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Europapokal-Vorberichte
Derby am Mittwoch zwischen Berlin und Bonn eröffnet Eurocup-Rückrunde / Auch Oldenburg und Ulm...

Derby am Mittwoch zwischen Berlin und Bonn eröffnet Eurocup-Rückrunde / Auch Oldenburg und Ulm...

Dass zur Halbzeit im Eurocup gleich vier deutsche Clubs in ihren Gruppen auf den Plätzen 1-3 rangieren ist eine gute Grundlage für die Rückrunde. Gleichwohl sind selbst die 4:1 Siege, die Oldenburg (Gruppe B), Ulm (Gruppe C) und Berlin (Gruppe D) schon auf dem Konto haben, in den sehr umkämpften Gruppen aber erst die halbe Miete auf dem Weg in die „Eurocup Last32“.

Um in einer Sechsergruppe sicher einen der ersten drei Plätze zu belegen, sind in der Regel nämlich sechs, in ungünstigen Konstellationen sogar sieben Siege notwendig. Am sechsten Spieltag, dessen Höhepunkt aus deutscher Sicht natürlich das Derby zwischen ALBA BERLIN und den Telekom Baskets Bonn (3:2 Siege) ist, müssen Oldenburg (in Sassari/Italien) und Ulm (in Villeurbanne/Frankreich) auswärts antreten. Die Artland Dragons (1:4 Siege) empfangen Cantu (Italien). Alle Spiele mit deutscher Beteiligung finden in dieser Woche am Mittwoch statt.

Mittwoch, 19.30 Uhr: Artland Dragons - FoxTown Cantu

Mit 1:4 Siegen in der Gruppe A schon etwas abgeschlagen, empfangen die Artland Dragons den ungeschlagenen Tabellenführer aus Italien. Kein Team in der Gruppe war so nah dran an einem Sieg über Cantu wie die Artländer, die beim Hinspiel über weite Strecken zweistellig in Führung lagen. Aber ein fünfminütiger Blackout der Dragons im dritten Viertel genügte den Italienern um den unhaltbaren Nationalspieler Pietro Aradaori (mit 28 Punkten MVP des ersten Spieltags), um das Spiel mit einem 16:0-Lauf unter ihre Kontrolle zu bringen, Im Rückspiel muss Trainer Tyron McCoy voraussichtlich noch einmal auf den an der Wade verletzten Anthony King verzichten. Der Center hatte im Hinspiel gegen Cantu vor fünf Wochen mit 19 Punkten und zehn Rebounds aufgetrumpft.

In der nationalen Liga verzeichnete Cantu am Sonntag einen Rückschlag, bezog in Cremona mit 91:98 seine zweite Niederlage und rutschte in der Tabelle auf den fünften Rang ab. Zur Halbzeit schon 45:64 in Rückstand, trieb Michael Jenkins Cantu nach dem Seitenwechsel mit 26 Punkten nach vorne, doch die Aufholjagd versiegte beim 85:87 mitten im Schlussviertel. Trainer Stefano Sacripanti machte anschließend geltend, dass sein Team dabei die Folgen der Doppelbelastung gespürt habe. Spielmacher Joe Ragland blieb mit nur acht Zählern unauffällig und wurde nach der Pause effektiv von Stefano Gentile (zehn) vertreten. Ebenfalls zweistellig punkteten Aradori (14) und Center Adrian Uter (15).

FoxTown Cantu im Stenogramm

Guards: Joe Ragland (16 ppg, 5 apg, 52%  Dreier), Michael Jenkins (11 ppg, 46 % Dreier, Ex-Tübingen), Stefano Gentile, Roberto Rullo.

Forwards: Pietro Aradori (17 ppg, 5 rpg, 4 apg, im Hinspiel 28 Punkte, 6 Rebounds und 3 Assists), Marten Leunen (5 rpg, 3 apg), Marcel Jones, Awudu Abass.

Center: Adrian Uter (12 ppg, im Hinspiel 25 Punkte, 4 Rebounds und 3 Steals), Marco Cusin (2 bpg).

Headcoach: Stefano Sacripanti (neu in Cantu).


