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Europapokal-Vorberichte
Drachen spielen in Zagreb, Oldenburg empfängt Zagreb und Bonn Saragossa

Drachen spielen in Zagreb, Oldenburg empfängt Zagreb und Bonn Saragossa

Am dritten Spieltag kommt es zu zwei Vergleichen zwischen der Beko BBL mit der Adria-Liga. Während Oldenburg am Mittwoch Cedevita Zagreb empfängt, treten die Dragons in der kroatischen Hauptstadt bei Cibona Zagreb an. Bonn empfängt am Mittwoch CAI Saragossa. ALBA BERLIN, zuletzt knapp gegen die Spanier erfolgreich, muss am Dienstag bei Virtus Rom antreten. Auch ratiopharm ulm steht am Dienstag bei Paris-Levallois auswärts auf dem Parkett.

Dienstag, 20.30 Uhr: Paris-Levallois – ratiopharm ulm

Die Ulmer treffen im Pariser Stade Pierre de Coubertin (3.900 Plätze) auf einen französischen Pokalsieger, der seit der letzten Saison und dem Gewinn der Meisterschaft durch Nanterre nicht mehr die Nummer eins in Frankreich ist. Auch die neue Saison begann für die Hauptstädter mit fünf Niederlagen (drei in Frankreich und zwei im Eurocup) und dem langfristigen Ausfall von US-Center Sean May wenig verheißungsvoll. Ein solcher Fehlstart sorgt natürlich für Unruhe, Sportdirektor Jaques Monclar trat bereits ab.

Auch der aus Chalon gekommene Trainer Greg Beugnot wurde in Frage gestellt, sieht aber seit dem Wochenende Licht am Ende des Tunnels, nachdem Paris ausgerechnet bei Beugnots letztjährigen Team mit 75:65 der erste Saisonsieg gelang. Bei seinem ersten Einsatz hatte der neue US-Center Elton Brown gleich einen ordentlichen Anteil am Erfolg. Der ehemalige Bamberger markierte in nur 15 Minuten zehn Punkte und fünf Rebounds. Matchwinner waren unterdessen US-Guard Daniel Ewing mit vier von sechs Dreiern und Spielmacher Andre Albicy mit elf Punkten und elf Assists. Paris im folgenden Video in den blauen Trikots:

Paris-Levallois im Stenogramm

Guards: Daniel Ewing (30, 191, USA), Andrew Albicy (23, 178, FRA), Jordan Aboki (20, 190, FRA).

Forwards: Nicolas Lang (23, 200, FRA), Giovan Oniangue, 22, 198, CNG), Aloysius Anagonye (32, 203, US/NGR), Maleye N’Doye (33, 202, SEN).

Center: Jawad Williams (30, 204, USA), Elton Brown (30, 206, USA), Landing Sane (23, 207, FRA), Vincent Poirier (20, 211, FRA), Louis Labeyrie (21, 209, FRA, verletzt?)

Headcoach: Gregor Beugnot (56, FRA, erste Saison in Paris).

Und am Ende noch Per Günthers Gedanken zum Spiel in Paris:


Dienstag, 20.45 Uhr: Virtus Rom – ALBA BERLIN

ALBA-Trainer Sasa Obradovic, der von 1997 bis 1999 Spielmacher von Virtus Rom war, kehrt in einem spannenden Moment an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor zwei Jahren mit finanziellen Problemen aus der Euroleague verstoßen, feierte Virtus Rom nämlich in der letzten Saison mit dem Einzug ins italienische Finale ein überraschend schnelles Comeback. Im Eurocup wollen sich die Römer nun auch europäisch wieder in Erinnerung rufen, wobei sie allerdings auf ihren zu den Detroit Pistons abgewanderten Topscorer Luigi Datome verzichten müssen.

Der neue Trainer Luca Dalmonte hat gar nicht erst nach einem Ersatz für den Nationalspieler gesucht, sondern setzt mit acht Ausländern auf eine ausgeglichenere Tiefe, die indes am Wochenende trotz fünf Scorern in „double figures“ nicht die erste Saisonniederlage in der italienischen Liga (82:84 in Avellino) verhindern konnte. Die größte Korbgefahr geht bei den Römern von Jordan Taylor (einer der besten Spielmacher der italienischen Liga) und Phil Goss (am Sonntag 18 Punkte mit 4/7 Dreiern) aus, das schon 2012/13 eines der besten Guard-Duos in der italienischen Liga war.

