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Europapokal-Vorberichte
Bayern am Freitag favorisiert gegen Siena, Wiedersehen mit Taylor Rochestie

Bayern am Freitag favorisiert gegen Siena, Wiedersehen mit Taylor Rochestie

Am ersten Spieltag gemeinsam erfolgreich, werden sich die Wege der Brose Baskets und der Bayern-Riesen in dieser Woche in der Euroleague wohl trennen. Alles andere wäre jedenfalls eine Überraschung: Während die Bamberger am Donnerstag beim sich in prächtiger Form präsentierenden spanischen Meister Real Madrid klarer Außenseiter sind, finden sich die Münchener in eigener Halle gegen den italienischen Meister Montepaschi Siena am Freitag in der Favoritenrolle wieder.

TV-Termine:

Paarung: Real Madrid – Brose Baskets (Do, 24.10., 20.45 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.35 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1+ und als kostenpflichtiger Internetstream auf http://tv.sport1.de/.

Paarung: Bayern München – MPS Siena (FR, 25.10., 20.15 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 20.00 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream auf www.Beko-BBL.de.

Und Chevy Troutman würde sich freuen, wenn möglichst viele Fans vorbeikommen würden ... das jedenfalls scheint er hier ausdrücken zu wollen:

Dem Bayern-Gegner Siena sind die Stars davongelaufen

Ganz anders stehen die Vorzeichen für den FC Bayern München vor dem zweiten Spieltag und das nicht nur, weil die „Roten Riesen“ ihren Gegner Montepaschi Siena im eigenen Audi Dome empfangen. Der italienische Serienmeister, der schon im letzten Jahr sein Budget halbieren musste, weil die als Hauptsponsor fungierende Bank in eine finanzielle Schieflage geraten war, musste seinen Haushalt zur neuen Saison noch einmal „redimensionieren“. Ohne Leistungsträger wie Viktor Sanikidze oder den letztjährigen Euroleague-Topscorer Bobby Brown (spielt jetzt in China) zählt der einstige Überflieger der italienischen Liga jetzt in der Serie A nur noch zum oberen Mittelmaß. Eine erneute Titelverteidigung wäre eine Überraschung.

Als einziger Starter aus dem Meisterteam ist Nationalspieler Daniel Hackett übrig geblieben, der aber gleich am ersten Spieltag erfahren musste, dass er als Alleinunterhalter den Leck geschlagenen Dampfer nicht auf einem Meisterschafts- bzw. TOP16-Kurs wird halten können. Trotz Hacketts 26 Punkten (11/14 Würfe) unterlag Siena in eigener Halle Galatasaray Istanbul 75:84.

Deshalb ruht die Hoffnung auf den vielen Neuzugängen: neben den jungen US-Guards Erick Green und Kim English, die ihre erste Saison in Europa spielen, sind das mit Taylor Rochestie (früher Berlin und Göttingen), dem ehemaligen Oldenburger Josh Carter und dem ehemaligen Bamberger Spencer Nelson gleich drei Namen, die bei uns bekannt sind. Aber alle fünf offenbarten im bisherigen Saisonverlauf sehr starke Leistungsschwankungen.

So glänzte Josh Carter in den beiden bisherigen Ligaspielen mit jeweils 18 Zählern, gegen Galatasaray legte er aber eine Nullnummer (0/5 Würfe) aufs Parkett.

Auch im Frontcourt, wo mit dem zuweilen an der Dreierlinie gefährlich heißlaufenden Tomas Ress und dem während der letzten Saison aus Gießen nach Siena gewechselten Österreicher Ben Ortner jetzt die beiden Bankspieler aus Sienas Meisterteam mehr Verantwortung tragen, lief am Sonntag in der italienischen Liga bei der 59:67-Niederlage in Reggio Emilia nicht viel zusammen. Siena, das nach wenigen Minuten Spencer Nelson mit einer Schulterverletzung verlor, war vor allem bei den Rebounds mit 29:47 klar unterlegen.

