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Europapokal-Vorberichte
Bamberg bei sieglosen Straßburgern unter Druck. Schwerstarbeit unter dem Korb für die Center um...

Bamberg bei sieglosen Straßburgern unter Druck. Schwerstarbeit unter dem Korb für die Center um...

Die Rückrunde in der Euroleague beginnt für die beiden deutschen Vertreter wie die Hinrunde mit Spielen gegen die Außenseiter in den Gruppen B und C. Der FC Bayern München empfängt am Donnerstag den polnischen Meister Stelmet Zielona Gora während die Brose Baskets am Freitag beim französischen Vizemeister SIG Strasbourg antreten. Beide Kontrahenten wurden schon vor fünf Wochen deutlich bezwungen und müssen auch in den Rückspielen besiegt werden, wenn der Einzug in die TOP16 nicht gefährdet werden soll. Beide Spiele werden live auf SPORT1 übertragen.

TV-Termine:

Paarung: Bayern München – Zielona Gora (Do, 21.11., 20.15 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.00 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf Beko-BBL.de.

Paarung: SIG Strasbourg – Brose Baskets (Fr, 22.11., 20.15 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.10 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf Beko-BBL.de.


Zielona Gora kommt mit Wut im Bauch nach München

Mit 3:2 Siegen startet der Euroleague-Neuling FC Bayern München in der Gruppe C aus einer sehr aussichtsreichen Position in die Rückrunde und kann hier schon in den ersten beiden Spielen gegen die Schlusslichter Zielona Gora (1:4) und Siena (1:4) alles klar machen. Damit würden die Bayern nämlich schon zwei Kontrahenten endgültig hinter sich lassen, was nach Adam Riese in der Sechsergruppe einen Platz unter den ersten Vier garantiert. Im Hinspiel vor vier Wochen hatten die Bayern in Zielona Gora (Grünberg) wenig Mühe mit dem noch nicht sonderlich gut aufgestellten polnischen Meister und gewannen deutlich 94:73:

Inzwischen haben sich die Polen, die sich damals gerade von zwei US-Amerikanern getrennt hatten, aber gefunden, so dass die Bayern sich am Donnerstag im Audi Dome schon auf mehr Gegenwehr als vor fünf Wochen einstellen sollten. Nachdem die Fans in Zielona Gora schon beim 73:65 über Siena (3. Spieltag) und beim unglücklichen 75:78 gegen Galatasaray (4. Spieltag) eine große Leistungssteigerung ihrer Mannschaft notieren konnten, überzeugte der polnische Meister am vergangenen Spieltag auch auswärts beim Euroleague-Champion Olympiakos auf der ganzen Linie.

Zunächst sicherlich von den Griechen unterschätzt, ging Zielona Gora in der ersten Halbzeit in Führung und hielt auch nach dem Seitenwechsel, als Olympiakos sich entschloss, endlich auch Basketball zu spielen, erfolgreich dagegen. Grundlage dafür war eine konzentrierte Verteidigung, drei von vier getroffene Dreier durch Power Forward Aaron Cel und eine bärenstarken Vorstellung des montenegrinischen Centers Vladimir Dragicevic (18 Punkte und zwölf Rebounds). Am Ende stand das Spiel auf des Messers Schneide und wurde in einer Schlussminute entschieden, die schon jetzt einen Platz unter den Highlights der Regular Season dieser Euroleague-Saison sicher hat:

Nach der mehr als unglücklichen 77:79-Niederlage in Piräus kommt Zielona Gora entsprechend mit Wut im Bauch nach München, um sich endlich den Lohn für die gute Arbeit der letzten Wochen abzuholen. Auch in der polnischen Liga hat Stelmet Zielona Gora sich in den letzten Wochen nach einem wackeligen Saisonstart mit drei ungefährdeten Siegen gefangen und ist mit 5:1 Siegen schon wieder Tabellenführer. Am Montag wurde Anwil Wloclawek 83:70 bezwungen. Neben Aufbauspieler Lukasz Koszarek (acht Punkte und acht Assists) und Shooting Guard Przemyslaw Zamojski (20 Punkte, 4/8 Dreier) glänzten dabei im Frontcourt erneut Vladimir Dragicevic mit 21 und Aaron Cel mit elf Zählern.

Stelmet Zielona Gora im Stenogramm

Guards: Lukasz Koszarek (6 apg, bester Passgeber der polnischen Liga), Erving Walker, Kamil Chanas.

Forwards: Przemyslaw Zamojski (12 ppg, Topscorer der polnischen Liga), Christian Eyenga (1 bpg), Marcin Sroka, Maciej Kucharek.

