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Bayern siegt im Fernsehkrimi/ Vechta gewinnt dank furiosem Schlussspurt

Bayern siegt im Fernsehkrimi/ Vechta gewinnt dank furiosem Schlussspurt

Bayern müht sich zum Arbeitssieg, Isaiah Swann ärgert sein altes Team, Aufsteiger Vechta gelingt furioser Schlussakt und ein Stockton harmoniert mit seinem Big Man – der 1. Spieltag in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

Telekom Baskets Bonn – FC Bayern München 82:87

Artland Dragons – WALTER Tigers Tübingen 78:60

MHP Riesen Ludwigsburg – Eisbären Bremerhaven 83:75

New Yorker Phantoms Braunschweig – ratiopharm ulm 94:85

s.Oliver Baskets – Phoenix Hagen 79:86

medi bayreuth – FRAPORT SKYLINERS 74:67

TBB Trier – RASTA Vechta 84:87

Von: Manuel Baraniak

Telekom Baskets Bonn – FC Bayern München 82:87 (46:43)

Mit Spannung wurde der erste Punktspiel-Auftritt der neuformierten Bayern erwartet, aber statt eines Feuerwerks gab es einen Arbeitssieg, der erst im letzten Viertel eingetütet werden konnte.

Münchens Trainer Svetislav Pesic begann mit fünf seiner acht Zugänge, wobei vor allem Combo-Guard Malcom Delaney in den ersten Minuten glänzte. Aber die Bonner Gastgeber hielten dagegen und lagen nach den ersten zehn Minuten nur mit sechs Punkten zurück (20:26). Nach einem Dreier durch Robin Benzing, gefolgt von einem erfolgreichen Drive des Nationalspielers inklusive Foul, kletterte der Vorsprung Münchens erstmals in den zweistelligen Bereich (21:32). Der Favorit, so schien es, hatte die Partie unter Kontrolle.

Aber angeführt von Big Man Jamel McLean (13 Punkte in der ersten Halbzeit) kämpfte sich Bonn zurück ins Spiel und glich nach vier Punkten in Serie durch Ryan Brooks zum 34:34 aus. Durch einige Missverständnisse in der Offense und mangelnde Konzentration in der Defense bei den Bayern ging Bonn in der Folge in Führung und lag nach einem Dreier mit der Sirene durch Benas Veikalas zur Pause mit 46:43 vorne.

Zu Beginn der zweiten Hälfte suchte München vermehrt Center John Bryant in der Zone, aber der zweimalige MVP der Beko BBL offenbarte einige Probleme in der Verteidigung gegen den schnelleren McLean. Bonn spielte nun vor begeisterter Kulisse von 6000 Zuschauern im ausverkauften T-Dome selbstbewusst auf, erarbeitete sich bis zur Mitte des dritten Viertels einen 62:51-Vorsprung, und auch vor dem letzten Abschnitt lagen die Gastgeber noch mit 68:63 vorne.

Aber der FC Bayern fand nun auch über den Kampf ins Spiel und glich 90 Sekunden vor dem Ende aus. Bei 36 Sekunden auf der Uhr netzte McLean nur einen von zwei Freiwürfen zum erneuten Unentschieden ein. Im Gegenzug punktete Chevy Troutman gegen McLean, und nach einem vergebenen Dreier durch Veikalas brachte Heiko Schaffartzik den Auswärtssieg mit zwei Freiwürfen unter Dach und Fach.

Bei Bonn waren McLean (21 Punkte) und Veikalas (19) beste Scorer, bei München Nihad Djedovic (17) und Yassin Idbihi (16).

Mathias Fischer (Bonn):

„Wir haben eine Partie gesehen, die lange offen war und nur durch Nuancen entschieden wurde. Mit Benas Veikalas hat unser bester Werfer am Ende zwei offene Schüsse, die beide nicht reingehen - aber es waren genau die Optionen, die wir haben wollten. München ist am Korb unheimlich tief besetzt und hat Inside immer wieder seine Optionen gesucht. Das haben wir erst ab dem zweiten Viertel besser in den Griff bekommen. Als wir auf 13 Punkte weg waren, hat Bayern seine Plays sehr gut durchgelaufen und ist so wieder rangekommen. Bei uns war vielleicht ein Faktor, dass wir bei 59 Prozent Trefferquote von der Freiwurflinie zu viel haben liegen lassen.“

