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Drachen empfangen Meister, Bayern gegen Bayreuth, Günther gegen Jordan

Drachen empfangen Meister, Bayern gegen Bayreuth, Günther gegen Jordan

Spitzentrio mit Heimspielen, Frankfurt ohne Quantez Robertson – Der 4. Spieltag in der Vorschau

Jetzt sind nur noch drei Mannschaften ungeschlagen. Der Blick auf das Programm des vierten Spieltages wiegt dieses Trio dabei in Sicherheit, denn alle können ihre weiße Weste in eigener Halle verteidigen. Der FC Bayern München empfängt medi bayreuth, die EWE Baskets Oldenburg erhalten Besuch aus Trier und Phoenix Hagen begrüßt den Aufsteiger RASTA Vechta. Dramatischer geht es am Tabellenende zu, wo mit den s.Oliver Baskets, den WALTER Tigers Tübingen und den Eisbären Bremerhaven drei Clubs einen Fehlstart hingelegt haben, die man zu Saisonbeginn nicht unbedingt im Tabellenkeller vermutet hätte.

Sa, 16.00 Uhr: (8) Artland Dragons – (6) Brose Baskets

Gegen Berlin konnten sich die Dragons knapp behaupten, in Oldenburg war nichts zu holen. Der Spielplan zwingt die Artland Dragons zu einem anspruchsvollen Kaltstart, denn jetzt kommt der Meister. Gefordert ist bei den Dragons vor allem David Holston, der die Drachen noch nicht so anführt, wie man das von ihm erwartet hat und mit nur 31 Prozent aus dem Feld noch nicht die gewohnte Korbgefahr ausstrahlt. Bambergs Trainer Chris Fleming, der auch fünf Jahre nach seinem Wechsel immer noch weiß, wie der Hase in Quakenbrück läuft, steht da mit seinem neuen Spielmacher Zack Wright (71 Prozent Wurfquote) schon deutlich besser da und auch Anton Gavel ist auf einem guten Weg, sich über die Verteidigung in die Saison hineinzubeißen. Für beide Teams ist das Bundesliga-Spitzenspiel die Generalprobe für den Europapokal-Auftakt, der die Artland Dragons im Eurocup am Mittwoch ins italienische Cantu und die Brose Baskets in der Euroleague nach Strasbourg (Frankreich) führt.

Sa, 19.00 Uhr: (10) ratiopharm ulm – (7) Telekom Baskets Bonn

Eine Verteidigungsschlacht ist zwischen diesen beiden neben dem FC Bayern korbhungrigsten Teams der ersten drei Spieltage kaum zu erwarten. Trotzdem wird gerade die Verteidigung in diesem Spiel wohl über Sieg und Niederlage entscheiden. Aber wo setzt man an? Regelmäßige Topscorer sucht man auf beiden Seiten nämlich vergeblich. Die Ulmer wurden in Braunschweig von Cameron Long (23 Punkte), in Bremerhaven von Matt Howard (14) und in Würzburg von Adam Hess (14) angeführt, die Bonner gegen Bayern von Jamel McLean (21), in Tübingen von Ryan Brooks (23) und gegen Vechta von Benas Veikalas (24). Den Spielmachern Per Günther und Jared Jordan scheint es nicht an Anspieloptionen zu fehlen. Vor einem Jahr (am 10. November) lieferten sich beide mit jeweils 22 Punkten ein denkwürdiges Duell in der ratiopharm arena. Die Bonner gewannen nach Verlängerung 107:103:

Sa, 19.00 Uhr: (15) ALBA BERLIN – (9) MHP RIESEN Ludwigsburg

Schon mit zwei Spielen im Rückstand hecheln die Berliner dem Feld in der Beko BBL etwas hinterher, aber am Samstag müsste der erste Saisonsieg eigentlich fällig sein – der letzte Sieg der Ludwigsburger an der Spree liegt schon mehr als 20 Jahre zurück. Die MHP RIESEN haben beim 71:95 gegen den FC Bayern erfahren, dass für sie auch unter John Patrick die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Mit den zwei Auftaktsiegen gegen Bremerhaven und Vechta im Rücken und den immer besser in Fahrt kommenden US-Guards Keaton Grant und C. J. Harris (zusammen 33 Punkte gegen München) können die Schwaben trotzdem relativ unbeschwert in die Hauptstadt fliegen und gucken, was dort geht.

Sa, 20.00 Uhr: (2) EWE Baskets Oldenburg – (12) TBB Trier

So groß die Erleichterung in Trier nach dem ersten Saisonsieg (75:69 über den MBC) ist, so schwer ist die Aufgabe für das Team von Trainer Henrik Rödl am vierten Spieltag in Oldenburg: Der Vizemeister hat in der Beko BBL an diesen ersten Spieltagen nicht nur ein nahezu unverändertes und entsprechend eingespieltes Team voraus, sondern steht darüber hinaus auch dank des verfrühten Saisonstarts (Euroleague-Qualifikation) schon voll im Saft. Sowohl die Frankfurter als auch die Artland Dragons bekamen das schon zu spüren. Neben Chris Kramer (21 Punkte) glänzte beim souverän 86:64 gewonnenen Nord-Derby am Mittwoch auch schon der einzige Neuzugang Nemanja Aleksandrov mit 15 Punkten und einem heißen Händchen aus der Distanz:

Sa, 20.00 Uhr: (17) WALTER Tigers Tübingen – (14) Mitteldeutscher BC

Vor allem für die Tübinger ist dies ein „Must-Win-Game“. Denn wenn man nach drei Auftaktniederlagen in eigener Halle nicht gegen den letztjährigen Sechzehnten gewinnt, der sich realistischerweise auch in dieser Saison den Kampf gegen den Abstieg auf die Fahnen geschrieben hat, gegen wen will man dann noch punkten? Der größte Feind der Tigers sind dabei derzeit die Ballverluste (23 in Bamberg). Der größte Trumpf von Trainer Igor Perovic heißt unterdessen Johannes Lischka, der sich mit 13 Punkten und 14 Rebounds gegen die Niederlage in Bamberg stemmte. Der MBC überzeugte am Mittwoch in Trier bis weit ins dritte Viertel hinein mit einer guten Verteidigung, agierte im Schlussviertel jedoch zu hektisch, um den Sieg nach Hause zu schaukeln.

