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Europapokal-Vorberichte
Das TOP16-Ticket bereits in der Tasche: Bayern München empfängt am Freitag Galatasaray Istanbul...

Das TOP16-Ticket bereits in der Tasche: Bayern München empfängt am Freitag Galatasaray Istanbul...

Nachdem die Brose Baskets und der FC Bayern München den letzten Schritt in Richtung Euroleague-TOP16 in den letzten Wochen immer wieder verschoben haben, gibt es am letzten Spieltag keine Ausrede mehr. Beide (die Bayern mit einer Einschränkung) müssen gewinnen, um in die TOP16 einzuziehen. Ob es dabei hilfreich ist, dass die Gegner nicht ganz so sehr unter Druck stehen? Zalgiris Kaunas kann sich in der Gruppe B am Donnerstag in Bamberg eine Niederlage mit bis zu zehn Punkten erlauben, ohne seine TOP16-Teilnahme noch zu gefährden. Galatasaray Istanbul steht sogar schon vor dem Gastspiel in München am Freitag als Zweiter der Gruppe C fest und hat sein Ticket für die nächste Runde schon seit zwei Wochen in der Tasche.

Die Entscheidung in der Bamberger Gruppe B hängt von zwei Donnerstags-Spielen ab: Bereits um 19 Uhr empfängt Anadolu Efes Istanbul (4:5 Siege) Real Madrid. Dabei müssen die Türken Real Madrid schlagen, um aus eigener Kraft die TOP16 zu erreichen. Gelingt das, spielen die Brose Baskets (3:6) und Zalgiris Kaunas (4:5) ab 20 Uhr um das vierte und letzte TOP16-Ticket, wobei die Litauer im direkten Vergleich auf ihr im Hinspiel (91:81) erkämpftes Polster von zehn Punkten zählen können. Verliert Efes gegen Real Madrid, ist Zalgiris Kaunas sicher in der TOP16 und die Brose Baskets können ihnen mit einem einfachen Sieg folgen (der Dreiervergleich wäre dann Bamberg 3:1, Zalgiris 2:2 und Efes 1:3 - Bamberg wäre also sogar Gruppendritter). Gewinnt hingegen Zalgiris in Bamberg, würde Efes die Litauer in die TOP16 begleiten.

Bayern: Schützenhilfe von Malaga oder Sieg über Galatasaray

Auch in der Münchener Gruppe C entscheiden zwei Spiele über die letzten beiden TOP16-Tickets. Schon am Donnerstag empfängt Siena (3:6 Siege) Malaga (4:5). Gewinnt Malaga dieses Auswärtsspiel, qualifizieren die Spanier sich damit für die TOP16 und nehmen dabei gleich auch den FC Bayern (3:6) als Gruppenvierten mit, der dann ja selbst im Falle einer Niederlage am Freitag gegen Galatasaray dank des gewonnenen direkten Vergleichs Siena auf den fünften Platz verweisen würde. Gewinnen hingegen die Italiener ihr Heimspiel gegen Malaga, geraten die Münchener unter Zugzwang. Dann müssen sie nämlich am Freitag ab 20 Uhr Galatasaray schlagen, um mit Siena und Malaga gleichzuziehen. Alle hätten dann in der Endabrechnung 4:6 Siege und der Dreiervergleich wäre: Siena 3:1, Bayern 2:2 und Malaga 1:3 (Malaga als Gruppenfünfter raus).

TV-Termine:

Paarung: Bamberg - Zalgiris Kaunas (Do, 19.12., 20.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.45 Uhr.

Wo: Im Fernsehen auf SPORT1 und als kostenfreier Internetstream hier auf der Homepage der Beko BBL.

Paarung: Bayern München – Galatasaray (Fr, 20.12., 20.00 Uhr)

Wann: Übertragungsbeginn ist um 19.50 Uhr Uhr.

Wo: Als kostenpflichtiger Internetstream hier auf SPORT1.de.

Achtung: Sollte das Spiel in München relevant für das Erreichen der TOP16 sein (siehe oben), wird es auch live im TV auf SPORT1+ gezeigt.


Wer stoppt den Zalgiris-Topscorer Justin Dentmon?

Das Hinspiel vor fünf Wochen in Kaunas bescherte den Bambergern die erste richtig große Enttäuschung, denn mit 81:91 verlor man zum ersten Mal in der Saison gegen einen auf dem Papier unterlegenen Gegner. Ursachen für die Niederlage waren vor allem die Dominanz der Litauer am Brett (43:24 Rebounds) und der Umstand, dass die Brose Baskets kein Mittel fanden, um den Zalgiris-Spielmacher Justin Dentmon zu stoppen, der die Bamberger Verteidigung mit sechs von sechs Dreiern und neun Assists schwindelig spielte und für diese Leistung als MVP des fünften Spieltags ausgezeichnet wurde.