Mittwoch, 20.00 Uhr: ASVEL Villeurbanne – ratiopharm ulm

ratiopharm ulm geht am Mittwoch im 5.600 Zuschauer fassenden Astroballe von Villeurbanne mit 4:1 Siegen in der Gruppe C als Tabellenführer in die Rückrunde. Aber dieses schöne Tabellenbild ist etwas trügerisch, denn selbst der Vierte ASVEL sitzt den Ulmern mit 3:2 Siegen gefährlich im Nacken. Umso wichtiger ist der direkte Vergleich mit den Franzosen, die sich mit ihrem spektakulären Topscorer Edwin Jackson schon im Hinspiel nur knapp 80:86 geschlagen gaben. Sollte Trainer Thorsten Leibenath wie am Wochenende in Berlin auf Matt Howard und Trent Plaisted (16 Punkte und zwölf Rebounds im Hinspiel) verzichten müssen, wird die Aufgabe in Lyon-Villeurbanne, wo am letzten Spieltag schon Valencia seine Tabellenführung einbüßte, doppelt schwer.

Auch in der nationalen Liga wird ASVEL nach einem 0:4-Fehlstart nämlich immer mehr seiner Favoritenrolle gerecht und ist mit nun schon drei Siegen in Folge auf den neunten Platz vorgerückt. Am Samstag gelang sogar ein 69:64-Auswärtssieg beim Mitfavoriten Gravelines. In einem extrem dramatischen Match (31 Führungswechsel) kompensierte ASVEL das Fehlen seines serbischen Forwards Marko Keselj (ehemals Köln), der mit einer leichteren Fußverletzung aussetzen musste, mit einer sehr ausgeglichenen Teamleistung. Neben Thomas Larroquis (15), Edwin Jackson (13) und Amara Sy (zwölf Punkte und fünf Assists) erwies sich vor allem Center Uche Nsonwu mit zehn Punkten und acht Rebounds als „Turm in der Schlacht“.

ASVEL Villeurbanne im Stenogramm

Guards: Chris Wright (12 ppg), Edwin Jackson (16 ppg, 5 apg, 43 % Dreier, im Hinspiel 23 Punkte, 6/10 Dreier und 6 Assists), Paccelis Morlende, Thomas Larrouquis.

Forwards: Marko Keselj (Ex-Köln, verletzt?), Amara Sy (12 ppg), Travis Leslie (1 bpg).

Center: Uche Nsonwu, Georgi Joseph, Alexandre Chassang.

Headcoach: Pierre Vincent (dritte Saison in Villeurbanne).


Mittwoch, 20.00 Uhr: ALBA BERLIN - Telekom Baskets Bonn

Die beiden alten Rivalen stehen bei der 63. Auflage ihres Klassikers (Berlin führt in der drei Wettbewerbe umfassenden Gesamtbilanz 38:24) in der Gruppe D des Eurocups am Scheideweg. ALBA (4:1 Siege) könnte mit einem Sieg für sich schon die Tür zur nächsten Runde aufstoßen, die Bonner (3:2) könnten den Kampf um die ersten drei Plätze mit einem Sieg in der o2 World für alle Beteiligten noch einmal richtig spannend machen. Das Restprogramm schickt ALBA noch nach Saragossa und Gravelines, die Bonner noch ins belgische Mons und ebenfalls nach Saragossa. Heimspiele müssen im Eurocup eigentlich sowieso gewonnen werden. Genau das haben die Telekom Baskets vor fünf Wochen im Hinspiel aber verpasst, als sie von ALBA mit einer traumhaften Dreierquote (12/17 = 71 Prozent) auf dem falschen Fuß erwischt wurden und 65:86 verloren.

Nur zweieinhalb Wochen später drehten die Bonner aber in der Beko BBL den Spieß in einer echten Verteidigungsschlacht um. ALBA musste angesichts einer Feldwurfquote von nur 28 Prozent erkennen, dass die Würfe nicht immer so locker durch die Reuse fallen wie im Eurocup-Hinspiel und verlor 59:60 (Video unten). Dass schon die beiden Spiele in Bonn einen so unterschiedlichen Verlauf genommen haben, macht das nun folgende erste Aufeinandertreffen in Berlin noch interessanter. Allein schon die Tatsache, dass auf Seiten der Bonner erstmals in dieser Saison Tony Gaffney (anstelle von Donatas Zavackas) gegen ALBA spielt und dass ALBA-Center Uros Slokar, der beim Bundesliga-Gastspiel in Bonn sein Debüt im Berliner Trikot feierte, inzwischen mehr Bindung zu seinem neuen Team hat, lässt erwarten, dass auch dieses Spiel wieder ein ganz anderes wird.

