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Bonn schlägt Aufsteiger / Ulm gewinnt Krimi / Bamberg und Bayern dominieren

Bonn schlägt Aufsteiger / Ulm gewinnt Krimi / Bamberg und Bayern dominieren

Schwethelm hält Ulmer Sieg fest, Andy Rautins legt 32 Punkte auf, Drachen verlieren Derby – Der 3. Spieltag in der Zusammenfassung.

Die Ergebnisse im Überblick:

s.Oliver Baskets – ratiopharm ulm 80:81

MHP RIESEN Ludwigsburg – FC Bayern München 71:95

Telekom Baskets Bonn – RASTA Vechta 96:83

Eisbären Bremerhaven- FRAPORT SKYLINERS 72:88

Brose Baskets – WALTER Tigers Tübingen 85:62

TBB Trier – Mitteldeutscher BC 75:69

EWE Baskets Oldenburg – Artland Dragons 86:64

s.Oliver Baskets – ratiopharm ulm 80:81 (Boxscore)

Die viel verwendeten Begriffe wie „Thriller“, „Krimi“ oder „Nervenschlacht“ sind um eine Definition reicher. Der 81:80-Erfolg ratiopharm ulms bei den noch sieglosen Würzburgern war nicht nur der zweite Sieg des Eurocupteilnehmers in der Beko BBL, sondern tatsächlich nichts für schwache Nerven. Die hatten die Gäste in der wie immer brüll-vollen Würzburger Arena aber nicht: In der entscheidenden Phase saßen die Freiwürfe wenngleich die Quote insgesamt nicht berauschend war (59 Prozent). Neben zwei sehr starken Ulmer Phasen – zu Beginn des ersten und dritten Viertels – konnten sich die Gäste auf eine gut Dreierquote (43 %) und ein ausgeglichenes Scoring verlassen. Neben Topscorer Adam Hess (14) kamen fünf weiter Ulmer auf mindestens acht Punkte.

Das Schlussviertel – eröffnet von einem ganz weiten Günther-Dreier – war dann Kampf pur. In der 36. Minute war der Vorsprung nach zwei Freiwürfen durch Sebastian Betz fast aufgebraucht (71:70), ehe Will Clyburn mit einem Dreier für Entlastung sorgte. Während die Freiwurfquote über das Spiel gesehen mäßig war, behielten die Ulmer in den letzten drei Minuten die Nerven und versenkten fünf ganz wichtige Freiwürfe in Serie. Knapp zwei Minuten vor dem Ende verkürzte Betz trotzdem per Dreier auf 81:78; Boone vergab zwar erneut von der Freiwurflinie, legte aber aus dem Feld zum 81:80 nach. Wenngleich in den verblieben 85 Sekunden kein Korb mehr fiel, sollte sich die Spannung bis zur letzten Sekunde nicht legen. Eine Serie vergebener Chancen auf beiden Seiten endete mit einem Dreierversuch von Ricky Harris, der wiederrum in den Armen von Philipp Schwethelm landet. Die anschließenden Freiwürfe vergab der Nationalspieler, der vorangegangene Rebound war allerdings spielendscheidend.

MHP RIESEN Ludwigsburg – FC Bayern München 71:95 (Boxscore)

Die Bayern-Basketballer bleiben auch im dritten Spiel der Saison 2013/14 ungeschlagen und sind aktueller Tabellenführer der Beko BBL. Mit 95:71 gewann die Mannschaft von Headcoach Svetislav Pesic ihr Auswärtsspiel gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten gaben sich die Münchner in der Ludwigsburger MHP Arena keine Blöße und dominierten das Spielgeschehen. Den besseren Start erwischten allerdings die Hausherren, die sich – angetrieben vom quirligen Point Guard Michael Stockton – eine 13:7-Führung (5. Spielminute) erspielten. München brauchte einige Minuten, um den Rhythmus aufzunehmen, doch ein Drei-Punkt-Spiel von Boris Savovic, ein abgeschlossener Fast-Break von Bryce Taylor sowie ein weiterer Dreier von Djedovic stellten binnen weniger Sekunden die erste Bayern-Führung her (15:13; 6.). Ein Drei-Punkt-Spiel von Bryce Taylor zu Beginn des dritten Viertels nach schönem „Behind-the-Back-Pass“ von Malcolm Delaney brachte die Gäste mit 20 Punkten in Front (56:36; 22.). Diesen Rückstand konnte Ludwigsburg nicht mehr aufholen.