Virtus Rom im Stenogramm

Guards: Jordan Taylor (24, 185, USA), Phil Goss (30, 188, USA), Lorenzo D’Ercole (25, 190, ITA), Riccardo Moraschini (22, 191, ITA).

Forwards: Quinton Hosley (29, 201, US/GEO), Michal Ignerski (33, 207, POL), Jimmy Baron (27, 191, USA), Bobby Jones (29, 201, USA), Alex Righetti (36, 200, ITA),

Center: Trevor Mbakwe (24, 201, US/NGR), Callistus Eziukwu (28, 208, US/NGR), Alessandro Tonolli (39, 202, ITA).

Headcoach: Luca Dalmonte (50, FRA, erste Saison in Rom),

Abschließend ein Kurzportrait von Berlins Alex King:


Mittwoch, 18.00 Uhr: Cibona Zagreb - Artland Dragons

Spätestens beim Betreten des 5.200 Zuschauer fassenden „Basketballzentrums Drazen Petrovic“ wird die große Tradition deutlich, die einen der ruhmvollsten Clubs Europas immer noch umweht. Beim Europapokalsieger von 1985 und 1987 spielten einst Legenden wie Drazen Petrovic und Kresimir Cosic, die beide posthum in die Hall of Fame in Springfield aufgenommen wurden. Aber der alte Ruhm Cibona Zagrebs droht zu verblassen: Das 76:84 in Nymburk vor einer Woche markierte schon die 25. Niederlage in Folge, die Cibona in den letzten dreieinhalb Jahren auf europäischer Ebene aneinandergereiht hat. Cibona spielt nach zwei Auftaktniederlagen im Eurocup gegen die Dragons somit nicht nur um seine vielleicht sogar schon letzte Chance in der Gruppe A, sondern auch gegen diese in der jüngeren Europapokalgeschichte  beispiellose Negativserie.

Dabei herrscht bei Cibona paradoxerweise sogar in dieser Saison eine echte Aufbruchstimmung, Schließlich konnte der Klub am Ende der letzten Saison den kroatischen Meistertitel gewinnen, hat mit Dario Saric eines der größten europäischen Talente im Kader und seit dem Sommer mit dem Rückkehrer Neven Spahija auch den neben Nationaltrainer Repesa renommiertesten kroatischen Trainer. Bisher zeigte dieser neue Schwung aber nur in der Adria-Liga Wirkung, wo Cibona nach fünf Spieltagen mit 3:2 Siegen den dritten Platz belegt und am Wochenende mit 15 Punkten von Center Andrija Zizic und elf durch das 19-jährige Wunderkind Saric dem Lokalrivalen Cedevita mit 66:51 die erste Niederlage beigebracht hat.

Cibona Zagreb im Stenogramm

Guards: Jerrel Blassingame (32, 175, USA), D. J. Strawberry (28, 196,  USA), Martin Junakovic (19, 175, CRO), Davor Kus (35, 192, CRO).

Forwards: Marin Rozic (330, 201, CRO), Dario Saric (19, 204, CRO), Matt Janning (25, 197, USA), Tomislav Gabric (18, 204, CRO).

Center: Andrija Zizic (33, 207, CRO), Marko Jagodic-Kurica (26, 205, SRB), Darko Planinic (23, 212, CRO), Marko Arapovic (17, 205, CRO).

Headcoach: Neven Spahija (50, CRO, nach elf Jahren zurück bei Cibona).

Hier ein Zusammenschnitt des Sieges im Finale des Europapokals der Landesmeister 1985 gegen das eigentlich übermächtige Real Madrid – Petrovic mit 36 Punkten:

Und auch Nationalspieler Bastian Doreth weiß, an welch historischer Stätte er am Mittwoch spielen darf:


Mittwoch, 19.30 Uhr: Telekom Baskets Bonn – CAI Saragossa

Eine Woche nach ihrem Gastspiel in Berlin treten die Spanier beim anderen deutschen Vertreter in der Gruppe D an. Das dritte Auswärtsspiel innerhalb von acht Tagen sollte dabei für Saragossa kein Problem sein, denn gerade auswärts demonstrierte das Team von Trainer Jose Luis Abos seine Klasse. Das 68:71 in Berlin war die bisher einzige Auswärtsniederlage in der Saison und die war so knapp, dass der Headcoach sich genötigt sah, auf der Pressekonferenz selbstbewusst zu erklären: „Eigentlich hätten wir diesen Sieg verdient gehabt.“ Tatsächlich hatte Saragossa mit seinen starken Innenspielern Giorgi Shermadini (14 Punkte + sechs Rebounds) und Joseph Jones (zehn + sechs) das Spiel in der o2 World 35 Minuten lang kontrolliert.