Svetislav Pesic (München):

„Das waren heute zwei Punkte für die Seele. Ich bin mit unserer Verteidigung teilweise überhaupt nicht zufrieden, da wir Bonn aus dem Zwei-Punkte-Bereich 59 Prozent erlaubt haben. Ich bin froh, dass wir in Bonn gegen eine Mannschaft gewonnen haben, die mit viel Enthusiasmus aufgetreten ist. Wir müssen weiterhin jeden Tag viel investieren, um mannschaftlich besser zu werden. Wenn du am Ende in der Verteidigung gut stehst und dir keine Turnover leistetst, gewinnst du auch in dieser Atmosphäre ein knappes Spiel.“

Courtside-Reporterin Lena Wiemer berichtete für euch live aus dem Telekom Dome

Artland Dragons – WALTER Tigers Tübingen 78:60 (33:24)

Rund 15 Minuten hielten die Gäste aus Tübingen noch gut mit und konnten die Begegnung ausgeglichen gestalten. Dann fanden die Dragons aus einer bis dato punktearmen Partie als erstes einen Rhythmus: Ein 9:0-Lauf verschaffte den Quakenbrückern ein kleines Polster, das sie in der zweiten Halbzeit kontinuierlich ausbauen konnten.

Vor allem in Korbnähe präsentierte sich die Truppe aus dem Artland treffsicher: Fast zwei Drittel ihrer Versuche aus der Nahdistanz fanden ihr Ziel. Nicht in den Griff bekam die Tübinger Verteidigung vor allem Center Kenny Frease (17 Punkte, 7 Rebounds) und Dragons-Rückkehrer Brandon Thomas (16 Punkte), der besonders hungrig aus der Kabine kam (acht Punkte in den ersten eineinhalb Minuten). David Holston, der auch sein Comeback für die Niedersachsen gab, blieb zwar im eigenen Abschluss blass (3 Punkte), verteilte aber sieben Korbvorlagen. Auf Tübingener Seite stellte Youngster Bogdan Radosavljevic (16) den besten Punktesammler.

Tyron McCoy (Artland):

„Wir haben gut gespielt, dafür, dass es unser erstes Saisonspiel war. Beide Teams mussten am Anfang mit sich ringen. Wir haben Würfe vergeben, Tübingen hat Würfe vergeben, vor allem Freiwürfe. Deswegen sind wir im Spiel geblieben, das war unser Glück. Als wir dann unseren Rhythmus gefunden haben, haben wir gut gespielt und immer mehr Selbstvertrauen bekommen. Im Anschluss daran haben wir exzellente Arbeit geleistet.“

Igor Perovic (Tübingen):

„In der ersten Halbzeit hatten wir eine Chance, weil die Dragons nicht so gut gespielt haben und nervös waren. Aber meine Spieler haben so viele gute Möglichkeiten wie offene Korbleger und Freiwürfe vergeben. Wenn man solche guten Situationen nicht nutzt, hat man keine gute Chance gegen ein so starkes Team wie die Dragons zu gewinnen. Natürlich bin ich enttäuscht von unserer Leistung. Es ist keine Schande hier in Quakenbrück zu verlieren, aber ich bin nicht glücklich mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Ich habe Angst bei meinen Spielern gesehen. Sogar unsere erfahrensten Spieler waren beeindruckt und müssen besser spielen.“

MHP Riesen Ludwigsburg – Eisbären Bremerhaven 83:75 (48:38)

Dass ein Stockton mit einem Big Man harmonieren kann, wissen die meisten Basketballanhänger. So zu erleben auch in Ludwigsburg: Die Riesen konnten bei ihrem Auftakterfolg auf ihre beiden Neuzugänge Michael Stockton und Gregory Echenique setzen.

Stockton, der Sohn der NBA-Legende John, erzielte bei seinem Ligadebüt 16 seiner insgesamt 20 Punkte in der ersten Halbzeit; zudem verteilte der Aufbauspieler acht Assists. Ein dankbarer Abnehmer hierfür war Ludwigsburgs Center Echenique, der jeden seiner neun Feldwürfe einnetzte und mit 22 Zähler am häufigsten traf. Ein 9:0-Lauf Mitte des Schlussabschnitts – die längste Serie der Partie – brachte die Hausherren auf die Siegerstraße. In Reihen der Hansestädter schulterten Darius Adams (20 Punkte) und Ligarückkehrer Derrick Allen (17) die Punktelast.

