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Die letzten Euroleague-Heimspiele: Bamberg gegen Panathinaikos Athen und Berlin gegen Zalgiris...

Die letzten Euroleague-Heimspiele: Bamberg gegen Panathinaikos Athen und Berlin gegen Zalgiris...

Das Abenteuer TOP16 geht für die Brose Baskets und ALBA BERLIN in der Turkish Airlines Euroleague zwar erst in der kommenden Woche zu Ende. Für die Fans in der Bamberger Stechert-Arena und in der Berliner o2 World heißt es aber schon in dieser Woche, Abschied zu nehmen von der Saison 2012/13. Die Gastspiele von Panathinaikos Athen in Bamberg (Donnerstag) und Zalgiris Kaunas in Berlin (Freitag) sind die letzten Heimspiele der beiden deutschen Vertreter. Gibt es nach so vielen unglücklichen Niederlagen in der TOP16 vielleicht noch einen versöhnlichen Schlusspunkt für die Fans in Bamberg und Berlin?

Euroleague TV-Termine:

Do, 20.45 Uhr: Brose Baskets – Panathinaikos Athen
kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de, im TV zeitversetzt am Freitag (7.55 Uhr) auf SPORT1+

Fr, 18.00 Uhr: ALBA BERLIN – Panathinaikos Athen
im TV live auf SPORT1+, kostenpflichtiger Internet-Stream auf Sport1.de

Findet der Bamberger TOP16-Fluch gegen Panathinaikos endlich ein Ende?


Egal, was an den letzten beiden Spieltagen noch passiert: Die Brose Baskets werden als tragische Verlierer in die Geschichte dieser TOP16-Runde eingehen. Sieben der bisher zwölf Spiele haben die Bamberger mit drei Punkten oder weniger verloren. Da stellt sich die Frage nach Pech oder fehlernder Cleverness. Hätte die Glücksgöttin nicht allein nach dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit wenigstens zwei oder dreimal auf Seiten der Brose Baskets sein müssen? Vielleicht, war sie aber nicht – auch nicht im Hinspiel gegen Panathinaikos, das auch eines dieser engen Spiele war, an deren Ende der inzwischen nicht mehr zum Team gehörende Teddy Gipson der tragische Held war.


Noch hat Fortuna die Chance, sich wenigstens einmal auf die Seite der Bamberger zu schlagen. Wenn zwei Stunden vorher Malaga in Istanbul verliert, würde eine Niederlage den Athenern dabei sogar nicht besonders weh tun – dann stünden sie nämlich trotzdem schon in den Playoffs, nachdem sie am letzten Spieltag einen glücklichen (!) 74:73-Auswärtssieg bei Real Madrid erzielt haben:


Panathinaikos, das sich in den letzten Wochen immer erfolgreicher auf seine defensiven Stärken besinnt (und den dafür nicht zu gebrauchenden „Dreierkönig“ Jason Kapono schon längst wieder nach Hause geschickt hat), hat in der TOP16-Rückrunde nur ein Spiel verloren - ausgerechnet das beim direkten Rivalen Malaga, der sich mit 66:60 auch noch den direkten Vergleich gesichert hat. Einzig ein malader Knöchel von Kapitän Dimitris Diamantidis treibt Trainer Argiris Pedoulakis vor dem Gastspiel in Bamberg Sorgenfalten auf die Stirn, denn der Spielmacher ist in dieser Saison für Panathinaikos noch unverzichtbarer als in früheren Jahren. Im Hinspiel vor acht Wochen legte er allein neun Assists gegen die Brose Baskets auf.


Um auch am Donnerstag in Bamberg auf solche Assists zurückgreifen zu können, ließ Pedoulakis seinen Spielmacher am Wochenende in der griechischen Liga pausieren. Panathinaikos hatte in einem Spiel ohne Zuschauer (Strafe der Liga für die Ausschreitungen beim Pokalfinale) trotzdem keine Mühe, den Außenseiter Peristeri mit 19 Punkten (5/7 Dreier) durch den zweiten Spielmacher Marcus Banks 85:60 zu bezwingen.

Panathinaikos im Stenogramm:
Guards: Dimitris Diamantidis (32, 196, GRE, 31 mpg, 9 ppg, 7 apg, im Hinspiel 9 Assists), Roko Ukic (28, 196, CRO, 25 mpg, 10 ppg), Marcus Banks (31, 188, USA, 16 mpg, 8 ppg), Vasilis Xanthopoulos (28, 186, GRE).
Forwards: Jonas Maciulis (28, 198, LTU, 24 mpg, 10 ppg), James Gist (26, 206, USA, 22 mpg, 7 ppg), Michael Bramos (25, 196, US/GRE, 24 mpg, 7 ppg, im Hinspiel 16 Punkte), Haris Giannopoulos (23, 206, GRE).
Center: Stephane Lasme (30, 203, GAB, 23 mpg, 9 ppg, 6 rpg, 2 bpg, im Hinspiel 9 Rebounds), Kostas Tsartsaris (33, 209, GRE, 18 mpg, 4 ppg), Sofoklis Schortsianitis (27, 206, GRE, 13 mpg, 8 ppg), Gaios Skordilis (25, 207, GRE).
Trainer: Argiris Pedoulakis (48, GRE, erste Saison mit Panathinaikos, 3. Euroleague-Saison

Gelingt Berlin gegen Zalgiris die Revanche für die hohe Hinspiel-Niederlage?