Am Wochenende in der spanischen Liga beim 85:82 über Obradoiro avancierte ein anderer CAI-Spieler mit 28 Punkten (6/9 Dreier) zum Matchwinner, der hierzulande kein Unbekannter ist. Der Isländer Jon Stefansson begann seine internationale Karriere vor elf Jahren in Trier, wo er aber gleich in seiner ersten Saison so stark aufspielte, dass ihn die Dallas Mavericks in die NBA holten, Nachdem er dort aber keinen Fuß fassen konnte, kehrte er nach Europa zurück, wo er mit seinem immer noch schnellen ersten Schritt und hohen Trefferquoten seit 2011 maßgeblichen Anteil am Aufschwung von CAI Saragossa hat. 

CAI Saragossa im Stenogramm

Guards: Pedro Llompart (31, 190, ESP), Jonathan Tabu (28, 190, BEL), Jon Stefansson (31, 195, ISL), Javier Marin (19, 194, ESP).

Forwards: Michael Roll (26, 197, USA), Pere Tomas (24, 202, ESP), Viktor Sanikidze (27, 203, GEO), Damjan Rudez (27, 203, CRO).

Center: Giorgi Shermadini (24, 216, GEO), Joseph Jones (27, 204, USA), Albert Fontet (27, 212, ESP), Laszlo Dobos (19, 219, HUN).

Headcoach: Jose Luis Abos  (ESP, sechste Saison in Saragossa).

Hier die Highlights der Partie von Saragossa in Berlin vergangene Woche:


Mittwoch, 20.00 Uhr: EWE Baskets Oldenburg – Cedevita Zagreb

Der vom gleichnamigen Süßwarenproduzenten gesponsorte neureiche Club aus Zagreb wagt in dieser Saison nach einem ernüchternden letztjährigen Auftritt in der Europaliga einen interessanten Neubeginn. Und das mit einem radikal verjüngten, aber sehr talentierten Team, für dessen sportliche Leitung Sportdirektor Matej Mamic (ehemals ALBA BERLIN) Nationaltrainer Jasmin Repesa gewinnen konnte. Gleich in den ersten Saisonspielen, in denen Cedevita nur knapp in Bilbao verlor und in der Adria-Liga mit 4:0 Siegen an die Tabellenspitze stürmte, zeigte sich dabei, wie viel Potenzial in dem Zagreber Talentschuppen steckt. Kopf des Teams ist der ebenso geniale wie korbgefährliche Spielmacher Nolan Smith, der nach zwei Jahren bei den Portland Trailblazers erstmals in Europa spielt.

Am Wochenende erlebte das vielversprechende Projekt jedoch ausgerechnet im Lokalderby gegen Cibona einen herben Rückschlag, wobei die im Spiel erlittene schwere Verletzung von Nationalspieler Marko Tomas (Riss der Achillessehne) Trainer Jasmin Repesa sicher noch mehr weh tut als die mit 51:66 überraschend klare erste Saisonniederlage in der Adria-Liga. Zusammen mit Smith bildete der defensivstarke Tomas nämlich im Backcourt das Rückgrat der jungen Mannschaft. Als nach der Pause auch noch der junge Center Jusuf Nurkic, zuletzt regelmäßig der korbgefährlichste Akteur neben Smith, nach einer Rauferei mit Jerrel Blassingame disqualifiziert, wurde, war die Niederlage im prestigeträchtigen Derby endgültig besiegelt.

Cedevita Zagreb im Stenogramm

Guards: Nolan Smith (25, 187, USA), Marino Bazdaric (35, 195, CRO), Ante Delas (25, 200, CRO), Jakov Mustapic (19, 192, CRO).

Forwards: Luka Babic (22, 201, CRO), Ivan Ramljak (23,m 203, CRO), Lovro Mazalin (16, 204, CRO), Ivo Baltic (22, 206, CRO).

Center: Goran Suton (28, 208, CRO), Miro Bilan (24, 213, CRO), Tomislav Zubcic (23, 208, CRO), Jusuf Nurkic (19, 208, BIH),

Headcoach: Jasmin Repesa (52, CRO, erste Saison für Cedevita).

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