John Patrick (Ludwigsburg):

„Bremerhaven hat heute ohne zwei Leistungsträger gespielt. Sie haben es uns trotzdem schwer gemacht. Michael Stockton hat seine Qualität gezeigt. Ich bin stolz, dass Gregory Echenique in seinem ersten Profispiel so solide war. Bremerhaven hatte einige Läufe, diese konnten wir aber mit wichtigen Dreiern stoppen. Das Spiel war von viel Nervosität geprägt. Wir haben am Ende unseren Heimvorteil verteidigt.c

Calvin Oldham (Bremerhaven):

„Wir waren ein paar Mal nah dran und hatten mehrfach Chancen, um dem Spiel eine Wendung zu geben. Aber immer wenn wir uns heran gekämpft haben, hat Ludwigsburg die Big Plays gemacht. Enttäuscht bin ich vor allem von unserer Verteidigung. Wir haben uns im Vorfeld auf die Ludwigsburger Leistungsträger Michael Stockton und Gregory Echenique konzentriert, aber beide haben das Spiel entschieden. Besonders Echenique konnte machen, was er wollte. Unter dem Strich hat heute einiges gefehlt, um als Sieger vom Platz zu gehen.“

Courtside-Reporter Darijan Brinski berichtete für euch live aus der MHP Arena

New Yorker Phantons Braunschweig – ratiopharm ulm 94:85 (47:42)

Es war für Isaiah Swann das Wiedersehen mit dem Klub, den er 2012 bis ins Finale der Beko BBL geführt hatte, aber Nachsicht hatte der neue Star der New Yorker Phantoms deshalb trotzdem nicht mit ratiopharm ulm. 20 Punkte legte der Shooting Guard mit der linken Klinke auf, darunter 56 Sekunden vor dem Ende der vorentscheidende Dreier zur 87:83-Führung der Gastgeber. Mit einem weiteren erfolgreichen Distanzwurf und zwei Freiwürfen sicherte Braunschweigs neuer Aufbau James Florence, der ebenso auf 20 Zähler kam, den ersten Heimsieg für die Phantoms.

Ulms Big Man Daniel Theis, der als ehemaliger Braunschweiger vergangene Saison bei seiner ersten Rückkehr überraschend ein Double-Double aufgelegt hatte, konnte der Partie vor 4880 Zuschauern in der Volkswagen-Halle mit zwei Punkten und vier Rebounds diesmal nicht seinen Stempel aufdrücken. Der kürzlich als Ersatz für Tommy Mason-Griffin (Achillessehnenriss) verpflichtete Aufbau Edgar Sosa kam nicht zum Einsatz. Beste Werfer für Ulm waren Nationalspieler Per Günther (17 Punkte, sieben Assists, fünf Ballverluste), Adam Hess (18) und US-Flügelspieler Cameron Long (23).

Raoul Korner (Braunschweig):

„Ich bin über den Auftakt natürlich sehr glücklich und bedanke mich bei den Fans für die tolle Unterstützung. Wir hatten das Spiel im ersten Viertel nicht im Griff und vor allem Adam Hess nicht kontrolliert. Wir wissen, dass er ein X-Faktor im Spiel der Ulmer ist und daher lag unser Fokus darauf, ihn im Fortlauf des Spiels besser zu kontrollieren. Insgesamt hatten wir nach dem ersten Viertel eine bessere Kontrolle, wenngleich Ulm auch wieder immer herangekommen ist. Das ist aber auch in der Klasse von Ulm begründet. Wir haben zudem auch einige Fehler gemacht, die man gegen so ein Team nicht begehen darf. Und unsere Verteidigung ist sicherlich generell ausbaufähig gewesen. Daran werden wir arbeiten müssen.“

Thorsten Leibenath (Ulm):