Insgesamt sechs Münchner Spieler punkteten zweistellig. Lucca Staiger kam auf zehn Zähler und versenkte dabei drei von drei Distanzwürfen. „Es ist natürlich etwas Besonderes gewesen, viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Ich mag diese Halle“, sagte der Nationalspieler anschließend. „Das Spiel haben wir natürlich sehr mäßig begonnen, aber dann war es ganz okay.“ Für Ludwigsburg punktete Calvin Harris (17) am besten.

Courtside-Reporter Darijan Brinski berichtete für euch live aus der MHP Arena

Telekom Baskets Bonn – RASTA Vechta 96:83 (Boxscore)

Es wurde nichts mit dem zweiten Auswärtssieg in Folge für RASTA Vechta, dennoch präsentierte sich der Aufsteiger auch in Bonn keineswegs als Punktelieferant, der leicht zu bezwingen ist. Großen Anteil daran hatte Big Man Dirk Mädrich, der fünf Dreier einnetzte und auf 20 Punkte kam.

Die Partie war lange eng, und im Schlussabschnitt griff Vechta in die taktische Trickkiste und wartete mit einer Ball-Raum-Deckung auf, die Bonn allerdings nur kurzzeitig irritierte (69:65, 33. Minute). Mathias Fischer nahm eine Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Die Baskets ließen den Ball schnell und präzise durch die eigenen Reihen laufen, um die Zonen-Verteidigung Vechtas zu bewegen und selbst den freien Schützen zu finden. Gleich zwei Dreier versenkte Benas Veikalas unmittelbar nach der Besprechung an der Seitenauslinie und leitete damit einen 11:3-Lauf ein, der die Differenz erstmals in den zweistelligen Bereich hievte (89:77, 38. Minute). Das große Kämpferherz des amtierenden ProA-Meisters zeigte sich durch den unbändigen Willen, die Partie noch drehen zu wollen, doch Bonn hatte zu viel Fahrt aufgenommen, um sich den Heimsieg noch aus den Händen nehmen zu lassen.

Courtside-Reporterin Lena Wiemer berichtete für euch live aus dem Telekom Dome

Eisbären Bremerhaven- FRAPORT SKYLINERS 72:88 (Boxscore)

Veteran Derrick Allen hätte natürlich gerne gegen sein altes Team aus Frankfurt gewonnen, stattdessen gab es für den Eisbären-Kapitän und seine Teamkollegen die dritte Niederlage in Serie.

Frankfurt zeigte ohne Dawan Robinson, der nicht mit nach Bremerhaven gereist war, da er aus disziplinarischen Gründen suspendiert war, ein starkes Spiel. Allen voran Andy Rautins sorgt mit 32 Punkten für Freude bei den Frankfurter Fans. Dabei sah es nach dem ersten Viertel (16:25) noch gar nicht gut aus, doch im zweiten Viertel dreht Rautins auf, erzielt 16 Punkte und ein finaler 14:1 Lauf am Ende der zweiten zehn Minuten sorgt für die Vorentscheidung.

Ungetrübt blieb die Freude über den Sieg nicht, denn Quantez Robertson verletzte sich in der sechsten Spielminute am Knie und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Aber bei Bremerhaven gab es durch den Absturz auf den letzten Tabellenplatz noch mehr Gründe für Frust.

