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Bester Vorlagengeber Jared Jordan bleibt ein Bonner / Ryan Brooks vorletzter Neuzugang

Bester Vorlagengeber Jared Jordan bleibt ein Bonner / Ryan Brooks vorletzter Neuzugang

Der beste Assistgeber der Beko Basketball Bundesliga spielt auch weiterhin auf dem Hardtberg: Jared Jordan wird in seinem insgesamt vierten Jahr bei den Rheinländern im Aufbau die Fäden ziehen - dabei erstmals auch im Eurocup. Neben der Position des Aufbauspielers wurde eine weitere personelle Lücke im Bonner Kader geschlossen: Mit Ryan Brooks konnte ein variabler Flügelspieler verpflichtet werden, der sowohl die Position des Shooting Guards als auch des Small Forwards bekleiden kann.

Nach langen Verhandlungen und einer ganze Reihe von Spekulationen in Presse und Internet, standen in der Nacht zum Donnerstag endlich alle Unterschriften unter den Verträgen der beiden Spieler. „Wir können einen Vertragsabschluss erst dann melden, wenn alle Parteien unterschrieben haben. Und dies ist erst seit der vergangenen Nacht der Fall“, erklärt Baskets-Pressesprecher Michael Mager.

Der 28-Jährge Jordan steht in der Gunst der Baskets-Fans ganz weit oben, was maßgeblich mit seinem ausgesprochen guten Auge zu tun hat. Sowohl 2011/2012 (8,1 ApG) als auch 2012/2013 (7,8 ApG) verteilte Jordan in der Beko Basketball Bundesliga die meisten direkten Korbvorlagen - und das oft auf spektakuläre Art und Weise. Headcoach Mathias Fischer: „Er ist ein wirklich außergewöhnlicher Spieler.“ Nach „Scooter“ Barry war der Bonner Regisseur erst der zweite Akteur, der in zwei aufeinander folgenden Spielzeiten den Saisonhöchstwert in dieser Kategorie erzielte.

Mathias Fischer ist froh, die Spielmacher-Position mit seinem absoluten Wunschspieler besetzt zu sehen. „Wir haben viele gute, offene Gespräche miteinander geführt. Ich freue mich sehr darüber, mit ihm einen tollen Charakter im Kader zu haben“, konstatiert der Baskets-Coach. „Nach seiner Hochzeit, zu der wir ihm auch auf diesem Wege nochmals herzlich gratulieren, wird Jared sicher mit einer zusätzlichen Portion Schwung und Motivation sein viertes Dienstjahr in Bonn antreten.“ Jordan hatte im Juli seine langjährige Verlobte Mary Beth geheiratet - bei der Trauung waren mit Chris Ensminger, Talor Battle und Tony Gaffney einige Baskets-Weggefährten zugegen.

Dass selbst ein Ausnahme-Guard wie Jared Jordan beizeiten noch eine Schippe drauflegen kann, hat der Floor General in der Vergangenheit eindeutig bewiesen und sich damit in die Annalen der Bundesliga gepasst.

Sowohl 2011/2012 als auch 2012/2013 stellte er eine jeweilige Saisonbestmarke auf, die auch im Vergleich mit den Besten ihres Fachs eine Sonderstellung einnimmt. Bei dem fulminanten 99:74-Auswärtserfolg bei den EWE Baskets Oldenburg brachte „The Wizard“ satte 18 Assists an den Nebenmann, dem 90:76 gegen TBB Trier in der abgelaufenen Spielzeit drückte er mit 16 Vorlagen seinen Stempel auf.

Die meisten Assists in einem BBL-Spiel:

1. Jared Jordan (18, Bonn, 2011/2012); Austen Rowland (18, Ulm (2006/2007)
2. Paul Burke (17, Bonn, 2000/2001)
3. Jared Jordan (16, Bonn, 2012/2013)
4. Branislav Ratkovica (14, Tübingen, 2009/2010); Scooter Barry (14, Gießen, 1999/2000); Scooter Barry (14, Gießen, 1998/1999)
5. Branislav Ratkovica (13, Tübingen, 2010/2011); Michael-Hakim Jordan (13, Köln, 2008/2009); Dru Joyce (13, Ulm, 2007/2008)

In der Bestenliste der Beko-BBL-Datenbank rangiert Jared Jordan mit insgesamt 799 Assists auf dem achten Platz. An aktiven Spielern sind lediglich nur noch Dru Joyce (Oldenburg, 832), Immanuel McElroy (Braunschweig, 1103) und Steffen Hamann (München, 1182) vor dem US-Amerikaner.


Flügelspieler mit reichlich offensivem Potenzial

Neben Jared Jordan freuen sich die Telekom Baskets Bonn auch über die Verpflichtung von Ryan Brooks. Unter Fischer lief der Amerikaner vergangene Spielzeit in 19 Partien für die LTi GIESSEN 46ers auf. Bei den Mittelhessen avancierte Brooks mit durchschnittlich 15,9 Punkten, 4,0 Rebounds und 1,4 Assists zum absoluten Leistungsträger. Mit einer Dreierquote von 37,3 Prozent machte der 1,93 Meter-Mann zudem klar, dass er nicht nur über einen guten Zug zum Korb, sondern auch einen verlässlichen Wurf von außen verfügt. In gleich sechs Begegnungen legte Brooks mindestens 20 Zähler auf. Gegen Würzburg lieferte er mit 26 Punkten, vier Rebounds, drei Steals und vier von fünf verwandelten Dreiern ein statistisches Rundum-Sorglos-Paket ab.

Während der Zeit in Gießen hat Mathias Fischer die Qualitäten des Bonner Neuzugangs schätzen gelernt. „Er ist nicht nur ein harter Arbeiter, sondern auch menschlich ein feiner Kerl, der dem Team auf und abseits des Parketts gut tut“, befindet der Baskets-Cheftrainer. „Formell ein Shooting Guard, kann Ryan dank seiner Physis und seines ordentlichen Ballhandlings auch auf die Position des Small Forwards rücken - dort wird er für uns voraussichtlich primär zum Einsatz kommen.“

Ryan Brooks‘ sportliche Karriere begann an der Lower Merion Highschool, die es in Basketball-Kreisen durch ihren Absolventen Kobe Bryant zu Ruhm brachte. Nach dem Gewinn der Staatsmeisterschaft im Jahre 2006 zog es den Swingman auf die renommierte Temple University, wo er während seiner Zeit bei den „Owls“ unter anderem mit Ex-Baskets Mark Tindale zusammenspielte - darüber hinaus zählten auch Dustin Salisbery (ehemals Braunschweig) sowie TJ DiLeo (jetzt Gießen) zu seinen Teamkameraden. Für seine erste Profistation heuerte Brooks 2010/2011 erstmals im Mittelhessischen an, ehe er eine Saison später für den finnischen Erstligisten Namika Lathi auflief. Zur Spielzeit 2012/2013 kehrte er zurück nach Gießen, ehe es ihn aufgrund der finanziellen Schieflage des Clubs kurz vor Ende der Wechselfrist nach Frankfurt zog.

Brooks' Sprungkraft musste auch schon Deon Thompson erleben, wie der zweite Platz der Beko BBL Top Ten vom 25. Spieltag der vergangenen Saison zeigt:

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