FB Twitter Instagram YouTube Google+
BIG - Basketball in Deutschland
Die Zukunft beginnt jetzt: Die jungen Wilden aus Frankfurt im BIG-Portrait

Die Zukunft beginnt jetzt: Die jungen Wilden aus Frankfurt im BIG-Portrait

Sie sind neben Bonn die Überraschungsmannschaft der Saison. Die FRAPORT SKYLINERS spielten teilweise nur mit Andy Rautins und Jacob Burtschi als Ausländer und stehen trotzdem mit ausgeglichener Bilanz (5-5) auf dem elften Platz und in Reichweite der Playoff-Ränge. Dass es für Siege gegen die Artland Dragons, Würzburg sowie in Trier, Tübingen und Bremerhaven reichte, ist vor allem den starken Auftritten der Frankfurter Young Guns zu verdanken. Im Rahmen der Reportage über Gordon Herbert und sein Team, befragte BIG auch die Jünglinge zu ihren überraschend starken Leistungen:

Frage an Danilo Barthel (13,2 PPG, 4,8 RPG, 1,6 APG in 28:25 MPG):

Herr Barthel, Geschäftsführer Dr. Gunnar Wöbke bescheinigt Ihnen, von allen deutschen Akteuren im Kader am weitesten zu sein. Wie fühlt es sich an, als 22-jähriger Deutscher schon Leistungsträger in einem Erstliga-Team zu sein? Und was sind die größten Unterschiede zu Ihren meist erfahreneren ausländischen Gegenspielern?

Im Gegensatz zu den meisten anderen jungen deutschen Spielern habe ich den Vorteil, dass ich jetzt schon das dritte Jahr in Frankfurt bin. Natürlich ist es schön, dass es bei mir dieses Jahr so gut läuft. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich dieses Jahr eine Führungsrolle im Team haben werde, aber ich bin natürlich sehr froh darüber, dass sich das so entwickelt hat. Ich glaube, mein Vorteil gegenüber den Ausländern auf meiner Position ist, dass ich einen gewissen jungen Spielwitz habe und trotzdem recht vielseitig bin. Auf der Vier sind sonst oft Spezialisten, also entweder gute Schützen oder gute Athleten. Ich habe von allem irgendwie ein bisschen etwas.

Frage an Max Merz (0,5 PPG, 0,8 RPG, 0,3 APG in 07:47 MPG):

Herr Merz, Sie sind 19 Jahre alt und fanden sich beim Auswärtsspiel beim FC Bayern München am 5. Spieltag auf einmal für 22 Minuten auf dem Parkett wieder. Wie groß war Ihre Nervosität in der Partie gegen den Meisterschaftsfavoriten und gestandene BBL-Akteure?

Sobald man auf dem Parkett steht, ist die Nervosität gar nicht mehr so groß. Es war ja auch nicht mein erster längerer Einsatz in der Beko BBL, denn letzte Saison stand ich ja zum Beispiel gegen Trier schon 15 Minuten auf dem Feld. Natürlich ist das Spiel gegen München eine schöne Chance gewesen, sich zeigen zu können und gegen die Nationalspieler oder gestandene Profis zu spielen. Schade ist nur, dass wir so deutlich verloren haben.

Frage an Kevin Bright (7,0 PPG, 2,3 RPG, 0,7 APG in 20:26 MPG):

Herr Bright, es ist Ihre erste Saison in der Beko BBL und Sie werden, auch aufgrund der personell angespannten Situation in Frankfurt, direkt ins kalte Wasser geschmissen, stehen im Schnitt schon über 21 Minuten pro Spiel auf dem Feld. Ihr erstes persönliches Highlight hatten Sie am 6. Spieltag, als Sie 23 Punkte gegen Ludwigsburg erzielten. Hätten Sie sich die Umstellung auf die 1. Liga schwerer vorgestellt?

Ich wusste schon, was mit der Ersten Liga auf mich zukommt. Hier spielen viele erfahrene Profis. Auf dem College hingegen spielt man immer gegen Jungs im selben Alter und Spieler, die europäisch noch keine Erfahrung gesammelt haben. Die Beko BBL hat sich in den letzten Jahren ziemlich gut entwickelt. Die Ausländer, die nach Deutschland kommen, werden immer besser. Aber auch die Quote für die deutschen Spieler hilft, deren Qualität ständig zu steigern. Wenn die Verletzten wieder zurückkommen, werde ich mich wahrscheinlich anpassen müssen. Aber was auch immer das Beste für das Team ist: Ich stehe dahinter. Auch wenn das bedeuten sollte, dass ich weniger spiele, gebe ich weiterhin alles.