„Wir haben bis zur siebten Minute guten Basketball gespielt und uns dann fälschlicherweise auf unserer Führung ausgeruht. Braunschweig konnte die Intensität hochschrauben, mehr zweite Chancen generieren und diese eiskalt ausnutzen. Außerdem waren wir heute im Rebound nur Durchschnitt und das ist keine Frage von Taktik oder Technik, sondern von Willen. Der Sieg von Braunschweig ist daher absolut verdient und wir können nur mit den ersten Minuten zufrieden sein.“

Courtside-Reporter Sebastian Schulze berichtete live für euch aus der Volkswagen Halle

s.Oliver Baskets – Phoenix Hagen 79:86 (42:43)

In der vergangenen Saison lieferten sich beide Mannschaften ein heißes Fernduell um den Playoff-Einzug, den letztlich Hagen für sich verbuchen konnte. Und auch diesmal stachen die Westfalen die Unterfranken aus. Und auch diesmal war es eine enge Kiste – zumindest über drei Viertel.

Den Schlussabschnitt eröffneten die Feuervögel jedoch mit einem 13:2-Lauf und kühlten die Hausherren kräftig ab. Besonders heiß präsentierte sich David Bell, der die ersten elf Zähler Hagens verzeichnete.

Und wie auch in der letzten Saison zeigten sich die Gästen brandgefährlich aus der Distanz, wo sie 15 ihrer 33 Drei-Punkte-Versuche versenken konnten. Unter fünf zweistellig punktenden Hagenern stach Mark Dorris mit 19 Zählern hervor. Mit 17 Punkten war Ricky Harris Würzburgers bester Scorer.

Marcel Schröder (Würzburg):

„Wir haben in eigener Halle 17 Offensivrebounds abgegeben und 22 Ballverluste produziert. Das ist natürlich viel zu viel. Wir konnten auch die Penetration der Hagener nicht stoppen, sie sind 34-mal an die Freiwurflinie gekommen. Dadurch haben wir sie zu einer Zeit aufgebaut, als wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle hatten. Sie haben dann mit mehr Intensität gespielt und wir haben es bis Mitte des 4. Viertels nicht geschafft, den gleichen Kampfgeist an den Tag zu legen. Deswegen hat Hagen verdient gewonnen.“

Ingo Freyer (Hagen):

„Es war ein sehr hart umkämpftes Spiel mit zwei unterschiedlichen Phasen. Unsere Anfangsphase war sehr schlecht. Danach haben wir uns aber gefunden und sehr gut gespielt. Ich bin froh, dass wir zum ersten Mal in der Geschichte von Phoenix Hagen in Würzburg gewinnen konnten, das ist ein sehr gutes Zeichen für uns als Team. Das sind gute Voraussetzungen, um am Sonntag mit Selbstvertrauen in unser erstes Heimspiel gegen Bayreuth zu gehen.“

medi bayreuth – FRAPORT SKYLINERS 74:67 (26:27)

Ein genauso enges Höschen zeichnete sich beim Aufeinandertreffen zwischen Bayreuth und Frankfurt ab; keine Mannschaft führte über drei Spielabschnitte mit mehr als fünf Zählern Differenz. Im Schlussviertel verfehlten die Gäste vom Main aber ihre ersten acht Feldwürfe, kamen erst 4:18 Minuten vor Schluss das erste Mal zum Korberfolg – und waren da schon mit 14 Zählern ins Hintertreffen geraten.

Allen voran Frankfurts Dawan Robinson schickte sich jedoch an, die Partie noch einmal zu drehen. Doch an der Linie offenbarten die Bayreuther keine Nerven – vor allem Bryan Bailey (6/6 FT in der Schlussminute) zeigte sich am Wohltätigkeitsstreifen kaltschnäuzig. Die Punktelast schulterte in Reihen der Gastgeber das Big-Men-Duo um Brian Qvale (19 Punkte, 8/10 FG) und Ronnie Burrell (17). Frankfurt wurde von Dawan Robinson (19) im Scoring angeführt.