Nicht zuletzt dank dieses Sieges stehen die Litauer jetzt schon mit einem Bein in der TOP16, was gemessen an den in dieser Saison begrenzten finanziellen Möglichkeiten eine mittlere Sensation ist. Als einziger Europaligist begnügt sich Zalgiris neben dem 20-jährigen lettischen Talent Kaspars Vecvagars (in der letzten Woche zehn Punkte gegen Efes!) mit nur einem Ausländer, hat dabei aber mit dem pfeilschnellen Dentmon einen echten Volltreffer gelandet, der spätestens seit seinem Siegkorb gegen Mailand in Kaunas Heldenstatus genießt. Der Combo-Guard, der in den letzten beiden Jahren sage und schreibe zehn Stationen von der NBA bis hin nach China abgeklappert hat, ist die Entdeckung der Euroleague-Saison und führte Zalgiris auch am letzten Spieltag mit 23 Punkten zum 65:63-Sieg über Efes Istanbul:

Aktuell profitiert Zalgiris davon, dass es in dieser Saison auf den Start in der osteuropäischen VTB-Liga verzichtet (der neue Hauptsponsor des Clubs ist in Osteuropa der große Konkurrent der VTB-Bank). Während andere Europaligisten geraden anfangen, unter der Doppelbelastung zu stöhnen, hatte Zalgiris so in den letzten beiden Wochen neben der Euroleague keine weiteren Spieltermine. Der Stimmung im Team tut das, wie der folgende Werbe-Clip für ein Rock-Konzert in der Zalgiris-Arena suggeriert, offenbart gut. Auch auf dieser „Highway to Hell“ schießt natürlich Dentmon den Vogel ab:

Zalgiris Kaunas im Stenogramm

Guards: Justin Dentmon (16 ppg, 54% Dreier, 4 apg, im Hinspiel 24 Punkte, 6/6 Dreier und 9 Assists), Sarunas Jasikevicius (45% Dreier), Kaspars Vecvagars, Vytenis Cizkauskas.

Forwards: Vytenis Lipkevicius, Arturas Milaknis, Paulius Jankunas (7 rpg), Tomas Dimsa, Martynas Pocius (42% Dreier, verletzt).

Center: Robertas Javtokas (im Hinspiel 12 Punkte und 9 Rebounds), Tadas Klimavicius, Ksystof Lavrinovic (im Hinspiel 11 Punkte und 7 Rebounds), Mindaugas Kupsas.

Headcoach: Saulius Stombergas (39, seit Oktober Headcoach)


Galatasaray unbeeindruckt von der Verletzungsserie

Fünf „Matchbälle“ haben die Münchener auf dem Weg in die TOP16 verballert. Werden sie den sechsten am Freitag in eigener Halle nun endlich verwandeln oder brauchen sie den womöglich gar nicht mehr? Eigentlich wollten die Bayern den Einzug schon vor fünf Wochen mit einem Sieg bei Galatasaray Istanbul perfekt machen, bei einem Gegner, der von einer beispiellosen Verletzungsserie dezimiert war. Aber der türkische Meister erwischte die Münchener mit Carlos Arroyo und Pops Mensah-Bonsu trotzdem gleich in der ersten Halbzeit auf dem falschen Fuß (47:30) und gewann 84:74.

Inzwischen hat Galatasaray weitere Ausfälle zu beklagen: Mensah-Bonsu wurde nach einer tätlichen Auseinandersetzung im Spiel in Piräus gesperrt und fehlt am Freitag in München genauso wie Flügel/Center Zoran Erceg, der sich in der letzten Woche am Ende seines bisher besten Saisonspiels (19 Punkte, fünf Rebounds und drei Assists) verletzt hat. Bisher zog Trainer Ergin Ataman jedoch zu jedem Spiel neue Trümpfe aus den Tiefen seines Kaders. Ender Arslan, Cenk Akyol und Milan Macvan erfüllen jetzt größere Rollen im Team, der lange verletzte Nationalcenter Furkan Aldemir kommt von Woche zu Woche besser in Schwung und mit Malik Hairston wurde zudem ein explosiver US-Forward nachverpflichtet. Am letzten Spieltag schlug dieses „neue“ Galatasaray Zielona Gora 76:57:

Auch in der türkischen Liga (wo man weiter auf Mensah-Bonsu zählen kann) zeigt sich der Meister von der Verletzungsserie unbeeindruckt. Fenerbahce wurde im Derby mit 18 Punkten durch Ender Arslan mit 72:62 bezwungen. Am Sonntag meisterte Galatasaray auch das schwere Auswärtsspiel bei Karsiyaka Izmir und rückte mit seinem vierten Sieg in Folge (71:58) mit nunmehr 7:3 Siegen auf den dritten Tabellenplatz vor. In hitziger Atmosphäre musste das Spiel mehrfach unterbrochen werden, zum einem wegen Zuschauerausschreitungen, zum anderen, als im dritten Viertel nach einem Dunking von Furkan Aldemir die Korbanlage in die Knie ging (im Video unten bei 2:20). Galatasaray ließ sich durch all das nicht aus dem Konzept bringen. Topscorer waren Cenk Akyol (13 Punkte), Mensah-Bonsu (12) und Carlos Arroyo (11 + 8 Assists):

Galatasaray Istanbul im Stenogramm

Guards: Carlos Arroyo (11 ppg, 4 apg, im Hinspiel 18 Punkte, 6/9 Dreier und 6 Assists), Ender Arslan, Sinan Güler, Engin Atsur.

Forwards: Cenk Akyol (56% Dreier), Malik Hairston (neu im Team), Henry Domercant,  Hüseyin Köksal.

Center: Milan Macvan, Furkan Aldemir (7 rpg), Dogukan Sönmez, Zoran Erceg (verletzt), Pops Mensah-Bonsu (gesperrt, im Hinspiel 19 Punkte und 13 Rebounds).

Headcoach: Ergin Ataman (47, zweite Saison für Galatasaray).

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