Halperin mit einem Dreier zum 40:40-Remis nach 20 Minuten.

Doch nach dem Seitenwechsel übernahmen die Brose Baskets das Zepter. Zwei Dreier von Alex Renfroe und mehrere „Stops“ in Folge brachten den Gastgeber mit 48:43 in Führung. Gegen eine Bamberger Verteidigung, die nun wie ein Schweizer Uhrwerk arbeitete – und besonders FCB-Spielgestalter Tyrese Rice über weite Strecken abmeldete –, kamen die Bayern kaum noch zu offenen Würfen. Zwei weitere Dreier in Folge schraubten den „Brösels“-Vorsprung auf 64:53 hoch.

Und der Meister hatte nun endgültig von außen Feuer gefangen: Mit einer weiteren Distanzbombe – und zwar durch Karsten Tadda – eröffneten die Brose Baskets das Schlussviertel. Den großen Willen des Meisters unterstrich Alex Renfroe, der Tyrese Rice im Fastbreak mit einem spektakulären Block bei zwei scheinbar sicheren Punkte abpasste. Zunehmend müder wirkende Bayern fanden im Angriff weiterhin kein konstantes Rezept gegen Bamberg. Ein Dunking von Maik Zirbes ließ die Führung der Hausherren schließlich auf 19 Zähler anwachsen (77:58) – der Final-Einzug war in trockenen Tüchern.


Chris Fleming (Headcoach Bamberg):
„Gratulation an Svetislav und sein Team für die gute Saison. Er hat dort viel geändert und die Serie hat viel Spaß gemacht und den deutschen Basketball in ein gutes Licht gerückt. Wir haben der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass es sehr einfach ist, sich für ein Do-or-Die-Spiel viel vor zunehmen. Wir haben ihr gesagt, dass wenn jeder seine Rolle ausfüllt, wir offensiv eine Lösung finden. Das ist heute geschehen und Renfroe sowie Tadda haben uns viel gegeben. Auch Zirbes hat wichtige Offensivrebounds für uns geholt. Ich bin froh, dass diese Truppe nach der nicht ganz leichten Saison jetzt zu dieser Form gefunden hat. Hierbei war vor allem in Spiel zwei in München ein Ruck auszumachen, seitdem spielen wir auf einem höheren Niveau. Wir freuen uns aufs Finale, in dem wieder der Erste und der Zweite der regulären Saison aufeinander treffen. “

Svetislav Pesic (Headcoach München):
„Ich möchte Bamberg gratulieren und dem Team alles Gute im Finale wünschen. Leider habe ich es mit meiner Mannschaft nicht geschafft. Wir sind aber nicht enttäuscht, aber natürlich auch nicht glücklich. Wir haben unsere Chancen gehabt, aber das zweite Spiel nicht gewonnen und den errungenen Heimvorteil nicht genutzt. Das war in der Serie wirklich ein Problem. Damit haben wir Bamberg aufgebaut und eine neue Chance gegeben zurückzukommen. Ab da waren die Brose Baskets klar besser und haben neues Selbstvertrauen getankt. Wir haben heute exzellent in der ersten Halbzeit gespielt, aber wir konnten Bambergs Aggressivität nicht stoppen. Wir waren zu passiv und zu zögerlich, Bamberg heute viel aggressiver, was 25:18 Freiwürfe für die Brose Baskets belegen. Sie sind immer wieder in die Zone gezogen und haben neue Chancen gesucht. Momentan können wir nicht besser in der Verteidigung spielen, diese war das gesamte Spiel über sehr gut. Unser Problem, vor allem im dritten Viertel, war, dass Bamberg sich sieben Offensivrebounds gesichert und seine Chancen gut genutzt hat. Es war eine tolle Serie gegen Bamberg. Wir haben für unsere Entwicklung sehr viel gelernt. Die Atmosphäre war wirklich toll. Wir werden unsere Lehren ziehen und nächsten Jahr wieder angreifen.“

Courtside-Reporterin Eva Kaiser berichtete für euch live aus Bamberg:




Spiel eins der Final-Serie steigt am kommenden Sonntag in Bamberg. SPORT1 überträgt ab 14.30 Uhr live!

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.tv.

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