Brose Baskets – WALTER Tigers Tübingen 85:62 (Boxscore)

Der Deutsche Meister setzte sich am Mittwochabend mit 85:62 in der Brose Arena gegen die WALTER TIGERS aus Tübingen durch. Nach einem holprigen Start, der in einer 9:2-Führung der Gäste resultierte, fanden die Bamberger zunehmend besser ins Spiel und übernahmen mit einem 13:0-Lauf die Führung. Zum Ende des ersten Viertels betrug der Abstand zwischen den Kontrahenten allerdings wieder nur einen Punkt (17:16). Im weiteren Verlauf der Begegnung zogen die Schützlinge von Chris Fleming aber vor allem in der Defensive an – insgesamt elf Steals und sechs Blocks standen am Ende in der Spielstatistik für die Gastgeber, bei 18 Ballverlusten der Gäste – und setzten sich zunehmend ab. Tübingen hatte der Bamberger Energie wenig entgegenzusetzen.

Zur Halbzeitpause stand eine 50:35-Führung auf der Anzeigetafel der Brose Arena. Nach gut fünf Minuten im dritten Viertel schraubte Anton Gavel den Vorsprung erstmals im Spiel mit einem Dreier auf über 20 Punkte. Auf bis zu 26 sollte dieser im weiteren Verlauf der Partie noch anwachsen (81:55). Den Endstand von 85:62 stellte der Bamberger Topscorer Jamar Smith, der insgesamt 22 Punkte erzielte, mit einem Sprungwurf aus der Halbdistanz her. Zusätzlich verteilte der Guard noch fünf Assists an seine Teamkollegen. Bei den Gästen war Jonathan Wallace Topscorer mit 17 Zählern, darunter fünf Dreier.

EWE Baskets Oldenburg – Artland Dragons 86:64 (Boxscore)

Die Artland Dragons blieben lange in Schlagdistanz, aber am Ende gab es einen deutlichen Derbysieg für den Vizemeister aus Oldenburg. 59:50 stand es nach 30 Minuten, aber zu Beginn des letzten Viertels gab es eine schnelle Vorentscheidung. Aufgrund der konzentrierten Defense der Gastgeber herrschte spätestens nach dem Dreier von Dru Joyce zum 77:58 Feierlaune auf den Rängen.

Topscorer bei den Oldenburgern war Chris Kramer mit 21 Punkten; der Guard addierte seinem starken Auftritt noch sechs Rebounds und sieben gezogene Fouls hinzu und traf zwei seiner drei Versuche aus der Distanz. Bemerkenswert war auch der erste Auftritt von Nemanja Aleksandrov auf heimischem Parkett: Der Neuzugang kam auf 15 Punkte (3/4 Dreier), vier Rebounds und vier geblockte Würfe. Bei den Dragons war David Holston mit 16 Punkten bester Werfer des Abends.

TBB Trier – Mitteldeutscher BC 75:69 (Boxscore)

Bereits nach wenigen Minuten war offensichtlich, dass es für die junge Trierer Mannschaft an diesem Abend vor 3241 Zuschauern nur über den Kampf gehen konnte. Nach zwei Auftaktniederlagen bereits unter Zugzwang war den Spielern von Henrik Rödl im Angriff die Anspannung deutlich anzumerken.

Da kam ein starker Auftritt von Trevon Hughes wie gerufen. Der Shooting Guard übernahm in einem jederzeit engen Spiel in der Crunchtime viel Verantwortung. Knappe zwei Minuten vor dem Ende netzte Hughes einen Dreier zum 66:61 ein, 60 Sekunden später erhöhte Jermaine Bucknor von der Linie auf 68:61. In der Folge konnte der Mitteldeutsche BC den Rückstand nicht mehr auf weniger als fünf Zähler verkürzen. Hughes erzielte insgesamt 25 Punkte, Adonte Parker 19 für die Gäste. Beide Teams stehen nun mit einem Sieg und zwei Niederlagen im unteren Mittelfeld.

Weitere Videos zum Spieltag gibt es in Kürze bei Beko-BBL.TV

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