So, 15.00 Uhr: (13) FRAPORT SKYLINERS – (16) s.Oliver Baskets

Die Partie wird von den FRAPORT SKYLINERS live gestreamt und ist auch auf der Homepage der Beko BBL zu sehen.

Auch die s.Oliver Baskets warten noch auf ihren ersten Sieg, der in Frankfurt fällig sein könnte, denn die FRAPORT SKYLINERS gehen am Stock: Nach Center Marius Nolte fällt nun auch Quantez Robertson langfristig mit einem Wadenbeinbruch aus. Zudem suspendierte Trainer Gordon Herbert seinen Spielmacher Dawan Robinson aus disziplinarischen Gründen. Ob die Würzburger diese Missstände nutzen können, hängt nicht zuletzt davon ab, ob das Team um den Ex-Frankfurter Jimmy McKinney wieder zu der Verteidigung findet, welche die s.Oliver Baskets in der letzten Saison auszeichnete. Was passiert, wenn man die SKYLINERS werfen lässt, konnte man am Mittwoch beim 88:72-Sieg in Bremerhaven beobachten: Andy Rautins (8/14 Dreier) und Jacob Burtschi (5/6) ließen sich nicht zweimal bitten und schraubten den neuen Frankfurter Saisonrekord auf 17/32 Dreier:

So, 17.00 Uhr: (5) New Yorker Phantoms Braunschweig – (18) Eisbären Bremerhaven

Einen Dreierrekord für die neue Saison stellten am 3. Spieltag auch die New Yorker Phantoms auf – allerdings einen mit umgekehrtem Vorzeichen: Mit 1/23 Dreiern (4,3 Prozent) stürmten die Niedersachsen in ihre erste Saisonniederlage, die mit 49:73 in Bayreuth entsprechend deutlich ausfiel. „Wir waren in diesem Spiel nur Passagier“, beklagte Trainer Raoul Korner den fehlenden Einsatz seiner Spieler. An der Nordseeküste in Bremerhaven meldet Trainer Calvin Oldham unterdessen nach drei Spielen (und drei Niederlagen) schon „Land unter.“ Vor allem die Art und Weise, wie sein Team sich am Mittwoch nach einer 25:16-Führung in eigener Halle von den dezimierten Frankfurtern noch abschießen ließ, wird bei den Eisbären hinter den Kulissen für Wirbel sorgen (Video unten). Oldham: „Wir müssen wieder bei Null anfangen.“

So, 17.00 Uhr: (3) Phoenix Hagen – (11) RASTA Vechta

Auf der Entdeckungstour durch die Beko BBL lernt der Gastgeber nach den defensivbetonten Trierern und Ludwigsburgern nun den offensiv geprägten Hochgeschwindigkeits-Basketball von Phoenix Hagen kennen, mit dem die Westfalen gemessen an der bisherigen Bilanz von 2:0 Siegen auch in dieser Saison offenbar gut fahren. Das Gastspiel in Bonn, bei dem die RASTA-Männer lange an einer Überraschung schnuppern konnten, war vielleicht nicht die schlechteste Vorbereitung auf diesen Härtetest, aber die Hagener um David Bell (mit 19,5 Punkten pro Spiel Platz 2 in der Korbjägerliste) waren am Mittwoch spielfrei und dürften dem Aufsteiger entsprechend energiegeladen begegnen.

So, 18.00 Uhr: (1) FC Bayern München – (4) medi bayreuth­

Nach drei Spieltagen lügt die Tabelle schon nicht mehr. Mit dem Tabellenführer und dem Vierten trifft in diesem Match ein Titelfavorit auf einen in vielen Saisonprognosen als Geheimfavorit eingestuften Gegner. Bayreuth bietet in Ronald Burrell (20,3 Punkte pro Spiel) nicht nur den Topscorer der Beko BBL, sondern in Kevin Hamilton auch einen überragenden Spielmacher auf. Hamilton schrammte in den ersten drei Spielen mit im Schnitt zehn Punkten, 8,3 Rebounds und 8,3 Assists schon dreimal an einem Triple-Double vorbei. Damit scheint er gewappnet für das Duell gegen Bayerns Malcolm Delaney, Steffen Hamann und Heiko Schaffartzik, mit dem er 2009/10 die Braunschweiger bis ins Halbfinale führte. Ein Wiedersehen als Gegner gibt es auch für Nico Simon und Lucca Staiger, die ihr Basketball-Einmaleins einst an der Urspringschule erlernten. Dass die Bayern unter dem Strich – zumal in eigener Halle – als Favorit in dieses Spiel gehen, ist vor allem in der tieferen Bank begründet. Am 3. Spieltag erhielt Svetislav Pesic in Ludwigsburg von den Münchener Bankspielern 38 Punkte (Video unten), Predrag Krunic bekam von der Bayreuther Bank gegen Braunschweig nur sechs Zähler.

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