ALBA BERLIN im Stenogramm

Guards: Cliff Hammonds (4 apg), David Logan (17 ppg, 2 spg, 50 % Dreier, im Hinspiel 20 Punkte und 6/8 Dreier), Akeem Vargas, Bar Timor.

Forwards: Reggie Redding (1 bpg), Alex King, Vojdan Stojanovski.

Center: Levon Kendall (6 rpg), Uros Slokar (im Hinspiel noch nicht dabei), Jan Jagla, Jonas Wohlfarth-Bottermann (im Hinspiel verletzt), Leon Radosevic (verletzt, im Hinspiel 12 Punkte, 5 Rebounds und 5 Assists)

Headcoach: Sasa Obradovic (zweite Saison in Berlin),

Telekom Baskets Bonn im Stenogramm

Guards: Jared Jordan (6 apg), Andrej Mangold, David McCray.

Forwards: Benas Veikalas (17 ppg, 45 % Dreier), Ryan Brooks (10 ppg), Florian Koch, Steve Wachalski

Center: Tony Gaffney (13 ppg, 6 rpg, im Hinspiel noch nicht dabei), Jamel Mclean (16 ppg, 6 rpg), Kurt Looby (1 bpg), Enosch Wolf.

Headcoach: Mathias Fischer (erste Saison in Bonn),


Mittwoch, 20.30 Uhr: Dinamo Sassari - EWE Baskets Oldenburg

Trotz des verheerenden Unwetters, das in der Nacht zum Dienstag in Sardinien zahlreiche Todesopfer gefordert und große Schäden angerichtet hat, wird dieses Spiel nach aktuellem Stand im 5.000 Zuschauer fassenden PalaSerradimingi von Sassari stattfinden. Trotz ihrer 4:1 Siege sind die EWE Baskets, die weiter auf Adam Chubb und Robin Smeulders verzichten müssen, in der engen Gruppe C noch lange nicht am Ziel, weil man bei Niederlagen in den ausstehenden Auswärtsspielen in Sassari, Zagreb und Bilbao nicht auf direkte Vergleich setzen kann. Der gegen Sassari (3:2 Siege) dürfte schon seit dem Hinspiel futsch sein, in dem die Oldenburger vom Offensivspektakel der Sardinier überrascht wurden, die mit im Schnitt 94 Punkten das korbhungrigste Team des gesamten Eurocups stellen.

Auch in der italienischen Liga erzielt Dinamo Sassari mit im Schnitt 89 Zählern mit Abstand die meisten Punkte und rangiert mit 4:2 Siegen auf dem vierten Platz. Am Sonntag traf Sassari dabei in Pesaro auf einen Gegner, der lange erfolgreich das Tempo aus dem Spiel nahm und es sogar verstand, Sassaris zuletzt entfesselt aufspielenden Power Forward Caleb Green (25 Punkte in Oldenburg und vor zehn Tagen 45 Punkte in der italienischen Liga gegen Varese) zu bändigen. Der US-Amerikaner, der seine Profi-Karriere einst in Trier begann, kam nur auf zehn Punkte. Aber Sassari gewann trotzdem 82:77, weil Sassaris Offensive noch viele andere Waffen hat, von denen momentan Drake Diener (21 Punkte in Pesaro und 29 vor drei Wochen gegen Pistoia) die schärfste ist.

Dinamo Sassari im Stenogramm

Guards: Travis Diener (7 apg, im Hinspiel 9 Assists), Drake Diener (20 ppg, 4 apg, 60 % Dreier, im Hinspiel 16 Punkte, 4/6 Dreier, 5 Rebounds und 5 Assists), Marques Green (5 apg, 63 % Dreier), Juan Fernandez.

Forwards: Omar Thomas (13 ppg, bester Balldieb der italienischen Liga), Caleb Green (19 ppg, 7 rpg, im Hinspiel 25 Punkte und 4/8 Dreier, Ex-Trier), Giacomo Devecchi, Brian Sacchetti, Manuel Vanuzzo, Giacomo Devecchi.

Center: Linton Johnson (6 rpg, im Hinspiel 17 Punkte und 9 Rebounds), Amedeo Tessitori.

Headcoach: Romeo Sacchetti (ITA, fünfte Saison in Sassari).

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