Montepaschi Siena im Stenogramm

Guards: Erick Green (22, 190, USA), Taylor Rochestie (28, 185, US/MNE), David Cournooh (23, 187, GHN/ITA).

Forwards: Daniel Hackett (25, 199, ITA), Josh Carter (26, 200, USA), Kim English (25, 198, USA), Jeff Viggiano (29, 197, US/ITA), Mattia Udom (19, 195, ITA).

Center: Spencer Nelson (33, 203, US/AZE, verletzt?), Othello Hunter (27, 203, US/LBR), Tomas Ress (33, 208, ITA), Benjamin Ortner (30, 206, AUT).

Headcoach: Marco Crespi (51, erste Saison in Siena).

 

Brose Baskets in Madrid vor einer „Mission Impossible“?

Die Aufgabe für den Deutschen Meister am Donnerstag im über 12.000 Zuschauer fassenden Sportpalast von Madrid ist so schwer, dass sie fast schon wieder leicht ist. Der spanische Meister und Euroleague-Finalist, dessen Budget auf über 25 Millionen Euro geschätzt wird, geht mit einem nur punktuell veränderten Kader an den Start und ist entsprechend eingespielt, was am ersten Spieltag schon Zalgiris Kaunas bei seiner 63:83-Heimniederlage gegen die „Königlichen“ zu spüren bekam.

Überragender Akteur war dabei mit 18 Punkten und fünf Rebounds Power Forward Nikola Mirotic, dessen Entwicklung auch jenseits des Atlantiks aufmerksam verfolgt wird. Bei einer Umfrage unter den NBA-Managern entschieden sich auf die Frage nach dem „besten Nichtamerikaner außerhalb der NBA“ 25 Prozent für den 22-jährigen Montenegriner mit spanischen Pass. Auf dem zweiten Platz landete mit 14 Prozent Rudy Fernandez (ebenfalls Real Madrid).

Und Trainer Pablo Laso hat noch mehr Juwelen im Aufgebot - wie die beiden Aufbauspieler der spanischen Nationalmannschaft, Sergio Llull und Sergio Rodriguez (Foto oben). Dazu kommt der beeindruckende Frontcourt mit den beiden Neuzugängen Ioannis Bouroussis und Salah Mejri an der Seite des athletischen Ex-Bambergers Marcus Slaughter und des Routiniers Felipe Reyes. Zusammengefasst: Der Kader ist noch kompakter, diese Real-Mannschaft scheint bereit für den ganz großen Wurf in der Europaliga.

In Spanien übernahm Real vor genau einem Jahr die Tabellenführung und hat sie seitdem nicht mehr abgegeben. Mit zwei hohen Auftaktsiegen übernahm Madrid auch in der neuen Saison gleich wieder die Tabellenspitze. Am Wochenende musste Laboral Kutxa Vitoria trotz einer tollen Vorstellung von Tibor Pleiß (25 Punkte und acht Rebounds) dran glauben und unterlag in Madrid 72:105. Mit sieben Dreiern (sechs im zweiten Viertel) lief dabei Jaycee „Boom Boom“ Carroll heiß. Den werden die Bamberger um das Geburtstagskind Anton Gavel (wird am Donnerstag 29 Jahre) auch noch kontrollieren müssen, wenn sie in Madrid einen Überraschungssieg laden wollen.

Real Madrid im Stenogramm:

Guards: Sergio Llull (25, 190, ESP), Sergio Rodriguez (27, 191, ESP), Jaycee Carroll (30, 188), Dontaye Draper (29, 181, US/CRO).

Forwards: Tremmel Darden (31, 194), Rudy Fernandez (28, 196, ESP), Daniel Diez (20, 201, ESP).

Center: Nikola Mirotic (22, 208, MNE/ESP), Ioannis Bouroussis (29, 210, GRE), Felipe Reyes (33, 204, ESP), Marcus Slaughter (28, 204, USA), Salah Mejri (27, 217, TUN).

Headcoach: Pablo Laso (46, ESP, dritte Saison bei Real).

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