Im Berliner Spiel geht es am Karfreitag von vornherein für beide Kontrahenten nur noch „um die Ehre“, was beide Mannschaften aber offenbar sehr ernst nehmen. ALBA-Trainer Sasa Obradovic braucht wahrscheinlich gar nicht das Video vom Hinspiel herauszuholen, denn dort spielten die Berliner ihre wohl schwächste Partie der gesamten Europaligasaison. Wohl jeder ALBA-Spieler wird die vor acht Wochen in Kaunas erlittene kalte 56:92-Dusche am Freitag im Hinterkopf haben:


Bei den Litauern hat sich in der Zwischenzeit einiges getan: Der Hauptsponsor, die Ukio-Bank, ist nämlich im Februar in Insolvenz gegangen, die alte Vereinsführung zurückgetreten.Der neue Manager Paulius Motiejunas erklärte in der letzten Woche in einem TV-Interview, dass er bei seiner Amtsübernahme einen Schuldenberg in Höhe von sieben Millionen Euro vorgefunden habe. Die Spieler dürfte das nicht überrascht haben, denn sie warten schon seit vier Monaten auf Überweisungen des Vereins. Um Druck zu machen, drohten sie in der letzten Woche sogar, das Spiel in Berlin zu boykottieren – mit Erfolg. Die Stadt Kaunas bewilligte 500.000 Euro, damit Zalgiris seinen Spielern wenigstens schon einmal ein Monatsgehalt überweisen kann. Die Reise nach Berlin ist damit auch gesichert.

Auf dem Parkett merkt man Zalgiris – abgesehen davon, dass US-Forward Tremmel Darden sich in Richtung Real Madrid aus dem Staub gemacht hat – die bedrohliche Situation nicht an. Im Gegenteil: Am vergangenen Spieltag bezwang Zalgiris, dessen Trainer Joan Plaza auf sehr routinierte und nicht so leicht zu erschreckende Akteure wie den Ex-Bonner Rimantas Kaukenas und die Lavrinovic-Brüder zählen kann, sogar Efes Istanbul mit 79:71:


Vor dem Spiel hatte Centerlegende Arvydas Sabonis, der angeblich gerade mit „Gazprom“ über eine mögliche Rettung von Zalgiris verhandelt, die Spieler daran erinnert, dass sie sich mit ihrer Boykott-Drohung nur selber schaden: „Alle europäischen Clubs gucken jetzt sehr genau hin, wie loyal jeder einzelne Spieler sich in dieser schwierigen Situation verhält.“ Am Wochenende schlug Zalgiris in der United League das russische Überraschungsteam Nizhni Novgorod 69:62 und geht als Tabellenführer in die Playoffs der osteuropäischen Superliga. Topscorer war mit 18 Zählern der 23-jährige Forward Mindaugas Kuzminskas, der auf dem besten Weg ist, der nächste litauische Superstar zu werden:


Zalgiris im Stenogramm:
Guards: Oliver Lafayette (28, 188, USA, 21 mpg, 8 ppg, 3 apg), Donald McGrath (24, 185, US/IRL, 15 mpg, 5 ppg, neu im Team), Adas Juskevicius (24, 194, LTU), Marko Popovic (30, 185, CRO, 24 mpg, 14 ppg, im Hinspiel 22 Punkte, verletzt),
Forwards: Rimantas Kaukenas (35, 192, LTU, 20 mpg, 8 ppg), Mindaugas Kuzminskas (23, 205, LTU, 14 mpg, 7 ppg), Vytenis Lipkevicius (23, 195, LTU), Mario Delas (23, 207, CRO, 12 mpg, 3 ppg), Paulius Jankunas (28, 203, LTU, 25 mpg, 8 ppg, verletzt),
Center: Ksistof Lavrinovic (33, 209, LTU, 21 mpg, 8 ppg), Darjus Lavrinovic (33, 212, LTU, 20 mpg, 9 ppg), Robertas Javtokas (33, 210, LTU, 16 mpg, 5 ppg, 5 rpg, zurück von Verletzung), Jeff Foote (25, 213, USA, 11 mpg, 4 ppg).
Trainer: Joan Plaza (49, ESP, erste Saison mit Zalgiris, 3. Euroleague-Saison.
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