Center: Craig Brackins, Vladimir Dragicevic (14 ppg, 7 rpg), Aaron Cel, Adam Hrycaniuk, David Barlow.

Headcoach: Mihaijlo Uvalin (dritte Saison in Zielona Gora).


Bamberg zu Gast beim noch sieglosen SIG Strasbourg

SIG Strasbourg hat mit Alexis Ajinca etwas, was nicht einmal jeder Europaligist aufbieten kann: Einen richtigen „Weltklasse-Center“. Dass indes auch der Center des Europameisters alleine keine Spiele gewinnen kann, konnte man schon am ersten Europaliga-Spieltag in Bamberg sehen: Ajinca markierte zwar 19 Punkte und dominierte in der Anfangsphase die Bretter, aber im weiteren Spielverlauf hatte der Center Probleme mit  seiner Foulbelastung und wurde von den Bambergern zunehmend kontrolliert:

Auch in den folgenden Spielen machten die Straßburger dieselbe Erfahrung, so dass Ajinca zwar der zweitbeste Scorer der Euroleague ist, seine Mannschaft aber als einzige in der Liga noch auf den ersten Sieg wartet. Selbst in den Heimspielen gegen Efes Istanbul (66:76) und Real Madrid (66:85) klar unterlegen, hat der französische Vizemeister schon vor der Rückrunde nur noch eine theoretische Chance, die TOP16 zu erreichen. Und selbst der seidene Faden, an dem die letzten Hoffnungen hängen, würde mit einer Heimniederlage am Freitag in der Rhenus-Sporthalle (6.100 Plätze) gegen den Deutschen Meister reißen. Die Brose Baskets (2:3 Siege) sind jedoch ebenfalls dazu verurteilt, in Strasbourg zu punkten, weil es andernfalls im Kampf um den vierten Platz in der Gruppe B gegen Zalgiris Kaunas (ebenfalls 2:3) eng werden könnte, wenn die Litauer ihr Spiel in Strasbourg gewinnen sollten.

Auch in der französischen Liga läuft die Saison für SIG Strasbourg mit 4:4 Siegen (Platz 8) bislang alles andere als gut. Am Montag standen die Elsässer auswärts beim von Dashaun Wood in MVP-Manier angeführten Le Mans auf verlorenem Posten und unterlagen 68:84. Ajinca musste mit einer blutenden Wunde am Kopf früh ausgewechselt werden. Zwar kam er mit einem Verband zurück, fand aber mit nur vier Punkten in 16 Minuten nicht mehr in die Partie, was Strasbourgs zweitem Center, Romain Duport, die Chance eröffnete, mit zwölf Punkten und acht Rebounds zu unterstreichen, dass er im Schatten von Ajinca oft zu Unrecht übersehen wird.

Dass man den französischen Vizemeister nicht zu früh abschreiben darf, wurde indes nach dem Seitenwechsel (29:44) deutlich, als Strasbourg noch auf 68:74 verkürzte, bevor die Gastgeber den Sack mit einem 10:0-Lauf zumachten. Neben dem zweiten Europameister im Team, Antoine Diot (zwölf Punkte, vier Assists und drei Steals), der immer häufiger gemeinsam mit dem zweiten Spielmacher Louis Campbell auf dem Parkett steht, bewiesen dabei vor allem Jeremy Leloup, Paul Lacombe und Axel Toupane mit zusammen 22 Punkten, dass Nationaltrainer Vincent Collet auf seiner Straßburger Bank auf einige Alternativen zurückgreifen kann …nur für den Fall, dass seine US-Amerikaner Kevin Murphy (vier Punkte) und Tim Abromaitis (0) mal wieder einen schlechten Tag haben.

SIG Strasbourg im Stenogramm

Guards: Louis Campbell (3 apg, Ex-Gießen, -BHV, -OL, -TÜ), Antoine Diot (4 apg, im Hinspiel 12 Punkte, 4 Assists und 3 Steals, bester Balldieb der französischen Liga), Paul Lacombe.

Forwards: Kevin Murphy, Ricardo Greer, Axel Toupane, Jeremy Leloup (3 apg).

Center: Alexis Ajinca (19 ppg, 7 rpg, 1 bpg, effektivster Spieler der Euroleague, im Hinspiel 19 Punkte und 4 Assists), Romain Duport (1 bpg, im Hinspiel 13 Punkte und 3 Blocks), Tim Abromaitis.

Headcoach: Vincent Collet (dritte Saison in Strasbourg)

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