Frage an Konstantin Klein (6,7 PPG, 1,5 RPG,2,8 APG in 24:46 MPG):

Herr Klein, Coach Gordon Herbert vertraut auf Sie auf der wichtigen Position des Spielmachers: Rund 24 Minuten im Schnitt stehen Sie pro Partie auf dem Parkett. Wie gehen Sie als 22-Jähriger mit dieser Verantwortung um, und wie wappnen Sie sich Woche für Woche für Ihre Duelle mit Ihren meist amerikanischen Gegenspielern?

Ich freue mich natürlich, dass ich diese Verantwortung haben darf. Jeder junge deutsche Basketballer würde sich darüber freuen, und so ist es auch bei mir. Die Freude überwiegt, es ist also nicht so, dass ich Angst habe oder besonders nervös bin. Im Sommer habe ich viel trainiert und ich danke dem Coach für das Vertrauen, dass er mir entgegenbringt. Wir trainieren jeden Tag hart, um für die Spiele fit zu sein. Darüber hinaus werden wir von Klaus Perwas [Assistant Coach] auf jeden Gegner gut vorbereitet.

Frage an Johannes Voigtmann (7,5 PPG, 5,1 RPG,1,7 APG in 20:57 MPG):

Herr Voigtmann, Sie spielen Ihre zweite Saison bei den FRAPORT SKYLINERS und wirken körperlich deutlich robuster als vergangene Spielzeit. Welche Lehren haben Sie aus Ihrem Premierenjahr gezogen, was haben Sie sich für diese Saison vorgenommen? Vor welchem Center der Liga haben Sie den meisten Respekt, von wem schauen Sie sich etwas ab?

Man merkt, dass man sich auf diesem Niveau immer weiterentwickeln muss. Ich bin mit meiner körperlichen Entwicklung noch lange nicht am Ende. Im Sommer habe ich daran viel gearbeitet, Kraftübungen gemacht und ein bisschen Gewicht verloren. Am meisten Respekt habe ich vor Yassin Idbihi. Er hat einfach alles, was einen typischen Center ausmacht. Er ist in der Verteidigung robust, hat einen super Hakenwurf, trifft aus der Halbdistanz und verwandelt auch seine Freiwürfe sicher. Er ist Back-up bei den Bayern und wahrscheinlich trotzdem einer der besten Center der Liga. Von ihm schaue ich mir einiges ab.

Frage an Marius Nolte (noch kein Einsatz aufgrund eines Kreuzbandrisses):

Herr Nolte, durch Ihre verletzungsbedingte Abwesenheit sank das Durchschnittsalter Ihrer Mannschaft auf knapp 23 Jahre. Wie schlagen sich Ihre vielen jungen deutschen Mitspieler aus Ihrer Sicht? Wer hat Sie bislang am meisten überrascht, wem trauen Sie kurzfristig den Durchbruch in der Beko BBL zu?

Ich denke, dass die Jungs ihre Sache sehr gut machen. Es ist natürlich ein wenig unglücklich, dass wir als Team nach dem Abgang von Dawan [Robinson] und mit den Neuzugängen Ramon [Galloway] und Jarred [DuBois] noch nicht so stabil sind. So hätten sich die jungen Spieler ein wenig mehr in Ruhe entwickeln können. Andererseits ist es für sie natürlich auch eine tolle Chance, Verantwortung zu übernehmen, was sie ja auch getan haben. Den Durchbruch schaffen – das ist immer schwer zu definieren. Aber man kann gut erkennen, dass Danilo [Barthel], Konstantin [Klein], Johannes [Voigtmann] und Kevin [Bright] ihre Chance nutzen und gut mithalten. Alle vier können richtig gute Spieler werden. Danilo hat als einer der Älteren aus der Gruppe körperlich einen Schritt nach vorne gemacht, ist schon drei Jahre in Frankfurt und profitiert nun davon. Ich freue mich, zu sehen, wo die Reise für das Quartett und auch für die anderen, noch jüngeren Spieler bei uns im Team hingehen wird. Ihnen stehen viele Türen offen.


Den kompletten Artikel über die FRAPORT SKYLINERS könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe der BIG lesen (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

- Das Duell: Bamberg gegen Bayern
- Interview: Steffen Hamann
- Blick in den Keller: Würzburg und Bremerhaven im Abstiegskampf
- Interview: Jan Pommer über die Lage in Würzburg
- Interviews: Artlands Nationalspieler Bastian Doreth
- Shooting Star: Wie Akeem Vargas in Berlin durchstartet
- Dirk Mädrich: Der Big Man Vechtas spielt die Saison seines Lebens
- Philipp Heyden: zweiter Anlauf in Bayreuth
- Interview: Michael Stockton
- Per Günther: Die Wutrede
- Kolumne: Taylor Rochestie über den europäischen Basketball
- Nowitzki-Watch
- Joes Ecke - Herber geht's nicht!
- Mein Leben ist Basketball, aber ich lebe nicht davon
- ProA, ProB, DBBL, Player Check, Big Business, undundund

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport