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Brose Baskets – Phoenix Hagen: favorisierte Playoff-Veteranen gegen euphorische Ballermänner

Brose Baskets – Phoenix Hagen: favorisierte Playoff-Veteranen gegen euphorische Ballermänner

Wir beleuchten zum Start der Playoffs die vier Viertelfinalserien. Während es bei den ersten drei Serien eine übliche Vorschau für beide Teams gab, liegt fürs Duell des Tabellenersten aus Bamberg gegen Phoenix Hagen der Fokus ein wenig mehr auf den Underdogs. Über Bamberg ist nach drei Doubles in Folge vieles bereits bekannt, deshalb gibt es an dieser Stelle Auszüge eines Artikels aus der F.A.Z., in dem Schriftsteller Thomas Pletzinger über die Playoff-Euphorie in seiner Heimatstadt Hagen schreibt:

Klein, schnell, wild


Hagens Strukturwandel stockt, die Stadtplanung stolpert. Aber das Basketballteam Phoenix bewegt die Menschen: Es will dem Meister aus Bamberg in den Play-offs den Ball und den Nerv rauben.

… Jahrelang ist es bei Phoenix Hagen nur darum gegangen, nicht abzusteigen. Jetzt hat man die Play-off-Runde erreicht. Zum ersten Mal seit elf, zwölf Jahren, so genau kann sich hier keiner erinnern. Der Klub befindet sich, was die Größe des Etats betrifft, immer im unteren Drittel der Liga. An den Wänden der Halle hängen die Logos der vielen kleinen und mittelgroßen Sponsoren, sehr viel ist in Hagen Ehrenamt und Euphorie. In diesem Jahr hat Hagen überraschend stark gespielt, in der zweiten Saisonhälfte die vier großen Klubs der Liga geschlagen: Ulm, Bamberg, Berlin und Oldenburg. Phoenix Hagen nimmt die meisten Würfe der Liga, erzielt die meisten Punkte, und Aufbauspieler Davin White ist der beste Scorer der Liga. Hagen spielt klein, schnell und begeisternd. Niemand hat mit so einer Saison gerechnet, aber als Hagener kann man sich durchaus mit diesem Erfolg anfreunden. Man hat Meisterschreck-T-Shirts drucken lassen, gelbe Schrift auf blauem Grund, und am Wochenende geht es richtig los. Hagen spielt am Sonntag gegen Bamberg, der Achte gegen den Ersten, der alte Neuling gegen den Serienmeister der vergangenen Jahre. „Alles, was jetzt kommt, ist Bonus“, sagen alle, die man fragt.

Wenn man dieser Tage mit dem Hagener Coach Ingo Freyer spricht, wirkt er erleichtert. Freyer ist seit sechs Jahren Trainer in Hagen, gerade erst hat er seinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert, bei der Wahl zum Trainer des Jahres war er ganz vorne mit dabei. Freyer ist ein nüchterner Mann mit trockenem Witz und ehrlicher Begeisterung für sein Team. Er kennt die Stärken und Schwächen seiner Jungs ganz genau (Und er weiß um seine eigenen Stärken und Schwächen.). Freyer kennt die ungeschriebenen Gesetze des deutschen Basketballs. Die Faustregeln lauten: Große Spieler sind teuer, gute Deutsche sind teuer, etablierte und strukturierte Spieler sind teuer, Hagen hat einen kleinen Etat. Kleine und schnelle Spieler gibt es wie Sand am Meer …

Den kompletten Artikel gibt es hier auf der Homepage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Mehr Informationen zu Thomas Pletzinger („Gentleman, wir leben am Abgrund“) gibt es auf seiner Homepage.

Auch Holm Vater hat sich der Serie Bamberg gegen Hagen angenommen, aber sich eher auf die Brose Baskets und ihre alten Freunde konzentriert:


Depth-Chart der Rotationsspieler (Bamberg/Hagen:

Point Guard: Alex Renfroe, John Goldsberry, Daniel Schmidt
Shooting Guard: Anton Gavel, Karsten Tadda
Small Forward: Casey Jacobsen, Matt Walsh
Power Forward: Bostjan Nachbar, Sharrod Ford
Center: Maik Zirbes, Philipp Neumann, A.J. Ogilvy
*Einer der sieben ausländischen Profis muss immer aussetzen.

Point Guard: Davin White, Ole Wendt
Shooting Guard: David Bell, Mark Dorris
Small Forward: Larry Gordon
Power Forward: Adam Hess, Abe Lodwick
Center: Dino Gregory, Bernd Kruel, Björn Schoo

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