Predrag Krunic (Bayreuth):

„Das war ein typisches Spiel vom ersten Spieltag. Beide Mannschaften haben gut verteidigt, auch wenn sie offensiv nicht so gut getroffen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir noch st rker verteidigt und auch besser getroffen. Wir konnten mehrere einfache Punkte machen, dass wir uns mit zehn Punkten absetzen konnten war in diesem Spiel ein gro er Vorteil. Wir haben in der zweiten Halbzeit gut gek mpft und eine starke Leistung gezeigt. Die Stimmung in der Halle war toll und die Fans waren hinter uns gestanden, das war heute auch sehr wichtig! Uns haben heute Phillipp Heyden und Tom Sp ler gefehlt, wir werden sehen, wann sie uns wieder zur Verf gung stehen.“

Gordon Herbert (Frankfurt):

„Gratulation nach Bayreuth. In den ersten drei Vierteln war das Spiel sehr ausgeglichen, den Unterschied haben die ersten f nf Minuten im letzten Viertel gemacht. Wenn man die Statistik betrachtet war alles sehr ausgeglichen, ausgenommen die Turnover. Wir hatten am Ende in der Offensive zu viele Turnover. Einige davon selbst verursacht, andere durch die Defensive von Bayreuth. 15 Turnover sind zu viel. Qvale und Burrell hatten in der Zone zu leichtes Spiel, sie haben alleine fast 40 Punkte erzielt. Au erdem hatten wir Probleme gegen die Zonenverteidigung von Bayreuth. Dawan Robinson, Konstantin Klein, Kevin Bright und Jacob Burtschi waren angeschlagen oder nicht richtig in Form. Dies hat sicher auch zu der Bayreuther Serie im letzten Viertel beigetragen. Bayreuth hat es dominiert, vor allem als Schmitz ins Spiel kam hatten wir Probleme.“

TBB Trier – RAST VECHTA 84:87 (38:36)

2:27 Minuten noch zu spielen, und die Gäste aus Vechta liegen mit neun Punkten zurück. Doch ein Aufsteiger gibt sich nicht auf: Zwei Dreier von Dylan Talley brachten Vechta 44 Sekunden vor Schluss auf einen Zähler heran; nach einem Ballverlust Triers war Isaac Butts gar für die Führung der Norddeutschen verantwortlich. An der Freiwurflinie markierte Andrew Rudowitz den Endstand, als den Gastgeber kein Treffer mehr aus dem Feld gelang – wie überhaupt in den letzten fünf Spielminuten nicht mehr.

Da hatte sich Vechta von einem zwischenzeitlichen 14-Punkte-Rückstand zurück in die Begegnung gekämpft und letztlich einen furiosen Auftakt bei ihrem Ligadebüt feiern können. Mit je 16 Zählern trugen sich Dirk Mädrich und Dylan Talley am häufigsten für die Gäste in den Statistikbogen ein; auf Trierer Seite kamen Mathis Mönninghoff und Jermaine Bucknor auf je 20 Punkte.

Henrik Rödl (Trier):

„Glückwunsch an Pat und sein Team. Es ist nicht einfach mit einem Auswärtssieg in die Saison zu starten. Das ist ein großer Schritt für diese Mannschaft, für uns wird dieser erste Schritt dadurch sehr schwer. Ich bin trotzdem stolz auf mein Team, wir hatten eine sehr schwierige Vorbereitung, zwei Guards spielten gar nicht, am Ende hatten vier Spieler fünf Fouls. Ich bin ein bisschen verärgert, dass wir die hohe Führung am Ende haben liegen lassen. Man hat gesehen, dass die Kräfte nachgelassen haben, die Konzentration auch - das darf nicht passieren, egal wer auf dem Feld steht. Ich kann meinen Jungs aber nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Im Abschlusstraining noch Tony Canty langfristig zu verlieren, ist ein Schlag, den keiner nötig hat, den wir aber verkraften müssen. Wir müssen schnell regenerieren und in Braunschweig am Sonntag die Siegchance suchen. Vechta hat eine Energieleistung gezeigt und am Ende die entscheidenden Situationen für sich genutzt. Nochmal Glückwunsch.“

Patrick Elzie (Vechta):

„Ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Wir wussten, dass es schwer wird, in Trier zu bestehen. Wir haben die letzten fünf Minuten gut gespielt und Moral gezeigt. Ich bin zufrieden mit dem Sieg und erst recht mit der Schlussphase. Wir hatten große Problem, die Distanzwürfe zu kontrollieren, am Ende haben wir aber mit etwas Glück gewonnen.“

Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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